DEP0036083DA - Wippkran mit waagerechtem Lastweg. - Google Patents
Wippkran mit waagerechtem Lastweg.Info
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Description
Für Krane mit schmaler Standbasis, insbesondere Raupen- und Eisenbahnkrane, lassen sich die bei ortsfesten, Portal- und Brückendrehkranen üblichen Wippsysteme mit waagerechtem Lastweg nicht ohne weiteres anwenden. Diese Systeme weisen schon beim Wippen ohne Last eine beträchtliche Wanderung des Gesamtschwerpunktes auf, welche bei der Bemessung der Standsicherheit ausser der Wanderung der Last zusätzlich berücksichtigt werden muß. Um bei größter Ausladung noch eine ausreichende Standsicherheit zu erzielen, müssen die Gegengewichte im Ober- und Unterwagen genügend groß gemacht werden. Bei den ortsfesten Portal- und Brückendrehkranen läßt sich diese Forderung gewöhnlich erfüllen, da man in der Bemessung der tragenden Teile (Laufräder, Portale) genügend Freiheit besitzt. Bei Raupen-, Eisenbahn- und Kraftwagenkranen ist dagegen durch den zulässigen Boden- bzw. Raddruck dem Krangewicht eine obere Grenze gezogen.
Es ist bekannt, den Ausleger von Kranen durch geeignete Zwischenglieder mit einem beweglichen Gegengewicht derartig zu verbinden, daß sich das Gegengewicht beim Senken des Auslegerschwerpunktes hebt. Ausser dieser im wesentlichen senkrechten Bewegung führt das Gegengewicht meist, besonders wenn es an einem <Nicht lesbar> sitzt, gleichzeitig eine waagerechte Bewegung aus, jedoch gleicht diese die waagerechte Wanderung des Auslegerschwerpunktes nicht aus, so daß beim Wippen der Gesamtschwerpunkt wandert. Diese Wanderung ist bei ortsfestem, Portal- und Brückendrehkranen zu beherrschen, bei Kranen mit schmaler Standbasis, die leicht ausfallen sollen, dagegen unerwünscht.
Nach der Erfindung wird daher bei diesen das bewegliche Gegengewicht so geführt, daß es auch die waagerechte Wanderung des Auslegerschwerpunktes ausgleicht. Ein weiterer Erfindungsgedanke liegt darin, den Ausleger so leicht als möglich dadurch auszuführen, daß er fast ausschließlich auf Druck und wenig auf Biegung beansprucht wird. Die Ausleger der ortsfesten, Portal- und Brückendrehkrane fallen deshalb schwerer aus, weil die an ihnen angreifenden Seilzüge, Lenker und dergl. sie ausser auf Druck noch in erheblichem Maße auf Biegung beanspruchen. Dadurch wird auch das bewegliche Gegengewicht größer.
Die Erfindung besteht in der Vereinigung folgender beiden Merkmale:
1.) Das Gegengewicht erhält ausser der im wesentlichen senkrechten Bewegung eine grössere waagerechte Verschiebung durch Führung in einer Kurve oder durch Lenker, um das waagerechte Wandern des Auslegerschwerpunktes auszugleichen.
2. Alle Seilzüge greifen im wesentlichen in Längsrichtung des Auslegers an, wobei der Lastseilausgleich durch eine im Ausleger längsverschieblich geführte Umlenkrolle erreicht wird und das Seil für den Ausgleich des Auslegereigengewichtes an der Auslegerspitze befestigt ist.
Die zur Führung des Gegengewichtes dienende Kurve besitzt zweckmässig eine solche Form, daß der Gesamtschwerpunkt ohne Last bei geringer werdender Ausladung mehr nach der Drehmitte des Kranes zu wandert.
Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung hervor.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Der gezeigte Raupendrehkran ist mit einem Eingelenkausleger 1 versehen, der bei 2 unten am drehbaren Teil 3 schwenkbar gelagert ist. Der Ausleger ist stabförmig
ausgebildet und wird durch die an ihm im wesentlichen in Längsrichtung angreifenden Seile in der Hauptsache auf Druck beansprucht, so daß er schwächer gehalten werden kann als die Bekannten, die neben der Druck- noch eine erhebliche Biegungsbeanspruchung aufzunehmen haben. Infolge des geringeren Auslegergewichtes kann auch das Gegengewicht 4 kleiner sein, so daß der Kran im ganzen leichter wird. Diese Ausbildung ist daher für Raupen-, Eisenbahn- und Lastwagenkrane, die eine schmale Standbasis besitzen, besonders geeignet.
