DEP0027171DA - Starrwandige Gegenstände, insbesondere Gebrauchsgegenstände, aus spritzfähigen, organischen, thermoplastischen Kunststoffen - Google Patents
Starrwandige Gegenstände, insbesondere Gebrauchsgegenstände, aus spritzfähigen, organischen, thermoplastischen KunststoffenInfo
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Description
Man ist in neuerer Zeit immer mehr dazu übergegangen, starrwandige Gegenstände, insbesondere Gebrauchsgegenstände der verschiedensten Art, aus spritzfähigen thermoplastischen Kunststoffen, insbesondere Polymerisationsprodukten, wie Polystyrol, herzustellen. Die Kunststoffmischung findet bekanntlich in Pulverform Anwendung, die in erhitztem Zustand spritzfähig ist und in die mehrteilige Hohlform für den herzustellenden Gegenstand eingespritzt wird. Kurze Zeit nach dem Einspritzvorgang ist die Erstarrung der dünnflüssigen Masse erfolgt, so dass der gespritzte Gegenstand aus der Spritzform entnommen werden kann.
Der pulverförmige Kunststoff für die Herstellung derartiger starrwandiger Gegenstände aus spritzfähigen thermoplastischen Massen ist verhältnismäßig kostspielig. Um die Verwendung dieser Kunststoffe gerade für Massenartikel in möglichst großem Umfang durchführen zu können, ist es deshalb von Bedeutung, dass die Formgebung der einzelnen herzustellenden Gegenstände so erfolgt, dass man mit dem geringstmöglichen Aufwand an Rohstoff auskommt.
Diesem Zweck dient in erster Linie die Erfindung, die demzufolge darin besteht, dass die Flächen des Gegenstandes eine Stegaufteilung aufweisen und das die Einzelflächen zwischen den Stegen in dünnster Wandstärke ausgebildet sind.
Man kann die Stegaufteilung in der Weise durchführen, dass die gesamte Umrandung aller Einzelflächen aus einem Steg mit einem größeren Querschnitt besteht, während die Unterteilung zwischen den Einzelflächen mittels Längs- und/oder Querstegen erfolgt, die gegenüber dem Umrandungssteg einen kleineren Querschnitt besitzen.
Man kann auch so vorgehen, dass einzelne Flächen mit Stegaufteilung und dünnwandigen Einzelflächen, andere Flächen
dagegen ohne Stegaufteilung mit einheitlicher und größerer Wandstärke ausgebildet sind.
Zahlreiche Versuche haben zu der Erfindung geführt. Diese Versuche haben ergeben, dass man bei der Verwendung von spritzfähigen thermoplastischen Kunststoffmassen in einem Arbeitsgang, unbeschadet unmittelbar nebeneinander, bei einer beliebigen Form Wandstärken von verschiedenster Dicke zur Anwendung bringen kann. Man kann von einer Wandstärke, die mehrere Milimeter beträgt, zu einer Wandstärke übergehen, die tatsächlich nur noch als dünne Haut anzusprechen ist. Bei einem Erstarrungsvorgang ergeben sich keine Spannungen, die irgendwelche Risse oder sonstige Beschädigungen zur Folge haben. Die spritzfähige Kunststoffmasse läuft in der gesamten Form, sowohl dort, wo die stärkere Wandstärke sich befindet, als auch dort, wo die Wandstärke äußerst gering ausgebildet ist, völlig gleichmäßig aus.
Nachdem diese Erkenntnis gewonnen war, ergab sich zur Lösung der zuvor geschilderten Erfindungsaufgabe der Weg, dass man die Flächen der einzelnen thermoplastischen Kunststoffmassen nach den Richtlinien, vom Standpunkt der zu erwartenden mechanischen Beanspruchung aus, in solche Flächen aufteilt, die einen stärkeren Querschnitt, und in solche Flächen, die einen demgegenüber wesentlich schwächeren Querschnitt erhalten. Die größte Materialersparnis im Sinne dieser Erfindung kann demnach dann erreicht werden, wenn die einzelnen Flächen des Gegenstandes in Stege aufgeteilt werden, wobei zwischen diesen einzelnen Stegen die Wandstärke in dünnster Form sich ausbilden lässt. Grundzüge, wie man sie in der Technik sonst auf verschiedenen Gebieten, z.B. bei der Skelett-Bauweise, kennt, sind also auf die Herstellung von starrwandigen Gegenständen aus spritzfähigen thermoplastischen Kunststoffmassen übertragen worden, wobei die Verwendbarkeit dieser Gegenstände durch ihre neuartige Formgebung keineswegs nachteilig beeinflusst ist. Dagegen ergeben sich durch diese erfindungsgemäße Formgebung sehr erhebliche Möglichkeiten der Materialersparnis und eine zweckmäßige Anordnung der Stegaufteilung trägt zusätzlich dazu bei, dass die Formschönheit
der einzelnen Gegenstände gegenüber der bisherigen glattflächigen Ausführung gesteigert wird.
