DEP0013523DA - Drehspulsystem mit zylindrischem Kernmagnet und zylindrischem Eisenrückschluß - Google Patents
Drehspulsystem mit zylindrischem Kernmagnet und zylindrischem EisenrückschlußInfo
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Description
Bei Drehspulgeräten der üblichen Bauart, d.h. ohne Kernmagnet, wird meist ein magnetischer Nebenschluß vorgesehen, um das Abgleichen des Gerätes auf eine vorgegebene Empfindlichkeit zu erleichtern. Hat beispielsweise ein als Spannungsmesser dienendes Drehspulgerät ein System bestimmter Windungszahl und einen gegebenen Vorwiderstand, so kann das Abgleichen des Maximalausschlages bei dieser Anordnung zum Ausgleich von etwa verschieden starken, die Gegenkraft erzeugenden Spiralfedern durch Schwächen des Luftspaltflusses mittels eines solchen magnetischen Nebenschlusses durchgeführt werden. Dieses Verfahren bietet den Vorteil, daß es auf die Skalencharakteristik keinen nennenswerten Einfluß hat.
Bei Drehspulgeräten mit Kernmagnet-Drehspulsystemen wäre das Anbringen eines solchen magnetischen Nebenschlusses, der zudem beide Luftspalte gleichmäßig beeinflussen müßte, nur mit großen Schwierigkeiten durchführbar, so daß man es bei der Serienfertigung vorzieht, die Magnete mit Hilfe von Wechselstrom jeweils so weit zu schwächen, daß der Maximalausschlag bei dem vorgeschriebenen Strom erreicht wird. Für dieses Verfahren benötigt man jedoch eine umfangreiche Einrichtung zum Eichen, und es ist häufig ein Neumagnetisieren der Kernmagnete erforderlich, weil sehr leicht versehentlich ein Magnet bei der Durchführung des Abgleichverfahrens zu stark geschwächt wird.
Alle diese Nachteile werden bei dem Drehspulsystem mit zylindrischem Kernmagnet und koaxial zylindrischem Eisenrückschluß gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß zum Einstellen der Empfindlichkeit der Eisenrückschluß und der Kern relativ zueinander in Richtung der Erzeugenden verschiebbar angeordnet sind. Durch die Verschiebung wird die Höhe des wirksamen Luftspaltes und damit das von einem bestimmten Strom erzeugte Drehmoment geändert. Eine Änderung der Luftspalthöhe um plus/minus 5% bewirkt eine relative Änderung der Empfindlichkeit des Gerätes von etwa der gleichen Größe. Zur Durchführung einer solchen Änderung der wirksamen Höhe des Luftspaltes müßte bei einem Kern von 20 mm Höhe der Rückschluß um etwa plus/minus 1 mm relativ zum Kern verschiebbar angebracht sein.
Die Figuren zeigen in z.T. schematischer Darstellung ein besonders zweckmäßiges Ausführungsbeispiel des Drehspulsystems gemäß der Erfindung.
Der zylindrische Kernmagnet 1 ist von dem zylindrischen Rückschluß 5 umgeben. In eine Bohrung des Kerns, der meist aus einer schwer bearbeitbaren Eisenlegierung besteht, ist eine kleine Menge eines leichter bearbeitbaren Metalls eingespritzt, eingesintert oder eingeschlagen und mit Gewinde für eine Schraube 4 versehen, mit deren Hilfe der Kernmagnet mit dem Lagerbügel 2 fest verbunden wird. Erforderlichenfalls können auch mehrere solcher Schrauben 4 auf diese Weise mit dem Kern verschraubt werden.
Der Eisenrückschluß 5 ist mit Längsschlitzen 8 versehen, in denen sich die Schrauben 6, die die Verbindung mit dem Lagerbügel 2 herstellen, bei der Relativverschiebung von Kern und Rückschluß befinden.
An Stelle der dargestellten Zylinderkopfschrauben können, wenn sie besonders schwer zugänglich sind, beispielsweise auch Sechskant- oder Kreuzlochschrauben vorgesehen werden.
Zur Erleichterung des Einstellens sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel im Lagerbügel 2 und im Rückschlußring 5 Nuten 7
vorgesehen, in die man beispielsweise mit einem Schraubenzieher zum Verstellen eingreifen kann. Anstelle der NMuten können auch Vorsprünge vorgesehen werden. Es empfiehlt sich in jedem Falle, diese Teile an benachbarten Stellen anzubringen, so daß man mit dem Werkzeug gleichzeitig in je eine Vertiefung eingreifen kann.
Claims (3)
1. Drehspulsystem mit zylindrischen Kernmagnet und koaxial zylindrischem Eisenrückschluß, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einstellen der Empfindlichkeit der Eisenrückschluß (5) und der Kern (1) relativ zueinander in Richtung der Erzeugenden verschiebbar angeordnet sind.
2. Drehspulsystem nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem dieser Teile, vorzugsweise im Eisenrückschluß (5), Längsschlitze (8) vorgesehen sind, in denen sich bei der Relativverschiebung von Kern und Eisenrückschluß in dem anderen Teil oder in einem mit ihm fest verbundenen Teil, vorzugsweise dem Lagerbügel (2), befestigte Schrauben (6) befinden.
3. Drehspulsystem nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die relativ zueinander verschiebbaren Teile (2 und 5) mit, vorzugsweise einander benachbarten, Nuten oder Vorsprüngen (7) zum Eingreifen eines Werkzeugs zur Durchführung der Relativverschiebung versehen sind.
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