DEP0054685DA - Ausgeglichene Gleitringdichtung - Google Patents

Ausgeglichene Gleitringdichtung

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DEP0054685DA
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DE
Germany
Prior art keywords
mechanical seal
rubber sleeve
balanced mechanical
sliding ring
seal
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Frank Brakel Scholtz
Original Assignee
Maschinenfabrik Sürth Zweigniederlassung der Gesellschaft für Linde's Eismaschinen AG, Köln
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Description

Bei Kältemaschinen mit geschlossenem Kurbelgehäuse werden für die Abdichtung der rotierenden Welle gegenüber der Atmosphäre Gleitringdichtungen verwendet, bei denen ein nur in axialer Richtung beweglicher Gleitring elastisch und gasdicht mit dem Gehäuse verbunden ist und dabei durch eine Feder abdichtend gegen eine mit der Welle umlaufende Gleitfläche gepresst wird. Die elastische gasdichte Verbindung des Gleitringes mit dem Gehäuse wird in den meisten Fällen durch einen Metallbalg hergestellt, der an einem Ende unter Zwischenschaltung einer Dichtung zwischen Gehäuse und Abschlussflansch geklemmt wird und am anderen Ende durch Löten oder auf ähnliche Weise gasdicht mit dem Gleitring verbunden ist. Da bei den Kompressions-Kältemaschinen, die durch das Kurbelgehäuse ansaugen, der Druck im Kurbelgehäuse betriebsmässig starken Schwankungen unterworfen ist, müssen die Druckfedern entweder so stark gemacht werden, dass auch bei den ungünstigsten Betriebszuständen eine sichere Abdichtung zwischen den Gleitflächen erzielt wird oder es muss dafür gesorgt werden, dass der schwankende Betriebsdruck keine Änderung der Gleitflächenbelastung bewirkt. Die letztere Forderung wird erfüllt von den sogenannten ausgeglichenen Gleitringdichtungen, bei denen der mittlere Durchmesser des Metallbalges mit dem Durchmesser der Gleitringfläche übereinstimmt.
Erfindungsgemäss wird bei ausgeglichenen Gleitringdichtungen der beschriebenen Bauart der Metallbalg durch eine Gummihülse ersetzt, wodurch sich sowohl betriebstechnische als auch wirtschaftliche Vorteile ergeben, wie weiter unten erläutert wird. Die erfindungsgemässe Einrichtung umfasst daher eine an sich bekannte ausgeglichene Gleitringdichtung, bei der eine mit der Welle umlaufende Gleitfläche gegen einen feststehenden federbelasteten Gleitring abdichtet mit dem besonderen Kennzeichen der Abdichtung des Gleitringes gegen die Atmosphäre durch eine röhrenförmige beiderseits mit Flanschen versehene Gummihülse.
Eine besonders zweckmässige Ausführungsform der Gummihülse ist durch einen Flansch gekennzeichnet, der als Dichtung zwischen Kompressorgehäuse und Abschlussdeckel dient, während der andere Flansch mit Rille oder dergleichen versehen ist, die den Druckring saugnapfartig festhalten.
Die Abbildung stellt einen Schnitt durch eine Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dar.
Die im Kurbelgehäuse gelagerte Kurbelwelle 1 ist innerhalb des die gesamte Wellenabdichtung umschließenden Gehäusestutzens 2 auf einen kleineren Durchmesser abgesetzt, um einen als Gleitfläche dienenden Wellenbund zu bilden oder wie im Ausführungsbeispiel als Widerlager für einen getrennt herzustellenden Druckring 3 zu dienen. Die Abdichtung des getrennt hergestellten an seiner Lauffläche zweckmässig geläppten Druckringes 3 gegenüber der Welle 1 erfolgt durch eine elastische Zwischenlage 4, die infolge der erhöhten Reibung gleichzeitig die Mitnahme des Druckringes durch die Welle sichert. Der auf dem Druckring 3 abdichtende Gleitring 5 ist in axialer Richtung verschiebbar, gegen Drehung aber durch einen Stift 6 gesichert, der in einer entsprechenden Nut des Gehäusestutzens 2 gleiten kann. Der Gleitring 5 hat gegenüber der Welle 1 und dem Gehäusestutzen 2 etwa Spiel, sodass er sich notfalls bei Ungenauigkeiten in der Bearbeitung etwas schräg zur Wellenachse bzw. Mittelachse des Gehäusestutzens einstellen und gegebenenfalls eine dauernde Kippbewegung ausführen kann, ohne die dichtende Berührung mit dem Druckring zu verlieren. Gegen die Atmosphäre ist der Gleitring 5 durch eine Gummihülse 7 abgedichtet, die auf der einen Seite mittels eines als Dichtung dienenden Flansches 8 zwischen Gehäusestutzen 2 und Abschlussflansch 9 eingeklemmt ist. Die gasdichte Verbindung des Gleitringes 5 und der Gummihülse 7 kann entweder durch Aufkleben auf den Verstärkungsflansch 10 der Gummihülse 7 erfolgen oder der Verstärkungsflansch 10 kann rillenförmige Aussparungen erhalten, die in Verbindung mit dem Federdruck wie Saugnäpfe wirkend, den Gleitring festhalten und abdichten. Der erforderliche Anpressdruck zwischen dem Druckring 3 und dem Gleitring 5 wird durch die Druckfeder 11 hervorgebracht, die sich einerseits gegen den Abschlussflansch 9 und andererseits gegen den Boden einer Führungshülse 12 abstützt.
Die technischen und wirtschaftlichen Vorteile der neuen Gleitringdichtung mit Gummihülse gegenüber den bisher gebräuchlichen mit Metallfaltenbalg sind: geringer Raumbedarf, grosse Beweglichkeit in jeder Richtung, daher beste Anpassung der beiden Gleitflächen auch bei Taumelbewegungen infolge Fabrikations- oder Montageungenauigkeiten; Vereinfachung und Verbilligung der Herstellung, da die Lötung zwischen Metallbalg und Gleitring fortfällt und dessen geläppte Lauffläche nicht mehr der Gefahr ausgesetzt ist beim Löten beschädigt zu werden; Fortfall der bei den bisher bekannten Kon- struktionen notwendigen Dichtung zwischen Metallbalg und Gehäuse; bedeutend geringerer Preis der Gummihülse gegenüber einem Metallbalg bei erhöhter Lebensdauer und Betriebssicherheit.

Claims (2)

1) Ausgeglichene Gleitringdichtung insbesondere für Kältemaschinen, bei der eine mit der Welle umlaufende Gleitfläche gegen einen feststehenden federbelasteten Gleitring abdichtet, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtung des Gleitringes gegen die Atmosphäre durch eine röhrenförmige beiderseits mit Flanschen versehene Gummihülse bewirkt wird.
2) Ausgeglichene Gleitringdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Flansch der Gummihülse als Dichtung zwischen Kompressorgehäuse und Abschlussdeckel dient und der andere Flansch mit Rillen oder dergleichen versehen ist, die den Druckring saugnapfartig festhalten.

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