DEP0045560DA - Verfahren zur Herstellung eines Fußbodenbelagmaterials - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Fußbodenbelagmaterials

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DEP0045560DA
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DE
Germany
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cement
floor covering
latex
covering material
mixture
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
H.J.K. Eskes
G.M. Dr. Kraay
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rubber Stichting
Original Assignee
Rubber Stichting
Publication date

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Description

Eubber-St iohtlij-Belf t /Holland
YPoagbodenbolagmaterialg
Die vorliegende Erfindung bezieht sioii eof ein Verfahren herstellung eines Fussbodenbelagmaterial» aus Latexzement hoher Soheuerfestigkeit, bei dem man eine Mischung aus Batex, Zement und gemahlenen Schalen von Steinfrüchten auf einer Unterlage sioh abbinden lässt.
Es wurde sohon vorgeschlagen, den Wassergehalt eines atex bei der Hydratisierung eines hydraulischen Bindemittels in einer Mischung, die dieses Bindemittel und den Latex enthält, zu benutzen. Indessen 'vurde oefunden, dass das Mischen der verschiedenen Bindemittel, wie ζ.Β»Portlandzement, Gips und ungelöschtem Kalk nit üetex eine sofortige -koagulation bewirkt, wenn das Bindemittel mit dera Latex in trockenem Zustand gemischt wird. Nur tonerdereicher Zenent scheint einen geringere» koagulierenden Einfluss als andere übliche Bindemittel aufzuweisen und dieser Zement kann mit Latex unter geringeren Torsiöatsmassnaümen unter Vermeidung eine Koagulation gemisoht werden, Tonerdereicher Zement weist indessen abgesehen davon^ dass %&t teuer ist, den Nachteil auf, dass er nur an wenigen Orten vori und dem Endprodukt eine dunkle Farbe verleiht.
Beim Mischen von Portlandzement, der diese Nachteil© niöht besitz^, mit Latex ist es unerlässlich, da.'3 der Latex zuvox
stabilisiert wird» In ü.9% Äjgel ist «te zu. eine recht beträchtliche JKaseinmenge erforderlich* 1IiJtAe grosse Menge an Stabiliaator acheint eine abträgliche fijgg|ttttg auf die Hydratisierung des Zements zu besitzen. Dieser 3H».£&a3a zeigt aich in dem Auftreten von Rissen, dte durch das 3cttroapfen während der Verfestigung der Mischung verursacht s3lli|? !«tuberhinaus kann^sein das Abbinden der Mischung verzögtxj^
lin Verfahren, das am häüJ^^ptfea benutzt wird, um das Auftreten der durch das Schrumpfen v#a;tt$&i$hten Risse zu vermeiden, iat die Zugabe von sehr grossen Mengen an Füllstoffen, w^e z.B. Sand oder Steinsplitt, zu der Mischung.
Ba wurde vorgeschlagen, Zement oder ein^r Latexzementmiaohung, die als Puasbodenbelagnateribl ben tzt wirdt Pullstoffe zuzugeben,wie a,B. Pasermaterial, Glimmer, Holzmehl, Sand,Kies Granit oder d«rgl. Bei Verwendung νώη holzalxnlichen Materialien als Füllstoffe wird der i Puaaboden billiger und fühlt sich beim Berühren warm an, jedoch ist die Scheaerfestigkeit herabgesetzt.
Wenn Ü-ie3,Granit oder ähnliche Materialien zugegeben werden, bleibt der Preis des Pussbodens niedrig und die Scheuerfestigheit ist sehr hoch, jedoch ist nachteilig tt»4 bei dem so erhaltenen Pussboden, dass er sich kalt anfühlt. Alle diese Pussböden haben eine Soheuerfestigkeit, die geringer als diejenige eines Gummimaterials für Pussbodenbelag ist.
