DEP0012650DA - Geschirmtes elektrisches Gerät - Google Patents
Geschirmtes elektrisches GerätInfo
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Description
Bei geschirmten elektrischen Geräten, insbesondere für die elektrische Nachrichten- und Messelektronik, treten bei der Entstörung der Geräte bzw. bei der Entkopplung vom Netz dadurch Schwierigkeiten auf, dass die Erdungskondensatoren in ihrem Kapazitätsbetrag durch den zulässigen Berührungsstrom begrenzt sind. Es gelingt bei Einhaltung der Berührungsströme im allgemeinen nicht durch alleinige Beschaltung der Netzleitungen, z.B. einen Prüfgenerator, einen Messempfänger oder einen Wechselrichter, so vom Netz zu entkoppeln, dass er nicht über das Netz Störleistungen abgibt oder empfängt.
Statt oder gleichzeitig mit der Anwendung von Erdungskondensatoren wird gemäß der Erfindung ein Zwei- oder Mehrschenkelübertrager mit einer Primär- und einer oder mehrerer Sekundärwicklungen zum Einsatz gebracht, bei welchem Primär- und Sekundärwicklungen zu verschiedenen Seiten einer Schirmung angeordnet sind. Der Übertragerkern kann dabei entweder die Schirmung des Gerätes durchdringen oder er kann, in zwei Teile zerschnitten, beiderseits einer als Schirmung benutzten Gehäusewand angebracht werden, wobei aber an den Stoßstellen der Übertragerteile eine mehr oder weniger starke Eisenplatte in die Gehäusewand einzusetzen ist. Durch den Schirm tritt eine geringe Zusatzbelastung des Übertragers auf. In den Fällen, in denen diese zu groß werden sollte, kann der Schirm zwischen den Kernjochen geschlitzt und der Schlitz mit
einen oder mehreren Kondensatoren überbrückt werden, welche bei der Netzfrequenz noch so hochohmig sein müssen, dass für diese Frequenz das Magnetfeld noch nicht beeinflusst wird. Die Kondensatoren sind so anzuschließen, dass sich die Kurzschluss-Schleife eng um die Joche schließt. Der Schlitz kann in der Schirmung so angebracht werden, dass er außen zwischen den beiden Kernjochen verläuft, da dort der Streufluss geringer ist und eine bessere Entstörung zu erwarten ist. Über die Eisenjoche des Übertragerkernes wird infolge der niedrigen Grenzfrequenz der Transformationsfläche die zwischen beiden Wicklungen genügend klein bleiben.
Der Schirmschlitz ist besonders vorteilhaft durch eine metallische Blende verdeckt. Stattdessen oder gleichzeitig kann sich aber auch die Schirmung am Schlitz überlappen. Es wird in den meisten Fällen schon eine ausreichende Wirkung durch Überlappung der Schirmbleche über mehrere Zentimeter Breite eintreten.
In der Figur ist eine Ausführungsform der Erfindung in ihrem für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Teilen dargestellt. Vom Gerät selbst ist lediglich ein Teil der Schirmung 1 und der Mehrschenkelübertrager 2 mit seinen Wicklungen 3 (z.B. der Primärwicklung) und 4 (z.B. einer Sekundärwicklung) dargestellt. Die Schirmung 1 ist zwischen den Kernjochen des Übertragers geschlitzt. Der Schlitz 5 ist durch Kondensatoren 6 überbrückt, deren Scheinwiderstand gegen den inneren Widerstand der Schleife für die Störfrequenz niederohmig ist. Wie strichpunktiert angedeutet, kann der Schlitz auch außen zwischen den beiden Joches verlaufen. Für die Wirkungsweise der Entstörung ist es gleichgültig, ob die Störquelle innerhalb der Schirmung (z.B bei Wechselrichtern, elektrischen Motoren usw.) oder außerhalb der Schirmung (z.B. bei Empfängern, Messgeräten usw.) anzunehmen ist.
Wie schon angegeben, kann der Übertragerkern auch zerschnitten werden, sodass der eine Teil die Primärwicklung 3 und der andere teil die Sekundärwicklung 4 trägt. An den Flächen A und B wird je eine Eisenplatte vorgesehen, die bei Benutzung einer Gehäusewand (z.B. 1) als Schirmung in diese eingesetzt wird.
Claims (7)
1. Geschirmtes elektrisches gerät, insbesondere für die elektrische Nachrichten- und Messtechnik, mit Mitteln zur Entstörung einer zum Gerät führenden bzw. von ihm abgehenden, eine niederfrequente Spannung führenden Leitung, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Zwei- oder Mehrschenkelübertragers (2) mit einer Primär- (3) und einer oder mehrerer Sekundärwicklungen (4), bei welchem Primär- und Sekundärwicklungen zu verschiedenen Seiten der Schirmung (1) angeordnet sind.
2. Elektrisches Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurzschlusswirkung der Schirmung durch einen Schirmschlitz verhindert ist, welcher durch einen oder mehrere Kondensatoren überbrückt ist, die so niederohmig sind, dass sich für die störenden Frequenzen ein Kurzschluss ergibt.
3. Elektrisches Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schirmschlitz außen zwischen den beiden Kernjochen verläuft.
4. Elektrisches Gerät nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schirmschlitz durch eine metallische Blende verdeckt ist.
5. Elektrisches Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Schirmung am Schlitz überlappt.
6. Elektrisches Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Überlappung über mehrere Zentimeter Breite erfolgt.
7. Elektrisches Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel geteilt und durch die Schirmung (z.B. Gehäusewand) getrennt unter Einfügung einer in der Schirmung vorgesehenen Eisenplatte zusammengesetzt sind.
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