DEP0017566DA - Vorrichtung und Verfahren zum Herstellen von armierten Betonbalken - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Herstellen von armierten BetonbalkenInfo
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PATENTANWALT
DU. QU A !!DER
DU. QU A !!DER
SAARBRÜCKEN
Nassauer-Strosse 5Emil Engel» Saarbrücken, Uainzerstr. 138 Telefon 4433 _ .
A 307a
****(, Verfahren suihJIerstell·^ von armierten Betonbalken.
Der durch die KriegsereigBisse bedingte grosse Holz— mangel verlangt gebieterisch die Einsparung dieses wertvollen
Werkstoffes in all den Fällen, "«0 er, insbesondere im Bauwesen, durch Eisen, Eisenbeton oder andere weniger rare Werkstoffe
ersetzt werden kann» Dieses trifft besonders hinsichtlich der Deckenbalken zu; äenn künftighin wird allgemein an Stelle der
bisher vielfach verrendexen Holzbalkendecke eine sogenannte Massivdecke treten. Zu ihrer Herstellung sind, gleichgültig
welche spezielle Konstruktion ausgewählt wird, besonders wenn sie schalungofrei hergestellt werden soll, Eisenbetonbalken.
von entsprechender Länge erforderlich»
In Hinblick auf die Tragfestigkeit des Stahlbetonbalkens iin Verband der fertigen Decke einerseits und anderseits
auf die Notvjendigkeit, zwischen den Balken Hourdis- oder Leichtbetonsteine einzulegen, welche als Verlierschalung für
eine zwischen den T—Balken anzubringende Druckplatte dienen $
erhalten die Stahlbetonbalken vorzugsweise T—Profil.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine aus einzelnen. Elementen zusammensetzbar© Vorrichtung zum.
fatlonellen. Herstellen von Stahlbetonbalken, aller in der Praxis vorkommenden Abmessungen, die zwecks weitgehender
Einsparung von Eisen und Zement entsprechend den jeweiligen statischen Erfordernissen gewählt werden können. Die Vorrichtung
ist also nicht auf die Herstellung von Betonbalken eines Profils beschränkt»
JSr-Cindungsgemyss wird der senkrechte Steg des T—Balkens in bestimmten Abständen mit Durchbrüchen versehen, welche
einmal für den Zusammenbau der Form, von «Tichtigkeit sind, anaer se its abor be,i uer Da orientierst ellung die Verwendung
durchgehender in der nachträglich herzustellenden Druckplatte einzubetonierender Querstäbe ermöglichen.
Bei der Herstellung von armierten Betonbalken ist es von "Richtigkeit, dass das zur Herstellung der Form dienende
Rüstzeug einmal die Möglichkeit bietet, die durch die Spannweite und die vorgesehene Belastung bedingten Abmessungen des
armierten T—Balkens, inabesondere die steticeh bedingte Höhe und Breite des Balkensteges und die Länge au variieren, und
sum andern, die für eine Raumdecke oder ein ganzes Geschoss vorgesehenen Balken möglichst in einem Arbeitsgang herzustellen,
sodass alle .balken bein Einbau das gleiciie Alter und cib— her die gleiche Festigkeit besitzen*
Erfindungsgemäss wird die für die Herstellung der T-BaIken mit stehendem T-Profil cLienenue Form, baukastenartig
aus einzelnen Formelementen zusammengesetzt* Die Hauptelemente der Form sind langgestreckte Balken mit hochkantstehendem. Rechteckprofil,
auf deren Oberfläche ein schmaler Mittelsteg ver-JBäuft, sodass an beiden Seiten eine Aussparung für die Herstellung
des durch den waagerechten T-Balken des Balkenprofils gebildeten Auflageglansch.es der Betonbalken entsteht, dessen
erfindungageijiäss einheitliche Breite durch die Aufliegenasen der einzulegenden Doppel—Hourdisplatten oder Leichtbeton—Hohlkörper
bestimmt ist.
Diese Haupteleme»te der Form können aus entsprechend abgekantetem Blech von geeignet grosser Dicke hergestellt werden.
,Es ist aber auch möglich, diese Haupt-Formelemente aus Brettern entsprechender Breite und Dicke zusammenzusetzen, die
sweckm&ssig mit Blech uinkleidet sind. Der Körper dieser Haupt-Formelemente ist in bestimmten Abständen mit beispielsweise
runden Durchbrüchen versehen,. durch die beim Zusagen bau der parallel nebeneinander auf eine ebene Unterlage gelegten Haupt-Formeleaente
Röhre geschoben werden, welche die in den Stegen der Betonbalken anzubringenden Löcher erzeugen. Zwischen den
Haupt-Formelementen werden beiin Zusammenbau der Form Vierkanthälaer oder Bretter angeordnet, die die Höhe und Breite der
senkrechten Stege der herzustellenden Betonbalken, bestimmen. Auch werden die zur Lgngenbegrenzung dienenden., dem Profil der
herzustellenden Balken entsprechende Abschlußbretter oder -Bleche zwischen die Haupt-formelemente eingesetzt. Das Ganze
wird durch quer zu den Haupt-Formelementen verlaufende, in den sie durchdringenden Rohren o.dgl· untergebrachte Spannelemente
so zusammengehalten t daß ein Verschieben oder Auseinandertreiben
der i'orm durch die während des Füllens und Büttelns an ihr auftretenden Kräfte nicht eintritt.