Um das Auftreten von Sprüngen in dem Pussbodenbelagmaterial während des Abbindens zu verhindern, wurde gefunden, dass es wichtig iat, den -"atex gegen das Koagulieren durch den Zement
mit einem Emulgator zu stabilisieren, der keine abträgliche Wirkung auf die Hydratisieren^*!·« Zements aufweist, und einen Füllstoff zu verwenden, der. a$$$$||. &°- gzössexem Austaaaa Wasaer abaorbiert.
Das erfindungsgemässe fdBfjgefcren basiert auf der Tatsache, dass gewisse Stabilisatores! Ifenn sie in kleiner Mengte Lates zugegeben v/erden, ihn unenjpd&A&Uoh gegenüber der Koagulationswirkung der verwendeten Bindemittel machen, wobei die kleine Menge sowohl als auch die oheniaohen Eigenschaften dieser Stabilisatoren einen abträglichen Einfluss auf die hydraulischen Eigenschaften verhindern. Dies ist u.a. bedingt duroh eine Verminderung des während der Härtung auftretenden Schrurapfens auf weniger als 1 i> (in jeder Richtung), was verglichen mit dem Schrumpfen um mehrere Prozente, wie es bei den bisher verwendeten Mischungen der Ball ist, bedeutet, dass das Auftreten von duroh Schrumpfung bedingten Sprüngen nun vermieden werden kann.
Als Stabilisatorren für das erfindungsgemässe Verfahren können Kationöseifen und nichtitfgene Emulgierungsmittel benutzt werden, unter Kationseifen sind die Seifen zu verstehen, deren aktive Gruppe positiv geladen ist, im Gegensatz zu Anionseifen, wie ζ,3. Alkalisalzen von Fettsäuren, deren kolloidale Wirkung durch das Anion verursacht wird. Beispiele von -^tionseifen aind Cetylpyridfumbromid^ a und substituierte Aminoäthyl-oleylamidey die uiiIli um S Bin nichtion*^
genea Bmulgierungsmittel ist eine Sibatanz, die Bmulgierungseige schäften infolge der Anwesenheit in dem Molekül sowohl von hydrophilen als auch von hydrophoben Gruppen besitzt, deren Mole kül jedoch nicht in aässeriger Lösung in Ionen di§$iiert.
Die Stabiliaatoren, die dur.oJS fifcttzung von Verbindungen dee Polyglykoäthertyps mit ¥$*MMengen, die ein aktives Wasaexatoffaton besitzen, wie ^H^ j^föeäuren oder Fettalkohole, erhalten werden, erweisen aieäl HBu Verfahren der vorliegenden
SrfAung als besonders geeig|j^| e in Betracht kommanden nichtfögenen "Rrnni ci.^tnjtMJHdutll''!n sind
we
. sind etwHein alkoholaal#kii.l/wie z,B# Oleinalkoliol, Stearinalkohol und Lauö.
rinalkohol)- Fettsäure
Obwohl auoh Kationseifen für das erfindungsgemäsae Verfahren geeignet sind, werden vorzugsweise die niühtio^genen Emulgierungsmittel verwendet, weil dieselben die gewünschte Stabilisierungswirkung sohon in sehr kleinen Mengen entfalten und weil ein Verdicken der Latexnisuhung und des 3indeiaittels, das beim Stabilisieren des Latex mit einer Kationseife vorkommt, nicht auftreten kann. Dieses Verdicken kann bei inanohen Anvjendunga-'zweoken unerwünscht sein. Von den nicht ionogenen Emulgieran&smittelne genügt üblicherweise eine Menge von 1 - 2 ** auf den vorhandenen Gummi be rechne* t, um eine Koagulation beim liiachen von trooLeriem, gepulvertem Portland zement mit Latex zu vermeiden.
