DEP0040648DA - Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Tränken von Faservliesen oder ähnlichen lockeren Stoffen mit Emulsionen o. dgl. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Tränken von Faservliesen oder ähnlichen lockeren Stoffen mit Emulsionen o. dgl.Info
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Description
Das deutsche Patent ... (Pat.-Anm. p 11 129) betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum fortlaufenden Tränken von Faservliesen oder ähnlichen lockeren Stoffen mit Emulsionen o.dgl. unter Zuhilfenahme endloser Siebbänder, zwischen denen der zu tränkende Stoffe durch die Tränkvorrichtung hindurchgeführt wird. Die Siebbänder haben die Aufgabe, dem verhältnismässig lockeren Fasergefüge während dem Tränk- und Pressvorgang einen in jeder Hinsicht festen Halte zu geben und ein Ausfasern oder andere Beschädigungen des Vlieses zu vermeiden, ohne den Zutritt des Tränkungsmittels zu hemmen.
Bei der Durchführung des Verfahrens hat sich gezeigt, dass die vollständige Durchtränkung der Vliesbahn häufig dadurch erschwert wird, dass die zwischen den Vliesfasern enthaltene Luft je nach der Beschaffenheit des Tränkungsmittels mehr oder weniger langsam entweicht und ein gleichmässiges Eindringen des Tränkmittels während der Durchlaufzeit des Vlieses durch die Vorrichtung hindert, wodurch
leicht ungetränkte Nester entstehen, die die Einheitlichkeit des Erzeugnisses beeinträchtigen.
Es wird daher als Weiterentwicklung des DP ... vorgeschlagen, das Eindringen des Tränkungsmittels in das zwischen den Siebbändern befindliche Vlies zu begünstigen, indem die Luft kurz vor oder während des Tränkvorganges aus den Vliesporen zwangsweise entfernt wird. Gemäss der Erfindung erfolgt das Entlüften des Vlieses dadurch, dass die Luft entweder beim Tauchen des Vlieses in das Tränkmittel einseitig durch eine Siebtrommel abgesaugt oder durch beidseitiges Auftragen des Tränkungsmittels und gleichzeitiges Pressen des Vlieses durch das Tränkmittel verdrängt wird. Auf diese Weise erfolgt eine vollkommene Ausfüllung sämtlicher Vliesporen mit dem Tränkmittel und somit eine einheitliche Imprägnierung des Vlieses.
Die Zeichnung veranschaulicht zwei Ausführungsbeispiele der Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in schematischer Darstellung.
Die in Abb. 1 dargestellte Vorrichtung besteht im wesentlichen aus den beiden endlosen Siebbändern 3, 4, der rotierenden Siebtrommel 5 nebst Tränkwanne 6 und der Umleitwalze 7. Die Siebbänder 3, 4, die sich im gegenläufigen Sinne synchron bewegen, werden durch Lenkwalzen 8 und Lenkrollen 9 derart geführt, dass sie sich vor dem Eintauchen in die Tränkwanne 6, in der die Imprägnierungsflüssigkeit (z. B. kolloidale Lösung oder Emulsion) enthalten ist, einander nähern und gemeinsam die Siebtrommel 5, deren Mantel sich teilweise in der Tränkwanne 6 befindet, umlaufen. Nach dem Passieren der Umleitwalze 7 entfernen sich die Siebbänder wieder voneinander und werden in entgegengesetzter Richtung
abgezogen. Die Umleitwalze 7 ist beweglich angeordnet, um der Masshaltigkeit des jeweiligen Erzeugnisses Rechnung tragen zu können. Um ein Verkleben oder Verschmelzen der Siebbänder 3, 4 durch die Emulsion o.dgl. zu vermeiden, werden sie bei jedem Umlauf durch je einen Spülkasten 10 hindurchgeführt und durch rotierende Bürstenpaare 11, die der Bewegungsrichtung der Siebe entgegenwirkt, von anhaftenden Resten des Tränkungsmittels gesäubert. Den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend können die Lenkorgane verstellbar gelagert sein, um ein Nachspannen der Siebbänder zu ermöglichen.
In der Siebtrommel 5 ist ein nach unten gerichteter, im Querschnitt kreissegmentförmiger Saugkasten 12 feststehend angeordnet, um dessen Lagerachse 13 die Siebtrommel 5 drehbar ist. Die Lagerachse 13 ist hohl ausgebildet und steht mit dem Innern des Saugkastens 12 in Verbindung. Durch eine Vakuumpumpe (nicht dargestellt) wird während des Betriebes der Vorrichtung kontinuierlich ein Unterdruck im Saugkasten erzeugt. Der entsprechend dem Siebtrommelumfange gekrümmte Teil 14 des Saugkastenmantels ist mit Löchern versehen und befindet sich unter dem Spiegel der Tränkflüssigkeit, die während des Betriebes laufend ergänzt wird.
Das von der Krempel (nicht dargestellt) kommende, lockere Faservlies 15 wird durch das Transportband 16 an die erfindungsgemässe Vorrichtung herangebracht und gelangt auf das Siebband 4, von dem es zur Siebtrommel 5 geführt wird. Zwischen den beiden Siebbändern 3, 4 wird das zusammengedrückte Vlies von der sich drehenden Siebtrommel 5 durch das Tränkbad geleitet. Hierbei erfolgt durch den im Saugkasten 12 herrschenden Unterdruck zunächst ein Absaugen der
zwischen den Vliesfasern vorhandenen Luft. Alsdann wird die in der Tränkwanne 6 befindliche Tränkflüssigkeit (Emulsion o.dgl.) durch das Siebband 4 hindurch in den Vliesstreifen 15 gesaugt, wobei sich die feinen Emulsionsteilchen in den Poren des Vlieses festsetzen, während die in der Emulsion enthaltene Flüssigkeit durch das Siebband 3, die Siebtrommel 5 und den gelochten Teil 14 des Saugkastens 12 hindurch abgezogen wird. Nachdem die Siebbänder 3, 4 mit dem getränkten Vlies die Umleitwalze 7, die gleichzeitig ein Abquetschen der überschüssigen Tränkflüssigkeit bewerkstelligt, umlaufen haben, wird die Vliesbahn 15' von dem Siebband 3 wieder freigegeben und gelangt auf dem Siebband 4 an das Transportband 17, von dem es der weiteren Behandlung, z.B. Koagulation der Kolloide und Trocknung usw., zugeführt wird.
