DEP0037894DA - Chirurgische Nadel - Google Patents
Chirurgische NadelInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine chirurgische Nadel, d.h. eine Nadel für ein chirurgisches Nähinstrument, und hat zum Hauptzweck, eine verbesserte Nadel zu schaffen, welche die Verwendung des Instrumentes erleichtert, indem die an das Instrument angelegte erforderliche Kraft verkleinert wird, um die Nadel zu veranlassen, die Gewebe zu durchdringen; dadurch kann das Instrument mit beträchtlich weniger Kraftaufwand verwendet werden, als es mit bekannten Einrichtungen möglich war.
Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht darin, eine chirurgische Nähnadel zu schaffen, welche einen Durchstich in den Geweben erzeugen kann, der dem Zug der Naht wirksamer widersteht, als es mit bekannten Nadeln möglich war, und ohne die Gewebe aufzureissen.
Bei einer chirurgischen Nadel, an welcher die Erfindung verkörpert ist, ist das Nadelbaltt in Richtung seiner Länge gekrümmt und hat in der Breite schwach konvexe und
konkave Flächen, die durch Seitenwandungen miteinander verbunden sind; das Blatt ist mit einer geraden Schneidkante versehen.
Gemäss der Erfindung ist die Nadelspitze in der Ebene angeordnet, die tangential an eine Seitenwandung des Nadelblattes gelegt ist, und die Schneidkante wird dadurch gebildet, dass die abgeflachten Wandungen in solcher Weise abgeschrägt sind, dass die Schneidkante sich in einem Winkel zu dieser Ebene von der Nadelspitze zu einem Endpunkt auf der anderen Seitenwandung, vorzugsweise in der Nähe des Öhrs der Nadel erstreckt.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist in der beigefügten Zeichnung wiedergegeben.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines chirurgischen Nähinstrumentes, an welchem die Nadel gemäss der Erfindung verkörpert ist.
Fig. 2 ist eine Endansicht von links des in Fig. 1 dargestellten Instrumentes, welche es beim Vorgang des Nähens einer Fleischwunde wiedergibt.
Fig. 3 ist in vergrössertem Masstabe eine Seitenansicht der Nadel gemäss der Erfindung.
Die Fig. 4, 5, 5 und 7 sind Querschnittsansichten der Nadel nach den Linien 4-4, 5-5, 6-6 bzw. 7-7 der Fig. 3.
Fig. 8 ist in vergrössertem Masstab eine Seitenansicht der Nadel und eines Teiles ihres Halters; sie
gibt die Nadel in einer äussersten Stellung beim Vorgang des Nähens eienr Fleischwunde wieder.
Die Fig. 9 und 10 sind eine Seiten- bzw. Draufsicht des freien oder zugespitzten Endes des Blattteiles der Nadel gemäss der Erfindung in stark vergrössertem Masstabe.
Fig. 11 zeigt eine Draufsicht, welche die Nadel beim Nähvorgang einer Fleischwunde wiedergibt.
Gemäss den Zeichnungen ist die Erfindung an einer Nadel N verkörpert dargestellt, welche einen Schaft s umfasst, der bei 9 in das eine Ende eines stabähnlichen Trägers r geklemmt werden kann, der einen Teil eines Nähinstrumentes bildet, das allgemein mit S bezeichnet ist, und die ein Blatt b aufweist, das sich von diesem Schaft erstreckt und in Richtung seiner Länge gekrümmt ausgebildet und an seinem freien Ende mit einer ein Gewebe durchbohrenden Spitze p versehen ist. Das Blatt ist vorzugsweise sowohl in Breite als auch in Dicke von Schaft zu seinem freien Ende hin etwas konisch ausgebildet. Wie am besten aus den Fig. 5, 6 und 10 ersichtlich ist, sind die konkave Innenfläche 1 und die konvexe Aussenfläche 2 des Blattes in der Breite abgeflacht, während die verbindenden Seitenwandungen 3 und 3(exp)a abgerundet sind. Ein Fadenöhr 4 ist in dem Blatt in einer Entfernung von der Spitze p vorgesehen und erstreckt sich von der konkaven oberen Fläche 1 durch das Blatt hindurch zu konvexen unteren Fläche 2.
Das Blatt b ist an seiner unteren oder konvexen Seite mit einer Hauptnähnut 5 versehen, welche sich im wesentlichen von dem Schaft s zu dem Öhr 4 erstreckt.
Ein Nähfaden t wird zum Gebrauch in der Nadel N vorzugsweise von einer zweckentsprechenden Spule 6 abgenommen, die innerhalb eines Spulenhalters 7 gehalten wird, der von dem Instrument S getragen wird. Dieser Faden läuft von der Spule durch eine Fadenführung 8 hindurch, welche in dem Nadelklemmkopf ausgebildet ist, und von dort in tangentialer Richtung in die Nut 5 an der Unterseite der Nadel. Eine kleine Fadennut 10 ist in der oberen konkaven Fläche 1 des Blattes an gegenüberliegenden Enden des Fadenöhres 4 ausgebildet. Wie am besten aus den Fig. 1 und 10 ersichtlich ist, ist die Seitenwandung 3(exp)a des Blattes b, welche sich an der Seite der Nadel befindet, gegen welche der Träger r vorragt, vom Schaft s zu ihrem freien Ende gerade. Nahe ihrem freien Ende ist die gegenüberliegende Seitenwandung 3 von 11, nahe dem Fadenöhr 4 ausgehend, zu dem freien Ende der Wandung 3(exp)a seitlich abgeschrägt. In dem gleichen Bereich ist die Unterwandung 2 nach aufwärts bei 12 zu dem freien Ende des Blattes abgeschrägt, und dadurch wird die Spitze p erzeugt. Von 11 zum Punkte p sind die oberen und unteren Flächen des Nadelblattes ebenfalls in waagerechter Richtung abgeschrägt, wie bei b(exp)1 und b(exp)2 (Fig. 7) angedeutet ist, um längs der Seitenwandung 3 und innerhalb der Querschnittaussenlinie des Blattes eine Gewebeschneidkante 13 zu bilden, welche
sich im wesentlichen gleich weit wie die konische Spitze der Nadel erstreckt.
