DEP0012248DA - Verfahren und Vorrichtung zum Tiefziehen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Tiefziehen.Info
- Publication number
- DEP0012248DA DEP0012248DA DEP0012248DA DE P0012248D A DEP0012248D A DE P0012248DA DE P0012248D A DEP0012248D A DE P0012248DA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- tailpiece
- sheet metal
- deep drawing
- size
- pressure
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 16
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 15
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 15
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 2
- 238000003825 pressing Methods 0.000 claims description 2
- 230000005284 excitation Effects 0.000 claims 1
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 4
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 2
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 230000005288 electromagnetic effect Effects 0.000 description 1
- 230000001771 impaired effect Effects 0.000 description 1
- 239000000314 lubricant Substances 0.000 description 1
- 238000005461 lubrication Methods 0.000 description 1
- 238000005498 polishing Methods 0.000 description 1
- 238000007711 solidification Methods 0.000 description 1
- 230000008023 solidification Effects 0.000 description 1
- 230000002269 spontaneous effect Effects 0.000 description 1
Description
Verfahren und Vorrichtung zum !Tiefziehen.
Beim Tiefziehen hat der Saitenhalter bekanntlich die Aufgabe, die Bildung von Falten infolge tangentialer Stauchung der in
Verformung begriffenen (Teile des Werkstückes zu verhindern. Hierzu muss der Blechzuschnitt mit einer gevd.ssen Mindestkraft
zwischen Ziehring und Saitenhalter eingespannt sein«
Als unerwünschte Bebenerscheinung tritt dabei eine hohe Reibung zwischen Werkstück einerseits und Saitenhalter andererseits
auf, durch die die im verformten, beispielsweise zylindrischen Teil des Blechkörpers auftretende Zugkraft beim Ziehvorgang
ungünstig erhöht wird, zumal da gleichzeitig dadurch eine Vergrösserung der Heibung an der inneren abgerundeten
Kante des Ziehringes bedingt ist. Weiterhin kann durch die z?;ischen Blech, Saitenhalter und Ziehring auftretende Reibung
eine radiale Dehnung des dort befindlichen !Teils des Werkstücks auftreten, die sein Verformungsvermögen beim anschliessenden
eigentlichen Tiefziehvorgang beeinträchtigt«
Die Beibung hat man "bisher auf verschiedene Weise zu vermindern gesuchtf u.a. durch möglichste Verringerung des
3? al tenhalt er drucks. Wird dabei eine untere kritische, u.a* von der Blechstärke abhängige Grenze unterschritten, so besteht die
Gefahr der faltenbildung. Sowohl zu geringer als auch zu hoher Saitenhalterdruck führt bekanntlich zum Reissen des Blechkörpers.
Praktisch besteht dann, wenn man die Tiefziehfähigkeit eines Bleches möglichst voll ausnutzen will, nur ein kleiner Bereich
für den Saltenhalterdruck, in dem das liefziehen ohne Reissen möglich isifand den man von FaH zu fall zu ermitteln hat.
Als weitere Maßnahmen kennt man reichliche Schmierung mit geweilig zu erprobenden Schmiermitteln und Politur der Arbeitsflächen
des Werkzeuges,
Erfindungsgemäß wird der ungünstige Einfluß der Eeibung dadurch weitgehend vermieden, daß der Saitenhalter während des Ziehvorganges
mit schnell veränderlicher Anpreßkraft auf das Blech einwirkt. Hierdurch wird erreicht, daß dann, wenn der Anpreßdruck
beispielsweise zwischen dem Wert UuIl und einem Maximalwert wechselt, die Reibungskraft in gleicher Weise sich ändert, und
damit ein zeitweilig fast ungehemmtes Gleiten des Bleches zwischen Saitenhalter und Ziehring stattfinden kann» Sofern der mittlere
Anpreßdruck nur genügend hoch ist, kann dabei trotzdem eine !Faltenbildung nicht auftreten» Der Wahl des Anpreßdrucks braucht
dabei also keine besondere Sorgfalt mehr zugewandt zu werden.
