DER0009296MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. Juni 1952 Bekanntgemacht am 15. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Für die einwandfreie Durchführung einer kontinuierlichen
thermischen oder chemischen Behandlung von fein- oder grobkörnigen Stoffen mittels
Heiz- oder sonstigen Gasen in Silo- oder Ofenschächten od. dgl. ist es erforderlich, die einzelnen
Teile des Stoffes dem Behandlungsprozeß eine bestimmte, häufig gleichbleibende Zeit auszusetzen.
Das bedingt, daß die einzelnen Stoffteile den Schacht in möglichst paralleler, senkrechter Bahn
von oben nach unten durchwandern, ohne daß einzelne Teile oder Zonen der Füllung gegenüber benachbarten
Teilen voreilen oder zurückbleiben.
Die bestehenden Entleerungsvorrichtungen an Silo- oder Ofenschächten erfüllen diese Bedingung
nicht. Sie können nicht den gesamten Querschnitt des Schachtes erfassen, so daß im Schacht Zonen
verbleiben, die von den meist aus Schubwagen, Pendelspeisern, Drehtellern oder Bändern bestehenden
Vorrichtungen nicht oder mit erheblicher Nacheilung gegenüber dem Gut unmittelbar über den
Austragvorrichtungen ausgetragen werden. Diese Schattenzonen befinden sich in erster Linie in dem
Raum zwischen zwei Austragvorrichtungen und in der Mitte des Schachtes.
Es sind auch große Tellerspeiser bekannt, deren Durchmesser gleich oder größer als der des Schachtes
ist, die zwar imstande sind, die Randzone des Schachtquerschnittes gleichmäßig und auf vollem
Umfange auszutragen. Sie sind aber nicht imstande, auch den inneren Kern des Schachtes zu
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erfassen und daher nicht geeignet, eine ungestörte Parallelverschiebung der Schachtfüllung nach unten
zu gewährleisten.
Ferner ist eine Austragvorrichtung für Schüttgut aus Silos u. dgl. bekanntgeworden, bei der es
sich um den Einbau ringförmiger, terrassenförmig angeordneter Scheiben mit Abstreifern in den Silo
selbst handelt. Ein solcher Einbau ist aber bei einem unter Wärmewirkung stehenden Schachtofen
nicht angängig, da die Gefahr von Zerstörungen durch Hitzeeinwirkung besteht, gleichgültig
ob die Abstreifer angetrieben werden oder ob diese feststehend und die Ringe drehbar angeordnet werden.
Ein wesentlicher Nachteil ist ferner, daß die Austragung nach innen erfolgt und von, außen
nicht beobachtbar ist. Ein weiterer Nachteil der bekannten Entnahmevorrichtung besteht darin, daß
die Antriebswelle innerhalb des herabfallenden Schüttgutes arbeitet und infolgedessen Stopfbüchsen
zur Abdichtung nach außen erforderlich sind. Weiter ist ein Vorratsbehälter für staubförmige
Güter bekannt, wobei die Trichterwandung innen mit von außen zugeführter Luft bestriehen.
wird, damit der Staub gleichmäßig in Falleitung nachrutschen kann.
Gemäß der Erfindung wird die Verwendung von konzentrisch untereinander und unterhalb des
Schachtes angeordneten ringförmigen Scheiben ab:
weichenden Durchmessers als Austragvorrichtung für Schachtofen mit der Maßgabe vorgeschlagen,
daß die inneren und auch die äußeren Durchmesser der ringförmigen Scheiben von oben nach unten
abnehmen und daß die ringförmigen Scheiben an ihrem inneren Rande so mit einem im Querschnitt
etwa dreieckförmigen Leitring für das Gut versehen sind, daß die Austragung nach außen erfolgt.
Dadurch kann sich die Schachtfüllung nach außen frei .abböschen. Die Scheiben und der Abschlußteller
werden vorzugsweise feststehend angeordnet, und jeder Ringscheibe und dem Abschlußteller
können ein oder mehrere Abstreifer zugeordnet sein.
Die Austragung kann von außen beobachtet und" beeinflußt werden. Kein Teil der Austragvorrichtung
ragt in den Ofen hinein, so daß Zerstörungen durch Hitzeeinwirkung vermieden werden. Ferner
besteht die Möglichkeit, entweder die Abstreifer drehbar und die Kaskade feststehend oder letztere
drehbar und die Abstreifer feststehend anzuordnen. In allen diesen Fällen ist es aber möglich, "selbst
wenn der Antrieb in der Ofenachse angeordnet . wird, ihn gegen die Einwirkung des auszutragenden
Gutes zu schützen. ' :
Das Wesen und die Wirkungsweise-läßt die
Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel im Längsschnitt durch das untere Ofenende erkennen.
