DEP0038824DA - Geschirrstapel - Google Patents
GeschirrstapelInfo
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Description
Bei der allenthalben herrschenden Raumnot wird auch die Unterbringungen und Aufbewahrung von Geschirren (Speise-, Kaffee-, Teegeschirren u.a.m.) immer schwieriger, sei es in Haus und Küche, sei es im Hotel- und Gaststättenbetrieb. Selbst in Krankenhäusern, Erholungsheimen, Werkstücken und andern Anstalten zur Gemeinschaftsverpflegung besteht ein lebhaftes Bedürfnis nach Beschränkung des Geschirr-Raumbedarfs. Zu der Aufgabe, Geschirr möglichst raumsparend zu stapeln, kommt die weitere, die Stapelung so vorzusehen, dass die Gegenstände übersichtlich gelagert werden, leicht greifbar sind und der Gefahr einer Beschädigung tunlichst entzogen bleiben. Letzteres ist von besonderer Bedeutung bei Geschirren aus keramischen d.i. zerbrechlichem Werkstoff.
Das Aufeinanderstapeln von Tellern und anderen Flachgeschirren (Schalen, Platten) ist allgemein üblich, vorzugsweise im Hotelbetrieb. Schüsseln, Terrinen und ähnliche Hohlgeschirre werden in der Regel einzeln aufbewahrt, wobei gelegentlich ein kleineres Gefäss in ein grösseres gestellt wird. Hoteltassen sind mit einem stärker eingezogenen Fussrand versehen, um so aufeinander gestapelt werden zu können, dass jeweils der Fussrand der oberen Tasse in die Oeffnung der darunter befindlichen Tasse eintritt und die Abschulterung des Fusseinzuges der oberen Tasse sich auf dem Oeffnungsrand der unteren Tasse abstützt. Dabei entsteht aber
ein erheblicher Raumbedarf, denn der Innenraum der aufeinander gestapelten Tassen bleibt ungenutzt bis auf den geringen Raumteil, den der in die untere Tasse hineinragende Fussrand der oberen Tasse einnimmt.
Im Gegensatz dazu zeigt die vorliegende Erfindung ein Ineinanderstapeln von Hohlgeschirren unter weitestgehender, die gegebenen Möglichkeiten erschöpfender Ausnutzung des Innenraums der Gefässe. Dadurch wird der Raumbedarf des Stapels auf das Aeusserste beschränkt. Das wird auf folgende Weise erreicht:
Bei einer Anzahl gleichgestalteter Schüsseln ist jede Schüssel in der Höhe und im Durchmesser unterschiedlich von der andern so bemessen, dass alle Schüsseln ineinander gestellt werden können, wobei die Oeffungsränder der ineinander stehenden Schüsseln entweder in einer Ebene liegen oder sich abstufen.
Zu dem Hohlgeschirrstapel gehören auch Kanne und Tassen. Die Kanne ist so gestaltet und so geräumig, dass sie eine Anzahl henkelloser Tassen aufnehmen kann, die mit der Oeffnung nach unten aufeinander gestülpt sind. Die den Tassenstulpstapel einschliessende Kanne ist in den Schüsselstapel eingesetzt. Sie weist eine Ausbildung auf, welche das Einbringen in den Schüsselstapel und das Herausnehmen aus demselben ermöglicht. Da ein in üblicher Weise am Umfang der Kanne angesetzter Henkel im Wege stehen würde, so ist anstelle des Henkels ein Griff, der das Handhaben der Kanne gestattet, auf dem Deckel der Kanne angebracht. Der Deckel ist in bekannter Weise auf der Kannenöffnung verriegelbar gelagert.
Zur Ergänzung dieses dreiteiligen, aus Schüsseln, Kanne und Tassen bestehenden Hohlgeschirrstapels dient ein darunter gesetzter Flachgeschirrstapel, der druch eine Anzahl von gruppenweise verschieden grossen Tellern gebildet ist.
Der Hohlgeschirrstapel bildet ein geschlossenes Ganzes.
Mit dem Flachgeschirrstapel zusammen zeigt er die Vereinigung aller Teile eines auf die einfachsten Elemente zurückgeführten Speise- und Kaffee-Tee-Services in zusammenhängender Form auf kleinstem Raum. Der Stapel ist mühelos zu errichten und abzutragen. Die der Bruchgefahr am meisten ausgesetzten Stücke, d.s. die Tassen, sind in der gedeckelten Kanne vollkommen eingeschlossen.
