DEP0055730DA - Verfahren zur Herstellung eines gesinterten keramischen Körpers - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines gesinterten keramischen KörpersInfo
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Description
United Insulator Company Limited,
Oakcroft Road, Tolworth, Surbiton, Surrey/England.
■ία dio il un Verfahren
Die Erfindung bezieht sich auf keramische Körper, welche geeignet zur Verwendung als
dielektrisches Material in Kondensatoren und anderen Gegenständen sind und als Hauptbestandteil
Bariumtitanat enthalten, welches 90 oder mehr Gewichtsprozent des Körpers ausmacht. Solche
■Korper sind vornehmlich wegen des hohen Werts der Durchlässigkeit ^er^^^J^m^m von Bedeutung,
welche bei ihnen erhalten werden kann.
Diese Körper werden gewöhnlich durch ein Verfahren hergestellt, bei welchem die Bestandteile
in einem geeigneten Grade von feiner Unterteilung gut miteinander vermischt, gepresst,
ihnen die geeignete Form und Ausmaße gegeben und sie dann einer Erhitzung unterworfen v/erden,
um die Teilchen zu sintern und einen genügend starken und starren, nicht porösen keramischen
Körper zu erzeugen. Die im allgemeinen verwendeten Formen sind dünnwandige Rohre und dünne,
flache Scheiben oder rechteckige Platten. Die stärkste Dicke der Rohrwände und der Scheiben
oder Platten (im folgenden als Wanddicke bezeichnet) überschreitet normalerweise nicht etwa 5 mm.
Das Erhitzen wird gewöhnlich derart ausgeführt, daß eine große Anzahl der Körper, wenn notwendig
auf geeigneten Trägern, zusammen in
einen Ofen eingebracht, der Ofen dann geschlossen, die Temperatur dann allmählich auf dem Sinterungsbereich, welcher etwa zwischen 1200 und 1JOO0G
ist, gesteigert und dann das Material auf eine verhältnismässig niedrige Temperatur abkühlen
gelassen wird, bevor der Ofen geöffnet wird. Bei einer solchen Behandlung kann sich das Ansteigenlassen
der Temperatur bis zum Höchstwert über eine Zeit von. 10-bis 12 Stunden oder langer
und das Abkühlen von der Höchsttemperatur bis auf 900° herunter über einen Zeitraum von 2-3
Stunden oder mehr erstrecken.
Es wurde gefunden, daß die so hergestellten Körper, während sie eine verhältniamässig hohe
Durchlässigkeit (von 500 aufwärts) besitzen, nicht einen genügend hohen Wert an Isolierwiderstand
bei gewöhnlicher Raumtemperatur au£§a»-<H*<' und eine sehr beträchtliche Verschlech-
terung dieser Eigenschaft er]»* b'OT'M'Mli-ei*, wenn die
Temperatur auf 1000C erhöht wird und ferner eine Verschlechterung erleiden, wenn sie einer Dauerspannungsprobe
bei dieser und einer niedrigeren Temperatur unterworfen werden. Dieser Mangel beeinträchtigt in ernstlicher Weise die Brauchbarkeit
der Körper.
&OTfffi*Voler Erfindung werden verbesserte keramische Körper der angegebenen Zusammensetzung
erhalten, welche ein solch inneres Gefüge besitzen, daß ihr Isolierwiderstand bei gewohnlicher
Raumtemperatur einen hohen Wert aufweist.
Sie besitzen auch befriedigende Werte des Isolationswiderstandes bei 100 und höheren Temperaturen
und erleiden keine große Verschlechterung hierin^(in manchen Fällen überhaupt keine), wenn
sie bei dieser Temperatur für eine lange Zeit einer angewendeten Spannung ausgesetzt sind.
Die verbesserten Körper besitzen auch hohe Werte an Durchlässigkeit, im allgemeinen höhere als
die, welche mit Körpern gleicher Zusammensetzung
aber nach dem bisher bekannten Verfahren hergestellt erhalten werden. Sie können z.B. Durchlässigkeitswerte
von I5OO bis 4000 aufweisen.