Das Angreifen der Seile in Längsrichtung des Auslegers ergibt ein neuartiges Wippsystem. Bei diesem wird das Hubseil 5 von der Hubtrommel 6 über eine im Ausleger 1 längsverschiebbare Rolle 7 und eine feste Rolle 8 oberhalb des Kranhauses zu der Auslegerspitze 9 und über die dort befindlichen Rollen 10, 11 zum Lasthaken oder dergl. geführt. Die im Ausleger verschiebbare Rolle 7 wird von einem Seil 12 gehalten, das an einem Gerüst 13 oberhalb des Kranhauses befestigt und über die Rolle 10 im Auslegerkopf zu der verschiebbaren Rolle 7 geführt ist. Durch die Veränderung des Abstandes der im Ausleger befindlichen Rollen 7 und 10 von der festen Rolle 8 wird das Hubseil beim Einziehen des Auslegers nachgelassen und bei Auslegen desselben gespeichert und mit diesem einfachen Mittel ein für die praktischen Verhältnisse genügend genauer horizontaler Lastweg erzielt. Bei großen Ausladungen greift in der Rolle 7 eine geringe Seilzugkomponente senkrecht zum Ausleger an, welche dazu dient, der Biegung des Auslegers infolge seines Eigengewichtes entgegenzuwirken.
Zum Abfangen des Auslegereigengewichtes dient ein weiteres Seil 14, das von der am Gerüst 13 gelagerten Einziehtrommel 15 aufgenommen wird. Auf der Welle 16 dieser Trommel ist auch die Trommel oder das Kettenrad 17 zum Auf- und Abwinden des Zugorgans 18, eine Kette, Band oder dergl. für das Gegengewicht 4 über eine Umlenkrolle 19 befestigt. Die Durchmesser der Trommeln für das Einziehen und zur Bewegung des Gegengewichtes sind entsprechend den verschiedenen Zugkräften ausgeführt. Das Einziehen des Auslegers
erfolgt vom Kranhaus aus durch eine Gelenkwelle 20, die über den Schneckentrieb 21 die Welle 16 dreht.
Der erfindungsgemäße Eigengewichtsausgleich wird dadurch herbeigeführt, daß das im rückwärtigen Teil des Führerhauses befindliche Gegengewicht 4 in kurvenförmigen Führungen 22 von dem Zugorgan 18 so bewegt wird, daß nicht nur die vertikale Schwerpunktwanderung des Auslegers ausgeglichen wird und damit keine zusätzliche Hubarbeit geleistet werden muß, sondern daß auch keine größeren horizontalen Schwerpunktverschiebungen des ganzen Kranes eintreten können und damit die Standsicherheit in allen Lagen des Auslegers gleichmäßig gehalten wird.
Die kurvenförmigen Führungen 22 könnten so bemessen werden, daß der Gesamtschwerpunkt des unbelasteten Kranes bei jeder Ausladung in Ruhe bleibt. Dabei würde jedoch der des belasteten Kranes bei kleinster Ausladung weit hinter der Drehmitte des Kranes liegen. Um ihn in diesem Fall mehr nach der Drehmitte zu zu verlegen, werden die kurvenförmigen Führungen oder die Kurve so ausgeführt, daß der Schwerpunkt des unbelasteten Kranes beim Einziehen etwas nach vorn, auf die Drehmitte zu, wandert. Der obere Auslauf 23 der Kurve 22 wird zweckmässig so geformt, daß zwischen größter betriebsmässiger Ausladung 24 und abgelegter Stellung 25 des Auslegers 1 keine horizontale Bewegung des Gegengewichtes mehr erfolgt. Anstatt mit der im Ausführungsbeispiel verwendeten Kurve kann das Gegengewicht 4 auch anders, etwa durch Lenker oder dergl. in der dargestellten Weise geführt werden.
Die Erfindung ist nicht nur auf Raupen-, Eisenbahn- und Kraftwagenkrane beschränkt, sondern kann auch bei ortsfesten, Portal- und Brückendrehkranen vorteilhaft angewendet werden, wenn die Bedingung gestellt ist, im ganzen möglichst leicht zu bauen.
Claims (4)
1.) Wippkran mit einem starren, heb- und senkbaren Ausleger und waagerechtem Lastweg und mit Ausgleich des Auslegereigengewichtes durch heb- und senkbares Gegengewicht, gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender beiden Merkmale:
a) Das Gegengewicht (4) erhält ausser der im wesentlichen senkrechten Bewegung eine grössere waagerechte Verschiebung durch Führung in einer Kurve (22) oder durch Lenker, um auch das waagerechte Wandern des Auslegerschwerpunktes auszugleichen.
b) Alle Seilzüge (5, 12, 14) greifen im wesentlichen in Längsrichtung des Auslegers (1) an, wobei der Lastseitausgleich durch eine im Ausleger (1) längsverschieblich geführte Umlenkrolle (7) erreicht wird und das Seil (14) für den Ausgleich des Auslegereigengewichtes an der Auslegerspitze (9) befestigt ist.
2.) Wippkran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Führung des Gegengewichtes (4) dienende Kurve (22) eine solche Form besitzt, daß der Gesamtschwerpunkt ohne Last bei geringer werdender Ausladung mehr nach der Drehmitte des Kranes zu wandert.
3.) Wippkran nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Auslauf (23) der Kurve (24) derart geformt ist, daß zwischen größter betriebsmässiger Ausladung (24) und abgelegter Stellung (25) des Auflegers (1) keine horizontale Bewegung des Gegengewichtes mehr erfolgt.
4.) Wippkran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das Einziehwerk an dem Übersetzungsglied (15, 16, 17) angreift, welches das Zugorgan (18) des Gegengewichtes (4) und das (14) des Auslegers (1) verbindet.
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