DEP0030327DA - Einrichtung zum Trocknen laufender Stoffbahnen - Google Patents
Einrichtung zum Trocknen laufender StoffbahnenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft das Trocknen von Material in Form einer Bahn, eines Seiles, eines Bandes oder Fadens irgendwelcher Art oder einer Vereinigung von Fäden (im folgenden alles als "Bahn" bezeichnet) dadurch, dass eine derartige Bahn in Berührung mit geheizten Flächen gehalten wird (z.B. mit Zylindern, die von innen durch Dampf geheizt werden). Die Erfindung ist insbesondere zum Trocknen geleimter Textilstoffe o.dgl. anwendbar, wobei die beheizten Zylinder durch ihre Umdrehung die zu trocknenden Bahnen bewegen.
Bei derartigem Trocknen ist es üblich, für die Entfernung feuchter Luft aus der Nähe der Zylinder zu sorgen. Z.B. kann eine Anzahl von Zylindern, die nacheinander auf dieselbe Bahn einwirken, in einer Kammer eingeschlossen sein, die nicht mit der Gestalt der Zylinder übereinstimmt, aus der jedoch die Luft durch
einen Ventilator über ein Rohr im Dach oder in der Nähe des Daches abgesaugt wird. Bei anderen bekannten Anordnungen ist über einzelnen Zylindern eine, deren Gestalt nicht angepasste Haube angebracht, die mit ähnlichen Absaugevorrichtungen versehen ist. Der Zweck des Entfernens feuchter Luft ist, übermäßige Feuchtigkeit in der Kammer bzw. im Arbeitsraum zu vermeiden.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die bekannten Vorrichtungen unwirksam sind und dass das Trocknungsverfahren unnötig langsam ist, weil der Raum oberhalb des Zylinders oder der Raum zwischen der Haube und dem Zylinder so groß war, dass die Absaugvorrichtung nur verhältnismäßig langsame Luftbewegungen an der Oberfläche des Materials erzeugte, und weil die Feuchtigkeit aus dem Material im wesentlichen durch die von Natur langsame Diffusion entweicht, die durch eine gewisse Fortpflanzung unterstützt wird, da das Luftabsaugen aus der Kammer oder der Haube keine Wirkung auf die Trockengeschwindigkeit ausübt, sondern nur die erwärmte und gesättigte Luft beim natürlichen Aufsteigen von den Zylindern entfernt.
Nach der Erfindung enthält eine Einrichtung zum Trocknen von Material in Form einer Bahn, die über einen drehbaren, beheizten Zylinder läuft, eine teilweise dessen Umfang in geringem Abstande umschließende Haube und eine Vorrichtung, die Luft in die Haube und über das auf dem Zylinder befindliche Material strömen lässt, so dass ein Luftstrom hoher Geschwindigkeit über eine wesentliche Fläche des mit dem Zylinder in Berührung befindlichen Materials strömt.
Diese Einrichtung kann dadurch gekennzeichnet sein, dass die Haube so gestaltete ist oder dass darin Widerstände gegen den Luftstrom derart vorgesehen sind, dass Wirbelungen im Luftstrom her-
vorgerufen werden, während er über das Material strömt, so dass dafür gesorgt wird, dass die gesamte Luftmenge zum Entfernen der Feuchtigkeit ausgenutzt wird. Die Einrichtung kann nach der Erfindung weiter dadurch gekennzeichnet sein, dass die Haube oder die darin befindlichen Widerstände so gestaltet sind, dass der Querschnitt des Luftstromes in der Strömrichtung sich ändert, so dass hierdurch Wirbelungen erzeugt werden, indem der Luftstrom abwechselnd auf die Oberfläche des Materials zu und von ihr fort bewegt wird, wobei Zonen der Ausdehnung mit Zonen der Zusammenziehung abwechseln.
Bei der Einrichtung nach der Erfindung kann weiter die Luft vor Eintritt in die Haube vorgewärmt werden.
Bei Anwendung der Erfindung auf eine Trockeneinrichtung mit mehreren Zylindern können die Zylinder oder auch mehrere Zylinder in der beschriebenen Weise mit Haube versehen sein.
Auf den Zeichnungen sind Ausführungsformen einer Einrichtung nach der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Fig. 1 ist eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform.
Fig. 2 ist ein Teilschnitt nach Linie 2-2 von Fig. 1 und zeigt die Abdichtung der Haube am Zylinder.
Fig. 3 ist eine Teilansicht einer abgeänderten Ausführungsform einer Haube.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 einer Baumwollkettenschlichtmaschine sind zwei dampfbeheizte Zylinder a und b vorgesehen, über welche die Bahn c in der dargestellten Weise läuft, wobei die Bahn mit dem größeren Zylinder a auf einem Bogen von ungefähr 250° und mit dem kleineren Zylinder b auf einem Bogen von ungefähr 230° in Berührung steht. Der
Zylinder b kann einen kleineren Durchmesser haben, da die Bahn hier bereits zum Teil getrocknet ist.