Durch die Siebbänder 3, 4 wird das Vlies während des Tränk- und Abpressvorganges zusammengehalten und ein Ausfasern oder Reissen desselben vermieden. Das Siebband 3 hat weiterhin den Zweck, ein Festkleben des getränkten Vlieses auf der Siebtrommel 5 oder der Walze 7 zu verhindern und ein sicheres Ablösen ohne Beschädigung des Vlieses zu gewährleisten.
In Abb. 2 ist eine andere Ausführung der erfindungsgemässen Vorrichtung dargestellt. Hierbei erfolgt das fortlaufende Tränken und Imprägnieren des Vlieses durch beidseitiges Auftragen des Imprägnierungsmittels auf die Vliesbahn unter Anwendung der beiden endlosen Siebbänder 3 und 4. An Stelle der gemäss Abb. 1 verwendeten Siebtrommel 5 und der Umleit- bzw. Abquetschwalze 7 sind zwei übereinander gelagerte Walzen 18, 18' angeordnet, von denen die untere Walze 18 teilweise in die Tränkwanne 6 bzw. das darin be-
findliche Tränkmittel eintaucht. Das lockere Vlies 15 wird in der gleichen Weise wie in Abb. 1 an die Vorrichtung herangebracht und von den Siebbändern 3, 4 zwischen den Walzen 18, 18' hindurchgeführt. Auf die Unterseite des Vlieses wird das Tränkungsmittel durch die Walze 18 aufgetragen, die die Emulsion o.dgl. aus der Wanne 6 durch das Siebband 4 hindurch fördert. Das Aufbringen der Emulsion auf die Oberseite des Vlieses erfolgt mittels eines vor oder über der Walze 18' angeordneten Zuführungsrohres 19, mit dessen Düsen das Tränkungsmittel durch das Siebband 3 hindurch aufgesprüht wird. Hierbei bildet sich während des Betriebes vor dem Walzenpaar 18, 18', die unter einstellbarem Druck arbeiten, ein Sumpf des Tränkungsmittels, der bei einer Fortbewegung der Siebbänder 3, 4 von den Walzen 18, 18' in das Vlies eingepresst wird. Die im Vlies zwischen den Fasern enthaltene und durch das Tränkungsmittel zu verdrängende Luft kann vor den Walzen durch das Sieb 4 nach unten entweichen. Auf diese Weise wird eine gleichmässige und ungehemmte Durchtränkung des Vlieses erzielt.
Die Siebbänder bewirken ein glattes und ebenmässiges Durchlaufen des Vlieses durch die Walzen 18, 18' und verhindern ein Festkleben von Faserteilchen an den Walzen.
Der kontinuierliche Umlauf der Siebbänder 3, 4, sowie deren Reinigung erfolgt in der gleichen Weise wie bei der in Abb. 1 dargestellten Vorrichtung.
Je nach der Art des herzustellenden Erzeugnisses kann mit mehreren Auftragwerken gemäss der Erfindung hintereinander gearbeitet werden.
Claims (5)
1.) Verfahren zum fortlaufenden Tränken von Faservliesen oder ähnlichen lockeren Stoffen mit Emulsionen o.dgl. nach DP ... (Pat.-Anm. p 11 129) unter Anwendung endloser Siebbänder, zwischen denen der zu tränkende Stoffe durch die Tränkvorrichtung hindurchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen den Vliesfasern befindliche Luft vor oder während des Tränkvorganges aus den Vliesporen zwangsweise entfernt wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft zwischen den Vliesfasern beim Eintauchen des Vlieses in das Tränkmittel einseitig abgesaugt wird.
3.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft zwischen den Vliesfasern durch beidseitiges Auftragen des Tränkmittels und gleichzeitiges Pressen des Vlieses von dem Tränkmittel verdrängt wird.
4.) Vorrichtung zur fortlaufenden Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei im entgegengesetzten Sinne synchron umlaufende Siebbänder (3, 4) über Lenkorgane (8, 9) derart geführt werden, dass sie nach allmählicher Annäherung gemeinsam in gleicher Richtung eine drehbare Siebtrommel (5), die teilweise in eine Tränkwanne (6) eintaucht, und eine an dieser anliegende Umleit- oder Abquetschwalze (7) umlaufen und anschliessend in getrennter Richtung abgezogen werden und dass in der Siebtrommel (5) konzentrisch ein nach unten gerichteter, im Querschnitt kreissegment-
förmiger Kasten (12), der mit einer Saugpumpe in Verbindung steht, feststehend angeordnet ist, derart, dass sich die Trommelwandung dicht an dem gekrümmten und mit Löchern versehenen Mantelteil (14) des Saugkastens vorbeibewegt.
5.) Vorrichtung zur fortlaufenden Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Faservlies von den Siebbändern (3, 4) zwischen zwei übereinander gelagerten Walzen (18, 18') hindurchgeführt wird, von denen die untere das Tränkmittel auf die Unterseite des Vlieses fördert, während das Tränkmittel auf die Oberseite des Vlieses aufgespritzt oder von der oberen Walze aufgetragen wird.
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