In die aus den jsinselelementen zusammengesetzten Formen werden Tor dem Einschieben der quer zur Längsrichtung der
Haupt-JOrmelemente verlaufenden Rohr© ο»dgl. die an sich bekannten Armlerumgskörper eingebracht, welche die an den
Betonbalken auftretenden Zug-, Schub- und Druckkräfte aufzunehmen haben.
Alles Hähere über die Erfinduftg ergibt sieh aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung,
auf der ein Vertikalsehsitt durch eine form auf der Höhe eines Querrohres mit einem Spannbolaen dargestellt ist. Dies© Abbildung
zeigt auch, wie in einer form gleichzeitig Stahlbetonbalken verschiedener SteghShen und -Breiten in einem Arbeitsgang
hergestellt werden könmen.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Haupt-formelemente aus den vier Brettern 1>
2* J und 4 zusammengenagelt und mit einer Bleehumkleidung 5 versehen» In regelmäßigen Abständen sind die die Bretter umkleidenden
Bleehmäntel 5 sowie die Bretter 1,2 und 3 mit vorzugsweise kreisrunden Durchbrüehen versehen, welche mit den an ihren
Außenrändern rechtwinklig abgekanteten Flanschrohren 6 ausgekleidet sind. Diese Bleehumkleidung der Haupt-FormemLemente
ist besonders an den Stoßstellen der Bleche in geeigneter Weise abgedichtet, um ein liadringen v©a feuchtigkeit zu den
Brettern und ein dadurch bedingtes Quellen derselben zai verhindern.
Zwischen den Haupt-Formelementen werden die in ihrer Höhe und Breite asu jeweiligen Erfordernissen hinsichtlich
Höhe und Breite des Balkensteges der herzustellenden armierten Betonl&lken angepassten. Kanthölzer 7, 8, 9 und to eingelegt,
die, wenn nur Betonbalken eines Profils benötigt werden, unter sich gleich sind.
Die Haupt-Formelemente können auf Rundeisen It aufgelegt werden, welche in der weiter unten beschriebenen Weise
das Ausschalen der fertigen Betonbalken erleichtern. Nachdem die Haupt-Farmelemente und die Kantholzer in der vorgesehenen
leise parallel nebeneinander und einander berührend auf einer ebenen Fläche angeordnet sind, werden in die zwischen den
Formelementen bleibenden, dem Profil der herzustellenden armierten Betonbalken entsprechenden Hohlräume die Armierungskörper eingebracht, welche in an sich bekannter Weise aus den
Druekstäben 12, den Zugstühen Ij5 13^d den sie verbindenden. Bügeln 14 bestehen.
Die Längenbegrenzung der in den Formen herzustellenden Betonbalken erfolgt durch in den Hohlräumen eingesetzte, dem
Profil der herzustellenden Balken entsprechende Abdeckplatten aus Blech oder Holz, welche gleichzeitig zur Versteifung der
Form beim seitlichen Verspannen dienen«
In den Fällen, wo außergewöhnlich lange Betonbalken hergestellt werden sollen, deren Länge die Länge der J'ormelemente
übersteigt, können an den Enden der Formelemente, durch Hut und Feder oder in ähnlicher Weise gesichert,
analoge Formelemente stumpf anstoßend angesetzt werden.
Alsdann werden durch alle miteinander fluchtenden Flanschrohre 6 die in ihrem Außendurchmesser dem Innendurchmesser
dieser Flanschrohre 6 annähernd entsprechenden durchgehenden Rohre 15 hindurch geschoben. In 3edes vierte &der
fünfte Rohr 15 werden besondere, die Formelemente zusammenziehende Spannelemente eingelegt, welche aus der Stange 16
bestehen, deren eines Ende durch einen Querbolzem 17 an dem das herausstehende Ende des Rohres 15 umfangenden Rohrstutzen
18 abgestützt wird, während am anderen Ende in die mit einer Längsnut 19 versehene Spannstange 16 ein Keil 20 eingetrieben
wird, welcher sich an dem das aus dem anderen Abschluß-Formelement herausragende Ende des Rohres 15 umfangenden
Rohr 21 abstützt.