Über diejenigen Teile der Zylinder, mit denen das zu trocknende Material in Berührung ist, sind in einem Abstand von etwa 2 1/2 cm von dem Zylinderoberflächen Hauben oder Deckel d und e angebracht mit Querschlitzen d(exp)1 und e(exp)1 ungefähr in der Mitte ihrer Längen und mit Rohren d(exp)2 und e(exp)2, die von den Schlitten zu einem gemeinsamen Ventilator f führen. Luftdichte Abdichtungen g gemäß Fig. 2, z.B. aus Filz oder Gummi, sind auf den Seiten der Hauben neben den Zylinderenden vorgesehen, so dass die Luft nur unter die Haubenenden eintreten kann, wo die zu trocknende Bahn eintritt und wieder austritt. Die Schlitze d(exp)1 und e(exp)1 können mit Klappen o.dgl. (nicht angezeigt) versehen sein, um ein gleichmäßiges Fließen der Luft über die Bahn zu erzielen. Ferner können Regelklappen h(exp)1 und h(exp)2 in den Rohren d(exp)2 und e(exp)2 zum Regeln derLuftgeschwindigkeit in diesen Rohren vorgesehen sein. Die allgemeine Strömrichtung der Luft unter den Deckeln verläuft längs denjenigen Teilen des sich bewegenden Materials, die unter den Hauben von deren offenen Enden zu den Schlitzen verlaufen. Der Ventilator kann durchschnittlich Luftgeschwindigkeiten bis zu etwa 25 m/sec. in den Zwischenräumen zwischen den Hauben und dem auf dem Zylinder befindlichem Material erzeugen.
Der Abstand der Haube vom Zylinderumfang kann zwischen etwa 3 mm bis 10 cm schwanken und die Luftgeschwindigkeit kann auf etwa 9 m/sec. für den größeren Abstand verringert werden, wobei aber anzunehmen ist, dass unterhalb dieser Geschwindigkeit eine wesentliche Verringerung in der Schnelligkeit des Trocknens vor sich geht. Soweit bekannt ist, gibt es keine obere Grenze für die Luftgeschwindigkeit, und die Frage, bis zu welcher Geschwindigkeit
man gehen soll, wird daher hauptsächlich durch die Rücksicht auf den Kraftverbrauch bestimmt werden.
Gegebenenfalls können Widerstände in dem Luftstrom unterhalb der Hauben vorgesehen werden, um eine größere Wirbelung und gegebenenfalls eine größere Verdampfungsgeschwindigkeit des Wassers aus dem Material zu erzielen. Diese Widerstände können z.B. Metallstreifen sein, die im Inneren der Haube rechtwinklig zur allgemeinen Richtung des Luftstromes befestigt sind, oder die Hauben können nach Fig. 3 gewellt sein.
Nach Fig. 3 ist die Wellung der Haube derart, dass sich die Haube auf einer Strecke von etwa 15 cm in der Strömrichtung der Bahn nähert, während sie sich auf den nächsten 5 cm in einem größeren Winkel von der Bahn entfernt. Diese Figur zeigt die Haube so gewellt, dass der größte Abstand von der Bahn etwa 2 1/2 cm und der kleinste etwa 12 1/2 mm beträgt.
Die beschriebene Vorrichtung hat eine Gegenstromwirkung zwischen Luftstrom und der Bewegung des Materials unter einer Hälfte der Haube und die entgegengesetzte Wirkung, also Gleichstromwirkung unter der anderen Haubenhälfte. Änderungen in der Lage der Schlitze können die Verhältnisse dieser Wirkung je nach Wunsch abändern.
Um Wärme zu halten, können die Hauben mit Isolierstoff versehen sein.
Claims (10)
1) Einrichtung zum Trocknen laufender Stoffbahnen, die über einen drehbaren beheizten Zylinder geführt sind, gekennzeichnet durch eine der Krümmung des Zylinders angepasste, diesen mit geringem Abstand teilweise am Umfang umschließende Haube und eine Vorrichtung zum Erzeugen eines Luftstromes innerhalb der Haube und über die auf dem Zylinder liegende Bahn.
2) Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die obere und die untere Grenze für den Abstand der Haube vom Zylinderumfang etwa 10 cm und etwa 3 mm betragen, während die untere Grenze der Geschwindigkeit des Luftstromes etwa 9 m/sec. beträgt.
3) Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube so angeordnet ist, dass die Luft unterhalb der Haube durch die Öffnungen angesaugt wird, durch welche die Bahn ein- und austritt, die Luft dann zu einer Auslassöffnung strömt, die sich über die Zylinderbreite ausdehnt und ungefähr in der Mitte zwischen Eintritts- und Austrittsöffnung der Bahn liegt, und schließlich in einer Absaugrohrleitung unter Wirkung eines mit dieser Leitung in Verbindung stehenden Ventilators abgeführt wird.
4) Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Zylinder hintereinander angeordnet sind und die Bahn über den einen hin- und über den anderen zurückgeführt ist, so dass jede Fläche der Bahn einen der Zylinder berührt, wobei beide Zylinder mit einer Haube versehen sind, so dass jede Seite der Bahn abwechselnd einem Luftstrom hoher Geschwindigkeit ausgesetzt ist.
5) Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauben der beiden Zylinder an einen gemeinsamen Absaugeventilator angeschlossen sind.
6) Einrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Zylinder einen kleineren Durchmesser als der erste hat.
7) Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube so gestaltet ist oder dass Widerstände gegen den Luftstrom derart vorgesehen sind, dass Wirbelungen beim Strömen über die Bahn entstehen.
8) Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube oder die Widerstände gegen den Luftstrom so gestaltet sind, dass der Querschnitt des Durchgangs für den Luftstrom so gestaltet sind, dass der Querschnitt des Durchgangs für den Luftstrom sich in der Stromrichtung ändert, wobei Zonen größeren und kleineren Querschnittes miteinander abwechseln.
9) Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den beiden Seiten Abdichtungen der Haube gegen den Zylinder vorgesehen sind, um die Führung des Luftstromes durch die Ein- und Austrittsöffnungen der Bahn zu sichern.
10) Einrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Regelklappe in dem Absaugrohr.
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