Der wesentliche Faktor zur Erzielung der
verbesserten Struktur isw&ie Verringerung0der Zeit für das Erhöhen der Temperatur von 900° zur
Höchsttemperatur und die Verringerung der Zeit für das Abkühlen vom Bereich der Höchsttemperatur
auf 9000G herab. Das Erhitzen von 900° auf die Höchsttemperatur und das anschliessende Abkühlen
auf 900° kann z.B. stattfinden in etwa 25 Minuten, von welchen etwa 1/4 Stunde die Zeit ist, um den
Körper von der Sintertemperatur auf 900° abzukühlen. Es wurde gefunden, daß die verbesserte
Struktur erhalten wird, wenn die gesamte Zeit innerhalb derer der Gegenstand auf eine Temperatur
von oberhalb 900 gehalten wird, weniger als 3 Stunden ist. Vorteilhafterweise kann diese
Zeit auf 1 Stunde für Körper mit einer Wanddicke von nicht aber höchstens 0,5 mm verringert
werden.
Aus dem Vorhergehenden ergibt sich, daß der verbesserte Korper erhalten wird, wenn die frischen
Gegenstände auf die Höchsttemperatur zur Bewirkung des Sinterns erhitzt und dann von dieser Temperatur
abgekühlt werden, aber beides in einer raschen Weise erfolgtlf Gleiche Ergebnisse können
bisweilen erhalten werden mit Gegenständen, welche γ schon durch das langandauernde bisherige Verfahren
JM JLJuju^gewonnen aber dann einer kurzen Wärmebehandlung
unterworfen werden, in welcher sie schnell .auf Sintertemperatur erhitzt und schnell abgekühlt
werden. Demnach ist der bestimmende Schritt bei der Behandlung das verhältnismässig rasche Erhitzen
und Abkühlen im Bereich von 900° nach oben auf die Höchsttemperatur von 1200 bis 1300° und
von der Höchsttemperatur herab auf 900°.
Die mit den verbesserten Körpern erhaltenen
Werte des Kraftfaktors sind nicht höher als die, der nach den bisherigen Verfahren hergestellten
Körper, und in einigen Fällen sind sie wesentlich niedriger.
Die verbesserte 'Aärmebeh and lung kann geeigneter Weise in einem Rohrenofen ausgeführt
werden, durch welchen die zu behandelnden Körper entweder allmählich oder schrittweise gefördert
werden. Dabei erreichen sie die volle Sintertemperatur in dem mittleren Teil der
Rohrlänge und die Abkühlzone am Auslaßende. Durch Kontrolle des Grades der Bewegung der
Körper durch das Rohr kann ein geeignetes rasches Erhitzen und Abkühlen erzielt werden.
Es ist erwünscht, die Bedingungen so einzustellen, daß eine reduzierend Atmosphäre
innerhalb des Rohres nicht erhalten wird. Dies kann die Hervorrufung eines kleinen
Luftstroms durch das Rohr eerforderlich machen.
Es wurde nun gefunden, daß das Verfahren der Erfindung besonders geeignet für Korper der Art
ist, wie sie in de$ #riiv Patent/586 802 beschrieben und beansprucht sind. Von diesen
Korpern zeigen solche, welche Euoride der Metalle der II. Gruppe des Feriodiscben Systems
enthalten, diejbemarkemswertesten Verbeosemtngen im Volumen-Leitungswiderstand.
Die folgenden Beispiele erläutern die Anwendung der Erfindung bei der Herstellung
gesinterter Korper verschiedener Form und Zusammensetzung und vergleichen die neuen Korper
mit den nach den bekannten Verfahren hergestellten.
3a
3b
3b
5a
5b
5b
Zusammenset
zung
zung
Form Gesamtzeit
oberhalb 9000Q
Volumen-Leitungs- Höchstwiderstand nach dem Teuxu.