Die Verwendung von Stabiliaatoren geuäas der vorliejend4en Erfindung hat darüberhinaus den Vorteil, dass das Schrumpfen. das vorkoumen kginn, durch die vorhandene Waasemenge nicht beeinflusst wird, sodass diese 1^enge ^o οβνν^1^ werden kann,dati3 eine Mischung von gutem Streiohvermögea ode"r gar eine fliessen-
de Mi3ohung erhalten .'βϊΆβη, kann, -^ie Wasaexiaenge, die n^ weise benötigt <vird. um dies zu erreichen, liegt in allgemeinen über 25$.
Der Pullstoff, der beim erfindun0s0em <3sen Fuasbodenmateria.. verwendet werden soll, wird duroh Mahlen tex _3oh»len= von Steinfrüchten eihalien, die infolge ihrer Härte die Scheuerfestigkeit des ferti0en Materials verbessern und efcLe wegen ihrer übrigen Eigenschaften nicht zu viel Y/aaaer absorbieren.Ea wu$de gefunden, daüs lie gemahlenen Schalen vorn Palmktirnen im allgemeinen einige Prozente fette Öle enthalten, ein Wasaerabaorptionevermögen von etwa nut Tft besitzen, wenn man sie 24 Stunden in Wasser aufweicht. Sie sind für das orfindungegemäsae Puaabodenbelagmaterial besonders geeignet und werden anderen Arten von Steinfrüchte^, clxe im allgemeinen ein höheres Waaserabaorptionavernögen aufweisen, vorgezogen, weil sie auf daa Abbinden des hydraulischen Bindemittels keine abträgliche Wirkung besitzen. Bei Verwendung von Palmkernschalen zusammen mit ej| WQTVI Stabiliaator ρ e . · .rauchen keine weiteren Yc| Voraic. tamassregeln ergriffen'Kvverden, um das Abbinden der Latexzement wÄtötahung zu einer dicL-en Schicht ohne irgendwelche Sprünge zu gewährleisten.
Du^oh das erfindungsjenässe Verfahren ist ea möglich geworden, ein Fusabodenbelagmaterial herzustellen, das nicht nur billig ist, sondern sich aAoh im Griff warm anfühlt und das ausserdem eine höhere Scheuerfet tigkeit oder zumindest die gleiohe Schouerfestigkeit wie ein Fuasbodenbelagmaterial aufweist, das aus einer Latexzementmischung zusammen mit Kies, Granit oder ähn-i liehen Füllstoffen hergestellt ,wurde. Die Zusammensetzung der
hierbei benatzten Mlsohung tceriii Innerhalb weit er Frenzen schwanken. Die 4ernen1roenge belsf^iaLsweise hSr.g4; vor -!er atengG äer öt*»lnfruchtsehal9n und vagi<4ftfe& lelnheitssrafi, atrf den die sehelen gemahlen sind, ab.
Um bei Börllltzung einer gewissen lienge von Steinnusssohalen von einer vorbestimmten durchschnittlichen Teilohengröase einen dichten Fussboden zu erzielen, nuss man eine Miniraunmenge an Zement anwenden, die sich erhöht, wenn die Partikelgrö'sae der gemahlenen Schalen vermindert wird. Infolgedessen ist es nicht möglich, gan^ ü 11 jene in öie erforüerliolie Minimunzementmen^e anzugeben^ da diese ilttenge von der durchschnittlichen Teilohengrösae und von der Menge der Teilchen, deren Grosse von einer Mittelgrösse abweicht, abhänut. Es ist dabei die Tatsache im Auge zu behalten, dass die MaximalteilcLengrösse l/2 bis zu einen Drittel der Dicke des gewünschten Fussbodenbelages niuht übjrschreiten sollte.
Beispielsweiae sei erwähnt, dass ausgehend von gemahlenen Palmkernsohalnn, di^ eine Teilhliengrösae von 1,8 - 3,5 da besitzen, die für die Srzielun^ eines dichten Fusabodenbelagea erforderliche Minimumzementmenge sich auf etwas mehr als 100 Gewichtateile pro 100 Gewiul.tsteile Palmker na ehrten beläuft. Bei den erfindungsgemäsaen Verfahren kann ohne Bedenken jedoch eine grfliaaere Menge verwendet erden.
