DEP0040458DA - Schaltungsanordnung zur selbsttätigen Sicherung einer Fernmeldeanlage - Google Patents
Schaltungsanordnung zur selbsttätigen Sicherung einer FernmeldeanlageInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur selbsttätigen Sicherung einer Fernmeldeanlage, insbesondere einer selbsttätigen Fernsprechanlage.
Bei solchen Anlagen ist es üblich, die in Gruppen geteilten Verbraucher an eine gemeinsame Speisestromquelle anzuschliessen und diese durch gesonderte Sicherungen in den verschiedenen Gruppen vor Kurzschluss zu schützen. Die Gruppen sind auf gleiche Weise in Untergruppen unterteilt, wobei die Untergruppen z.B. wieder in Gestelle und diese wiederum in Wähler mit zugehörigen Relais unterteilt werden können. Bei jeder folgenden Verteilungsstufe werden empfindlichere Sicherungen als in der vorhergehenden verwendet. Die Gruppen und Untergruppen sind häufig durch sogenannte Grobsicherungen gesichert, während i dem weiteren Verteilungsstufen Feinsicherungen angewendet werden. Die Feinsicherungen können mit einem Alarmkontakt versehen sein, der beim Durchschlagen der Sicherung geschlossen wird, wodurch eine Alarmvorrichtung betätigt und zur Angabe und Lokalisierung des Defekts eine Alarmanlage eingeschaltet werden kann.
Bei bekannten Schaltungen wird zur Angabe einer durchgeschmolzenen Grobsicherung ein Alarmrelais angewendet, das über die betreffende Sicherung Strom erhält und normalerweise
betätigt ist. Sobald die Sicherung oder eine Sicherung in einer vorhergehenden Verteilungsstufe durchschlägt, fällt das Relais ab und es wird Alarm gegeben.
Die bekannten Sicherungsschaltungen sind nicht besonders zweckdienlich. Es kommt in der Praxis wiederholt vor, dass bei Überlastung eine Feinsicherung nicht sofort durchschmilzt, wodurch es möglich ist, dass eine "unempfindlichere" Grobsicherung eher durchschmilzt als eine Feinsicherung und somit eine grössere Anzahl von Verbrauchergruppen gestört wird, als erforderlich wäre. Auch eine Sicherung kann bei langdauernder Belastung schliesslich durchschlagen.
In sehr vielen Fällen ist ein auftretender Kurzschluss nur von besonders kurzer Dauer, z.B. infolge des Umstandes, dass bei Arbeiten im Zentralamt ein fallender Draht einen Augenblick einen falschen Kontakt herstellt. In diesen Fällen tritt also ein Kurzschluss auf, wodurch eine oder mehrere Sicherungen durchschmelzen können, wobei jedoch in einem folgenden Augenblick der Kurzschluss wieder behoben ist. Wäre in diesem Augenblick wiederum Spannung vorhanden, so könnte der Fernsprechbetrieb wieder normal weitergehen.
Die Erfindung beseitigt diese Nachteile und sie ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Sicherungen durch einen Stromkreis überbrückt ist, der eine Reihenschaltung eines Alarmrelais und einer Sicherung aufweist.
Diese Massnahme bewirkt, dass, falls die erstgenannte Sicherung durchschlägt, die über die Sicherung gespeisten Verbraucher über die Reihenschaltung des Alarmrelais und der zweiten Sicherung noch Strom erhalten, wobei das Alarmrelais erregt wird. Handelt es sich um einen Kurzschluss von kurzer Dauer, so ist die Möglichkeit gross, dass die zweite Sicherung intakt bleibt und der Fernsprechverkehr unbehindert weitergeht.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der der Speiseteil einer Fernsprechzentrale schematisch dargestellt ist.
Die aus der gemeinsamen Batterie Ba gespeisten Verbraucher sind in eine Anzahl von Hauptgruppen unterteilt, von denen in der
Figur nur die Gruppen A und B dargestellt sind. Jede Hauptgruppe ist wiederum in eine Anzahl von Untergruppen unterteilt (a, b), während jede Untergruppe auf ähnliche Weise in Gestelle und diese wiederum in Verbraucher je Wähler geteilt ist. Bei jeder Unterteilung teilt sich der Speisestromkreis in eine Anzahl von Zweigen, die durch gesonderte Sicherungen geschützt sind.
Die Hauptgruppen A und B werden über Grobsicherungen SA und SB von z.B. 15 A gespeist. Die nicht miteinander verbundenen Enden der Sicherungen sind je über eine Reihenschaltung einer Sicherung (S'A bzw. S'B) und eines Widerstandes (RA bzw. RB) mit einem Ende einer Wicklung HA(sub)1 eines für die Hauptgruppen gemeinsamen Alarmrelais HA verbunden. Das andere Ende der Wicklung ist über eine Grobsicherung SAB von z.B. 20 A mit den gemeinsamen Enden der Sicherungen SA und SB und mit der negativen Klemme der Batterie verbunden.
Der Widerstand der Relaiswicklung HA(sub)1 in Reihe mit RA oder RB ist gross gegenüber dem Widerstand der Sicherungen SA und SB, so dass nur ein geringer Bruchteil der Speiseströme der Hauptgruppen A und B die Wicklung HA(sub)1 durchfliesst. Dieser Bruchteil wird noch dadurch verkleinert, dass die Wicklung HA(sub)1 von einem Widerstand RAB überbrückt ist.
