DEP0033296DA - Hochfrequenzspule mit Massekern - Google Patents
Hochfrequenzspule mit MassekernInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Hochfrequenzspulen mit Massekern zur Änderung der Induktivität. Als Kernmaterialien dienen im allgemeinen Eisenpulver oder analoge ferromagnetische Stoffe, z.B. Ferrite, deren Formgebung durch Pressen unter Verwendung von Bindemitteln erfolgt. Der Kern besitzt ein Gewinde und ist in entsprechenden Gewindegängen des im allgemeinen ebenfalls gepressten Spulenkörpers geführt. Doch mehr oder weniger tiefes Einschrauben in die Spule wird der Abgleich von Schwingungskreisen in Hochfrequenzgeräten bewirkt. Das Herstellungsverfahren von Kern und Spulenkörper bedingt dabei aber eine verhältnismäßig große Tolleranz des Gewindes, sodass der Kern von sich aus zunächst nicht festsitzt, sondern vielmehr nach seiner Einstellung durch Wachs oder Lack gesichert werden muss. Für eine spätere Nachstellung ist es dabei aber erforderlich, die Lack- oder Wachssicherung zu beseitigen, ein Verfahren, das insbesondere bei der Serienfertigung langwierig und nachteilig ist. Die Erfindung hat den Zweck, die sich hieraus ergebenden Nachteile zu vermeiden; dies wird erfindungsgemäß durch einen Haltekörper aus elastischem Material, z.B. Weichgummi, erzielt, der eine, vorzugsweise zylindrische, Bohrung für die Aufnahme des Massekerns
besitzt. Dabei ergibt sich der Vorteil, dass der Kern nicht nur unmittelbar rüttelfest gehaltert ist, sondern auch ohne weiteres jederzeit nachjustiert werden kann, ohne dass besondere Sicherungen gelöst werden müssen. Der Durchmesser der Bohrung ist dabei etwas kleiner als der Gewindedurchmesser des Massekerns. Die Wandungen der Bohrung wird vorzugsweise innen glatt. Zweckmäßigerweise verwendet man für den Haltekörper ein elastisches Material härterer Qualität, in dessen elastische Wandungen sich das Gewinde beim Einschrauben des Kerns eindrückt. Der Kern sitzt damit rüttelfest, er kann aber zum nachträglichen Abgleich jederzeit auch verstellt werden. Der Haltekörper, der im einfachsten Falle die Form eines Hohlzylinders nach Art eines Gummischlauches besitzt, kann in den eigentlichen Spulenkörper eingefügt sein. Besonders zweckmäßig ist es, die Spule unmittelbar darauf zu befestigen, da hierdurch die Anordnung besonders einfach und billig wird. Sie ist auch elektrisch günstig, infolge der dabei besonders festen Kopplung zwischen Spule und Kern. Durch die Erfindung wird noch der weitere, bei der Herstellung ins Gewicht fallende Vorteil erzielt, dass man im Spulenkörper kein Gewinde vorzusehen braucht, sondern nur ein glattes Loch. Es ist jedoch durchaus möglich, in besonderen Fällen auch Gewindegänge im elastischen Haltekörper vorzusehen, um die Einführung zu erleichtern.
Die Erfindung und dazugehörige Einzelheiten sind anhand der Abbildungen 1-3 beispielsweise erläutert.
In Abb. 1 ist ein z.B. aus einem Hartpapierrohr hergestellter zylindrischer Spulenkörper 1 teilweise geschnitten dargestellt, der mit Hilfe des flanschartigen Fußes 2 im Gerät befestigt wird. Er trägt die Spule 3, die im Ausführungsbeispiel nach Art einer Kreuzwickelspule aufgebaut ist, allerdings auch jede andere Form besitzen kann. Erfindungsgemäß ist innen der Haltekörper 4 ein-
gefügt, der aus elastischem Material, z.B. Weichgummi, besteht und eine zylindrische Bohrung zur Aufnahme des Schraubenkerns 5 besitzt. Unter Bohrung im Sinne der Erfindung versteht man selbstverständlich nicht speziell Bohrlöcher, sondern auch solche, die nach anderen Verfahren hergestellt sind. Beim Einschrauben des Kerns drücken sich dessen Gewindegänge in die elastischen Wandungen des Haltekörpers ein und bewirken eine spielfreie Führung. Eine besondere Sicherheit durch Lack und dgl. ist nicht mehr erforderlich. Der Haltekörper 4 wird im Spulenkörper 1 gegebenenfalls festgeklebt; es genügt jedoch u.U., wenn er mit einer gewissen Federung - sofern sein Außendurchmesser größer als der Innendurchmesser des Spulenkörpers 1 ist - eingedrückt wird.
Bei der noch zweckmäßigeren Ausführungsform der Abb. 2 ist ein besonderer Spulenkörper 1 nicht erforderlich. Hier besteht nämlich der zylindrische Körper 6 aus elastischem Material der geschilderten Art und dient gleichzeitig als Träger für die Spule 3 sowie zur Führung des Kerns 5. Besonders geeignet ist Weichgummi etwas härterer Qualität zur Erzielung der erforderlichen mechanischen Stabilität der Anordnung. Zur Befestigung im Gerät besitzt er den vorzugsweise aus gleichem Material bestehenden Flansch 2. Letzterer ist beispielsweise einseitig ausgebildet, da die Halterung durch eine einzige Schraube im allgemeinen genügt. In Abb. 3 ist eine etwas abgewandelte Befestigungsart für den Körper 6 dargestellt, bei der letzterer mit glatter zylindrischer Außenwandung in ein Gewindeloch eingeschraubt ist. Das Gewindeloch befindet sich im Flansch 2 oder besser direkt in der Spulenplatte bzw. direkt im Gerät, sodass ein besonderer Flansch erspart wird. Diese Befestigungsart ist billiger, da am Körper 6 keine Bearbeitung erforderlich ist, denn dieser drückt sich auf Grund seiner elastischen Eigenschaft in die Gewindegänge des Befestigungsloches ein.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt, man kann vielmehr den Haltekörper im Rahmen des Grundprinzips mit Rücksicht auf die jeweiligen konstruktiven Gegebenheiten abwandeln. Es ist also nicht gerade erforderlich, einen Körper in Form eines Hohlzylinders anzuwenden, insbesondere dann nicht, wenn ein vierkantiger oder ähnlicher Kern vorgesehen ist. Als Material für den Haltekörper eignen sich neben Weichgummi auch gleichwertige Stoffe, z.B. Buna oder Kunststoffe, beispielsweise auf der Basis von Polyvinylchlorid (Vinidur) oder dgl.
Claims (6)
1. Hochfrequenzspule mit Massekern, gekennzeichnet durch einen Haltekörper (4, 6) aus elastischem Material, z.B. Weichgummi, mit einer, vorzugsweise zylindrischen, Bohrung für die Aufnahme des Kerns (5).
2. Hochfrequenzspule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Bohrung kleiner ist als der Gewindedurchmesser des Kerns (5).
3. Hochfrequenzspule nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung der Bohrung glatt ist.
4. Hochfrequenzspule nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spule (3) unmittelbar auf dm Haltekörper (6) des Kerns (5) angeordnet ist.
5. Hochfrequenzspule nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltekörper (6) mit einem beispielsweise einseitigen Flansch (2) aus gleichem Material für die Befestigung im Gerät versehen ist.
6. Hochfrequenzspule nach Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltekörper (6) mit vorzugsweise glatter zylindrischer Außenwandung in ein Gewindeloch, z.B. in einem Flansch (2), in der Spulenplatte oder direkt im Gerät eingeschraubt ist.
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