Die Erfindung ist als Ausführungsbeispiel in der Zeichnung anhand einer doppelwandigen Haarkammscheide erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht der Kammscheide in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1, teilweise im Grundriss.
Die Kammscheide, die z.B. zur Aufbewahrung eines Taschenkammes in der zeichnung etwa in natürlicher Größe dargestellt ist, ist in bekannter Weise doppelwandig ausgebildet. Zwischen den beiden Lagerflächen 1 und 2 befindet sich der Schlitz 3, in denen der Haarkamm eingeschoben werden kann. Die Längsflächen 1 und 2 weisen einen Umrandungssteg 4 auf, dessen Querschnittsgröße aus der Abb. 2 zu entnehmen ist. Die Längsflächen innerhalb des Umrandungssteges 4 sind aufgeteilt in Einzelflächen 5, und zwar mit Hilfe von weiteren Stegen 6, die, wie wiederum aus Fig. 2 ersichtlich, gegenüber der Stegumrandung 4 einen kleineren Querschnitt aufweisen können. Die Wandstärke der Einzelflächen 5 kann außerordentlich dünn gehalten werden, so dass praktisch nur eine dünne Haut zwischen den Stegen 4 und 6 verbleibt. Diese Stege geben aber dem gesamten Gegenstand die völlig ausreichende Festigkeit, und die hautförmigen Einzelflächen dienen nur dazu, eine geschlossenen Gesamtfläche zu bilden, die im vorliegenden Fall u.a. den Zweck eines erhöhten Schutzes für den aufzubewahrenden Kamm etwa gegen Verschmutzung anstrebt.
Die Querwand 7 und 8 sowie die der Schlitzöffnung 3 gegenüberliegende Querwand ist in etwa in der gleiche Wandstärke gehalten wie die Stegumrandung 4. Wegen der geringen Ausdehnung dieser Querflächen kommt bei einer Kammscheide eine Aufteilung in teilweise dünnwandigere Einzelflächen nicht in Betracht.
Bei der Anbringung der Steganordnung wird man sich der Formgebung, gegebenenfalls dem Verwendungszweck der einzelnen Gegenstände, weitgehend anpassen können, mit dem Ziel, dass eine Materialanhäufung an den Stellen der einzelnen
Flächen vorgenommen wird, an denen eine solche Materialanhäufung aus mechanischen Rücksichten oder Festigkeitsrücksichten, allgemein gesehen, erwünscht erscheint, während alle übrigen Flächenteile dieser Gegenstände weitestgehend mit äußerst dünnwandiger Wandstärke ausgebildet werden können.
Die Steganordnung nach der Erfindung kann entweder einseitig oder doppelseitig an den in Betracht kommenden Flächen vorgenommen werden. Wenn aus besonderen Gründen Wert darauf gelegt wird, dass die nach außen in Erscheinung tretende Fläche des herzustellenden Gegenstandes glattflächig sein soll, dann kann die Steganordnung auch an der dem Beschauer abgewendete Seitenwandung dieser Fläche gegebenenfalls vorgenommen werden.
Claims (4)
1.) Starrwandige Gegenstände, besonders Gebrauchsgegenstände, aus spritzfähigen, organischen thermoplastischen Kunststoffen, insbesondere Polymerisationsprodukten, wie Polystyrol, dadurch gekennzeichnet, dass die Flächen des Gegenstandes eine Stegaufteilung aufweisen und dass die Einzelflächen zwischen den Stegen in dünnster Wandstärke ausgebildet sind.
2.) Starrwandige Gegenstände nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Stegaufteilung in der Weise, dass die Umrandung der Einzelflächen aus einem Stege mit einem größeren Querschnitt besteht, während die Unterteilung zwischen den Einzelflächen mittels Längs- und/oder Querstegen erfolgt, die gegenüber dem Umrandungssteg einen kleineren Querschnitt aufweisen.
3.) Starrwandige Gegenstände nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Flächen mit Stegaufteilung und dünnwandigen Einzelflächen, andere Flächen dagegen ohne Stegaufteilung mit einheitlicher größerer Wandstärke ausgebildet sind.
4.) Kammscheide mit den Merkmalen nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Längsflächen eine Stegumrandung mit einer Stegaufteilung in Einzelflächen aufweisen, während die drei Querwände in einer der Stärke der Stegumrandung entsprechenden Wandstärke ausgebildet sind.
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