DEP0047394DA - Einrichtung zur Stromversorgung von Weichen, Signalen, Gleisstromkreisen usw. - Google Patents
Einrichtung zur Stromversorgung von Weichen, Signalen, Gleisstromkreisen usw.Info
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Description
Im Eisenbahn-Sicherungswesen benötigt man für den Betrieb von Weichen, Signalen, Gleisstromkreisen usw. außer dem Netz noch eine Reservestromquelle, um bei Netzausfall den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Soweit Gleichstrom zur Anwendung kommt, genügt hier eine Batterie. Wenn jedoch Wechselstrom oder Drehstrom benutzt wird, braucht man ein Aggregat, das aus einem Antriebsmotor z.B. Dieselmotor und einem mit ihm gekuppelten Generator besteht.
Gemäß der Erfindung wird als Reserveaggregat ein Antriebsmotor insbes. Dieselmotor verwendet, der mit zwei Generatoren gekuppelt ist, wobei der eine den Antrieb der Weichen, der andere die übrigen Stromverbraucher speist. Es ergeben sich hierdurch wesentliche Vorteile hinsichtlich der Erfüllung der verschiedenen im Eisenbahn-Sicherungswesen auftretenden Forderungen. Zunächst verhindert man, daß die beim Umlaufen der an den Generator angeschlossenen Weichenantriebe auftretende Spannungssenkung sich auf die Signale auswirkt und ein Flackerlicht erzeugt oder aber zumindest eine Herabsetzung der Lichtstärke. Diese Spannungssenkung kann sich auch ungünstig auf die Gleisstromkreise auswirken, da unter Umständen die Gleisrelais abfallen. Diese Gefahr besteht nicht, wenn man zwei verschiedene Generatoren hat und man ist nun bei Ausbildung der an die Gleise angeschlossenen Relais hinsicht-
lich der Empfindlichkeit nicht mehr so starken Beschränkungen unterworfen. Ein weiterer Vorteil ist, daß man zwei verschiedene Frequenzen zur Anwendung bringen kann, was besonders dann in Frage kommt, wenn Fremdstrombeeinflussung zu befürchten ist. Mann kann dann z.B. den einen Generator mit 50 Hz für den Betrieb der Weichen verwenden und den anderen Generator, der die Signale und die Gleisstromkreise versorgt, für 100 Hz auslegen, ist dann also weiter entfernt von den bei elektrischen Bahnen üblichen Frequenzen von 16 2/3 und 25 Hz. Besonders vorteilhaft ist die Anordnung nun noch, wenn man eine Schwungscheibe od. dergl. mit dem Aggregat kuppelt, so daß die Frequenzen konstant gehalten werden, also die durch die Weichenantriebe eintretende Belastung keine nennenswerte Verminderung der Drehzahl zur Folge haben kann. Unter Umständen könnte man z.B. um Platz zu sparen, auch nur einen Generator mit mehreren Wicklungen verwenden, von denen ein Teil für die Versorgung der Weichen und ein anderer Teil für die Versorgung der Signale und Gleisstromkreise dient.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Figuren beispielsweise erläutert. 1 ist ein Dieselmotor, 2 und 3 sind die beiden mit ihm gekuppelten Generatoren, die entweder starr oder durch elastische Zwischenglieder 4, 5 mit dem Dieselmotor gekuppelt sind. 6 ist eine Schwungscheibe. Die Generatoren können auch auf beiden Seiten des Antriebsmotors angeordnet werden, wie in Figur 2 dargestellt.
Claims (4)
1. Einrichtung zur Stromversorgung von Weichen, Signalen, Gleisstromkreisen usw., wobei ein Reserveaggregat vorgesehen ist, das bei Netzausfall die Stromversorgung übernimmt, dadurch gekennzeichnet, daß als Reserveaggregat ein Antriebsmotor insbes. Dieselmotor verwendet wird, der mit zwei Generatoren gekuppelt ist, wobei der eine den Antrieb der Weichen, der andere die übrigen Stromverbraucher speist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Überbrückung der Belastungsstöße eine Schwungscheibe vorgesehen ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß nur ein Generator mit mehreren Wicklungen verwendet wird.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Generatoren des Aggregats zwei verschiedene Frequenzen, z.B. 50 Hz für den Betrieb der Weichen und 100 Hz für die übrigen Stromverbraucher erzeugen.
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