DEP0012434DA - Verfahren zur Herstellung von Pumpenkolben, insbesondere für Füllfederhalter - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Pumpenkolben, insbesondere für FüllfederhalterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Pumpenkolben, insbesondere für Füllfederhalter. Es sind bereits die verschiedensten Arten von Kolbenpumpen bekannt geworden, die sowohl für Füllfederhalter als auch für andere, beispielsweise medizinische, Zwecke, für feinmechanische, hydraulische usw. Anlagen Verwendung fanden. Bei derartigen Kolbenkonstruktionen gelangt im allgemeinen ein Tragkörper zur Anwendung, auf dessen Umfang ein Dichtungsmaterial, beispielsweise Gummi, Kork oder ähnliches, gehalten ist. Dabei hat das Dichtungsmaterial die Aufgabe, den Spalt einmal zwischen Kolben und Dichtung und zum anderen zwischen Dichtung und innerem Zylinderumfang abzuschliessen.
Alle bekannten Konstruktionen weisen den Mangel auf, dass der Kolben binnen kurzem infolge des Eintrocknens des Dichtungsmaterials undicht wird.
Durch die Erfindung werden die Nachteile der bekannten Konstruktionen vermieden, was von besonderem Vorteil bei der Herstellung von Füllfederhaltern ist, indem erfindungsgemäss die Kolbendichtung durch Aufspritzen elastischen Materials auf einen geeigneten, den Kolben bildenden Träger bewirkt wird. Gegebenenfalls kann aber auch der gesamte Kolben aus elastischem Material gespritzt sein. Desgleichen lassen sich auch die Befestigungsglieder des Kolbens bzw. der Dichtung im gleichen Spritzvorgang aus gleichem Material mit herstellen.
Erfindungsgemäss lässt sich das Aufspritzen auch durch Aufpressen oder einen anderen geeigneten Auftrag der elastischen Masse im plastischen Zustand ersetzen. Als Material für das Aufspritzen lässt sich vorzugsweise eine Vinylpolymerisat oder ein hochpolymeres Aethylen verwenden. Es wird auf diese Weise ein Kolben erzielt, der mit der Dichtung innig verbunden ist und bei dem die Dichtungsmasse nicht eintrocknen kann.
Ein nach dem neuen Verfahren hergestellter Kolben, der besonders für Füllfederhalter Verwendung finden soll, kennzeichnet sich darin, dass der ganze Kolben oder nur die Dichtungsmasse auf die Kolbenstange aufgespritzt ist. Dabei ist das elastische Material so angeordnet, dass die Dichtung die ganze Kolbenfläche überdeckt und sich dichtend an den inneren Umfang des Zylinders bzw. des Schaftes bei Füllfederhaltern anlegt. Gelangen hohle Kolbenstangen zur Anwendung, so kann die Dichtungsmasse auf einen die Höh-
lung ausfüllenden Tragkörper, beispielsweise einer Schraube o.dgl., zum Zwecke der Abdichtung aufgespritzt sein, oder es ist sowohl das Glied zum Ausfüllen der Kolbenhöhlung als auch der Dichtungskopf gemeinsam aus elastischem Material gebildet.
Der Erfindungsgedanke ist in den anliegenden Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Füllfederhalter,
Fig. 2 eine Seitenansicht einer für die neue Kolbenform verwendeten hohlen Kolbenstange im vergrösserten Masstabe,
Fig. 3 eine Draufsicht auf Fig. 2,
Fig. 4 eine Seitenansicht des fertigen Hohlkolbens,
Fig. 5 eine Draufsicht auf Fig. 4,
Fig. 6 eine Seitenansicht eines Kolbenkopfes, der bei hohlen Kolbenstangen zur Anwendung gelangt,
Fig. 7 eine Seitenansicht der Dichtung und
Fig. 8 eine Ansicht des ganzen Kolbenkopfes.
