DEP0050389DA - Röhrenstoßbank und Verfahren zu ihrem Betrieb - Google Patents

Röhrenstoßbank und Verfahren zu ihrem Betrieb

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DEP0050389DA
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English (en)
Inventor
Adolf Düsseldorf-Reisholz Zimpel
Original Assignee
Stahl- und Röhrenwerk Reisholz AG, Düsseldorf-Reisholz
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Description

Die bekannten Röhrenstoßbänke werden durch umkehrbare Motoren angetrieben. Zu Beginn des Stoßvorganges (Anfahrmoment) muss der Motor die in Ruhe befindliche Zahnstange mit Schaft, Dorn und Lochstück in Bewegung setzen. Die vom Motor zu leistende Arbeit setzt sich also zusammen aus der Arbeit, die notwendig ist, den Ziehwiderstand und den Trägheitswiderstand zu überwinden. Für dieses Maß an Anfahrarbeit muss der Motor berechnet sein, da sie die Spitzenleistung darstellt.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Röhrenstoßbank, die ein für andere Zwecke bekanntes Speicherprinzip dergestalt verwendet, dass die beim Rückwärtslaufen (Leerlauf) in den bewegten Maßen vorhandene kinetische Energie aufspeichert und beim Arbeitshub der Bank, insbesondere zu Anfang derselben, nutzbar gemacht wird.
In der Zeichnung ist die Röhrenstoßbank nach der Erfindung in schematischer Darstellung veranschaulicht. Es zeigen:
Abb. 1 und 4 die Bank mit vorgefahrener Zahnstange (Ende des Arbeitshubes),
Abb. 2 die Bank mit zurückgefahrener Zahnstange vor Erreichung der Endstellung und
Abb. 3 und 5 mit in die Endstellung zurückgefahrener Zahnstange.
Die Einrichtung der Röhrenstoßbank nach der Erfindung sei an ihrer Arbeitsweise beschrieben:
Sobald die Zahnstange 1 bei der Rückwärtsbewegung über das Ritzel 2 ihre höchste Geschwindigkeit erreicht hat, stößt sie mit ihrem Kopfende 3 gegen Anschläge 4 und zieht dabei über Arme 5 den Plunger 6 in den hydraulischen Zylinder 7. Dadurch wird die in einer dem Zylinder 7 verbundenen Speicherflasche 8 enthaltene vorgespannte Luft weiter verdichtet. Sobald nun der Plunger 6 in seine Endstellung gelangt ist (Abb. 2), bewirken von Zahnsegmenten 9 betätigte Hebel 10 ein Abschwenken der an den Armen 5 sitzenden Anschlägen 4 vom Kopf 3 der Zahnstange 1 (Abb. 3). Dabei kommen die Anschläge 4 aus dem Wirkungsbereich der Zahnstange 1, so dass diese ohne Widerstand, d.h. unbehindert, in ihrer äußersten Endstellung ausfahren kann (Abb. 3 und 5).
Um nun zu erreichen, dass das Ausschwenken der Hebel 5 möglichst leicht, d.h. ohne besondere Beanspruchung der Zahnsegmente 9 und der Steuerkurven der Hebel 10, vonstatten geht, wird den Anschlägen 4 beim Abheben vom Zahnstangenkopf erfindungsgemäß eine gewisse Voreilung gegenüber der Zahnstange 1 gegeben. Infolgedessen sind die Anschläge 4 während der Schwenkbewegung der Hebel 5 nicht oder nur unter geringem Druck mit dem Kopfende 3 der Zahnstange in Berührung. Mithin sind auch die Kantenpressungen zwischen den Anschlägen 4 und dem Kopfende 3 je nach Größe der Voreilung völlig beseitigt (keine Berührung der Teile) oder aber zumindest erheblich verringert (Berührung unter geringem Druck). Während also das Ausschwenken der Hebel 5 das unbehinderte Auslaufen der Zahnstange ermöglicht, hat das Voreilen der Anschläge den Zweck, die Kantenpressungen zwischen den Anschlägen 4 und der Zahnstange so einzuregeln, dass der Verschleiß dieser Teile möglichst gering bleibt. Die Größe der VOreilung wird bei gegebenen Abmessungen des Zahnsegmentes 9 durch die Form der in den Hebeln 10 vorgesehenen Steuernuten und deren Abstand von der Schwenkachse bestimmt.
Vor dem Arbeitshub der Bank fährt nun die Zahnstange mit ihrem Dorn in das eingelegte Lochstück bis gegen den ersten Ziehring oder das erste Rollenkaliber vor. Alsdann wird der Plunger 6 des Flüssigkeitszylinders 7 über die Hebel 5 und die Anschläge 4 auf den Kopf 3 der Zahnstange geschaltet. Zu der vom Motor über das Ritzel 2 geleisteten Arbeit kommt also in diesem Augenblick noch die kinetische Energie, die in der Speicherflasche 8 aus der Rückwärtsbewegung der Massen gewonnen worden ist.
Natürlich kann das sich in dieser Erfindung kennzeichnende allgemeine Prinzip konstruktiv in anderer Weise als es in den Abbildungen dargestellt ist, verwirklicht werden. Wesentlich für die Erfindung ist immer die Aufspeicherung der beim Leergang der Bank in den Massen enthaltenen Energie und ihre Nutzbarmachung im Arbeitshub und hier insbesondere zu Beginn desselben.
Es ist deshalb u.a. auch zweckmäßig, den Antriebsmotor im Leerlaufhub der Bank mit seiner vollen Leistung einzusetzen und den zur Beschleunigung der zu bewegenden Massen nicht benötigten Überschuss an Energie hydraulisch zu speichern. In einem solchen Fall kommt man mit Motoren besonders kleiner Leistung aus, da beim Arbeitshub der Bank dann nicht nur der in den bewegten Massen enthaltene Energiebetrag, sondern darüberhinaus auch noch der beim Leerlauf verfügbare Energieüberschuss desAntriebsmotors nutzbar gemacht werden kann

Claims (4)

1) Röhrenstoßbank mit einem Führungsbett und einer in diesem gleitenden, motorisch angetriebenen Zahnstange, dadurch gekennzeichnet, dass die in den bewegten Massen der Bank beim Leerhub enthaltene kinetische Energie aufgespeichert und für den Arbeitshub, insbesondere zu dessen Beginn, nutzbar gemacht wird.
2) Röhrenstoßbank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ihre Zahnstange (1) beim Rückwärtshub mit einem hydraulischen Zylinder (7) zusammenwirkt, dessen Kolben (6) dabei die in einem Akkumulator (8) vorgespannte Luft oder dgl. verdichtet und diese Energie zu Beginn des Arbeitshubs der elektrischen Energie zuschaltbar ist.
3) Röhrenstoßbank nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Kolben (6) des hydraulischen Zylinders (7) Anschläge (4) für den Kopf der Zahnstange durch Hebel (5) angelenkt sind, die am Ende des Kolbenhubs über von der Zahnstange (1) betätigte Zahnsegmente (9) und damit fest verbundene Winkelhebel (10) vom Kopf (3) der Zahnstange (1) abschwenkbar sind.
4) Röhrenstoßbank nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge (4) durch an den Winkelhebeln (10) vorgesehene Steuernuten beim Abheben von Zahnstangenkopf (3) gegenüber der Zahnstangengeschwindigkeit in eine Voreilung versetzt werden.

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