DEP0016668DA - Ständergekapselter Rollgangsmotor - Google Patents
Ständergekapselter RollgangsmotorInfo
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Description
Bei dem vollkommen gekapselten Rollgangsmotor stehen die aktiven Teile nicht in Berührung mit der Aussenluft. Da das aktive Material des Rollgangsmotors im Betrieb nicht mit Frischluft angeblasen wird, kann die Wärmeabgabe nur über die Oberfläche des Gehäuses stattfinden.
Die im Betrieb auftretenden Verluste sind dem Volumen des aktiven Teiles, die Wärmeabgabe jedoch deren Oberfläche proportional. Man ist daher gezwungen die Verluste niedrig zu halten, was bei Erzielung einer bestimmten vom Rollgang verlangten Beschleunigungsarbeit einer Vergrösserung der aktiven Abmessung gleichkommt.
Da die Forderung des Querschleppens von Walzgut über den Rollgang hinweg erfüllt sein muss, ist der Durchmesser des mit der Rolle gekuppelten Rollgangsmotors stets kleiner als der Durchmesser der angetriebenen Rolle auszuführen. Eine Vergrösserung der aktiven Abmessung kann daher nur in axialer Richtung des Rollgangsmotors stattfinden. Dieses führt je nach der erforderlichen Beschleunigung, welche dem auf der Rolle liegenden Walzgut erteilt werden muss, zu verhältnismässig grossen aktiven Eisenbreiten des Rollgangsmotors.
Die äusserst hohe Schaltfähigkeit bei geringster Anfahr- und Bremszeit bedingen, dass der Läufer mit hohen Schlupfwiderstand versehen werden muss, welcher aus praktischen Gründen als fester Widerstand mit in den Läufer verlegt wird. Bei dieser Anordnung verteilen sich die im Augenblick des Anfahrens auftretenden Verluste auf den Ständer und auf den Läufer in ungefähren Verhältnis wie 1 : 3. Der Läufer führt demnach in diesem Betriebszustande ungefähr die dreifachen Verluste.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der Wärmeausgabe des Rollgangsmotors.
Gemäss der Erfindung werden die Stirn- und Innenflächen des Läufers und die Innenflächen der Kurzschlussringe über einen an der Unterkante des Flanschlagerschildes angeordneten Lufteintrittskanal, welcher senkrecht zur Wellenmitte verläuft, in Berührung mit der Aussenluft gebracht.
An Hand der Zeichnung ergibt sich, dass die vollkommene Kapselung vermieden wird, indem nur der empflindliche Teil, der Ständer 1, als Träger der geringeren Verluste der Kapselung unterliegt, während der Läufer 2, welcher unempflindlicher gegen die Beanspruchungen bei den höchsten Reversierspielen ist und die weit höheren Verluste führt, mit seinen Stirn- 3 und Innenflächen 4, sowie den Innenflächen der Kurzschlussringe 5,6, in Berührung mit der Aussenluft gebracht wird. Durch die Erfindung wird es ermöglicht, das aktive Material des Rollgangsmotors weit höher als bei vollständiger Kapselung zu beanspruchen und demnach mit weit geringeren Eisenbreiten auszukommen. Zur Vergrösserung der abkühlenden Innenfläche 4 des Läufers 2 erhält derselbe Kühlrippen 7, welche beim Stanzen der Läuferbleche in der Blechscheibe mit vorgesehen werden. Desgleichen erhalten auch die Innenflächen der Kurzschlussringe Kühlrippen 8. Der Eintritt der Aussenluft in die axialen Kühlkanäle 9 des Läufers 2 erfolgt über das Flanschlagerschild 10 und zwar unterhalb des Klemmbrettes- oder Kabelkastens durch einen Lufteintrittskanal 11. Das Flanschlagerschild 10 erhält zum Abschluss der Ständerwicklung gegen die Aussenluft eine eingegossene Trennwand 12, welche mit ihrer Bohrung über den Aussendruchmesser des Kurzschlussringes 5 greift und gegen diesen mit einer Dichtungsnut 13 abgedichtet werden kann. Auf der Gegenseite greift das Lagerschild 14 ebenfalls mit seiner Bohrung über den Aussendurchmesser des gegenseitigen Kurzschlussringes 6 und kann dort ebenfalls durch eine Dichtungsnut 15 abgedichtet werden. Zuletzt bilden die zylindrische Oberfläche des Läufers 2 mit den zylindrischen Oberflächen der beiderseitigen Kurzschlussringe 5 und 6 die vollkommene Kapselung des Ständers.
Die natürliche Luftströmung kann noch dadurch in ihrer Wirkung gesteigert werden, dass die auf der Gegenseite des Läufers 2 anzuordnende Pressplatte 16 als Lüfter ausgebildet wird.
Besondere Vorteile bietet die Erfindung der Rollgänge, welche oft durch Sinterstücke zwischen Plattenbelag und Rolle mehrere Stunden lang blockiert werden. Hierbei besteht die Gefahr, dass die Hitze des stehenden Walzgutes den stehenden Motor nachteilig beeinflusst. In diesem Falle genügt der Anschluss einer Pressluftleitung am Lufteintrittskanal 11 des Flanschlagerschildes 10, um die Erwärmung des Rollgangsmotors in zulässigen Grenzen zu halten.
Claims (5)
1. Ständergekapselter Rollgangsmotor, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirn- und Innenflächen des Läufers und die Innenflächen der Kurzschlussringe über einen an der Unterkante des Flanschlagerschildes angeordneten Lufteintrittskanal, welcher senkrecht zur Wellenmitte verläuft, in Berührung mit der Aussenluft gebracht werden.
2. Ständergekapselter Rollgangsmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenfläche des Läuferblechpaketes mit Kühlrippen versehen ist, welche beim Stanzen der Läuferbleche mit gestanzt werden.
3. Ständergekapselter Rollgangsmotor nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstärkung der Kühlluftförderung die Pressplatte der Läuferbleche auf der Luftaustrittsseite als Lüfter ausgebildet ist.
4. Ständergekapselter Rollgangsmotor nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Flanschlager mit Kühlluft umspült wird.
5. Ständergekapselter Rollgangsmotor nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei oft vorkommenden mehrstündigen Blockierungen des Rollgangsmotors eine Pressluftleitung am Lufteintrittskanal des Flanschlagerschildes ausgeschlossen werden kann.
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