lachdem die Form auf diese Weise fest zusammengefügt
ist, wird der entsprechend den Pestigkeitsforderungen angemachte Beton, beispielsweise Kiesbeton,, in die Form eingebracht
und durch an den Armierungskörpern und/oder den Formelementen angesetzte Rüttler verdichtet*
Nunmehr läßt man die Form ruhig stehen, bis der Beton, abgebunden hat. Erst dann, werden die keine Verspannelemente 16
enthaltenden Röhre 15, nachdem sie durch vorsichtiges Drehen um ihre Längsachse hinreichend gelockert worden sind, aus der
Form herausgezogen. Hierauf werden in den nunmehr rohr-freien Öffnungen jeweils neben, den die Verspannelemente 16 enthaltenden
Querrohren 15 Veripannelemente eingesetzt und alsdann nach Entfernen der ursprünglich eingesetzten Verspannelemente 16
auch die alsdann frei gewordenen Rohre 15 aus der Form herausgezogen*
Nachdem der Beton soweit erhärtet ist, daß die in der Form hergestellten Betonbalken ausgeschalt werden können, was
bei Verwendung von hochwertigem Zement oder Portlandzement nach etwa drei Tagen der Fall zu sein pflegt, wird die Form
auseinandergenommen. Zu diesem Zwecke werden zunächst die Spannelemente 16 entfernt und alsdann die Unterlagrundeisen 11
des äußersten Haupt-Formelementes mit Zangen o^dgl· herausgezogen«. Durch Abdrücken o»dgl. wird nun ein Herabfallen des
äußersten Haupt-Formelementes auf die Uiiterlagfläche erreicht. Alsdann wird an seine Stelle ein Vierkantbalken ο.dgl. neben
den ersten auszuschalenden Betonbalken gelegt. laehdem der Betonbalken von dem benachbarten Haupt-Formelement in an sich
bekannter Weise abgedrückt ist, wird er über den parallel vor ihm liegenden Vierkantbalken nach außen gekippt, sodaß
der Betonbalken mit seinem bisher oben befindlichen T-Flansch auf den Boden zu liegen kommt. Dort verbleibt er bis zum
vollständigen Erhärten etwa 2 bis 3 Wochen liegen.
Xn der gleichen Weise erfolgt <ias weitere Ausschalen, indem unter dem nächsten Haupt-Formelement zunächst die
Unterlagrundeisen ti entfernt werden und das Ausschalen in der eben beschriebenen Meise seinen Fortgang nimmt, bis auch der
letzte Betonbalken mit seinem T-Flansch auf dem Boden liegt, wo er zum weiteren Erhärten bis zum Abtransport verbleibt.
Die zum Zusammensetzen der Form dienenden Bauelemente sind nunmehr wieder zu. anderseitiger Verwendung verfügbar.
Claims (1)
1.) ¥egfhjj-"zuinj5erstell|^^· eisenarmierter Betonbalken,
parallel nebeneinander gelegte Haupt-Formelemente von vorzugsweise hochkantstehendem Beehteckquersehnitt mit in regelmäßigen
Abständen angeordneten Durchbrüehen ffe&aen^ auf deren Oberseite sich ein Längssteg befindet, der die Breite
und Höhe des T-Flansches der herzustellenden Betonbalken bestimmt, während zwischen ihnen als abstandshalter Kanthölzer
eingelegt wsraea-j deren Abmessungen für die Höhe und Breite des senkrechten T-Balken-Steges bestimmend sind, undfwS~d%e^
Haupt-Formelemente mittels durch die in ihnen Torgesehenen Durehbrüehe quer hindurchgesteckter Verbindungselemente
zusammengehalten
2·) Veggafarmi„nach Anspruch Ί, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbruche der Haupt-^ormelemente einen runden, ovalen oder
eckigen Querschnitt aufweisen, durch welche sie vollständig ausfüllende Bohre o. dgl, hindurchgesteckt -rosplefi-, die in den
herzustellenden .Betonbalken entsprechend große und zahlreiche Querdurchlässe erzeugen· , \ ■ rt. ι Λ
%») \TerfahreS^iDach Anspruch]^Z3adurch gekennz.eiehB.et, daß nach dem Zusammensetzen der Haupt-fformelemente mit den
dazwischen liegenden Yierkanthölz.e,rn in die zum Ausfüllen mit dem Beton dienenden Formen die entsprechend den vorgesehenen
Belastungen berechneten Armierungskörper eingelegt, werden, deren &ug- und Druckstäbe in an sich bekannter Weise durch
Bügel miteinander verbunden sind«
*?,) V^xfahfien nach eimern der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dajl zur Erleichterung des Auseinanddrbaueas
der ii'orm die Haupt-i'ormelemente auf leicht entfernbare Unterlagen, wie zeB» quer liegende Runtdeisen entsprechender Länge,
aufgelegt ee;1 Λ«'-ν cL,
,) ¥&&r&bTe&:-nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Form durch in den Verbindungsrohren (1,5)
angebrachte Spannstangen (16) ο ,.dgl· zusammengehalten ■*$&?&?/i^/i
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