DEP0038426DA - Verbunddecke - Google Patents
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Description
Im Patent ... (Aktz. 1(sub)o 128 85 V/37aD) ist vorgeschlagen, als Bewehrung für eine Verbunddecke, insbesondere Stahlbetondecke, ein Stahlprofil mit im unteren Teil der Profilhöhe liegendem Schwerpunkt zu benutzen, das derart gestaltet und bemessen ist, daß es ohne den Verbundstoff, gegebenenfalls unter Verwendung von einer oder mehreren Zwischenstützen, die beim Bau der Decke und der Wände auftretenden Verkehrslasten trägt. Die in Leichtkonstruktion ausgebildete steife Bewehrung soll dabei trotz eines Gewichtes, das dem der schlaffen Bewehrung eines üblichen Verbundbalkens gleicher Bauhöhe ungefähr gleichkommt, so biegesteif ausgebildet sein, daß sie während des Baues der Decke sowohl Auflager, beispielsweise für Deckensteine, für einen Arbeitsboden und/oder für Deckenschalungen wie auch Schalform für den Verbundstoff, z.B. Beton, ist; auch soll sie derart bemessen sein, daß sie die beim Bau auftretenden Montage- und Verkehrslasten, gegebenenfalls unter Verwendung von einer oder mehreren Zwischenstützen trägt. Im Hauptpatent war erwähnt, daß sich die Bewehrungsprofile in mannigfacher Weise herstellen ließen. Bei dem im Hauptpatent gezeichneten Beispiel war vielfach die Herstellungsmöglichkeit durch Verschweißen einzelner Profilteile angedeutet. In weiterer Ausbildung der Erfindung wird nunmehr vorgeschlagen,
derartige Profile, wie sie für die Verwirklichung der im Hauptpatent beschriebenen Erfindung zweckmäßig sind, besonders auch Profile mit in den Flächen, vorzugsweise im Steg versehenen Löchern und/oder Profile mit aus den Flächen besonders des Steges und des Obergurtes herausragenden Vor- oder Einwölbungen, Ausbauchungen oder Einbuchtungen, in einer oder mehreren Richtung verlaufenden Wellungen, Warzen, Bördeln oder dgl. als im ganzen gewalzte Profile zu verwenden. Bevorzugt wird dabei eine Ausführungsform, deren Obergurt zweischenklig, z.B. U- oder V-förmig ausgebildet ist, wobei die Kanten der Schenkel zwecks Erhöhung der Drucksteifigkeit gegebenenfalls verstärkt sind.
Es hat sich gezeigt, daß sich derartige Profile ebenso durch Walzen herstellen lassen wie einfachere oder glatte Profile. Trotz der etwa höheren Werkzeugkosten sind derartige Walzprofile, da sie in genügen großen Mengen gebraucht werden, billiger als durch Schweißen hergestellte Profile; sie lassen sich mit fast ebenso geringem Gewicht, also dünnstegig, herstellen, wie die letzteren. Wenn beim Einwalzen von Löchern deren Ränder einreißen oder wenn beim Einwalzen von Ausbauchungen Einrisse entstehen, so schadet das nichts, vielmehr ergibt sich dann eine besonders innige Verbindung mit dem das Profil in der fertigen Decke umgebenden Verbundstoff.
Die Verwendung eines Profils mit zweischenkligem, z.B. U- oder V-förmigen Obergurt für den Erfindungszweck des Hauptpatentes bietet auch dann Herstellungsvorteile, wenn das Profil nicht im ganzen gewalzt, sondern durch Verschweißen einzelner Teile oder durch Ziehen oder durch Gießen hergestellt wird.
Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele.
Fig. 1 ist ein Schnitt durch eine Decke mit einem erfindungsgemäß ausgebildeten und verwendetem Bewehrungsprofil.
Fig. 2a bis f zeigen verschiedene Ausführungsmöglichkeiten von Profilen.
Fig. 4 bis 7 sind schaubildliche Darstellungen solcher Profile.
Bei dem Beispiel nach Fig. 1 sind die Bewehrungsprofile mit dünnen ebenen Stegen 1, starken Untergurten 2 und schwachen
Obergurten 3 aus Stahl gewalzt. Die Obergurte sind V-förmig. Der Schwerpunkt dieser Profile liegt im unteren Drittel der Profilhöhe. Auf die Untergurte 2 der Profile sind Deckenhohlsteine 4 aufgelegt. Der Raum, der zu beiden Seiten der Profilstege und über deren Obergurten gebildet ist, ist mit Beton 5 ausgegossen. Zusammen mit dem Beton 5 bilden die Profile bewehrte Betonträger.