Ohm/ccm Bauerversuch G
Ohm/ccm Bauerversuch G
| W | A | in Minuten | 25°G | 3 | 10O0G | 25 | 0G 10O0G | 1250 1225 |
|
| 1a 1b |
W | A | 26 4$0 |
11 2x10 ' ' 5x1 o9 |
1 | .4x10™ 2x108 |
1250 1225 |
||
| 2a 2b |
26 480 |
5. 2X1011 5.2X1010 |
6x1O10 .7x1O8 |
2. 1. |
11 8x10' ' 1x1010 |
||||
26
480
80 480
1.5x10
12
1.6x10
12
3.1x10
11
1?
1.4x10 ^ 1.4x10
1.4x10 ^ 1.4x10
11
5x10
10
,6x10
1238' 1200
| 4a 4b |
Y | B | 26 480 |
1.1x10'^ 2.7x1010 |
8.4x1O10 1.4x1O10 |
1300 1200 |
| 5a 5b |
Z | A | 26 540 |
3.6x1012 1.9x1011 |
1.6x10' ! 9x1010 |
1350 1325 |
1250 1225
Bei diesen Beispielen waren die geprüften Körper alle rohrförmig und von folgenden Abmessungen:
Form Länge Äusserer Durchmesser Wanddicke
A 10 mm 3 nun 0,3 21m
B 27 mm 4- mm 0,5 mm
G 15 mm 3 mm 0,7 mm
Im Beispiel 1 (a) war der Körper bereits nach dem bekannten Hitzebehandlungsverfahren
während 8 Stunden gesintert worden, bevor er die schnelle Wärmebehandlung erhielt.
Die Zusammensetzungen in Gewichtsteilen (bezeichnet mit W X Y Z) waren folgende:
| W | Ba TiO, | 100 |
| Bentonit | 1 | |
| X | BatiO, | 98,5 |
| Mg F2 | 1,0 | |
| Zn 0 | 0,5 | |
| Y | H3 BO3 Bentonit Ba TiO, Mg ZrO, |
1,0 98 2 |
| Bentonit | 1 | |
| Z | Ba TiO3 | 95 |
| Mg TiO3 | 5 | |
| Bentonit | 1 | |
| Die erwähnte Dauerprobe bestand darin, daß der | ||
| Körper einer Beanspruchung von 800 Volt pro mm |
bei 75°C während 170 Stunden unterworfen wurde, die folgende Tabelle erläutert, wie die Durchlässigkeit
(K) und der Kraftfaktor in einigen Fällen verbessert sind.
| Beispiel | K | Kraftfaktpr (tan χ 10 ) |
| 2a 2b |
1200 1100 |
300 300 |
| 3a 3b |
3000 1600 |
300 400 |
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung eines gesinterten keramischen, für dielektrische Zwecke geeigneten
und 90 oder mehr Gewichtsprozent Bariumtitanat enthaltenden Körpers, gekennzeichnet durch den
Schritt des Erhdhens der Temperatur des Körpers auf die Sinterntemperatur oder eine höhere Temperatur
und anschliessendes Senken der Temperatur auf 900°, wobei die Gesamtzeit für das Erhöhen und
Senken der Temperatur des Körpers 3 Stunden nicht überschreitet.
2. Verfahren zur Herstellung eines gesinterten keramischen Körpers mit einer maximalen Wanddicke von nicht über 0,5 mm, welcher für dielektrische
Zwecke geeignet ist und 90 oder mehr Gewichtsprozent Bariumtitanat enthält, gekennzeichnet durch
den Schritt des Erhohens der Temperatur des Körpers auf die Sintertemperatur oder eine höhere
Temperatur und anschliessendes Senken der Temperatur auf 900°, wobei die Gesamtzeit für das Erhöhen und Senken der Temperatur des Körpers 1 Stunde
nicht überschreitet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper 0,5 - 10% eines Fluorids,eines
Metalls der II. Gruppe des Periodischen Systems enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper 0,5 - 10 % eines Fluorids eines
Metalls der II. Gruppe des Periodischen Systems enthält.
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