DEP0042474DA - Dauerpasteuriseur nach dem Durchlaufsystem. - Google Patents
Dauerpasteuriseur nach dem Durchlaufsystem.Info
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Description
3.AuBf ertigung. ,-^1 C)
Abt.P.JP. Hamburg-Bergedorf, den 10.Hai 1949»
Dauerpasteurissur nach dein Durchlaufsystem.
Mir die Dauerpasteurisierung iiat sich bisher nur das Hehrzellensystem "bewährt. Die bis jetzt bekanntgegebenen Typen nach dem
Durchlauf system wurden abgelehnt, da es bei diesen Ausführungen unmöglich war, die Bildung von sogenannten Stromfäden zu unterbinden»
Es war beim Zellensystem die unbedingte Gewähr gegeben, daß alle Teile die vorgeschriebene Heißhaltezeit einhalten. Bei
den bisherigen Ilehrzellensystemen wird jede einzelne Zelle in einsn bestimmten Zeitabstand und bestimmter Reihenfolge beschickt und
entleert* Das bedingt die Steuerung von Ein- und Auslaß jeder einzelnen Zelle und damit eine teure Präzisionsarbeit der Automatik.
Oft wird noch die Sichtbarkeit der Einhaltung der Reihenfolge gefordert.
Nachstehend beschriebene Erfindung vereinigt in sich die Vorteile beider Systeme,
Erstens einzelne Zellen, die nicht miteinander in Berührung stehen, zweitens keine Zu- und Ablaufventile, mit deren empfindlichen
Schaltapparatur.
Sie bietet den Vorteil, daß die Milch kontinuierlich der ersten Zelle zulaufen und ebenso kontinuierlich der letzten Zelle
entnommen werden kann. Außerdem ist hierbei ein Rührwerk überflüssig, da die Milch fortlaufend in Bewegung ist. Bedienungsfehler
innerhalb der Reihenfolge der Zellen sind ausgeschlossen. Des weiteren ist eine Entlüftung und/oder Belüftung des Gutes, je nach
Wunsch bezw. Erfordernis, möglich.
Dem Erfindungsgedanken liegt an und für sich das Prinzip der förderschnecke zugrunde, mit den noch beschriebenen Abweichungen,
die mit den Umfang der Erfindung ausmachen. Betrachtet man eine
— 2 —
Q Q
- 2- <{χ bkiO
Förderschnecke, .so ist zwischen jedem Gang ein bestimmtes Forderquantum eingeschlossen« Solange man die Füllungshöhe
a (Abb.1) unterhalb der Oberkante der Welle b (ATdTd. 1) hält, kann sich der Inhalt nicht mehr mit dem des nächsten Schraubenganges
mischen» Der Inhalt ist also innerhalb jeden Schraubenganges in sich abgeschlossen und stellt somit eine
für die Erfordernisse der Dauerpasteurisierung geeignete Zelle dar β Abbildung 1 stellt den Querschnitt einer normalen
Förderschnecke, d.h. mit kleiner Welle, dar. Um nun den Inhalt einer Zelle besser ausnutzen zu können, wird erfindungsge
mäß vorgeschlagen, den Durchmesser der Welle b so groß zu machen, daß das Gut nicht nur bis Mitte Achse c der Welle b
(Abb.2), sondern auch noch höher, z.B. bis kurz unterhalb d (Abb.2) der Oberkante e, der Welle b geschichtet werden kann,
ohne daß der Inhalt einer Zelle mit dem der benachbarten in Berührung kommt. (S«,Abb.2, Querschnitt einer Förderschnecke
mit vergrößerter Welle). Für die Pasteurisierung von Flüssigkeiten, z.B. Milch würde es nun eine hohe Anforderung an die
Genauigkeit der Herstellung und Zuverlässigkeit des Apparates bedeuten, wenn die Trennwände f (Abb.3) in Schraubenform so
genau am Mantel g (Abb,3) schleifen müssen, um ein Durchtreten von Flüssigkeit in die benachbarten Zellen zu unterbinden,.
Daher wird als weiterer Erfindungsgedanke die trennwand f mit dem Mantel g fest verbunden (geschweißt oder gegossen) oder
der Mantel dichtend über die Trennwände gespannt be zw. alle Verfahren kombiniert angewendet» Selbstverständlich erfolgt
dann nach den bekannten Regeln der Technik die Drehung entweder durch Antrieb der Welle b, des Mantels g, usw.
