DER0013842MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. März 1954 Bekanntgemacht am 8. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Wirkung von Waschmitteln, vornehmlich von Seifen, wird zweckmäßigerweise durch alkalische
Waschhilfsmittel unterstützt. Als solche Zusatzstoffe sind Soda, Wasserglas, Natriummetasilikat,
Trinatriumphosphat, Alkalipolyphosphate, Borax und bei Anwendung entsprechender Vorsichtsmaßnahmen
auch Ätznatron bekannt. Die Aufgabe dieser Waschhilfsmittel ist einmal die Enthärtung
des Wassers, d. h. die Ausfällung von Härtebildnern in möglichst feiner und leicht dispergierbarer
Verteilung. Zum anderen wird durch Zusatz der genannten Stoffe der für den Waschvorgang
optimale pH-Bereich, etwa bei 10,7 liegend,
eingestellt. Durch die Bindung des im Wasser enthaltenen Eisens und des in geringerer Menge vorhandenen
Mangans in Form stabiler, wasserlöslicher Komplexe wird die Ausfällung von Ferrihydroxyd
während des Waschvorgangs und damit die gefürchtete Vergilbung verhindert. Nicht zuletzt
fungieren gute Waschhilfsmittel, z. B. Metasilikat, dank ihrer Molekülform als Träger der von
z. B. der Seife emulgierten Schmutzteilchen.
Als unbefriedigend zeigt sich bei Anwendung der genannten Zusatzstoffe deren ungenügende Kalkbeständigkeit.
Bei Verwendung nicht vollkommen enthärteten Wassers bildet sich ein kristalliner Nie-
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R 13842 IVa/23 e
(!erschlag unlöslicher Kalkvcrbindungen, die sich auf der Wäsche festsetzen und zu deren Vergrauuiif;-führen.
Es wurde min gefunden, daß ein solches in wäßriger
Lösung alkalisch reagierendes Waschmittel
hervorragende Wascheigenschaften aufweist, ohne den Nachteil ungenügender Kalkbeständigkeit zu
zeigen, das in der Trockensubstanz einen Gehalt an freier Phosphorsäure und an linearem Alkalisilikat
ίο aufweist.
I )ie nachstehenden Vergleichsversuche lassen die Überlegenheit des erfuidungsgemäßen Waschmittels
gegenüber bekannten Waschmittel deutlich erkennen.
Zu je 1 1 Wasser mittlerer Härte (150 dTT, davon
10" Carbonathärte und 5" bleibende Härte) und einer Temperatur von 20" C werden gegeben:
a) 2,5 g Na-ineta-silikat (9ILO)
I)) 2,5 g Na-metasilikat (9H2C))
so 0,5 g Soda calc.
a) 2,5 g Na-ineta-silikat (9ILO)
I)) 2,5 g Na-metasilikat (9H2C))
so 0,5 g Soda calc.
c) 2,5 g Na-metasilikat (9IT2O)
0,5 g Soda calc.
0,5 g Soda calc.
0,08 g Trinatriumpliosphat wasserfrei.
Die Lösungen a bis c trüben sich sehr rasch und scheiden alsbald flockige Niederschläge aus.
Die Lösungen a bis c trüben sich sehr rasch und scheiden alsbald flockige Niederschläge aus.
Fügt man zu 1 1 des gleichen Wassers 2,5 g Nametasilikat
(9H2O), 0,5 g Soda, 0,08g eines aus
I larnstoll und Orthophosphorsäure (Molverhältnis
1:1) aufgebauten Additionsproduktes, so wird die Lösung zwar schwach opaleszierend, ohne daß
sich jedoch ein Niederschlag ausscheidet.
Für den Chemismus der sich bei der Verwendung eines I'hosphorsäurc-Silikat-Gemisches abspielenden
Vorgänge kann jedoch keine erschöpfende Erklärung gegeben werden, jedoch hat die Bildung
komplexer Anionen mit dem Phosphorsäurerest als Zentralatom und Kieselsäure als Liganten eine gewisse
Wahrscheinlichkeit für sich.
Gestützt wird diese Erklärung durch die Tat-.40 sache, dal.t das Optimum des Effektes auftritt, wenn
das Verhältnis von Phosphorsäure und Silikat innerhalb bestimmter Grenzen liegt. Eine Abnahme
des ICHVktes wird beobachtet, wenn das Verhältnis
von Phosphorsäure zu SiO., größer als 1 : 6 wird. Ί5 Als Phosphorsäure können die wasserlöslichen
Säuren des Phosphors, vornehmlich Meta-, OrthouikI
Pyrophosphorsäure, aber auch Polyphosphorsäuren
verwendet werden. Mit besonderem Vorteil wird die Phosphorsäure als Anlagerungsprodukt
von I larnstoff und Phosphorsäure angewendet.