Beim Gebrauch wird das Instrument zunächst eingefädelt, wie in Fig. 1 dargestellt ist. Die Spitze der Nadel wird dann auf das Fleisch oder auf das Gewebe f an einer Seite einer Wunde oder eines Einschnittes w gesetzt. Ein Verdrehen des Instrumentes um seine Längsachse bewirkt dann, dass die Spitze der Nadel in das Gewebe eindringt und durch das Gewebe hindurchtritt und an der gegenüberliegenden Seite Wunde aus ihm heraustritt, wobei sie den Nähfaden t mit sich trägt. In Fig. 8 ist das Instrument in seiner vollverdrehten Stellung wiedergegeben, wobei das Öhr der Nadel ausreichend jenseits des Austrittspunktes der Nadel vorragt, und bei der der Faden sich als eine Sehne k zwischen dem Nadelöhr und dieser Austrittsstelle der Nadel erstreckt. Diese Fadensehne ist eindeutig sichtbar und leicht zum Angreifen durch ein zweckentsprechendes Instrument zugänglich, vermittels welchem das freie Ende des Nähfadens durch den Nadeldurchstich in die Stellung gezogen wird, welche in Fig. 8 in gestrichelten Linien angedeutet ist. Das freie Ende des Fadens wird dann erfasst, und das Instrument wird dann rückwärts verdreht, um die Nadel aus den Geweben zurückzuziehen. Der aus dem Fleisch an den gegenüberliegenden Seiten der Wunde vorstehende Faden wird dann verfestigt, wie bei c in Fig. 11 angedeutet ist, wodurch die beiden Seiten der Wunde zusammengezogen werden, wonach der Faden abgetrennt oder durchschnitten
wird.
Wegen der nach aufwärts geneigten Unterfläche des zugespitzten Endes der Nadel hat die Spitze p das natürliche Bestreben, sich nach aufwärts zu drehen, wenn sie durch die Gewebe hindurchgeht, und dadurch wird das Heraustreten der Spitze der Nadel erleichtert.
Da die Gewebeschneidkante 13 innerhalb der Querschnittsaussenlinie des Blattes angeordnet ist, kann sie durch einfache Schleifvorgänge leicht hergestellt werden, was vom Standpunkt der Herstellung und der Wirtschaftlichkeit einen entscheidenden Fortschritt darstellt. Mit anderen Worten, sie ist von seitlichen Erhöhungen frei, deren Herstellung Anspitz- oder andere maschinelle Arbeitsvorgänge erforderlich machen würde. Ein weiterer entscheidender Vorteil, welcher durch die Anordnung der Schneidkante an der Seite der Nadel gewonnen wird, ist der, dass beim Durchdringen der Gewebe die Nadel einen Durchstich herstellt, welcher sich quer zum Nadelblatt und daher in Längsrichtung der zu verschliessenden Wunde erstreckt, wie in Fig. 11 dargestellt ist. Der Zug des Nähfadens ist also quer zum Nadeldurchstich gerichtet, so dass der Nähfaden weniger das Bestreben hat, die Fleischgewebe einzureissen oder in sie einzuschneiden.
Ein weiterer Vorteil, der dadurch gewonnen wird, dass die Schneidkante 13 an der Seite der Nadel angeordnet ist, ist der, dass, nachdem der Stich hergestellt worden ist,
die Schneidkante der Nadel sehr leicht mit dem Nähfaden in Berührung gebracht werden kann, um ihn durchzutrennen.
Weiterhin hat sich herausgestellt, dass wegen der Form der Nadelspitze und der Anordnung der Gewebeschneidkante längs ihrer Seite, die Nadel durch die Gewebe hindurchgeführt werden kann, ohne dass Kräfte oder Gewalt auf sie ausgeübt werden, welche bisher die Neigung hatten, die Nadel zu brechen.
Claims (3)
1. Chirurgische Nadel mit einem Blatt, das in Richtung seiner Länge gekrümmt ist und in der Breite schwach konvexe Flächen aufweist, die durch seitliche Wandungsflächen miteinander verbunden sind, welche zu parallelen Ebenen tangential verlaufen, und mit einer geraden Schneidkante, dadurch gekennzeichnet, dass die Nadelspitze in der Ebene tangential zu einer Seitenwand angeordnet ist, und dass die Schneidkante, welche durch Abschrägen der abgeflachten Wandungen gebildet ist, sich schräg zu dieser Ebene von der Nadelspitze zu einem Endpunkt an der anderen Seitenwandung in der Nähe des Nadelöhrs erstreckt.
2. Chirurgische Nadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebeschneidkante innerhalb der Querschnittsaussenlinie des Blattes angeordnet ist.
3. Chirurgische Nadel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Gebrauchsstellung der Nadel in einem chirurgischen Instrument die Schneidkante der Nadel auf der vom Instrument abgewandten Seite angeordnet ist.
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