Es sind bereits Verfahren beschrieben, bei denen der faltenhalterdruck während des Ziehvorganges nach einem, bestimmten Programm
•verändert wird. Doch handelt es sich dabei ausschließlich um langsam und stetig verlaufende Druckänderungen*
Die Belastung soll zwischen einem Maximalwert, der praktisch beliebig hoch gewählt werden kann, und einem Wert nahe bei Hull
schwanken. Auch der untere Wert ist dabei keineswegs kritisch. Bs genügt, wenn das Blech im Bereich der unteren Belastung ohne
besonderen Kraftaufvjand zwischen Saitenhalter und Matrize gleiten kann. Man kann die Amplitude des Belastungswechsels auch
so groß machen, daß der Saitenhalter sich zeitweilig vom Blech abhebt. Doch ist es dabei möglich, daß durch die hämmernde
Wirkung des Saltenhalters das Blech eine unerwünschte Verfestigung erfährt.
Die !Frequenz des Belastungswechsels, der vorteilhaft periodisch vorgenommen wirdf richtet sich nach der Geschwindigkeit des
Ziehvorganges, vorzugsweise beträgt sie 5o bis 1oo Wechsel in der Sekunde.
Zur Erzeugung des Belastungswechsels können die verschiedensten Mittel angewandt werden. Wird, wie es vielfach geschieht, der
Saitenhalter durch Preßluft betätigt, so kann durch schnell wechselnde Höhe des Luftdrucks die gewünschte Wirkung erzielt
werden, indem z.B# der Luftdruck durch einen Kolbenkompressor ohne Druckausgleichskammern und Drosselstellen erzeugt wird.
Is ist dabei auch, möglich, einem konstanten Luftdruck eine genügend große Druckschwankung zu überlagern. In ähnlicher
Weise, aber noch wirkungsvoller, kann bei Verwendung von flüssigen Druckübertragungsmitteln der Druck moduliert werden.
Wendet man Federkräfte zur Erzielung des ]?altenhalterdrucks an, so können z.B* die Widerlager der !Federn beweglich., u.a.
durch. Exzenter betätigt s ausgestaltet werden und die Druckschwankungen
über die !Federn zugeleitet werden»
Bs können jedoch auch, bei konstanter Federkraft dem Saitenhalter zusätzlich schnell veränderliche Kräfte zugeführt werden,
in bekannter Weise beispielsweise Massenkräfte mittels am Faltenhalter angebrachter rotierender Uiiwuchten oder elastisch
mit dem Faltenhalter verbundener schwingender Massen.
Ss ist auch elektromagnetische Urzeugung -von Wechselkräften mittels Wechselstrom möglich, indem entweder dem Saitenhalter
selbst oder an ihm befestigten Eisenankern oder mit ihm elastisch verbundenen Massen elektromagnetische Kräfte zugeführt
werden.
Bs ist bereits vorgeschlagen worden, den Faltenhalter zwecks Verringerung des Formänderungswiderstandes des Werkstücks zu
heizen^, Diese Heizung kann gleichzeitig mit der elektromagne tischen Einwirkung auf den Faltenhalter durch die dabei auftretenden
Wirbelströme und Verluste im Eisen erreicht werden«
Die erfindungsgemäße Wirkung kann auch, dadurch bewirkt werden, daß anstelle des laltenhalters der dem !Paltenhalter
gegenüberliegende 3}eil des Ziehwerkzeugs schnell wechselnde Anpreßkräfte auf das Werkstück ausübt, doch ist diese Anordnung
meist nicht so leicht zu verwirklichen und an -vorhandenen Ziehvorrichtungen anzubringen, da dazu ein Umbau der Ziehmatrize
erforderlich ist.
Is ist auch möglich, die gewünschte Wirkung durch dem Werkzeug^ insbesondere dem Faltenhalter, zugeführte stoßartige
Erschütterungen zu erzielen, die mit den oben beschriebenen oder anderen bekannten Mitteln, z.B. preßlufthammerähnlichen Vorrichtungen,
erzeugt werden»
Claims (8)
1) ^erfahren zum Tiefziehen von Hohlkörpern aus Blech., daduroh gekennzeichnet, daß der Saitenhalter o-der der dein Saitenhalter
gegenüberliegende Teil des Ziehwerkzeugs während des Ziehvorganges mit in ihrer Größe schnell, insbesondere periodisch,
vorzugsweise mit Frequenzen von 5o bis 1oo Hz veränderlichem Anpreßkraft auf das Werkstück einwirkt.
