DEP0020982DA - - Google Patents
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Description
JOSEF SCHMETZ
PATENTANWALT
AACHEN
WUhelmsir. 80 - Fernruf 321 92
WUhelmsir. 80 - Fernruf 321 92
Peter Peters in Kohlscheid, Bezirk Aachen.
Patent-Anmeldung
Beim Vortrieb von Strecken- und Flözbetrieben müssen den behördlichen Vorschriften entsprechend Sicherheitsbühnen gegen
herabfallendes Gebirge angebracht werden, die man als Vorpfändungen bezeichnet. Die Vorpfänd^^ng besteht aus zwei mit Bühnenbrettern
belegten Eisenschienen, die, in Richtung des Vortriebes sich erstreckend, mittels vier Vorpfändhaken am rückstehenden
festen Ausbau befestigt sind. Die Haken sind ceistens Flacheisenbügel,
die an den Firsteisen des Ausbaues angeschraubt oder bei entsprechender Ausbildung in diese eingehängt werden.
Die Anbringung der bekannten Vorpfändhaken bedeutet für den
Hauer eine zusätzliche Arbeit, die mitunter beträchtlich bzw. umständlich ist, weil für das Anschrauben der Flacheisenhaken
Klemmen, Schrauben und Schraubenschlüssel zur Hand sein müssen, während bei den bügelartigen Vorpfändhaken die rückstehenden
Grubenbaue soweit freigemacht werden müssen, dass die Bügel eingehängt werden können. Die erstere Art der Vorpfändhaken erfordert
grosse Aufmerksamkeit beim Anbringen und für das Zusammenhalten
der verschiedenen Einzelteile. Die zweite Art erfordert grössere bergmännische Freimachungsarbeit, die insbesondere in hartem Gestein
unbeliebt ist. Die Folge dieser Umstände ist, dass trotz aller Hinweise und Mahnungen und trotz immer wieder vorkommender,
mitunter tödlicher Unfälle die Vorpfändungen nicht, nicht rechtzeitig oder nicht ordnungsmässig ausgeführt werden.
Die Erfindung hat nun den Zweck, diese Schwierigkeit durch Schaffung eines Vorpfändhakens zu beheben, der aus einem zusammenhängenden
Stück besteht, zu dessen Anbringung es keinerlei Werkzeuge oder sonstiger Hilfsmittel und keiner Freimachung der Ausbaue
bedarf, wobei die Anbringung griffartig im Bruchteil einer
Minute sicher und zuverlässig bewirkt werden kann. Bei Verwendung des neuen Vorpfändhakens entsteht also so wenig Mehrarbeit und
seine Handhabung ist so einfach, dass auch der leichtfertigste Bergmann auf seine Benutzung nicht mehr verzichten wird, so dass
nunmehr von selbst Gewähr für die Vermeidung der oben erwähnten
Unfälle gegeben ist.
Der Vorpfändhaken gemäss der Erfindung ist selbstklemmend
ausgebildet und besteht aus zwei Paaren von vorzugsweise nach Art von Parallelzangen gegeneinander bewegbaren Backen mit
Zangenmaul, welche Backenpaare in einem bestimmten Abstand voneinander durch ein einen Tragsteg bildendes und längs ihnen verschiebbares
Zwischenglied zusammengehalten werden, welches an Schrägflächen der Backen derart geführt ist, dass die Backen
beim Hochschieben des Zwischengliedes geöffnet und beim Herabbewegen desselben geschlossen werden. Die Schrägflächen können
z.B. von in den Backen jedes Backenpaares vorgesehenen, von unten nach oben gegeneinander geneigten Längsschlitzen gebildet sein,
in welchen an dem Zwischenglied sitzende Stifte gleitend eingreifen. Nach einer geeigneten Ausführungsform hat das Zwischenglied
die Form eines I^-Eisens, auf dessen Planschen die in die Schlitze
der Backen eingreifenden Stifte vorgesehen sind.
Dieser Vorpfändhaken ist ein zusammenhängendes Ganzes und
besitzt keinerlei verlierbare Teile. Die Maulenden der Backen werden den Ausbaueisen des jeweils verwendeten Ausbaues angepasst
und sind so bemessen, dass sie auf Ausbaueisen gleichen Profils aber verschiedener Grossen passen. Eine unrichtige Handhabung des
Hakens ist nicht möglich und, einmal am Ausbaueisen angesetzt, ergibt sich zwangsläufig ein ordentlicher und sicherer Sitz des
Hakens. Zur Anbringung des Hakens bedarf es keinerlei Werkzeuge oder sonstiger Hilfsmittel. Das Gewicht der auf die Tragstege der
Vorpfändhaken aufgelegten Vorpfändschienen nebst Bühnenbrettern bewirkt, dass die Backen mit Sicherheit geschlossen gehalten werden.
