DEP0050696DA - Apparatur zur gleichzeitigen Applikation von Unterwassermassage und Ultraschallwellenenergie - Google Patents

Apparatur zur gleichzeitigen Applikation von Unterwassermassage und Ultraschallwellenenergie

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DEP0050696DA
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Fritz Freiburg Trautwein (Breisgau)
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Description

Die in zahlreichen Krankenhäusern unter dem allgemeinen Namen Unterwasser-Massage, richtiger "Unterwasser-Duschmassage", bereits seit Jahren eingeführte Therapieform ist dadurch gekennzeichnet, dass hydrotherapeutische mit Massage-Effekten verbunden werden.
Der Patient liegt in einer mit Wasser von etwa Körpertemperatur gefüllten Wanne und die Massage wird nicht manuell sondern mit einer unter Wasser applizierten Wasserstrahldusche ausgeübt. Als wichtigste Bedingung für die nachweisbar guten Erfolge der Unterwassermassage ist fraglos die Tatsache anzusehen, dass der Patient mit seinem ganzen Körper in warmes Wasser eingebettet ist und hierdurch "vorgeweicht" wird, denn es tritt unter diesen Bedingungen eine allgemeine Entspannung in den Weichteilen und am Nervensystem ein, die den Patienten für die mit der Dusche applizierten mechanischen und thermischen Reize besonders aufnahmefähig macht. Die Auflockerung und Dehnung der Gewebe, insbesondere auch der Narben, erzeugen in Verbindung mit der Hyperämisierung eine Ansprechbarkeit des Nervensystems, die sich bei einer Dusche oder einer Handmassage in freier Luft nicht erzielen lässt.
Vorliegende Erfindung besteht darin, diese bei der Unterwassermassage gegebenen günstigen Bedingungen für die sehr viel jüngere und heute noch in der Entwicklung begriffene Therapieform der Ultraschallwellen nutzbar zu machen, indem eine Apparatur geschaffen wird, die es ermöglicht, die Unterwassermassage mit der Ultraschalltherapie unmittelbar kombiniert zur Anwendung zu bringen.
Die technische Möglichkeit hierzu ist dadurch gegeben, dass die von mehreren Erzeugungsstätten in verschiedenen Formen angebotenen Apparaturen zur Erzeugung der Ultraschallwellen trotz sonstiger Verschiedenheiten der Ausführung ein Merkmal gemeinsam haben, das darin besteht, dass der eigentliche Schallgeber aus einer durch die schallgebende Membran abgeschossenen Dose besteht, die das Ende eines Metall- oder Gummischlauches bildet und dadurch in der Hand des Arztes beweglich gehalten ist.
Der Erfindungsgedanke besteht insbesondere darin, den den Unterwasserstrahl führenden mit dem zum Schallgeber führenden Schlauch so miteinander zu verbinden, dass die Ultraschallenergie den Körper des Patienten an der gleichen Stelle oder nahezu der gleichen Stelle trifft wie der Wasserstrahl, sodass der Arzt in der Lage ist, in nur einer einzigen Bewegung beide Energieformen auf die gewünschte Körperstelle zu richten bzw. von Stelle zu Stelle weiterwandern zu lassen. Da der Wasserstrahl an der Auftreffstelle eine deutlich sichtbare Einbuchtung auf der Körperoberfläche bewirkt, dient er dabei zugleich als Indikator der getroffenen Körperstelle.
