DEP0036859DA - Verfahren zur Herstellung pharmazeutischer und kosmetischer Salben - Google Patents
Verfahren zur Herstellung pharmazeutischer und kosmetischer SalbenInfo
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Description
Es ist bekannt, Salbengrundlagen herzustellen unter Verwendung der Fettsäureester mit Glycerin, Glykol oder höheren Wachsalkoholen. Auch freie oder partiell sulfonierte Alkohole ergeben Salbengrundlagen, sofern sie in Gegenwart von speziellen Emulgatoren verarbeitet werden.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer Salbengrundlage für phamazeutische und kosmetische Zwecke, unter Verwendung von Fettsäureestern und Fettalkoholaethern, gewonnen direkte Anlagerung von 2 bis 10 Mol. Alkylenoxyd an die freien Säuren oder Alkohole, oder aber durch Veresterung oder Veraetherung dieser Säuren oder Alkohole mit Polyglykolen, die aus 2 bis 10 Mol. Alkylenglykol, z.B. Aethylenglykol, Propylenglykol, Butylenglykol u.ä., aufgebaut sind. Als Komponenten kommen in Frage höhere ein- oder mehrwertige gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, Oxyfettsäuren und Alkohole. Diese Umsetzungsprodukte werden zum Schmelzen erwärmt und darauf mit Wasser zu einer homogenen Salbenmasse verrührt. Gegebenenfalls werden noch gewisse Mengen von unveränderter Fettsäure oder Alkohol bzw. raffinierten Kohlenwasserstoffen oder fetten Ölen verschiedener Konsistenz oder Gemische derselben zugefügt. Weiterhin können auch pharmazeutische und kosmetische Wirkstoffe der Schmelze zugesetzt werden.
Die Polyglykolester oder -aether sind nicht-ionogen, infolgedessen nicht hydrolytisch gespalten und üben auf die Haut weder eine alkalische noch saure Reaktion aus. Sie wirken vorzüglich als Emulgatoren für feste, halbfeste und flüssige Kohlenwasserstoffe sowie fette Öle, wie diese in üblicher Weise in der Kosmetik und Pharmazie angewandt werden. Man kann daher diese Stoffe mit den zu verarbeitenden Wirkstoffen mit den genannten Estern und Aethern zur einheitlichen Schmelze erwärmen und diesen Gemischen unter stetem Umrühren allmählich den gewünschten Anteil an Wasser zusetzen, der beispielsweise bis zu 300-400% und darüber betragen kann. Man erhält auf diese Weise homogene und gut lagerbeständige Pasten und Salben.
Beispiele:
1.) 20-25 Gew.Tl. eines oxaethylierten Körpers, bestehend aus einem Gemisch von 30 Gew.Tl. 8-fach oxaethylierten Oktadekandiol bei Raumtemperatur über dem Schmelzpunkt (55°) mit 75-80 Gew.Tl. Wasser von gleicher Temperatur vermischt und intensiv bis zum Erkalten verrührt. Man erhält auf diese Weise eine homogene, sahnige Paste bzw. Creme.
2.) 12-15 Gew.Tl. eines oxaethylierten Körpers, bestehend aus einem Gemisch von 30 Gew.Tl 10-fach oxaethyliertem Oktadekandiol mit 80 Gew.Tl. unverändertem Oktadekandiol, 6 Gew.Tl. Paraffinöl, 6 Gew.Tl. Vaseline, 2-3 Gew.Tl. Hartparaffin, werden geschmolzen. In die Schmelze rührt man allmählich 90 Gew.Tl. Wasser von gleicher Temperatur ein und rührt intensiv bis zur gleichmäßigen Verteilung und erhält eine schneeweiße, geruchslose und gleichmäßige Paste.
3.)15-20 Gew.Tl. eines oxaethylierten Körpers, hergestellt durch Ablagerung von 2,5 Mol Aethylenoxyd an 1 Mol Oktadekandiol, werden zum Schmelzen erwärmt und mit 80-85 Gew.Tl. Wasser derselben Temperatur zu einer homogenen Masse verrührt. Man erreicht eine, wie in Beispiel 1 und 2 angeführte, einwandfreie Paste.
4.) 25 Gew.Tl. eines oxaethylierten Körpers, hergestellt gemäß Beispiel 1, werden mit 3 Gew.Tl. Aeskolin und 62 Gew.Tl. Wasser bis zur flüssigen Konsistenz erwärmt und gleichmäßig verrührt. Man erhält eine Hautfunktioncreme, die eine gleichmäßige Bräunung der Haut ermöglicht.
5.) 17 Gew.Tl. eines Esters, erhalten durch Anlagerung von 2,5 Mol Aethylenoxyd an Stearinsäure, werden zum Schmelzen erwärmt und mit 83 Gew.Tl. dest. Wasser derselben Temperatur zu einer homogenen Masse verrührt. Man erhält eine steife, weiße Paste von außerordentlicher Beständigkeit, die als Grundlage für die Einarbeitung von Medikamenten gut geeignet ist.
6.) 33 Gew.Tl. eines Esters, gewonnen durch Umsetzung von Kokosölfettsäure mit Diklykol, werden mit 8 Gew.Tl. Paraffinöl, 10 Tl. Vaseline zum Schmelzen erwärmt und nach Zusatz von 67 Tl. Wasser der gleichen Temperatur bis zum Erkalten gerührt. Man erhält eine cremeartige Paste.
7.) 25 Gew.Tl. eines Esters, gewonnen durch direkte Aethoxylierung von Ölsäure mit 4 Mol Aethylenoxyd, werden zum Schmelzen erwärmt, mit 75 Gew.Tl. Wasser derselben Temperatur versetzt und unter stetem Rühren auf Zimmertemperatur abgekühlt.
8.) 28,5 Gew.Tl. eines Aethers, gewonnen durch Anlagerung von 3 Mol. Propylenoxyd an einen durch Hydrierung durch Nachlauffettsäure aus der Paraffinoxydation erhaltenen Alkohol mit 17 C-Atomen, werden zum Schmelzen erwärmt und mit 71,5 Gew.Tl. Wasser derselben Temperatur zu einer gleichmäßigen, weißen Salbengrundlage verrührt.
9.) 33 Gew.Tl. des Aethers, aus Oleylalkohol und Diglykol, werden geschmolzen und mit 67 Gew.Tl. Wasser derselben Temperatur gut verrührt. Man erhält eine leicht gelbliche Salbengrundlage.
Claims (5)
1.) Verfahren zur Herstellung von Salbengrundlagen für pharmazeutische und kosmetische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, dass Polyglykolester oder Polyglykolaether mit 2 bis 10 Alkylenoxydgruppen im Molekül, gegebenenfalls unter Zusatz üblicher Fettsäuren, Alkohole, raffinierter Kohlenwasserstoffe oder fetter Öle verschiedener Konsistenz, zum Schmelzen gebracht und anschließend unter Zusatz des mehrfachen Gewichtes von Wasser zu einer homogenen Masse verrührt werden.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmelze noch pharmazeutische oder kosmetische Wirkstoffe zugesetzt werden.
3.)Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Polyglykolaethern gesättigter oder ungesättigter ein- bis mehrwertiger höherer aqliphatischer Alkohole.
4.) Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Polyglykolestern gesättigter oder ungesättigter ein- bis mehrbasischer höherer Fettsäuren.
5.9 Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Polyglykolestern gesättigter oder ungesättigter Oxyfettsäuren.
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