Im gleichen Sinne wirkt auch auf die Bühne hereinbrechendes Gebirge, durch dessen Aufschlag bzw. Gewicht die Yorpfändhaken
nur umso fester geschlossen werden.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform
eines Vorpfändhakens gemäss der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt:
Abb. 1 eine Vorderansicht des Yorpfändhakens,
Abb. 2 eine Seitenansicht des Hakens,
Abb. 3 einen schematischen Querschnitt durch eine Strecke mit einer Vorpfändung unter Verwendung der erfindungsgemässen
Vorpfändhaken und
Abb. 4 einen entsprechenden Längsschnitt der Strecke.
Der Vorpfändhaken besteht aus zwei Paaren von je zwei Backen a,a und a',a', von denen jede am oberen Ende ein zangenartiges
Maul b besitzt. Die Backen jedes Backenpaares besitzen in der Längsrichtung von unten nach oben gegeneinander geneigte Schlitze
c. Die Backenpaare werden durch ein Zwischenglied d miteinander verbunden und in einem Abstand gehalten, der dem Querschnitt
bzw. der Breite der verwendeten Vorpfändaciiienen angepasst ist.
Das Zwischenglied d besteht beispielsweise aus einem durch verschweissen entsprechender Flacheisenstücke gebildeten I-Stück.
Der Steg dieses I-Stückes dient zur Auflage der Vorpfändschienen.
An den Flanschen des I-Stückes sind Stifte f (z.B. Nieten) befestigt, die mit Spiel durch die Schrägschlitze c greifen und
auf den Aussenseiten der Backenpaare durch Laschen g miteinander verbunden sind. Das Zwischenglied d ist an den Backen und in
deren Schrägschlitzen in Längsrichtung der Backen beweglich geführi
Die Abb. 3 und 4 erläutern die Verwendung des beschriebenen
Vorpfändhakens. An den beispielsweise aus Eisenschienen bestehenden
Firstträgern h von zwei der rückstehenden Ausbaue v/erden je zwei Vorpfändhaken aufgehängt. Dies geschieht beisnielsweise in der
Weise, dass man die Vorpfändhaken an den Zwischengliedern anhebt, wobei sich die Backen von selbst öffnen. In diesem Zustand
werden die Haken an den Ausbaueisen h aufgehängt. Dabei fällt das Zwischenglied d durch sein Eigengewicht von selbst herunter oder
man hilft mit der Hand nach, wobei durch die Wirkung der Stifte f auf die von den Schrägschlitzen c gebildeten schiefenen Ebenen
die Backen automatisch geschlossen werden. In die so aufgehängte vier Vorpfändhaken werden die Vorpfändschienen i gelegt, die zur
Aufnahme der Bühnenbretter k dienen. Um die Vorpfändhaken zu lösen, brauchen lediglich die Zwischenglieder d angehoben zu
werden, wobei sich dann die Backen von selbst öffnen.
Was das Zusammenwirken des Zwischengliedes mit den Schrägflächen der Backen anbelangt, ist die Erfindung nicht auf die ge-
gezeigte Ausführungsform "beschränkt, da sich die schiefen Ebenen
mit denen das Zwischenglied zusammenarbeitet, an den Backen auch in anderer Weise als durch Längsschlitze bilden lassen.
Claims (3)
1.) Selbstklemmender Vorpfändhaken für den Grubenausbau, dadurch gekennzeichnet, dass der Haken aus zwei Paaren von vorzugsweise
nach Art von Parallelzangen gegeneinander bewegbaren Backen (a, a1 ) mit Zangenmaul (b) besteht, in
einem bestimmten Abstand voneinander durch ein einen Tragsteg bildendes und längs ihnen verschiebbares Zwischenglied (d) zusammengehalten
werden, welches an Schrägflächen der Backen derart geführt ist, dass die Backen beim Hochschieben des Zwischengliedes
geöffnet und beim Herabbewegen desselben geschlossen werden.
2.) Vorpfändhaken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Backen jedes Backenpaares (a, a1) mit von unten nach
oben gegeneinander geneigten längsschlitzen (c) versehen sind, in welche an dem Zwischenglied sitzende Stifte (f) gleitend eingreifen.
0feü
3.) Vorpfändhaken nachVAns pruchj^i und 2, dadurch gekennzeichnet,
dass das Zwischenglied (d) die Form eines I-Eisens hat, auf dessen Flanschen die in die Schlitze der Backen eingreifenden
Stifte (f) vorgesehen sind.
Aachen, den 3. November 1948 für: Peter Peters
gez.: Jos. Schmetz Patentanwalt
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