Darüber hinaus aber werden folgende äusserst wichtige therapeutische Vorteile erzielt. Es ist bekannt, dass in der Nähe der schallgebenden Membran Stellen bzw. engbegrenzte Gebiete auftreten, in denen sich die Schallenergie in oft unerwünschter Weise konzentriert. Ungünstige Wirkungen, die von solchen Stellen im Nahfeld der Schallquelle auftreten könnten, vermeidet man daher schon jetzt, indem man den Schallgeber nicht einfach auf einer bestimmten Stelle des Körpers ruhen lässt, sondern mit ihm über den Körper nach Art einer Streichmassage wandert und dadurch, wie man zu sagen pflegt, die Stellen unerwünschter Energieanhäufung "verschmiert". Dieses Nahfeld der Membran wird nun bei der kombinierten Apparatur nach vorliegender Erfindung überhaupt nicht benutzt, denn, wie auch im einzelnen die Verbindung zwischen Schallquelle und Unterwasserdusche angeordnet sein mag, braucht die schallgebende Membran mit dem Körper des Patienten überhaupt nicht in unmittelbaren Kontakt zu treten. Da sowohl das Wannenwasser als auch der Wasserstrahl die Ultraschallwellen von der Membran bis zum Körper des Patienten fortpflanzen, so kann die Membran in genügender Entfernung vom Körper angeordnet sein, ohne dass der Effekt wesentlich herabgesetzt wird, vor allem dann, wenn ein gebündelter d.h. gerichteter Schallstrahl zur Verfügung steht.
Ein weiterer Vorteil der Kombination ist darin zu erblicken, dass der therapeutische Effekt der Ultraschallwellen mit der Temperaturerhöhung erheblich ansteigt, sodass man mit geringerer Schallenergie und dementsprechend kleiner dimensionierter Schallquelle auskommt. Für die technische Ausführung ergibt sich daraus insbesondere die Möglichkeit, den meist becherförmig gestalteten Schallgeber konzentrisch in den Wasserstrahl einzubauen.
Von den zahlreichen Ausführungsformen, die an sich im Rahmen der Erfindung möglich sind, mögen zwei besonders charakteristische als Beispiel veranschaulicht werden.
Abb. 1 zeigt eine Kombination, bei der Strahlschlauch und Schallgeber, miteinander fest verbunden, so nebeneinander angeordnet sind, dass, wenigstens bei Einhaltung einer bestimmten Entfernung vom Körper des Patienten, Schallenergie und Wasserstrahl an der gleichen Stelle konvergierend auftreffen. 11 bedeutet den zur Unterwassermassage-Apparatur führenden Druckschlauch, 12 zur Ultraschall-Apparatur führende Kabel. Beide sind durch die Verbindungsstücke 13 und 14 fest miteinander verbunden, sodass Behandlungskopf 15 der Schallapparatur und Düse 16 des
Unterwassermassageschlauches nebeneinander angeordnet erscheinen und zwar so, dass Schallenergie und Wasserstrahl im Punkt 17 konvergieren.
Abbn. 2, 3, 4, 5 und 6 beziehen sich auf eine konzentrische Anordnung von Wasser und Schallenergie. 18 ist das von Ultraschallapparat herangeführte, die elektr. Zuleitungen enthaltende Kabel, das in den eingentlichen Schallgeber 19 wasserdicht einmündet, der am anderen Ende durch die schwingende Membran 20, ebenfalls wasserdicht, abgeschlossen ist.
Diese Zuführung vom Ultraschallgerät ist konzentrisch vom Wasserstrahl umflossen, der durch den Druckschlauch 21 von Unterwassermassage-Apparat herangeführt wird. Dieser Druckschlauch wird durch eine im wesentlichen aus dem inneren Spannring 22 und der äusseren Spannhülse 23 bestehende Verschraubung wasserdicht in ein Metallrohr 24 übergeleitet. Dieses wird durch die Überwurfmutter 25 mit dem Kunstharz-Rohr 26, abgedichtet durch den Gummiring 27, verbunden. 28 ist lediglich ein Gummipuffer, der ein hartes Aufschlagen der Metallteile auf die Wanne vermeiden soll. Das Kunstharz-Rohr 26, das sich entsprechend der Formgebung des Schallbehandlungskopfes erweitert, wird mit dem, ebenfalls aus Kunstharz bestehenden Zwischenstück 29 durch eine Verschraubung verbunden, durch die gleichzeitig ein Befestigungsring 30 mit Dichtungsringen 31 und 32 eingeklemmt wird, der im wesentlichen der Zentrierung des Behandlungskopfes 19 dient. Auf das Zwischenstück 29 lässt sich ein Satz Strahldüsen wie 33, mit Dichtungsringen 34, aufschrauben.
