DEP0047854DA - Verfahren zur Beeinflussung organischer Stoffe sowie zur Krankenbehandlung unter Benutzung einpolig aufgeladener gleichförmig in Behandlungsräumen verteilter Behandlungsmittel - Google Patents
Verfahren zur Beeinflussung organischer Stoffe sowie zur Krankenbehandlung unter Benutzung einpolig aufgeladener gleichförmig in Behandlungsräumen verteilter BehandlungsmittelInfo
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Description
Das neue Verfahren und die Vorrichtung zu seiner Ausübung beziehen sich auf die einpolige elektrische Beeinflussung von Menschen mittels strömender Luft oder Gase. In allen denjenigen Fällen, in denen die Menschen oder Gegenstände praktisch unbeweglich an bestimmte Stellen eines Raumes gebunden sind, sei es, dass die Menschen wegen Krankheit ans Bett gefesselt sind oder die zu behandelnden Gegenstände in einem Zimmer, z. B. in einem Schrank, hängen.
Es ist an sich bekannt, dass bewegte Luft, der gegebenenfalls andere Gase, Schwebeteilchen oder auch flüssige Tröpfchen beigemischt sind und die mit ihren Beimischungen einpolig elektrisch aufgeladen ist, einen bemerkenswerten Einfluss auf Menschen und Gegenstände ausübt. Daher sind nach diesem Verfahren elektrische Klimatorien eingerichtet worden, in denen z. B. Asthmakranke durch Einatmung der einpolig elektrischen Luft behandelt werden, die gegebenenfalls mit ebenfalls einpolig geladenem
Heilstoff beladen ist. Auch zur Trocknung, zur Tötung von Bakterien sind derartige Behandlungsräume geschaffen worden und haben sich bewährt.
In der Praxis hat sich ergeben, dass eine wunschgemässe Beeinflussung von Behandlungsgütern dann erschwert oder unmöglich gemacht ist, wenn das Behandlungsgut mehr oder weniger völlig gegen Erde für den Ausgleich der elektrischen Kräfte isoliert ist. Die in Betracht kommenden Massnahmen beruhen in der Hauptsache auf der Grundlage, durch elektrische Kräfte die Oberfläche entweder des Behandlungsgutes oder des Behandlungsmittels zu verändern. Bei einem unipolar geladenen Behandlungsmittel ist hierbei das Bestreben vorhanden, sich zum Ausgleich des Potentials mit dem Gegenpol - in diesem Fall der Erde - zu verbinden. Dies ist erschwert oder unmöglich gemacht, wenn sich das Behandlungsmittel in einer Umgebung befindet, die dem elektrischen Energieausgleich einen zu grossen Widerstand entgegensetzt (Dielektrikum). Ein solches Dielektrikum kann gasförmig , es kann auch aus fester Materie bestehen, also aus Festkörpern.
Das Verfahren will die oben geschilderten Schwierigkeiten vermindern, also den Widerstand des betreffenden Dielektrikums überwinden oder beseitigen.
Das neue Verfahren wird angewandt, um einem unipolar elektrisch geladenen Behandlungsmittel (Luft-, Gas- oder sonstige Gemische) den Weg zu ebnen, wenn durch das Dazwischentreten von Dielektrika seine Entladung zur Erde oder zum Gegenpol zumindest erschwert ist. Es sollen hier einige Fälle erwähnt werden, ohne dass die neue Erfindung auf diese Fälle beschränkt sein soll.
Als Behandlungsgut dient ein Lebewesen. Es ist in seinen Lebensfunktionen gehemmt bzw. krank. Durch den Atem - in der Hauptsache - sollen elektrische Kräfte seinem Organismus zugeführt werden, um entstandene Unregelmässigkeiten in der Funktion der organischen Teile zu beseitigen. Hierzu dient unipolar geladene Atmungsluft, der elektrisch ladungsfähige Teilchen beigefügt werden können.
Das Behandlungsgut liegt in einem Bett. Es ist durch Wolldecken zugedeckt, liegt auf Federn, Stroh usw. Das sind Dielektrika, leiten daher die elektrischen Kräfte nicht oder schwer. Der elektrisch zu beeinflussende Organismus, der selbst ein Leiter für Elektrizität ist, ist gegen Erde, den Gegenpol, isoliert, die Elektrizität kann nicht "abfliessen", in diesem Fall sich nicht ausgleichen, nicht entladen. Der Organismus ladet sich gegen Erde auf, und zwar je nach dem Grad der dielektrischen Eigenschaften seiner Umgebung mehr oder weniger schnell bzw. stark, bis er schliesslich das gleiche elektrische Potential besitzt wie das Behandlungsmittel. Die Erfahrung lehrt, dass eine günstige Wirkung der vorgenommenen Massnahmen nicht eintritt, nicht eintreten kann, weil die elektrischen Kräfte, die das Agens darstellen, nach erfolgter Aufladung von dem Organismus nicht mehr aufgenommen werden.
Dem wird nach Figur 1 durch eine Vorrichtung abgeholfen, wonach das vorhandene Dielektrikum dadurch überbrückt wird, dass an oder in demselben ein guter Leiter für Elektrizität vorgesehen ist, der durch Berührung mit dem Behandlungsgut (Organismus) und durch an dem betreffenden Leiter angebrachte Verbindung mit der Erde die gewünschte Entladung zu dieser bzw. den Ausgleich der Polaritäten bewerkstelligt.
