DEP0041930DA - Stabförmiges Bauelement für Oberleitungen von elektrisch betriebenen Fahrzeugen - Google Patents

Stabförmiges Bauelement für Oberleitungen von elektrisch betriebenen Fahrzeugen

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DEP0041930DA
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Aktiengesellschaft Kummler & Matter, Zürich
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Description

Es sind bereits stabförmige Bauelemente für Oberleitungen von elektrisch betriebenen Fahrzeugen bekannt, welche an beiden Längskanten ein als Fahrleitung verwendbares Profil aufweisen.
Diese Bauelemente bedürfen zu ihrer Aufhängung komplizierter Organe z. B. Klemmvorrichtungen, welche das obere, nicht als Fahrleitung dienende Profil umfassen. Diese Befestigungsart hat den Nachteil, dass die an sich vorhandene elastische Verformbarkeit der Bauelemente an den Befestigungsstellen ungünstig beeinflusst wird, sodass in der Fahrleitung, besonders in Kurven, Knickstellen auftreten, die vermieden werden sollten. Ferner erfordern die zur Befestigung dieser Bauelemente erforderlichen Organe deshalb eine besondere komplizierte Ausbildung, weil sie so beschaffen sein müssen, dass sie die Bewegung des Stromabnehmerschuhs längs des Fahrprofils nicht stören dürfen.
Das Bauelement gemäss der Erfindung erlaubt infolge seiner Ausbildung eine besonders einfache Befestigung, welche die erwähnten Nachteile nicht aufweist; es zeichnet sich dadurch aus, dass es einen Steg und an einer Längskante ein Fahrprofil aufweist und dass der Steg zur Befestigung von Organen ausgebildet ist, welche seine elastische Verformbarkeit nicht beeinflussen und welche bei der Bewegung des Stromabnehmerschuhs längs des Fahrprofiles ausserhalb des vom Stromabnehmerschuh beanspruchten Raumes liegen.
In der Zeichnung sind Ausführungs- und Anwendungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 - 3 verschiedene Ausführungsformen des Bauelementes im Querschnitt.
Fig. 4 eine Seitenansicht einer Ausführungsform.
Fig. 5 und 6 ein Anwendungsbeispiel in der Seitenansicht bzw. in der Draufsicht, teilweise im Schnitt.
Gemäss Fig. 1 weist das stabförmige Bauelement einen relativ breiten Steg 2 und an dessen unterem Ende ein Profil 1 auf, welches als Fahrleitung für den Stromabnehmerschuh verwendbar ist. Dabei ragt im Querschnitt das Fahrleitungsprofil 1 über den durch parallele Ebenen begrenzten Steg 2 hinaus, sodass an dem Steg 2 Organe 4, z. B. Laschen, Stäbe, Verbindungsstücke, Befestigungsklemmen und dgl., z. B. mittels Schrauben oder Nieten be- festigt werden können, welche durch die Löcher 3 des Steges 2 hindurch geführt werden können.
Diese beschriebene Möglichkeit der Anordnung der Befestigungsorgane 4 hat zur Folge, dass der Biegewiderstand des Elementes, der in seiner Längsebene gross ist, nicht oder nicht wesentlich beeinflusst wird durch diese Organe 4, sodass auch in Kurven eine stetige Führung des Fahrdrahtprofiles ohne Knickpunkte ermöglicht ist.
Da die als Fahrleitung verwendbare Längskante 1 des Bauelementes im Querschnitt über den Steg hinausragt, können die Organe 4 bündig mit dem Fahrprofil sein, sodass sie ausserhalb des Raumes liegen, welcher vom Stromabnehmerschuh beim Befahren des Fahrprofils beansprucht wird. Diese Organe 4 stören daher den Stromabnehmerschuh bei seiner Bewegung längs der Fahrleitung nicht.