Die Abbn. 3, 4 und 5 zeigen Schnitte, in denen 35, 36 und 37 die diesbezüglichen ringförmigen Querschnitte bezeichnen, die vom Wasser durchflossen werden.
Abb. 6 zeigt die Konstruktion am anderen Ende des Schlauches 21, der hier wieder mit einer der Spannhülse 23 entsprechenden Spannhülse 38 mit dem Metallrohr 39 verbunden wird. Das Metallrohr 39 wird mit Hilfe der Überwurfmutter 40 mit dem Kreuzstück 42 verbunden, wobei der Gummiring 41 lediglich zur Abdeckung ohne sonstige Funktion wieder mitverwendet wurde.
Das Kreuzstück 42 ist in die Wand 43 des Apparatekastens eingesetzt, in dem die eigentliche Unterwassermassage-Apparatur, insbesondere die Pumpe für die Wasserzufuhr, untergebracht ist.
Das die Zuleitungen zum Schallgeber der Ultraschallwellen enthaltende Kabel 18 ist aus dem Kreuzstück 42 seitlich herausgeführt. Die Dichtung kann hier am einfachsten dadurch erfolgen, dass ein durchbohrter Gummistopfen 44 mit Hilfe der Aufschraubkappe 45 zwischen der konischen Metallwand des Kreuzstückes und dem Gummikabel 18, unter Zwischenschaltung einer kleinen Messingunterlegscheibe 46, festgeklemmt wird.
Das Kabel 18 führt zur Ultraschallapparatur.
Die in dieser Weise beschriebene konzentrische Anordnung hat gegenüber der in Abb. 1 dargestellten den Vorteil, dass der behandelnde Arzt oder Masseur nur einen einzigen Schlauch in der Hand hat und dass auf alle Fälle Wasserstrahl und Schallenergie am gleichen Punkt auf der Körperoberfläche des Patienten wirksam werden, dass man also nicht an die Einhaltung einer bestimmten Entfernung gebunden ist. Allerdings kann es fraglich erscheinen, ob nicht durch einen Sog des am Behandlungskopf des Schallgebers vorbeiströmenden Wassers Komplikationen eintreten. Um einen solchen Sog nach Möglichkeit zu verhindern, ist das Zwischenstück erfindungsgemäss so geformt, wie in Abb. 2 veranschaulicht ist. Das am Schallgeber vorbeiströmende Wasser wird hier zunächst in einem ringförmigen Hohlraum 47 aufgefangen und wird erst aus diesem von allen Seiten des Randes auf der Linie der dort gezeichneten Pfeile mit Druck auf die Membran geschleudert. Das Wasser wird sich also ohne wesentliche Druckverminderung vor der Membran stauen und erst dann in Richtung der Achse durch die Düse ausgeworfen. Die beste Formgebung des Zwischenstückes 29 muss der Erfahrung anheimgestellt werden.

Claims (5)

1) Apparatur, dadurch gekennzeichnet, dass eine Unterwassermassagevorrichtung mit einer Ultraschall gebenden Anlage so kombiniert ist, dass beide Therapieformen gleichzeitig appliziert werden können.
2) Apparatur nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, dass der den Wasserstrahl führende Schlauch mit dem Ultraschallgeber fest verbunden ist.
3) Apparatur nach Anspruch 2), dadurch gekennzeichnet, dass Wasserstrahldüse und Schallgeber, nebeneinander angeordnet, miteinander derart fest verbunden sind, dass die beiden Strahlrichtungen für eine bestimmte Entfernung vom Körper des Patienten nach der gleichen Stelle oder annähernd der gleichen Stelle konvergieren.
4) Apparatur nach Anspruch 2), dadurch gekennzeichnet, dass der Schallgeber konzentrisch in den den Wasserstrahl führenden Körper eingebaut ist.
5) Apparatur nach Anspruch 4), dadurch gekennzeichnet, dass der den Schallgeber umgebende Körper so geformt ist, dass das Wasser vom Rande her mit Druck auf die schallgebende Membran geschleudert wird.

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