Figur 1 ist das schematische Schaubild der Anwendung der Erfindung für diesen Sonderfall.
Durch den Leiter 1 wird die metallische Hohlkugel 2 aufgeladen. Sie ist zweckmässig düsenartig gelocht, so dass beim Austreten von Luft aus dem Kugelinneren in den Behandlungsraum durch Ablösungselektrizität der natürliche Ionengehalt der Luft einpolig aufgeladen wird. Die Luft kann mit zusätzlichen Elektrizitätsträgern in Gestalt von feinen Tröpfchen oder feinsten Stäuben beladen sein, die sich dann ebenfalls elektrisch aufladen. Diese zusätzlichen Ionenträger können Heilmittel sein. Am Bett 3, in dem der Kranke liegt, ist ein elektrischer Leiter 4 angeordnet. Dieser ist zweckmässig mit der Bettdecke, den Matratzen und gegebenenfalls mit dem Kranken selbst leitend verbunden, so dass die Aufladung des Kranken einschliesslich seiner Umgebung durch die Leitung 5, die an der Erde liegt, sich somit ausgleicht. Auf diese Weise bleibt das Spannungsgefälle zwischen dem Ionenständer 2 und dem zu behandelnden Körper 3 dauernd aufrecht erhalten. Zur Behandlung gehört nicht nur die Bekämpfung von Krankheiten des Patienten, sondern die Ionisierung kann in gewissen Rahmen auch zur Trocknung von Schweiss, von Bettwäsche und zur Keimtötung benutzt werden.
Die Figuren 2 und 3 sind Schaubilder von Behandlungsräumen, die andere Anwendungen der neuen Erfindung zeigen.
Der Vorteil der Anwendung der neuen Erfindung besteht in diesen Fällen in einer grösseren Wirkung gegenüber bekannten Arbeitsweisen. Man erkennt in den Figuren 2 und 3 Behandlungsräume 8. Sie können Schränke, geschlossene Behälter anderer Art oder auch Kammern sein. In diesen Behältern 8 sind Textilien, im Anwendungsbeispiel Kleidungsstücke 7, an Elektrizitätsleitern 6
aufgehängt. Diese Leiter liegen im Fall der Ausführung nach Figur 2 über die Leitung 10 an Erde. Durch die Rohrleitung 9 wird einseitig ionisierte Luft, vorteilhaft angereichert mit Desinfektionsmitteln, die sich vorzüglich zur einpoligen Aufladung eignen, in die Kammer 8 eingeführt.
Es hat sich gezeigt, dass Chemikalien, Gase und andere leitungsfähige Stoffe in ihrer Wirksamkeit erhöht werden, wenn man sie einpolig auflädt. Die Mittel hier sind grundsätzlich früher bekannt geworden. In vielen Fällen wächst die Wirksamkeit proportional der Aufladung, d. h. verhältnisgleich mit der Spannung des Behandlungsmittels gegenüber dem zu behandelnden Gut. Der günstige elektrische Einfluss in Gestalt einer innigen Absorption und anderen noch nicht geklärten Wirkungen äussert sich besonders stark gegenüber organischen Stoffen und Organismen, d. h. also gegenüber allen Textilien, Körperausscheidungen, Bakterien, Ungeziefer, aber auch gegenüber Geruchstoffen. Um den Spannungsabfall der einpolig aufgeladenen Raumluft und ihrer Ionen, die durch die Leitung 9 in die Kammer 8 eingeführt wird, gegenüber dem Behandlungsgut 7 zu erhalten, werden die elektrostatischen Ladungen dieser Bekleidungsstücke dauernd durch die Leitung 10 gegen die Gase (Erde) ausgeglichen.
Das Ergebnis der Anwendung des neuen Verfahrens ist in allen Fällen eine vertiefte Einwirkung auf organische Stoffe, die sich in einer Trocknung, Oxydation, Entgiftung, Tötung und bei höheren Organismen in einer Heilwirkung, Atmungserleichterung und in anderen Weisen kundtat.
Claims (3)
1) Verfahren zur Beeinflussung organischer Stoffe sowie zur Krankenbehandlung unter Benutzung einpolig aufgeladener gleichförmig in Behandlungsräumen verteilter Behandlungsmittel in der Form von Gasen, Dämpfen, Tröpfchen oder feinstverteilten Feststoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die zu beeinflussenden organischen Stoffe oder Körper elektrisch geerdet sind zum Zweck, das Potentialgefälle zwischen Behandlungsmittel und Behandlungsgut aufrecht zu erhalten.
2) Verfahren nach Anspruch 1, angewendet auf die Entkeimung von Kleidung, Decken usw., dadurch gekennzeichnet, dass diese Stoffe in einem geschlossenen Behandlungsraum an einem an der Masse liegenden elektrischen Leiter befestigt, z. B. aufgehängt sind.
3) Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Verteiler für einpolig aufgeladene Elektrizität, eine geschlossene Behandlungskammer und einer elektrisch leitenden Verbindung des Behandlungsgutes mit der Erde.
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