DEP0052840DA - Ampullenspritze - Google Patents
AmpullenspritzeInfo
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Description
DR.-ING. A. VARREN
PATENTANWALT
ESSEN
RATHENAUSTR. 6
A b s ο h r i i1 t
Joacpim Vilipe rJ ο r t e - R e a 1 Lissabon (Portugal).
Ampullen - opritze,
Die Erfindung bezieht sich aui' eine Ampullenspritze für medizinische Injektionen, TJelche ihre eigene, fur
die Injektion bestimmte i'liissigkeit enthält und sterilisiert und fertig zum Gebrauch in den Handel gebracht wird»
Ss ist bekannt, die zum Einspritzen bestimmten iäedilramente in gläsernen Ampullen zu verkaufen, die in der
riumme geschlossen und sterilisiert sind, CJm eine Injection durchzufahren, ist es erforderlich, die Ampulle zu offnen und
die "Tuöoigkeit in eine sterilisierte spritze mit einer ebenfalls sterilisierten f-adel umzufüllen®
3s iot leicht, die iJadel zu oberilisieren,
indem sie durch die "'la^me geführt wird, ■vforaus0eisetzt, daß
feie aua einem iCerkstofC bestellt, der die fjiederholte Behandlung im ^euer vertragt« von der öpritze kann man nicht das
gleiche sagen, da jο die Sterilisation derselben das Eintauchen in kochendes "Ufas&ser während mindestens 'iP Minuten erford
ert <.
In Eilfällen weist dieaer Zeitverlust Unannehmlichkeiten auf und kann sogar verhängnisvoll sein» An
entlegenen Orten, besonders auf dem .Lande und in überseeischen Wäldern ist es immer schwer, manchmal unmöglich, die
^sterilisation der cipritse vorzunehmen und sie keimfrei zu halten, während die flüssigkeit von der Ampulle in die S
umgefüllt wird, Das gilt ebenso für Feldlazarette vjie für Bilbehandlungen bei Tinglück3fällen.» Bei Impfungen und anderen
uasserrweise angewendeten Be ta and lunge η zieht die sterilisation groöe Zeitverluste nach sich, '-.'enn es sich um das
Impfen von Herden oder die Eehandlung von Tieren auf dem Teid handelt, so geseilt sich zu deui Zeitverlust noch die
!"Schwierigkeit der Vornahme der Wteriliuation. Schließlich können Ungeduld, i'J ach lass igkeit und andere Ursachen den Gebrauch
unzureichend sterilisierter einritzen zur To Ige haben, TJas schon unzählige ''"'alle von Injektionen, Abszessen und anderen
"^o Ip; en mit einem hohen Anteil verhängnisvoll ausgegangener Tälle verursacht bat,
ühi diese ii-o-ob teile au vermeiden, hat man schon daran gedacht, die Spritze 'cdt der Ampulle zu ein und derselben
Vorrichtung zu vereinigen, die schon sterilisiert in den Handel gebracht wird und durch einen einfachen i'eilenschnitt
nach Art der gewöhnlichen Ampullen z-um G-ebrauch fertig ist« Jedoch mußten fast alle vorgeschlagenen Losungen aufgegeben
werden, einige von ihnen sind zu verwickelt und alle zu teuer,
üo ist es bekannt ,■ daß der Kolben.'der ülasspritzei'i mit dchmirgel eingeschliffen und in das Innere des
6pritzen!cürpers eingepaßt sein uuij, derart, daß eine vollkoin-
Biene Abdichtung gesichert ist und vermieden wird·, daß .die Flüssigkeit zwischen dem Kolben and der Spritze entweicht.
