DEP0046947DA - Dynamisches Schallwiedergabe-System für hohe Tonfrequenzen - Google Patents

Dynamisches Schallwiedergabe-System für hohe Tonfrequenzen

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DEP0046947DA
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Expired
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English (en)
Inventor
Helmut Schwenningen/Neckar Hechinger
Karl A. Schwenningen/Neckar Schmitt
Original Assignee
Gottlob Widmann & Söhne KG, Schwenningen/Neckar
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Description

Die Erfindung betrifft ein dynamisches Schallwidergabesystem für hohe Tonfrequenzen, insbesondere ein Lautsprechersystem. Bisher bestand ein vergleichsweise geringer Bedarf an derartigen Geräten, weil die Bandbreite der Rundfunksender auf 9000 Hz nach oben begrenzt war. Die sogenannten Hochton-Systeme kamen daher überwiegend nur bei Kino-Lautsprecher-Systemen zur Anwendung. Zumeist arbeiten sie nach dem Drucktransformationsprinzip, vermögen Frequenzen über 10000 Hz mit nur geringer Intensität noch wiederzugeben und zeigen als besondere Nachteile einen hohen Klirrfaktor; überdies sind die Druckkammer-Systeme erheblich teuerer als die anderen gebräuchlichen Systeme.
Künftighin wird mit der Einführung der Ultra-Kurzwellen im Rundfunk und der zunehmenden Verbreitung von Magnettongeräten ein bedeutender Bedarf nach billi- geren Hochtonsystemen eintreten, mit denen Frequenzen bis zu 15000 Hz mit hoher Intensität bei niedrigem Klirrfaktor wiedergegeben werden können. Mit der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines solchen Systems gelungen; es besteht in der Anordnung eines Schallstrahlers in Gestalt eines kegeligen Bechers, der in seinem engeren Ende mit der Schwingspule verbunden und zentriert ist, im übrigen aber völlig frei schwingen kann. Der kegelige Becher als Schallstrahler ist gewissermaßen der Rest einer Konusmembran, wie sie bei dynamsichen Lautsprechersystemen verwendet wird, wobei die Einspannung der Membran am äusseren Rande weggefallen ist. Die Erprobung des neuen Systems hat ergeben, dass mit bedeutend geringerem Klirrfaktor als er dem Druckkammersystem eigen ist, Tonfrequenzen bis zu 15000 Hz sehr gut wiedergegeben werden können. Die Intensität ist bei dem erfindungsgemässen System vergleichsweise geringer, als beim Druckkammersystem. Z.B. bei Kino-Anlagen wird es daher in Frage kommen, zwei oder mehr gleiche Systeme vorzusehen. Abgesehen von dem Vorteil der besseren Tonwiedergabe liegt darin kein Nachteil, weil das neue System so billig ist, dass in jedem Fall die Anlage bei gleicher Leistungsfähigkeit noch immer bedeutend niedrigere Anlagekosten erfordert als ein Lautsprecher mit Druckkammersystem.
Die Halterung und Zentrierung des becherförmigen Schallstrahlers ist von erheblicher Bedeutung für die
Wirksamkeit des Systems. Nach einem zusätzlichen Erfindungsmaterial können zu diesem Zweck im Abstand voneinander am engeren Ende des Bechers zwei scheibenförmige Zentrierfedern eingesetzt sein, welche zugleich die einzige Halterung bilden. Der Schallstrahler kann aus einem sehr dünnen, leichten, dabei harten und spröden Stoff bestehen; vorzugsweise kommt dafür dünnes Glas in Frage. Zur Schallverstärkung kann der Schallstrahler in einen Reflektor eingebaut sein, dessen Form sich nach der gewünschten Richtwirkung bezw. Streuung richtet.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Aufsührungsbeispieles.
Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung einen Achsenschnitt durch ein Lautsprechersystem gemäss der Erfindung. Die Figuren des dargestellten dynamischen Lautsprechersystems ist mit 1 bezeichnet, der Magnetkern mit 1a und die Schwingspule mit 2. Die Schwingspule ist starr mit dem kegeligen Becher 3, der als Schallstrahler wirkt, verbunden. In das engere Ende des Bechers 3 sind die Zentrierfedern 4 und 5 eingesetzt. Durch Mittenöffnungen 4a und 5a in diesen beiden Zentrierfedern ist ein Stehbolzen 6 mit Abstandshülsen 7 und 8 zur Befestigung des Bechers am Magnetkern 1a gezogen. Der Becher 3 umgibt das Reflektorgehäuse 9, dessen Formgebung sisch ch der gewünschten Richtwirkung richtet; im Beispielsfalle werden die von der Aussenfläche des Bechers 3 ausgehenden Schallwellen parallel zur Becherachse reflektiert.
Der Becher 3 muss aus einem sehr leichten, dabei aber harten und spröden Stoff bestehen; als besonders geeignet wurde Glas gefunden.

Claims (4)

1.) Dynamisches Schallwiedergabesystem für hohe Tonfrequenzen, gekennzeichnet durch einen Schallstrahler in Gestalt eines kegeligen Bechers, der an seinem engeren Ende mit der Schwingspule verbunden und zentriert ist, im übrigen aber völlig frei schwingen kann.
2.) Dynamisches Schallwiedergabesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schallstrahler vermittels zweier im Abstand voneinander in sein enges Ende eingesetzter scheibenförmiger Zentrierfedern, die zugleich seine einzige Halterung bilden, zentriert ist.
3.) Dynamisches Schallwiedergabesystem nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schallstrahler aus einem sehr dünnen, leichten, dabei harten und spröden Stoff, vorzugsweise aus Glas, besteht.
4.) Dynamisches Schallwiedergabesystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schallstrahler in einem Schall-Reflektor eingebaut ist.

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