DEP0048781DA - Korrosionsbeständige Eisen-Kohlenstoff-Legierung - Google Patents

Korrosionsbeständige Eisen-Kohlenstoff-Legierung

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DEP0048781DA
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iron
corrosion
carbon alloy
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English (en)
Inventor
Adalbert Dr.-Ing. Gelsenkirchen Wittmoser
Original Assignee
Eisenwerke Gelsenkirchen AG, Gelsenkirchen
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Description

Es ist bekannt, daß die Eisen-Kohlenstoff-Legierungen (Stahl und Gußeisen) durch Witterungseinflüsse, durch Lagern im Erdreich, durch aggressive Wässer und Böden o.dgl. mehr oder weniger starken korrodierenden Einflüssen ausgesetzt sind. So können beispielsweise in aggressiven Böden besonders beim Auftreten von Streuströmen Verhältnisse geschaffen werden, welche zu einer sehr schnellen Zersetzung der eisernen Werkstoffe führen.
Durch verstärkten Oberflächenschutz, wie mehrfache Anstriche, Bituminierung, Jutoumkleidung, hat man versucht, die korridierend wirkenden Einflüsse nach Möglichkeit von den Werkstoffen fernzuhalten. Diese Art des Schutzes hat jedoch den Nachteil, daß beim Transport und Einbau der Gegenstände der Oberflächenschutz leicht verletzt wird, wodurch sich an diesen Stellen Ansatzpunkte für den chemischen Angriff ergeben, so daß u.U. der Werkstoff doch sehr bald weitgehend zerstört wird.
In dem Bestreben, eiserne Werkstoffe selbst möglichst korrosionsfest zu machen, hat man u.a. schon vorgeschlagen, dem Stahl oder Gußeisen die als korrosionshemmend bekannten Legierungselemente Arsen, Kupfer und Chrom allein oder auch gemeinsam sowie ferner zusammen mit anderen Legierungselementen zuzusetzen. Die Arbeit mit Arsen hat sich infolge der Giftigkeit dieses Elementes in der Technik nicht einbürgern können; Kupfer und Chrom sind verhältnismäßig teuer und müssen auch zur Erreichung des angestrebten Zweckes in verhältnismäßig großen Prozentsätzen verwandt werden, so daß dadurch die Wirtschaftlichkeit in Frage gestellt ist.
Für im Endbereich verlegte Rohrleitungen hat man zur Verminderung der besonders gefährlichen Zerstörung durch Streuströme schon empfohlen, die in dem eisernen Werkstoff entstehenden elektrischen Ströme dadurch abzuleiten, daß man in ge- wissen Abständen Stangen aus unedlen Metallen, z.B. Magnesium oder Zink, im Boden angeordnete und diese Stangen elektrisch leitend mit der zu schützenden Rohrleitung verband. Abgesehen davon, daß dieses Verfahren umständlich und kostspielig in seiner Ausführung ist, eignet es sich nicht zur Vermeidung der gefährlichen Lokalelementbildung, so daß hiervon ihren Anfang nehmend trotzdem Korrosionserscheinungen auftreten.
Überraschenderweise gelingt es nun gemäß der Erfindung, Eisen-Kohlenstoff-Legierungen eine hohe Korrosionsbeständigkeit dadurch zu verleihen, daß ihnen im schmelzflüssigen Zustand Alkalimetalle, insbesondere Natrium, Kalium, Lithium, oder Erdalkalimetalle, insbesondere Magnesium, Kalzium, Barium, Strontium, einzeln oder auch zu mehreren gemeinsam, z.B.miteinander legiert, oder auch Salze dieser Metalle in geschmolzener oder auch in fester, insbesondere pulverisierter Form ausgesetzt werden, und zwar in solchen Mengenanteilen, daß sie im erstarrten Werkstoff nur bis zu etwa 1 % ausmachen.
Das Zulegieren von Alkali- und/oder Erdalkalimetallen zu eisen-Kohlenstoff-Legierungen in den genannten niedrigen Prozentsätzen ist an sich zwar bekannt, jedoch sollten durch das Zulegieren dieser Metalle mit weiteren geeigneten anderen Metallen, z.B. Blei, die mechanischen Güteeigenschaften der eisen-Kohlenstoff-Legierungen verbessert werden. Dieses älteren Vorschläge lassen keinerlei Schlüsse darauf zu, daß sich durch Zusatz von Alkali- oder Erdalkalimetallen zu insbesondere arsen-, kupfer-, nickel- oder chromarmen bzw. -freien Eisen-Kohlenstoff-Legierungen deren Korrosionsfestigkeit entscheidend steigern läßt.

Claims (1)

  1. Die Verwendung von vorzugsweise arsen-, kupfer-, chrom- und nickelarmen bzw. -freien Eisen-Kohlenstoff-Legierungen, welche bis zu 1 % Alkalimetalle, vorzugsweise Natrium, Kalium und Lithium, oder Erdalkalimetalle, vorzugsweise Magnesium, Kalzium, Barium und Strontium, einzeln oder auch zu mehreren, enthalten, als Werkstoff für Gegenstände, bei denen es auf Korrosionsbeständigkeit ankommt.

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