Die Vorrichtung besteht aus einer oder mehreren meist horizontal und konzentrisch unter dem
Schacht gelagerten Ringscheiben 1, deren kleinste und unterste ,durch' einen -vollen Abschlußteller 2
üblicher ■ Bauart ' abgeschlossen ist. Der- äußere
■ ' Durchmesser der..obersten und größten -Ringscheibe
muß größer sein als der lichte Durchmesser des Schachtes, und zwar um so viel größer, daß das
aus dem Schachtrand abböschende Füllgut sich auf dem Ring nach außen ungehindert abböschen kann.
Der innere Durchmesser des obersten Ringes richtet sich danach, wie dick die Randzone sein soll, die
vom obersten Ring ausgetragen werden soll. Das durch die Öffnung des obersten Ringes durchtretende
Füllgut wird entweder von einem zweiten oder dritten usw. Ring in ähnlicher Weise erfaßt
wie beim obersten Ring, oder es wird durch einen vollen Teller abgefangen. Der Abstand des obersten
Ringes vom Schachtende' sowie der Ringscheiben und des Tellers untereinander ergibt sich aus der
Größe der auszutragenden Stoffe in der Weise, daß am Austrag keine Verklemmung eintreten kann.
Die Zähl der einzubauenden Ringscheiben ergibt sich einmal durch die Größe des Schachtdurchmessers
und zum anderen daraus, wieviel ringförmige Zonen des Schachtquerschnittes von je
einer Ringscheibe und dem Abschlußteller abgezogen werden sollen. Man hat es also durch die
Wahl der Ringscheibenzahl in der Hand, mehr oder weniger viele Zonen des Schachtes von je einer
Kaskade der Vorrichtung austragen zu lassen.
Die Abzügsvorrichtung kann drehbar sein und mit konstanter oder veränderlicher Drehzahl laufen.
Sie ist in diesem Falle mit einem oder mehreren nicht drehbaren oder verstellbaren Abstreifern versehen.
Es können sich aber auch der oder die Abstreifer mit konstanter oder veränderlicher Dreh-"
zahl drehen, und die Ringscheiben mit Abschlußteller können feststehen. Letzteres ist die bevorzugte
Ausführungsweise. Beides drehbar zu machen, ist möglich, aber sinnlos. Man kann ferner in an
sich bekannter Weise jede einzelne Ringscheibe bzw. jedes einzelne Abstreifersystem, das zu einer
Ringscheibe gehört, für sich regulierbar machen.
Zweckmäßig ist es, jede Ringscheibe am inneren Rand mit einem im Querschnitt etwa dreieckförmigen
Leitring 3 mit nach außen gerichteter Rutschfläsche zu versehen, deren Spitze die jeweils
auszutragende Zone abgrenzt.
Auch ist es vorteilhaft, einen dieser Leitringe, und zwar vornehmlich den obersten, auf seiner
Innenseite in an sich bekannter Weise mit Düsen oder Löchern'und einem oder mehreren von außen
zugeführten Luft- oder Gaskanälen zu versehen, so daß Gas oder Verbrennungsluft in den 'Schacht
eingeblasen1 werden kann, ohne daß eine lästige zentrale
'Gas- oder Luftdüse in den Schacht hineinzuragen braucht.' Auch kann man das ausgetragene
Gut, wie an sich bekannt, durch geeignete Bunker >'
unter der Vorrichtung getrennt erfassen und verwiegen, so daß eine genaue Einstellung und Kontrolle
der Entleerung möglich ist. ■ . .',. :
Die Uhteransprüche haben keinen selbständigen Charakter. ■■■',. . .
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Die Verwendung von konzentrisch unter-.." einander und unterhalb des Schachtes angeord- :-rieten 'ringförmigen Scheiben, abweichenden707/249R9296XI/81eDurchmessers als Austragvorrichtung für Schachtofen mit der Maßgabe, daß die inneren und auch die äußeren Durchmesser der ringförmigen Scheiben (i) von oben nach unten abnehmen und daß die ringförmigen Scheiben an ihrem inneren Rande so mit einem im Querschnitt etwa dreieckförmigen Leitring (3) für das Gut versehen sind, daß die Austragung nach außen erfolgt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die jeweils zu einer Ringscheibe oder zum Abschlußteller gehörenden Abstreifer bzw. Abstreifersysteme in ihrer Drehgeschwindigkeit regulierbar sind.
- 3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Leitringe an der inneren Seite mit Düsen oder Löchern zum Einbringen von Verbrennungsluft versehen sind.
- 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Ringscheibe und für den Abschlußteller je ein besonderer Auffangtrichter mit besonderem Auslaß vorgesehen ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 210005;
schweizerische Patentschrift Nr. 209 788.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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