DEP0023608DA - Verfahren und Vorrichtung zur Feinverreibung und Homogenisierung von Salben. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Feinverreibung und Homogenisierung von Salben.

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DEP0023608DA
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ointments
fine
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trituration
ointment
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English (en)
Inventor
Walter Draheim
Original Assignee
Draheim, Walter, Hamburg
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Description

Die Herstellung von Salben und ähnlichen Produkten nach der Vorschrift des Deutschen Arzneibuches in den Apotheken ergibt nur selten befriedigende Ergebnisse, wie allen Eingeweihten bekannt ist. Die einfache Mischung der einzelnen Bestandteile in einer Reibschale gewährleistet keine einwandfreie Verreibung und Zerstörung sogenannter "Pulvernester", d.h. unverriebener pulverförmiger Bestandteile. Ohne Zuhilfenahme maschineller Hilfsmittel ist weder eine gleichmässige Verteilung fester Bestandteile in der Grundmasse, noch eine knötchenfreie Mischung von Fettkörpern verschiedener Konsistenz (z.B.) Wachsen, Paraffin u.dergl. mit Oelen) mit Sicherheit möglich. Der Apotheker hatte deshalb bisher keine Gewissheit, dass eine von ihm hergestellte Salbe wirklich in allen Teilen gleichmässig und knötchenfrei verrieben war, was ein grosses Moment der Unsicherheit für ihn selbst, wie auch für Arzt und Patienten darstellte.
Man suchte deshalb schon seit langem nach einer geeigneten mechanischen Vorrichtung, die diesem Übelstand abhelfen sollte, jedoch vergebens, wie ein Blick in das einschlägige Schrifttum erkennen lässt.
Auch die vor dem Kriege hier und da im Gebrauch befindlichen, für Rezepturzwecke in kleineren Abmessungen besonders konstruierten Dreiwalzenmaschinen vermochten nicht zu befriedigen, da ihnen einmal die jedem Fachmann bekannten technischen Mängel und Schwächen dieser Maschinenart anhafteten, zum Anderen der hohe Anschaffungspreis einer allgmeineren Einführung hindernd im Wege stand.
Die nachstehend näher beschriebene Erfindung stellt daher insofern einen technischen Fortschritt dar, als es mit ihrer Hilfe nunmehr für jeden, auch den kleinsten Betrieb, möglich ist, mit geringen Kosten und ohne Mehraufwand an Zeit eine verlustlose, einwandfreie Vermischung und Verreibung auch kleinster Salbenmengen durchzuführen und so den oben erwähnten Unsicherheitsfaktor auszuschalten.
Die Erfindung bedient sich dabei eines an sich seit langer
Zeit bekannten Prinzips, das auf anderen Gebieten häufig angewendet wird, in der hier vorliegenden Form und für den oben erläuterten Zweck bisher aber noch nicht zur Verwendung gekommen ist.
Gemäss der Erfindung besteht das Verfahren darin, dass die grob vorgemischten Salben von Hand oder maschinell durch ein engmaschiges Siebgewebe getrieben werden. Das dazu erforderliche sehr feinmaschige Siebgewebe besteht aus indifferentem, feinem Metalldraht mit einer Maschenweite von 0,05 bis 0,1 qmm und ist auf einem gleichfalls aus indifferentem Metall bestehenden Rahmen straff befestigt. Die im Mörser grob vorgemischten Salben oder ähnlichen Produkte werden zum Beispiel vermittels eines elastischen Spatels aus Horn oder einem Vinylpolymerisat durch dieses engmaschige Sieb hindurchgetrieben. Für grössere Salbenmengen kann dies auch auf maschinelle Weise geschehen. Die Salben erfahren dabei eine so weitgehende Feinverteilung und Homogenisierung, dass alle Pulvernester und Knötchen zuverlässig zerstört werden und die ganze Masse mit einer bisher nicht gekannten Intensität vermischt wird. Die auf diese Weise behandelten Salben genügen nunmehr den höchsten Ansprüchen in Bezug auf einwandfreie, feine Verreibung und Vermischung. Nebenbei werden auch die in den Fetten und sonstigen Salbenbestandteilen häufig vorhandenen Schmutzteilchen und mechanischen Verunreinigungen zurückgehalten.
Die vorstehend beschriebene Salbenmischvorrichtung ist zudem äusserst billig, sodass die Anschaffung jeder, auch der kleinsten Apotheke, möglich sein wird.

Claims (2)

1. Verfahren zur Feinreibung und Homogenisierung von Salben und verwandten Erzeugnissen, dadurch gekennzeichnet, dass grob vorgemischte Salben und ähnliche Produkte von Hand oder maschinell durch ein engmaschiges Siebgewebe getrieben werden.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einem auf einen Metallrahmen gespannten Siebgewebe aus indifferentem Metall mit einer Maschinenweite von 0,05 bis 0,1 qmm.

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