Anhand.von Abbildung 3 wird der Erfindungsgedanke weiter veranschaulicht. Schließt man den Mantel g mit Stirnwänden h
_ 3 —
so entstehen auch für den ersten -und letzten Schneckengang Zellen i zur Aufnahme be zw. Ausgabe des Gutes· Je nach Ausbildung der .
Torrichtung sind die Stirnwände h in der Mitte mehr oder weniger durchbrochen. So in Abb«3 links mehr, weil zum Einbringen des Gutes
das Rohr k z.B. unterhalb der Welle einmünden muß, und am Austrittsende (in der Abb.3 links gestrichelt gezeichnet) das Absaugerohr
1 eingeführt wird, das bis zum tiefsten Punkt des Mantels g reichen muß· Wird die Lagerung der Welle nach innen verlegt
(Abb.3 rechts), dann kann man den tragenden Zapfen m als Hohlkörper ausbilden und, wie gestrichelt gezeichnet, das Gut
hierdiTrch einbringen» Für den Austritt kann auch, wie in Abb.3 rechts gezeichnet, ein Überlauf η (konisch gezeichnet) oder ein Absaugerohr (nicht gezeichnet) vorgesehen werden.»
■Wie für Abb.2 bereits erwähnt wurde, erlaubt die Anbringung einer großen Welle das Füllen einer Zelle über&ie Mitte c der
Torrichtung. Dies kann erfindungsgemäß zur Platzersparnis bei Apparaten mit Innenwellen angewendet werden* Wie erläutert muß das
Gut an einem Ende zugebracht und am anderen Ende entnommen γ/erden« Daher wird die erste und letzte Zelle, wenn Dian von Stopfbüchsen
absehen will, nur bis zur Unterkante ® der Aussparung der Stirn- ?rände füllen können. Man macht nun als weiteren Erfindungsgedanken
die Steigung der Trennwand für die erste Zelle größer als für die folgenden Zellen und zwar so, daß der Inhalt der weiteren Zelle
bei Füllhöhe d (Abb„2) gerade dem Inhalt der ersten Zelle bei ο entspricht«
Bei den bis jetzt beschriebenen Apparaten sind die Trennwände/ f außen mit dem Mantel g und der Welle b fest und dicht verbunden.
Um mm die Sauberkeit des Apparates prüfen oder notfalls die Rei- · nigung von Hand vornehmen zu können, sind daher Öffnungen (nicht
gezeichnet), ähnlich der Luke bei Butterfertigem, Mannloch beim Kessel vorzusehen. Diese können auch bei der Herstellung in
Schweißkonstruktion benutzt werden.
Diese öffnungen können entfallen, wem man, wie Abb.4 zeigt, erfindungsgemäß auf die Welle b verzichtet« Dann ist das Innere
dtirch die Öffnung der Stirnwände zugänglich» Selbstverständlich kann man einen solchen Apparat nicht ganz bis zur
Höhe q. der schraubenförmigen Trennwände füllen, sondern nur etwa die Füllungshöhe ρ einhalten.
Eine weitere Ausführungsform zeigt AbIo«5 schematisch« Um Öffnungen im Mantel zu vermeiden, oder auf eine Mindestzahl
zu "beschränken,. wird erfindungsgemäß weiterhin vorgeschlagen, den Apparat in einzelne Ringe, z,B, für jeden
Sehraubengang bezw.Zelle einen, zu teilen» Diese Ringe werden in bekannter leise, z.B. durch Zuganker dichtend zusammengepreßt«
Da die Innenwelle schon aus Zweckmäßigkeit als Hohlwelle ausgeführt werden wird, kann man darin eine Zentrierungsstange
vorsehen, die als weiterer.Erfindungsgedanke gleichzeitig ein Auseinanderschieben der Ringe für Reinigungszwecke gestattet, sodaß die Ringe nicht abgenommen zu werden
brauchen»
■ Als weiterer Vorteil, wie eingangs erwähnt, kommt hinzu, daß Rührwerke, wie sie bisher in den Mehrzellenapparaten vorgesehen
sind, entfallen können, weil das Gut durch die fortlaufende Drehung für den Transport von Zelle zu Zelle sich selbsttätig
durchmischt. Außerdem hat man es nun in der Hand, ohne Mehraufwand an Automatik die Zellenzahl zu erhöhen, wodurch, die
Ge s anit durchlauf zeit nur um wenige· Minuten über die vorgescnriebene Heißhaltezeit ansteigt. Die Kontrolle beschränkt sich somit
nur auf Zu- und Ablatffthermometer, sowie anstelle der früheren Automatik für das Bedienen der "Ein- und Auslaufventile
der Zellen, nur auf einen Umdrehungszahler, wodurch die Dauer der Heißhaltezeit einwandfrei kontrolliert werden kann»
■ ■■ - 5. -
Claims (15)
1. Dauerpasteuriseur naciL dem Durchlauf system, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenräume einer Schnecke, die flüssigkeitsdicht
in einem Mantel läuft, soweit mit dem zu pasteurisierenden Gut gefüllt werden, daß jeder Schraubengang eine in sich
abgeschlossene Zelle (Kammer) bildet.