2) Verfahren zum Tiefziehen von Hohlkörpern aus Blech naäh Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der Anpreßkraft
des Saitenhalters zwischen einem Maximalwert und
schnell
einem Wert nahe bei IuI]/ wecnselt*
3) Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens zum Tiefziehen von Hohlkörpern aus Blech nach Anspruch 1 und 2S dadurch gekennzeichnet
j daß der Saltenhalterdruek durch einen schnell, insbesondere periodisch, wechselnden Gas- oder Flüssigkeitsdruck
erzeugt wirde
A-) Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens zum. Tief ziehen von Hohlkörpern aus Blech nach Anspruch 1 und 2, dadurch
getennzeich.net, daß die Veränderung des Saltenhalterdrucks über Sedern dem Saitenhalter zugeleitet wird, wobei entweder
die Hauptandruckfedern oder gleichzeitig mit diesen wirkende Sedern die in ihrer Größe schwankenden Kräfte dem Saitenhalter
zuleiten .
5) Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in ihrer Größe schwankende
Eraft auf den Faltenhalter durch rotierende Unwuchten und/oder durch mit dem Saitenhalter elastisch gekoppelte schwingende
Massen erzeugt wird*
6) Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselkräfte auf den Faltenhalter
auf elektromagnetischem Wege, insbesondere durch Erregung mit Wechselstrom,erzeugt werden.
7) Verfahren zum Tiefziehen von Blechen unter Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
gleichzeitig mit dem Einwirken elektromagnetischer Kräfte auf den Saitenhalter dieser und/oder das Werkstück, insbesondere
durch die dabei auftretenden Wirbelströme, elektrisch geheizt wird.
8) Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet» daß die Anpreßkraft auf das Werkstück
durch dem Werkzeug, insbesondere dem Faltenhalter, zugeführte stoßartige Irschütterungen in ihrer Größe verändert wird*
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69202351T2 (de) | Schwingungsdämpfende Lagervorrichtung. | |
| DE69326505T2 (de) | Vibrationsvorrichtung für vibrationsangetrieben Motor und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| US4327568A (en) | Method for the cold rolling of parts | |
| DE811582C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Tiefziehen | |
| DE841379C (de) | Daempfungsvorrichtung an Maschinengestellen, insbesondere von Werkzeugmaschinen | |
| DEP0012248DA (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Tiefziehen. | |
| DE2450267A1 (de) | Federndes bauteil, wie insbesondere tellerfeder | |
| DE729429C (de) | Streckziehverfahren fuer Bleche | |
| DE723220C (de) | Faltenhaltung fuer Bleche beim Ziehen | |
| DE869437C (de) | Verfahren und Vorrichtung fuer den Antrieb von arbeitleistenden Schwingsystemen | |
| DE606854C (de) | Verfahren zur Verarbeitung von Aluminiumblech zu Zier- und Nutzgegenstaenden | |
| DE102006051683B4 (de) | Verfahren zum Bearbeiten von Tellerfedern oder Wellfedern durch Kugelstrahlen | |
| DE3201389C2 (de) | ||
| AT314321B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur elektrischen Abbrenn-Widerstands-Stumpfschweißung von Werkstücken, insbesondere von Rohren | |
| DE497531C (de) | Verfahren zur Herstellung von Resonanzfedern | |
| DE102021001723A1 (de) | Schnittschlagtilger | |
| DE593744C (de) | Verfahren zur Herstellung von Messmembranen | |
| DE433976C (de) | Federanordnung fuer Reibungspuffer | |
| DE2101283A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Diamanten | |
| DE905683C (de) | Einrichtung zur Erzeugung grosser Wechselkraefte hoher Frequenz | |
| DE2416319C3 (de) | Stoßdämpfer zur Aufnahme horizontal verlaufender Schwingungen zwischen Fundament und FuStell eines Geräts | |
| DE687547C (de) | Kurbelwelle mit Gegengewichten | |
| DE581452C (de) | Buerstenhalter mit durch Bewegen der einen Seitenwand in der Breite verstellbaren Buerstentaschen | |
| DE2923344A1 (de) | Stossdaempfer, insbesondere fuer schienenfahrzeuge | |
| DE1050274B (de) | Verfahren zum Herstellen von der Reibung unterworfenen Uhrwerkteilen aus Kunststoff |