Von den linearen Alkalisilikaten sind Natriummetasilikat,
aber auch Di-, Tri- und Tetrametasilikat, also Wasserglas, zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens zu verwenden.
Die den Waschprozeß unterstützende Wirkung des Geniisches aus Alkalisilikat und Phosphorsäure kann durch Zusatz waschaktiver Substanzen, z. R. von Arylalkylsulfonaten, gesteigert werden. Auch der Zusatz weiterer alkalischer Stoffe, vornehmlich von Soda, wirkt sich günstig aus. Die schmutztragende Wirkung der im Sinne vorliegender Erfindung zur Anwendung kommenden Wasch- und Waschhilfsmittel kann durch den Zusatz carboxylgruppenhaltiger Polymerisate von Äthylenabkömmlingen, die als solche oder in Form ihrer Alkali- ( salze wasserlöslich sind und die in untergeordneten Mengen mitverwendet werden, deutlich gesteigert werden.
Die den Waschprozeß unterstützende Wirkung des Geniisches aus Alkalisilikat und Phosphorsäure kann durch Zusatz waschaktiver Substanzen, z. R. von Arylalkylsulfonaten, gesteigert werden. Auch der Zusatz weiterer alkalischer Stoffe, vornehmlich von Soda, wirkt sich günstig aus. Die schmutztragende Wirkung der im Sinne vorliegender Erfindung zur Anwendung kommenden Wasch- und Waschhilfsmittel kann durch den Zusatz carboxylgruppenhaltiger Polymerisate von Äthylenabkömmlingen, die als solche oder in Form ihrer Alkali- ( salze wasserlöslich sind und die in untergeordneten Mengen mitverwendet werden, deutlich gesteigert werden.
Die aufgeführten, den eigentlichen Waschprozeß fördernden Zusatzstoffe können miteinander ge- ',
mischt und als Gemisch gelagert bzw. als solches dem Wasser zugesetzt werden. Die gleiche Wirkung
wird auch durch den nacheinander erfolgenden Zusatz von /.. B. Silikat und Phosphorsäure zum Wasser
erreicht. ',
Zum Waschen von Leibwäsche wird pro m3 Waschwasser, das T2° dlT aufweist, vor Zugabe der Seife
das Gemisch folgender Stoffe gegeben: 2619g Na- ί triummetasilikat, 291 g kalzinierte Soda, 37,5 g
Orthophosphorsäure, 37,5 g Harnstoff, 15 g polyacrylsaures
Natrium, 100 g waschaktive Substanz.
B e i s ρ i e 1 2
Bett- und Haushaltswäsche wird nach einer enzylnatischcn
Vorwäsche in einer Flotte behandelt, der . man pro m3 vor dem Zusatz der Seife und einer
waschaktiven Substanz folgende Mengen der crfindungsgemäß zu verwendenden Zusatzstoffe zusetzt:
350g kalzinierte Soda, 2000g Natriummetasilikat,
ι oog Harnstoff, 150 g Phosphorsäure.
Claims (7)
1. In wäßriger Lösung alkalisch reagierendes Waschmittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt
des trocknen Mittels an freier Phosphorsäure und linearem Alkalisilikat in Mengen- κ
Verhältnissen zwischen 1 : 100 und 1 : 4.
2. Waschmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Orthophosphorsäure.
3. Waschmittel nach Anspruch 1, gekenn- κ zeichnet durch einen Gehalt an einem Anlagerungsprodukt
einer Phosphorsäure an Harnstoff im Molverhältnis von etwa 1:1.
4. Waschmittel nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen Gehalt an dem Anlagerungsprodukt
von Orthophosphorsäure an Harnstoff im Molverhältnis von etwa 1 : 1.
5. Waschmittel nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch den Gehalt an Alkalimetasilikat.
6. Waschmittel nach den Ansprüchen 1 bis 5>
gekennzeichnet durch die Mitverwendung waschaktiver Substanzen, vornehmlich von Alkylarylsulfonaten.
7. Waschmittel nach den Ansprüchen 1 bis 6, gekennzeichnet durch die Mitverwendung von
Soda in Mengen bis zu 20°/o, bezogen auf das Silikat-Phosphorsäure-Gemisch.
Angezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 195 601.
© 509 598/130 11.55
Family
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