■ 2. Dauerpasteurisenr. . nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwände mit dem Außenmantel fest und dicht verbunden
sind»
J>. Dauerpasteuriseur nach Anspruch 1 -2, dadurch gekennzeichnet ? daß die Welle der Schnecke im Durchmesser sehr groß
gehalten wircL (etwa als Hohlzylinder), wodurch sich eine Füllungshöhe der Zelle über die Mittellinie des Apparates ermöglichen läßt,
ohne daß die Inhalte der einzelnen Zellen sich irgendwie vermischen können«
4. Dauerpasteuriseur nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet , daß der Mantel, ganz oder teilweise dichtend, auf die
Trennwände und Stirnwände gespannt wird oder nur ein Teil des Mantels als 'Luke ausgebildet wird.
5· Dauerpasteuriseur nach Anspruch 1-4-, dadtirch .gekennzeichnet, daß der Mantel und die Schnecke konisch gehalten werden
und zur Reinigung der Mantel abgezogen wird.
6» Dauerpasteuriseur nach Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß z.B. je eine Steigimgshöhe als ein komplettes Ringstüek
(mit Außenmantel und Welle) ausgebildet ist und mit entsprechend geformten Eopptücken zu einem Ganzen zusammengeschraubt
oder gespannt Yd.rd„
7» Dauerpasteuriseur nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die tragende Y7elle verlängert wird, um zur Kontrolle oder
Reinigung die Ringe lediglich verschieben zu können.
8. Dauerpastexiriseur nach Anspruch 1-7* dadurch, gekennzeichnet, daß für die erste und letzte Zelle die Steigung
der Trennwand größer gehalten ist, wie für die dazwischenliegenden eigentlichen Heißhaltezellen, um darin eine
höhere Füllungshöhe zu ermöglichen»
9· Bauerpasteuriseur nach Anspruch 1-4 und 8? dadurch gekennzeichnet, daß zur Reinigung oder Reinigungskontrolle
entsprechend jedem Sehraubengang Öffnungen in Porin von Luken oder Mannlöchern vorgesehen sind, die je nach Herstellungsart
des Apparates auch für die Fertigung desselben benutzt werden können, oder daß auch die Luken für mehrere Zellen
gemeinsam vorgesehen werden.
10. Dauerpasteuriseur nach Anspruch 1 - 9? dadurch gekennzeichnet, daß .die Achse entfällt (Abb.4)? wodurch die
Öffnung der Stirnwände zur Reinigungskontrolle oder' Reinigung selbst benutzt werden kann.
11. Dauerpasteuriseur nach Anspruch 1 - -10, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Drehbewegimg zum Transport des
Gutes von Zelle zn Zelle das. Gut selbsttätig durchmischt wird, wodurch besondere Eiüirwerksvorriehtungen in Fortfall
kommen»
12. Dauerpasteuriseur nach Anspruch 1 -11» dadtirch gekennzeichnet, daß das G-ut nach Bedarf, durch natürlichen Zug
oder durch zusätzliche luftzuführung be- und/oder entlüftet werden kann» ■ ■
1% Dauerpasteuriseur nach Anspruch 1 - 12, dadurch gekennzeichnet, daß jede Automatik entfällt und die Kontrolle
der Heißhaltezeit durch einen Tourenzahlschreiber oder Umdrehungsmarkierer erfolgte
14» Dauerpasteuriseur nach Anspruch 1 -13* dachiroli gekennzeichnet, daß im Antrieb des Apparates eine zweite Geschwindigkeit
vorgesehen wird, welche eine höhere Umdrehungszahl erlaubt, wodurch die Dauer der !Reinigung gelrürzt, jedoch deren Intensität
erhöht wird»
15. Dauerpasteuriseur nach Anspruch. 14, daciurch gekennzeichnet, daß die Drehrichtung beim Schnellgang (für die Reinigung) umgekehrt
erfolgt, um Bedienungsfehler für das Pasteurisieren zu unterbinden.
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