Der Sinschleifvorgang, mit Schmirgel ist heikel und zeitraubend; er erfordert eine spezialisierte Arbeitshand und ist
daher kostspielig, so daß ein solches Erzeugnis sehr verteuert wird und sein Preis die erträgliche Grenze überschreitet *
Die vorliegende Erfindung gestattet es, diese Nachteile zu beseitigen und die erfindungsgemäße Ampullenspritze
besteht in einer Spritze mit ihrem Kolben, welche die einzuspritzende Flüssigkeit enthält, welche beim G-ebrauch
geöffnet werden kann und an welcher eine sterilisierte Kadel angebracht werden dann« Das grundlegende Merkmal der Erfindung
besteht nicht nur in der Anordnung und ^orm der Teile, aus denen sich die Spritze suöammenaetzt, sondern vornehmlich
darin, daß es nicht erforderlich ist, eine vollkommen dichte Einpassung des Kolbenkopfes an die Innenwandung des dpritzenkcrpers
zu erreicher·. Der iiuaammenhang der beiden Teile wird vermittels eines Abdicbtungsvorganges erzielt, der von außen
wirksam ist und in der Anbringung eines kleinen Ringes aus elastischem Werkstoff beatetat, der von auüen gleichseitig den
üpritzenkörper und den Kolben umgibt· Dieser Ring ist in dem Teil,, welcher sich in Berührung mit dem IiToIben befindet, v.eratärkt,
z. B. durch Erhöhung seiner Dicke oder durch eine Armierung mittels .metalldrähten oder. G-ewebe, -das ganz oder zum
Teil metallisch ist.
'Oie Erfindung ist insbesondere vorteilhaft,
■wenn man zu einer "Vorrichtung gelangen will, die aus einfachen, nicht geschliffenen Glasröhren aufgebaut ist, dsh, aus solchen,
die üblicherweise für die Herstellung, gewöhnlicher auipullen verwendet werden« In diesem Tl!all ist der Körper der Spritze
aus einer Rohre gebildet, welche die ?Ora einer gewöhnlicher; zylindrischen Ampulle aufweist. Sie ist an fchrem verjüngten,
Bnde geschlossen und an ihrem anderen in.de, durch welches der aus einer an beiden Enden geschlossenen Rohre . .gebildete FoI-ben
eintritt j offen« -Die verjüngte Spitze kann beim G-eb rauch geöffnet und dort kann eine' sterilisierte Ii ad el umgebracht
merd en«
Dank der durch den Sing erreichten Dichtheit-,
der zwecfcmäidig aua üummi bestehen kann, erübrigt es aicta, eine genaue Einpassung des ITolbens an die Innenwandung der spritze
zu erreichen, 30.datf hierdurch die zeitraubende, heikle und kostspielige Arbeit des .fiinachleif'ens mit öchiuirgei verified en
wird, die ihrerseits fordert, dafiS die Eohre vollkosamen zylindrisch ist. Ss ist möglich, bei dem Aufbau der den (Gegenstand
der Erfindung bildenden Vorrichtung von glatten G-lasrohren auszugehen, die üblicherweise für die Herstellung der gewöhnlichen
Ampullen geliefert werden, wodurch die groSe ülrsparnia des !i'/egfails des Binechleifena mit ochuiirgei erreicht V3ird»
Yertaerfct se;i, daü das Einacnleifen an den feinen £i±r die Herstellung
gewöhnlicher Ampullen benutzten Rühren nicht durchgeführt werden kann, Bs ist erforderlich, Jiohren mit: viel..; '.
stärkeren Wandungen zu benutzen« Die Erfindung gestattet dei;izufolge,
eine bemerlrenswerte Ersparnis an Materialgewicht zu verwirklichen, eine Tatsache, die nicht zu vernachlässigen ist,
wenn es oich um neutrales Glas handelt, das kostspieliger itst al« gewöhnliches G-las,
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v-v G^ ^o ι, i Ui' C r lji,.i3Oriusu..;·.-.
Der Kürzer der opritze, weicher die einsuapritzende ""'lasGigkeit enthält, beateht 'aus einer Rohre 1,
welche an einem ihrer Enden 2 offen' und■am anderen Sude durch eine art konischen Teil S abgeüchlo3oen iat, welcher üioh in
einen verhängten Teil 4 verlängert, der in der flamme in 'Punkt S verschlossen iüt.