Die Bildung des Stapels wird dadurch ermöglicht, dass Kanne und Tassen keine Henkel haben. Damit ist ein neuer Weg zeitgemässer Geschirrgestaltung beschritten. Die henkellose Tasse, aus der chinesischen Porzellangeschichte bekannt, soll das Einnehmen von Getränken, die bisher heiss genossen wurden, in mässig warmem Zustand zur Gewohnheit machen und dadurch einer Gesundheitspflege dienen, die auf uralter Erfahrung ebenso wie auf den Ratschlägen gegenwartsnaher Heilkunde beruht.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Gestalt eines kombinierten Flach- und Hohlgeschirrstapels, der auf der linken Zeichnungshälfte in Seitenansicht, auf der rechten Hälfte in senkrechtem Durchschnitt dargestellt ist.
Die Flachgeschirre bilden den unteren Teil des Stapels. Sie sind durch einfaches Aufeinanderstellen gestapelt. Der Flachgeschirrstapel besteht aus Tellergruppen a, b, c. Die in jeder Gruppe vereinigten Teller sind von gleicher Grösse. Die Tellerdurchmesser der drei Gruppen sind verschieden. Die Tellergrösse nimmt im Stapel gruppenweise von unten nach oben ab. Die tiefen Teller befinden sich unten, die flachen Teller oben.
Ueber dem Flachgeschirrstapel baut sich der Hohlgeschirr-
stapel auf. Dieser besteht aus einer Anzahl ineinandergestellter Schüsseln d und einer in den Schüsselstapel eingesetzten Kanne e, welche eine Anzahl aufeinander gestülpter Tassen f einschliesst und mit Deckel g versehen ist.
Die Schüsseln d sind gleichartig gestaltet und in der Grösse so gehalten, dass ihre Durchmesser in gleichen Abständen abnehmen, während ihre Oeffnungsränder sich im Stapel von aussen nach innen abstufen. Die Tassen f, teils gleich, teils verschieden gross, sind in Sturzlage aufeinander gestapelt. Die kleineren Tassen befinden sich im Stapel unten, die grösseren oben, alle Tassen sind henkellos.
Die Kanne e schliesst den Tassenstapel vollständig ein. Auch sie ist henkellos. Daher steht sie in dem Schüsselstapel ohne zusätzlichen Raumbedarf. Der Kannendeckel g bildet einen Hohlkörper und übergreift - auf bekannte Weise - mit seinem Unterteil h den Falzrand i der Kanne e. Weiterhin ist der Deckel g mit einer bekannten, in der Zeichnung nicht dargestellten Verschlussvorrichtung versehen, welche den auf der Kanne drehbar gelagerten Deckel in einer bestimmten Stellung festhält.
Auf der Oberseite des Deckels g sitzt ein bügelförmiger Griff k, der einen Henkel der Kanne ersetzt, und zum Tragen der Kanne dient. Die Kanne ist aber mittels dieses Griffes nur tragbar, wenn der Deckelverschluss hergestellt ist. Das ist der Fall, wenn der Griffbügel k - wie in der Zeichnung dargestellt - in die lotrechte Ebene der Schnaupe 1 der Kanne fällt. An dieser Lage des Griffbügels kann man erkennen, dass der Deckel sich in der Verschlusstellung befindet.
Die Anordnung des Griffbügels an der Oberseite des Deckels
ermöglicht eine bequeme Handhabung der Kanne, ergibt ein gutes Formbild, vermeidet eine Ueberhöhung des Gefässes und vermittelt zwei Gebrauchsmassnahmen: Das Tragen der Kanne und das Herstellen des Deckelverschlusses.
Claims (3)
1. Geschirrstapel, dadurch gekennzeichnet, dass in einen Schüsselstapel, der aus einer Anzahl ineinander gestellter Schüsseln von gleicher Form, verschiedener Höhe und verschiedenen Durchmessern besteht, eine Kanne eingesetzt ist, die eine Anzahl in Sturzlage aufeinander gestapelter Tassen aufnimmt.
2. Geschirrstapel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanne henkellos ist und auf ihrem mit einer bekannten Verschlussvorrichtung versehenen Deckel einen Griffbügel trägt.
3. Geschirrstapel nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlgeschirrstapel auf einen Flachgeschirrstapel aufgesetzt ist, der vorzugsweise aus gruppenweise vereinigten Tellern verschiedener Grösse besteht.
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