Während das in Fig. 2a gezeichnete Profil dem in Fig. 1 verwendeten entspricht, sind bei dem Profil nach Fig. 2b die Kanten der V-Schenkel des Obergurtes zur Vergrößerung der Drucksteifigkeit verstärkt.
Bei dem Profil nach Fig. 2d ist auch der Untergurt leicht V-förmig mit nach unten sich erstreckenden Schenkeln ausgebildet, während bei dem Beispiel nach Fig. 2e der Untergurt U-Querschnitt mit nach unten sich erstreckenden Schenkeln hat, wobei der Obergurt flach ausgebildet ist. Bei dem Beispiel nach Fig. 2c sind die Kanten der Schenkel eines V-förmigen Obergurtes ebenfalls verstärkt, jedoch liegen die Verstärkungen nicht an der Außenseite wie nach Fig. 2b, sondern an der inneren Kante der Schenkel. Bei dem Beispiel nach Fig. 2f sind bei flachem Unter- und Obergurt Wellen in den Steg gewalzt.
Bei dem Beispiel nach Fig. 3 sind in den Steg 6 eines I-Profils, dessen Untergurt wesentlich stärker ausgebildet ist als der Obergurt, Löcher 7 eingewalzt. Der Steg 8 des in Fig. 4 gezeichneten ähnlichen Profils weist statt dessen Ausbauchungen, bzw. Eindrückungen 9, 10 auf, die abwechseln von der einen und von der anderen Seite des Steges eingewalzt sind.
Bei dem Beispiel nach Fig. 5 ist der Untergurt 11 des Bewehrungsprofils mit einer äußeren Isolierschicht 12 versehen. Der Obergurt 13 hat U-Querschnitt, wobei die Schenkel 14 und 15 des U verstärkt sind. Der Steg 16 ist gebuckelt. Die Buckelung ist durch Walzen erzeugt.
Bei dem Beispiel nach Fig. 6 sind die Schenkel 17, 18 des V-förmigen Obergurtes durch Walzen gewellt. In die Schenkel 19, 20 des Profils nach Fig. 7 ist eine etwa andere Wellung durch
eine Zackenwalze eingedrückt.
Die verschiedenen Merkmale einer die Flächen verformenden Gestaltung der Profile lassen sich sinngemäß kombinieren, sowohl ihrer Art nach, als auch nach ihrem Ort (z.B. Steg oder Obergurt). Ihr Zweck ist die Haftung des Ortbetons, insbesondere gegenüber Schubkräften zu verbessern; soweit Löcher vorgesehen sind, wird auch das Gewicht vermindert. Die die Schubhaftung verbessernden Gestaltungsmerkmale des Obergurtes sind besonders in der Nähe der Auflage zweckmäßig. Es sind also Ausführungsformen möglich, bei denen sie nur dort angewendet sind. In der Nähe der Auflager sind die Bewehrungsprofile gegebenenfalls auch mit in die Druckzone des Verbundquerschnittes reichenden Verstärkungs- und/oder Verbindungsmitteln, z.B. üblichen Bügeln oder angepunkteten Blechstreifen versehen, wie es bereits im Hauptpatent vorgeschlagen ist. Auch die sonstigen im Hauptpatent beschriebenen Merkmale lassen sich mit den hier vorgeschlagenen sinngemäß kombinieren.
Claims (6)
1) Verbunddecke, insbesondere Stahlbetondecke, nach Patent ... (Aktz. 1(ub)o 128 85 V/37aD), dadurch gekennzeichnet, daß das Bewehrungsprofil des Stahlträgers ein Walzprofil mit dünnem Steg, starkem Untergurt und schwächerem Obergurt ist.
2) Decke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in das Bewehrungsprofil, und zwar in den Steg und/oder den Obergurt quer zur Fläche herausragende Vor- oder Einwölbungen, Ausbauchungen oder Einbuchtungen, in einer oder mehreren Richtungen verlaufende Wellungen, Warzen, Bördel oder dgl. eingewalzt sind.
3) Decke nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Profilflächen, vorzugsweise in den Steg, Löcher eingewalzt sind.
4) Decke nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Bewehrungsprofil einen zweischenkligen, z.B. U- oder V-förmigen Obergurtquerschnitt hat.
5) Decke nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel des Obergurtes gewellt sind.
6) Decke nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel des Obergurtes an den Kanten verstärkt sind.
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