Die Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch ein Element, welches durch Formung aus einem flachen Streifen, z. B. einem Blechstreifen, erzeugt wurde; das Fahrprofil 5 ist dementsprechend hohl. Mit 3 sind Schrauben- oder Nietenlöcher bezeichnet.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt, bei welchem die das Fahrprofil nicht enthaltende Längskante verstärkt ist, indem sie ein T-Profil 6 aufweist; dadurch kann der Biegewiderstand des Bauelementes verändert und dem speziellen Verwendungszweck angepasst werden. Die Befestigung von Organen 4 (Fig. 1) kann auf gleiche Weise erfolgen wie bei den
Beispielen nach Fig. 1 und 2, die Aufhängung mit einfachen, die Unterseite der T-Form umfassenden Mitteln.
Fig. 4 zeigt eine Seiten-Ansicht eines Bauelementes nach Fig. 3.
Fig. 5 und 6 zeigen als Anwendungsbeispiel einen Streckenunterbrecher, wobei Fig. 5 eine Seitenansicht und Fig. 6 links eine Draufsicht und rechts einen Schnitt nach der Linie I - II der Fig. 5 darstellt.
Die beiden Bauelemente 10 bestehen aus leitendem Material und sind mittels aus nicht leitendem Material bestehenden Laschen 9 durch Schrauben 12 miteinander verbunden. Die einander zugekehrten Enden der Bauelemente 10 sind mit Schrägflächen und Abrundungen 11 versehen, welche zur Löschung von evtl. entstehenden Lichtbogen dienen.
Das Bauelement gemäss der Erfindung kann bei Oberleitungen zahlreiche Verwendung finden. Beispielsweise kann es, wie in Fig. 5 und 6 dargestellt, zur Streckenunterbrechung dienen. Es kann auch, aus isolierendem Material hergestellt, in die Fahrleitung eingebaut werden und damit eine Isolation bestimmter Konstruktionsteile, z. B. Teile von Kreuzungen und Weichen, bewirken.
Ferner kann das Bauelement infolge seiner senkrecht zur Längsebene vorhandenen elastischen Biegefähigkeit überall dort Verwendung finden, wo die Fahrleitung nicht geradlinig verläuft, also vor allem in Kurven und bei Abzweigungen. Auch bei Weichen bietet das Bauelement als elastische Weichenzunge oder bei allen Übergängen vom eigentlichen
Fahrdraht auf andere Konstruktionsteile grosse Vorteile, vor allem deshalb, weil erstens sein Fahrprofil mit demjenigen des Fahrdrahtes genau übereinstimmen kann, und weil zweitens die Befestigung des Bauelementes am Fahrdraht auf einfache Weise mittels am Steg des Bauelementes zu befestigender Laschen erfolgen kann, die den Stromabnehmerschuh nicht störend beeinflussen, sodass beim Übergang vom Fahrdraht auf das Bauelement keine Stösse und Schläge entstehen, welche die Führung des Stromabnehmerschuhes ungünstig beeinflussen.
Da das Bauelement in seiner Längsebene infolge seiner Formgebung einen ziemlich grossen Biegewiderstand besitzt, kann es den erforderlichen Anpressdruck des Stromabnehmerbügels gut aufnehmen, und es besitzt in seiner Längsrichtung eine so grosse Festigkeit, dass es ohne weiteres die Zugbeanspruchung des ganzen Fahrdrahtes aufnehmen kann.

Claims (3)

1) Stabförmiges Bauelement für Oberleitungen von elektrisch betriebenen Fahrzeugen mit einem als Fahrleitung für einen Stromabnehmerschuh verwendbaren Profil, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Steg (2) und an einer
Längskante ein Fahrprofil (1) aufweist und dass der Steg (2) zur Befestigung von Organen (4), welche die elastische Verformbarkeit des Bauelementes nicht beeinflussen, ausgebildet ist, und welche bei der Bewegung des Stromabnehmerschuhs längs des Fahrprofils ausserhalb des vom Stromabnehmerschuh beanspruchten Raumes liegen.
2) Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem durch Formung aus einem flachen Streifen entstandenen Körper besteht.
3) Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass seine zweite Längskante zur Vergrösserung des Biegewiderstandes eine T-förmige Verstärkung (6) aufweist.

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