Wenn die Sicherung SA durchschmilzt, erhält die Hauptgruppe A Strom über den durch die Sicherung SAB, die Parallelschaltung der Wicklung HA(sub)1 und des Widerstandes RAB, den Widerstand RA und die Sicherung S'A gebildeten Nebenweg. Der Speisestrom durchfliesst im ersten Augenblick im wesentlichen lediglich den Widerstand RAB, da der die Relaiswicklung durchfliessende Strom, infolge der Selbstinduktion, nicht unmittelbar den ganzen Wert erreicht. Der Widerstand RB ist gross gegenüber dem Widerstand der Parallelschaltung der Wicklung HA(sub)1 und des Widerstandes RAB, so dass nur ein geringer Teil des Speisestroms der Hauptgruppe A die Sicherung SB durchfliesst. Sicherung SB wird also nicht in nennenswertem Masse zusätzlich belastet. Das gleiche Ergebnis wird erzielt, wenn die Widerstände RA und RB durch Gleich-
richter ersetzt werden.
Das Relais HA wird nunmehr erregt und schliesst über seinen Arbeitskontakt H'A, zweite Wicklung HA(sub)2 und Feinsicherung S1 einen Haltekreis für sich selbst, während ausserdem die Alarmlampe L1 gezündet wird, um anzugeben, in welcher Gruppe der Fehler auftritt. Über nicht dargestellte Kontakte wird weiter eine akustische Alarmvorrichtung betätigt.
Ist das Durchschmelzen von SA die Folge eine Kurzschlusses von kurzer Dauer, der verzögerten Durchschmelzung einer Feinsicherung oder einer schweren Belastung von langer Dauer der Sicherung, so braucht die Sicherung S'A nicht durchzuschlagen, nachdem die Sicherung SA durchgeschmolzen ist, und es kann die Speisung der Gruppe A unbehindert weitergehen und der Fernsprechverkehr wird nicht gestört.
Bei einem Kurzschluss von langer Dauer wird selbstverständlich auch S'A durchschmelzen und Gruppe A wird stromlos. Bevor dies jedoch stattfindet, ist das Alarmrelais betätigt worden.
Bei der dargestellten Schaltung wird die Fehlerangabe einer Grobsicherung der Hauptgruppen paarweise durch ein einziges Alarmrelais bewirkt. Naturgemäss kann ein jeder dieser Relais auch mehr als zwei Hauptgruppen bedienen.
Für die Sicherung der Untergruppen ist eine ähnliche Schaltung angewendet. So ist z.B. den Untergruppen a und b der Hauptgruppe A ein Alarmrelais ha zugeordnet.
Die Speisestromkreise der Haltewicklungen der Alarmrelais der Haupt- und Untergruppen enthalten Feinsicherungen S(sub)1 bzw. S(sub)2, von z.B. 1 A. Diese Sicherungen sind mit einem Alarmkontakt S'(sub)1 bzw. S'(sub)2 versehen, der beim Durchschmelzen der Sicherung geschlossen wird. Schmilzt die Sicherung S(sub)2 durch, so wird infolge des Schliessens des Kontaktes S'(sub)2 ein Stromkreis von Erde über Arbeitskontakt S'(sub)2, Widerstand R2, Wicklung HA2, des Alarmrelais einer Hauptgruppe, Feinsicherung S(sub)1 zum negativen Pol der Batterie geschlossen. Infolgedessen wird Relais HA erregt und die Alarmvorrichtung betätigt. Zur Lokalisierung der Störung werden eine oder mehrere Alarmlampen L(sub)2 (die auf verschiedenen Verteilungspanelen angeordnet sein können) eingeschaltet. Die Widerstände R1 und R2 sind derart gewählt, dass beim Schliessen des Kontaktes
S'(sub)2 die Lampe L1 nicht aufleuchtet.
Auf ähnliche Weise wird ein Defekt an der Sicherung S(sub)1, bei dem der Kontakt S'(sub)1 geschlossen wird, mittels des Alarmrelais ha der Untergruppe angegeben.
Claims (3)
1. Schaltungsanordnung zur selbsttätigen Sicherung einer Fernmeldeanlage, bei der die Speisestromkreise Sicherungen enthalten, insbesondere einer selbsttätigen Fernsprechanlage, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine dieser Sicherungen (z.B. SA bzw. SB) von einem Stromkreis überbrückt ist der eine Reihenschaltung eines Alarmrelais (HA(sub)1) und einer Sicherung (SAB) enthält.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, bei der der Speisestromkreis ind durch gesonderte Sicherungen gesicherte Stromkreis geteilt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht miteinander verbundenen Enden von mindestens zwei dieser Sicherungen (z.B. SA, SB) je über eine Reihenschaltung eine Sicherung (S'A bzw. S'B) und eines Widerstandes oder eines Gleichrichters (RA bzw. RB) mit einem Ende einer Wicklung (HA(sub)1) des Alarmrelais verbunden sind und das andere Ende der Wicklung über eine Sicherung (SAB) mit den gemeinsamen Enden der Sicherungen (SA, SB) verbunden ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Alarmrelais bei Erregung einen Haltekreis für sich selbst über eine zweite, auf dem Relais angeordnete Wicklung (HA2) schliesst.
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