DEP0023331DA - Verfahren zum Gewinnen von an Nichteisenmetallen reichen Schlacken beim Windfrischen von Roheisen zu Stahl - Google Patents

Verfahren zum Gewinnen von an Nichteisenmetallen reichen Schlacken beim Windfrischen von Roheisen zu Stahl

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DEP0023331DA
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DE
Germany
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pig iron
steel
wind
ferrous metals
phosphorus content
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Rudolf Dr.-Ing. Frerich
Karl Dipl.-Ing. Mayer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dortmund Hoerder Huettenverein AG
Original Assignee
Dortmund Hoerder Huettenverein AG
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Description

Die Erfindung geht von der Möglichkeit aus, beim Windfrischen von Roheisen zu Stahl eine hohe Temperatur zu erzielen, indem z.B. in Konvertern mit seitlicher Windzufuhr gearbeitet wird oder mit Sauerstoff angereicherten Wind oder Wind hoher Pressung, z.B. von 3 atü oder mehr geblasen wird oder in einem im Vergleich zum normalen Konverter schräggestellten Konverter gearbeitet wird. Weiterhin ist es zur Erzielung hoher Endtemperatur vorteilhaft, dafür zu sorgen, dass oberhalb des Bades eine Verbrennung von Gasen stattfindet, die aus dem Bad aufsteigen oder dorthin eingeführt werden.
Diese Massnahmen zur Erzielung hoher Endtemperatur beim Windfrischen bieten nun ihrerseits die Möglichkeit, Roheisen zu verarbeiten, deren Phosphorgehalte wesentlich unter den normalen Phosphorgehalten des Thomaseisens liegen, z.B. solche mit Phosphorgehalten unter 0,50%. Bei solchen Roheisensorten würden, wenn sie in üblicher Weise verblasen werden sollten, ungenügende Stahltemperaturen erzielt werden, jedoch wird dieser Mangel durch Anwendung der vorgenannten, zu hohen Stahlendtemperturen führenden Massnahmen vermieden. Je niedriger hierbei der Phosphorgehalt des Roheisens ist, um so höher ist in der Schlacke der Anteil an Oxyden der Nichteisenmetalle, z.B. Chrom, Mangan, Vanadin, Molybdän, Wolfram u.dgl., sofern diese Elemente aus dem Möller des Hochofens in das Roheisen übergegangen waren. Auf Grund dieser Konzentrationsverschiebung zwischen den Anteilen an den genannten Nichteisenmetallen und den Phosphorverbindungen gegenüber ihrem Verhältnis in den üblichen Phosphatschlacken wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, diese so gewonnenen Schlacken zur Gewinnung oder Nutzbarmachung der in ihnen enthaltenden Nichteisenmetalle zu verwenden. Dieses kann z.B. durch di- rekte Aufbereitung der Schlacke erfolgen oder indem sie als Zuschlag in metallurgischen Öfen, z.B. Elektroöfen oder Siemens-Matrin-Öfen, dienen, um dort in das Stahlbad reduziert zu werden. Ebenso ist es möglich, sie auf den Hochofen oder Elektroofen aufzugeben, um deren Erzeugnisse anzureichern oder Ferrolegierungen herzustellen.
Die Erfindung hat ausserdem den Vorteil, dass die Gewinnung der Schlacke mit der Herstellung von windgefrischten Stählen vereinigt werden kann, die, vor allem wegen ihrer niedrigen Stickstoff- und Phosphorgehalte, den normalen Windfrischstählen überlegen sind und etwa den entsprechenden Siemens-Martin-Stählen gütemässig gleichkommen.

Claims (3)

1.) Verfahren zum Gewinnen von an Nichteisenmetallen reichen Schlacken bei Windfrischen von Roheisensorten, die Anteile an Nichteisenmetallen besitzen, dadurch gekennzeichnet, dass Roheisen mit einem gegenüber den im Thomaseisen üblichen Phosphorgehalt verringerten Phosphorgehalt unter Bedingungen verblasen wird, die bei normalen Phosphorgehalt zu hohen Endtemperaturen des erblasenen Stahles führen würden.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das Roheisensorten mit einem Phosphorgehalt von weniger als 0,5% verblasen werden.
3.) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlacken in Öfen oder anderen Reaktionsvorrichtungen, z.B. zur Herstellung von Roheisen, Ferrolegierungen oder Stahl zugeschlagen werden.

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