Die menge des - die in der Mischung als wässrige Dispersion vorhanden sein oag, kann von einer sehr kleinen Mange bis zu 50 Gewiohtateilen für ,je 100 Gewicht steile Zement variieren.
Ausaer durch die obenerwähnten Eigenschaften ist ein gemäss der vorliegenden Erfindung h-.r^eat elites guasbodenbelagsmaterial
dadurch ausgezeichnet, daorn ittt S|$fet rutschig,schalldämpfend und in ^ezug auf Wärme vnb^Htfr isolierend ist. Das Fussbodenbela^material haftet an dar «ö*ezlege und kann leicht ausgebessert werden. Es ist indeiüüt i»$li möglich, das Pussbodenbelagmaterial so herzustellen, Qitps »3 nicht an äer Unterlage haftet, wodurch ein Material in der Form vog. losen Platten oder Tafeln erhalten wird. A sserdem kann das Material auf einer starren Grundlage, wie z.B. Sperrholz, aufgebracht werden, wodurch man Fliessen erzielt. Solche Flieasen und die losen tafeln können auch als Wandbe&leidungsmaterial verwendet werden. Durdh Schleifen mit Schmirgelstein und durch Polievren des Materials können aohöne Effekte erzielt werden.
Um den Zusammenhalt der Füllstoff teilchen uit der Latexzementmischung zu erhöhen, ist es empfehlenswert, die einzelnen Bestandteile in der folgenden V/eise zu mischen: Die1 gemahlehön Schalen der Steinnüuse werden mit einem Teil des ^enents gemischt, hierauf wird Wasser zugefügt and der stabilisierte Latex&u dieser Mischung zugegeben. Die restliche Zementmenge wird rait diesem -^rei gemischt, wodurch eine Mischung erhalten wird, die auf eine Grundlage ausoebreitet werden kann. Die Yarankerung der Füllstoffteilchen in der ^enentmi. chung ist sehr wichtig, da die Sch^uerfestiokeit des ^ateri-äls hauptsächlich durch die in der Oberfläche liegenden Par.ücjl öer Steinfruchtschalen bedingt wird.
Der Latejc kann zuvor vulkanisiert werden oder in dispergiertem Zustand mit solchen Vulkanisierungsnitteln versehen werden,dass
nach der Verformung eine langsame Vulkanisation erfolgt^oline dass ein Erhitzen notwendig ist. Neben natürlichem Latex kann auch synthetisch«* Latexy benutzt werden.
Die vorliegende BritsjÄtag sail anhand des folgenden Beispiele näher erläutert werden*. O&fift d»ss damit eine Beschränkung beabsichtigt wäre:
Beispiel:
55Ö g gemahlene Sohalen von ^almkernen, von einer Teilchengrö'aae von 1,8 - 3,5 uwa# werden mit 5OO g Zement und I5O g Wasser gemischt. Zu dieser Mischung werden 167 „g ^atex^^der 100 enthält und mit 4 g "BiiiulpllUi C^aTioxxisxeri wurde"
geben· Anschliese^nd werden I5O g Zement in den feuchten eingerührt. Die so erhaltene Fischung wird auf eine ünterlage aus gebreitet. Mach 1 oder 1 l/2 Stunden ist die Lage hinreichend gebunden, um mit dem Verputzen oder Verstreichen beginnen zu können. Hierauf soll das Trocknen d^r Oberfläohenlage verhindert werden, was dadurch erreicht wird, dass der Pussbodenbelag während 7-10 Tagen feucht gehalten wird. Sobald, der -Belag hart geworden iat^ kann er mit Sciimirgelstein abgeschliffen werden, wodurch ein Pussbodenbelag von einem gefälligen, Auaseheη erhalten wird.

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