Die .Rühre 1 trägt nahe dem offenen "Snde S eine Besugaiiiarke 6, welche den Itolben gemüä. dem einzuspritzenden,
genauen ^lüs^igkeitidvolumen einzustellen gestattet, aie weiter unten erläutert« Ebenso kann man karken anbringen, die
alle anderen Volumen anzeigen, waa die Verwendung der Ampullen-Spritze zur 'Behandlung von tranken gestattet', die nicht
die volle :)osiy vertragen«
Tm Innern der iiu.hre arbeitet der ""olben, welcher aus einer üühre V besteht, die an beiden ^nden geschlossen
iät, von denen das eine Ende S merklich konisch geformt ist und sich genau dem Teil 3 der ».spritze 1 anpassen kann.
.'lie dichte Berührung zwischen der spritze 1
und dem Tfolben 7 wird durch einen Gummiring 17 erreicht, der einen weniger dicken, sich an die spritze 1 anlegenden Teil 9
und einen an den Tfolben ? aich. anlegenden, dickeren Teil .10 aufweiat.
Dieser Teil -IC wird vorzugsweise noch verutärkfe mittelä ■ kreiafüriüiger oder in üpiralen eingerollter Metalidrähte 11 (Fig,
4) oder vermittels einea 'i-eweberingea 12 (?igur S) der im Laufe des derüteiiungaprozesöes dea Hinges eingefügt iat. Zweckmäßig
kann das 3-ei??ebe hletal!drähte enthalten oder ganz aus Metalldrähten gebildet sein«
Die.Ampullen-Öpritze wird den Laboratorien schon zusammengesetzt geliefert, mit dem auf seinen Plats aufge-
brachten Ring 17 und der geschlossenen ripitze 5. Diese bricht man ab, um die ''^dI lung, zu ermöglichen, welche siota wie diejenige einer gewöhnlichen Ampulle vollzieht» Alsdann wird
die 3pitze 5 erneut in der Fiamine geschlossen und die Ainpullea-ypritze in einer Autoklave in gleicher '^eise wie die gewöhnlichen
Ampullen sterilisiert».
Will man die Ampulle benutzen, so fdhrt man
die Teile über den zugespitzten Teil 4 und bricht ihn in eier üblichen Weise ab« Alsdann wird die Ampullenspritze nach oben
gedreht und der !lolben ein vjenig vorgestoßen, bis der Rand des zylindri&ohen Teiles 13 auf die Bezugsmarke 6 einspielt,
■welche das genaue, einzuspritzende Volumen anzeigt, ciodann bringt man eine sterilisierte Nadel 14 an und die Ampullen-Spritze
ist gebrauchsfertig. irenn die Injektion beendet i,:t, wirft man die Ampuilen-öpritze weg, nachdem man die fcadel
abgenommen hat, welche unbegrenzt verwendet werden kann, wenn sie aua einem vier tat of j? besteht,-der fortgesetzten Behandlungen
in der ':■■'! amme widerstehen kann«
v/enn man eine große G-enauigfceit in der Bemessung der zu injizierenden V'iu.ütiigkeit erreichen will, iat es
vorteilhaft, eine i3esugsmarke 15 an den verjüngten Teil 4 zu ziehen, welche den ■ Punkt anzeigt, wo dieser abgebrochen werden
.muß. In allen Fällen ist ea gleichfalls vorteilhaft, eine geschmirgelte Zone 16 —■ 16 -dea verjüngten Teiles vorzusehen,
was ein besseres Anhaften der riadelfasaung gestattet«
Da die Einpassung des iOlbena in der öpritze' durch Einschleifen mit ochtairgel erübrigt werden kann, was
die Verwendung gewöhnlicher, glatter ülasrohren gestattet, kann die Ampullenspritze gemäß der Erfindung !'zum treiae der-
gewöhnlichen Ampullen hergestellt werden und die sehr geringe Erhöhung des Preises wird mehr ala ausgeglichen durch die
großen Vorteile, die man aus der Tatsache zieht, daa man die Oebertragung der sterilisierten ^lüsoigfceit in die geLräuohauchen opritzen vermeiden kann und man auch· auf die Sterilisation
der spritze bei ihrer Verwendung verzichten kann» -Durch den G-e"brauöh der 4mpullen-üorltae erlangt man die volle G-a-■währ
der Sterilität; sie kann leicht in dringenden Fällen angewendet werden wie z· B. bei plötzlichen Anfallen, bei V.ngläcfcafällen
oder in den Krankenwagen. Sie erlaubt, Injektionen an Crten vorzunehmen, die von allen Hilfsquellen entblößt
sind, z» J3« auf dem Lande uua in den Wäldern. Sie erlaubt die Erzielung einer großen Zeitersparnis bei iuasseniuipfungen von
Menschen und Tieren.■3ie erlaubt endlich, die Gefahr der Verwechslung von Medikamenten und die unglückseligen folgen einer
unvollständigen sterilisation der Spritzen zu beseitigen.