In den Darstellungen ist die Anwendung der neuen Kolbenausbildung bei Füllfederhaltern gezeigt und dabei insbesondere solchen, die mit einer hohlen Kolbenstange arbeiten. Da der Aufbau eines solchen Füllfederhalters bekannt ist, erübrigt sich die Beschreibung von für die Erfindung unwichtigen Einzelheiten. Die hohle Kolbenstange 1, die im Innern des Schaftes 2 des Füllfederhalters sitzt, führt sich mit einer Mutter 3 auf der drehbaren Gewindespindel 4 und trägt an ihrem vorderen Ende den Kolbenkopf 5. Die neue Ausbildungsform der Kolbenstange mit dem Kolben ist in den Fig. 2 bis 5 dargestellt. Die Kolbenstange 1, die vorzugsweise aus Kunststoff gebildet ist, trägt an ihrem vorderen Ende
einen Vorsprung 6 von vorzugsweiser kegeliger Gestalt. Dieser Vorsprung kann gegebenenfalls noch mit Abflachungen, Einkerbungen o.dgl. versehen sein und bildet mit der hohlen Kolbenstange einen Teil. In einem nicht näher zu erläuternden Spritzvorgang und in einer geeigneten Form wird dann über diesen Vorsprung 6 eine Dichtungsmasse aus elastischem Material gespritzt oder gepresst, so dass diese dann den aus Fig. 4 ersichtlichen Kolbenkopf 7 bildet, der gegebenenfalls mit einer rundherumlaufenden, nach Art eines Kolbenringes ausgebildeten Erhebung 8 versehen sein kann. Wichtig ist, dass das elastische Dichtungsmaterial sich über die gesamte Kolbenfläche F hinwegerstreckt und sich mit der Erhebung 8 dichtend an den inneren Umfang des Schaftes 2 des Füllfederhalters anlegt.
Gegebenenfalls lässt sich auch eine hohle Kolbenstange verwenden, deren Höhlung durchgeht. In diesem Falle wird an Stelle des Vorsprunges 6 in der Höhlung der Kolbenstange 1 ein Gewinde vorgesehen, in welches ein Verschlussstück gemäss Fig. 6 fest eingedreht wird. Dieses Verschlusstück besitzt zu diesem Zwecke einen Gewindeansatz 9, der einen dem Vorsprung 6 entsprechenden kegelförmigen Kopf 10 unter Zwischenschaltung eine engen Halses 11 trägt. Auf dne Kopf 10 lässt sich ein Dichtungskopf gemäss Fig. 7 anbringen, der aus elastischem Material in einer besonderen Spritzform auf den Kopf 10 aufgespritzt wird. Dieser Dichtungskopf 12 besitzt vorzugsweise wieder einen zum Teil 8 entsprechenden Bund 8', der der guten Abdichtung dient. In Fig. 8 ist der ganze Kolbenkopf
dargestellt, wie er in das vordere Ende der hohlen Kolbenstange eingedreht werden kann. Gegebenenfalls lassen sich aber auch der Gewindeansatz 9 und der Dichtungskopf 12 aus einem gemeinsamen elastischen Material in einem Stück herstellen, was den Vorteil hat, dass einmal die Bohrung der hohlen Kolbenstange abgedichtet ist und gleichzeitig auch die Dichtung am inneren Umfang des Zylinders ordnungsgemäss bewirkt wird.
Claims (10)
1.) Verfahren zur Herstellung von Pumpenkolben, insbesondere für Füllfederhalter, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben samt Dichtung durch Aufspritzen thermoplastischer Kunststoffe auf einen geeigneten Träger hergestellt wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nur die Kolbendichtung auf einen geeigneten, den Kolben bildenden Träger aufgespritzt wird.
3.) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die der Befestigung des Kolbens auf der Kolbenstange bzw. der Dichtung auf dem Kolben dienenden Elemente, wie Gewindeansatz, Falze oder ähnliches, mitgespritzt werden.
4.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufspritzen durch Aufpressen des elastischen Materials im plastischen Zustand ersetzt wird.
5.) Pumpenkolben, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die an ihm sitzende Kolbenstange mit einem geeigneten Kopf,
Ansatz, Bund o.dgl. ausgestattet ist als Träger für das elastische Material.
6.) Pumpenkolben nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung die gesamte Kolbenfläche überdeckt.
7.) Pumpenkolben nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Dichtungsmaterial kolbenringartige Erhebungen herausgebildet sind.
8.) Pumpenkolben nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in die Kolbenstange bzw. das den Kolben bildende Organ ein geeigneter Träger wie Schraube, Ansatz o.dgl. eingedreht ist, der den Träger für die Kolbendichtung aus elastischem Material bildet.
9.) Pumpenkolben nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anwendung hohler Kolbenstangen der Träger für das Dichtungsmaterial gleichzeitig den vorderen Abschluss der Höhlung bildet.
10.) Pumpenkolben nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass Schraube und Dichtung einen gemeinsamen Teil aus elastischem Material bilden, der durch Spritzen oder Pressen erzeugt wird.
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