DEP0020223DA - Verfahren zur Herstellung von Verbandstoff - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von VerbandstoffInfo
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Description
Bei der Wundbehandlung, insbesondere bei Operationen und dabei vorzugsweise solchen innerhalb der Bauchhöhle, ist es besonders wichtig, nur solche Verbandmaterialien, wie beispielsweise Binden, Kompressen, Tupfer u.dgl., zu verwenden, bei welchen das Ablösen von Fasern, Flocken und Fäden einwandfrei vermieden ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Verbandstoff besteht im wesentlichen darin, daß stark saugfähiges Material, insbesondere Zellstoff oder Zellstoffwatte, vorzugsweise in Form von Binden, Kompressen o.dgl., mit Verbandmull oder einem verbandmullartigen Gewebe umhüllt wird, wobei die Umhüllung mit der Einlage durch Kappnaht verbunden wird.
Grundsätzlich ist bei der Herstellung des neuen Verbandstoffes der Stoff, aus welchem die Einlage besteht, an sich unwichtig, sofern er nur das Erfordernis der Saugfähigkeit erfüllt. Es können daher die verschiedenartigsten Stoffe, so beispielsweise auch Verbandwatte, soweit sie sich für die Herstellung als Einlagematerial eignen und auch in chemischer Hinsicht die erforderlichen Vorbedingungen erfüllen, verwendet werden.
Es spielen also die Stoffe, aus welchen das Erzeugnis gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt wird, weiter keine erfinderische Rolle. Es können mithin alle für die Herstellung des neuartigen Verbandstoffes geeigneten Werkstoffe Verwendung
finden. Den Gegenstand der Erfindung bildet vielmehr nur ein Erzeugnis, das durch seine Saugfähigkeit einerseits und durch seine Faserfreiheit andererseits sich gegenüber den bisher bekannt gewordenen Verbandstoffen unterscheidet.
Der Verbandstoff gemäß der vorliegenden Erfindung, der außer in Form von Binden auch in kleineren und größeren Formaten herstellbar ist, behebt die großen Unannehmlichkeiten bei der Heilung von Wunden, die durch das Verkleben oder Verwachsen von sich von dem Verbandstoff ablösenden Fasern, Flocken oder Fäden mit der Wunde entstehen. Dadurch können schwere Wundreizungen beim Verbandwechsel durch das Wiederaufreißen der Wunden entstehen. Eine nicht zu unterschätzende Gefahr aber bilden die sich vom Verbandstoff ablösenden Fasern u.dgl. bei Operationen, insbesondere in der Bauchhöhle.
Die Produkte gemäß der Erfindung eignen sich für alle Zwecke, bei denen eine faserfreie Auflage erwünscht ist, insbesondere also für Operations- und Verbandmaterial und verwandte Gebiete. Ebenso eignen sie sich gut zu Salbenverbänden sowie zum Bandagieren und Polstern von Gliedmaßen. Demgemäß können dem Verbandstoffe, und zwar dem eingelegten Saugstoff sowohl als auch dem als Umhüllung dienenden Gewebestoff, vor oder nach der Verarbeitung feste oder flüssige Arzneimittel, Emulsionen, Salben o.dgl. einverleibt werden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Verbandstoff, dadurch gekennzeichnet, daß stark saugfähiges Material, insbesondere Zellstoff oder Zellstoffwatte, vorzugsweise in Form von Binden, mit Verbandmull oder einem verbandmullartigen Gewebe umhüllt wird, wobei die Umhüllung mit der Einlage durch Kappnaht verbunden wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem saugfähigen Material und gegebenenfalls auch dem als Umhüllung dienenden Gewebestoff vor oder nach der Verarbeitung Arzneimittel, Emulsionen, Salben o.dgl. einverleibt werden.
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