Sieaer letste Vorteil schlieft außer aeinen großen humanen Vert ein erhebliches gewerbliches Interesse
fur die gewissenhaften Hersteller von Tnjektionavorrichbungen ein, die trotz persönlicher Sorgfalt, mit welcher aie ihre
Ampullen steriliäiereo , mitunter Miß vertun gen ausgesetzt sind, die sich aus Unglücksfällen herleiten, welche durch schlecht
sterilisierte Ampullen hervorgerufen sind«
Selbstverständlich kann man andere 'verk-stoffe statt. Glas und 3-ummi bei der beaohriebenen Ampullen-opritge
verwenden und die Verstärkung des Eingea kann durch andere Mittel verwirklicht werden«'
Claims (1)
- Pat en t anapr iio be,Auipullen-dpritze zmu Injizieren von arsaeiliohen H'lüsaigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daiB dieae besteht aud einer lio.hre (I), die an einem Ende (4, 6) geschlossen und ao geformt i-bt, daß sie, die Anbringung einer Injektionsnadel (14) gestattet, aus einer anderen Rühre (?), die an beiden Enden geschlossen ist und sich im Innern der ersten Rühre verschieben kann, wovJie aua einem Ring (17") aus elastischem Vierkatoff, der die beiden kohren (i.l, 7) außen umfaßt und in dem die zweite Hühre ('?) .umfassenden Teil verstärkt ist.2· Vorrichtung nach ;:.nepruob 1, dadurch gekennzeichnet, dai3 die beiden Rühren (i, ?) aua glatten Glas bestehen und die .uühre (l) an deu geschlossenen ^nde (4, 6) zugespitzt let und der Hing (17) aua G-uiani besteht und in äem die aweite Rohre (?) umgebenden Teil (10.) Vreisfcirmig verstärkt i&t.Se Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der G-ui.-irairing (17) in dem die zweite üotare (?) usg.ebenden Teil (IC) dicker gehalten ist.4» Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bit* 3, dadurch gekennzeichnet, daß der dickere Teil (10) dea G-miimiringetj (1?) durch eine ringforuiige Q-ewebe'bandage (12) verstärkt iat, die in das j'-'-aterial dea" Ringes wahrend, der M'eratellung eingebracht ■wird und die ^indestena sum Teil aus Metalldrähten bestehenaci:: ,·'vorrichtung nach einem der Ansuräctae 1 bis §., dadurch gekennzeichnet, daß- der dickere Teil (10) des. Ringes durch schraubenrnäwig eingerollte Metalldräbte (11) verstärkt ist, die während der Herstellung in daa ivlaterial dea Ringea eingebracht6« Yorrichtung nacb-Anspruch 1 oder 2> dadurob ^ekennzeiohnet, äaß der zugespitzte 'i'eil der f'.öhre (1) iüi Bereich eier Oeffnung mit einem 3'ohmirgel anschliff (16)· "tf ergehe η i^t, uui eine beaaere Π a ft uns; eier j:'adel zn aiohera«
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