DEP0011404DA - Einrichtung zur Rückzündungsmeldung für Stromrichtergefäße - Google Patents

Einrichtung zur Rückzündungsmeldung für Stromrichtergefäße

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DEP0011404DA
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DE
Germany
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voltage
cathode
relay
housing
glow
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Max Dr.-Ing. Berlin-Reinickendorf Bosch
Erhardt Dipl.-Ing. Berlin-Haselhorst Gruber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
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Description

Bei Quecksilberdampf-Entladungsgefäßen, insbesondere bei solchen, die an einem gemeinsamen Transformator angeschlossen sind, wie z.B. einanodige Stromrichtergefäße, nicht durch getrennt wirkende Schutzschalter oder Sicherung abtrennbar sind, tritt die Aufgabe auf, bei einer Rückzündung im Gefäß dieses zuverlässig kenntlich zu machen. Gemäß der Erfindung wird hierzu eine Anzeigevorrichtung benutzt, welche auf die Richtung der zwischen Plasma und Kathode herrschenden Spannung anspricht. Die Erfindung macht sich dabei die Erscheinung zu nutze, daß bei Eisenstromrichtern die Spannung zwischen Gehäuse und Kathode, die im normalen Betrieb positiv ist, sich bei einer Rückzündung in ihrer Richtung umkehrt. Verwendet man daher ein Gerät, welches selektiv nur anspricht, wenn das Gehäuse gegen Kathode negativ wird, so erhält man eine eindeutige Anzeige des von einer Rückzündung betroffenen Gefäßes. Die Anzeigevorrichtung muß dabei so ausgebildet sein, daß sie die Meldung festhält, auch wenn die Spannung verschwindet bzw. sich umkehrt. Zu diesem Zweck kann man beispielsweise ein Fallklappenrelais verwenden, das über ein Ventil, z.B. einen Trockengleichrichter, zwischen Kathode und Gehäuse des Entladungsgefäßes angeschlossen ist. Anstelle des Fallklappenrelais kann auch ein Kipprelais Anwendung finden. Als Anzeigevorrichtung kann man auch ein Glimmrelais benutzen, das von der genannten Spannung zum Zünden gebracht wird und auch nach Verschwinden dieser Spannung weiter brennt. Die Erfindung kann nicht nur bei Entladungsgefäßen mit metallischem
Gehäuse angewendet werden, sondern auch bei Glasgefäßen. Es tritt dann anstelle der Spannung zwischen Gehäuse und Kathode die Spannung zwischen einer in das Gefäß eingebauten Sonde, welche annähernd das Plasmapotential annimmt, und der Kathode.
In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Bei der Anordnung nach Fig. 1 ist mit 1 ein Entladungsgefäß bezeichnet, mit der Quecksilberkathode 2 und dem Gehäuse 3. Zwischen Kathode und Gehäuse liegt ein Relais 4 über einen Trockengleichrichter 5. Das Relais kann daher nur ansprechen, wenn die Spannung zwischen Kathode und Gehäuse positiv wird. Das Relais kann beispielsweise ein Fallklappenrelais sein oder ein Kipprelais, das auch nach Verschwinden der Spannung bzw. auch wenn die Spannung zwischen Gehäuse und Kathode positiv wird, in seiner einmal eingenommenen Lage verharrt.
Die Figuren 2 und 3 zeigen Ausführungsbeispiele mit Glimmrelais, und zwar Fig. 2 mit einem Glimmrelais mit Zündelektrode und Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel mit Glimmrelais ohne Zündelektrode.
Bei der Anordnung nach Fig. 2 ist ein Glimmrelais 6 mit der Anode 7, der Kathode 8 und der Zündelektrode 9 vorgesehen. Die Kathode des Glimmrelais liegt über einen Widerstand 10 an dem negativen Pol einer Gleichspannungsquelle 14, an deren positiven Pol die Anode über einen Widerstand 11 angeschlossen ist. Die Zündelektrode 1 wird über einen Widerstand 12 und einen Trockengleichrichter 13 von einer gegenüber der Kathode des Glimmrelais positiven Spannung erregt, die mit Hilfe des Spannungsteilers, der aus den beiden Widerständen 15 und 16 besteht, gewonnen wird. Die Spannung zwischen Kathode und Gehäuse des Entladungsgefäßes 1 wird über den Widerstand 10 in den Zündstromkreis eingeführt. Die Vorspannung der Zündelektrode wird so gewählt, daß eine Zündung der Glimmstrecke mit Sicherheit ausgeschlossen bleibt, solange nicht noch eine zusätzliche positive Spannung im Zündkreis wirksam ist. Sobald im Rückzündungsfalle die Kathode 2 gegenüber dem Gehäuse 3 eine positive Spannung annimmt, erhöht diese die Vorspannung der Zündelektrode 9, die Glimmstrecke zündet. Der zwischen Kathode 8 und Anode 9 fließende Strom bleibt bestehen, auch wenn die Spannung zwischen Gehäuse 3 und Kathode 2 Null oder positiv wird. Die einem bestimmten Stromrichtungsgefäß zugeordnete Glimm- strecke 6 zeigt durch ihr Leuchten an, daß in dem Gefäß eine Rückzündung aufgetreten ist. Mit Hilfe einer Taste 17 kann die Meldung unterbrochen werden.
Bei Verwendung von einfachen Glimmröhren mit konstanter und genügend hoch über der Brennspannung liegender Zündspannung kann eine Schaltung nach Fig. 3 Anwendung finden. Bei der Anordnung nach Fig. 3 liegt zwischen Gefäßwand 3 und Kathode 2 ein Spannungsteiler, bestehend aus den beiden Widerständen 22 und 23. Parallel zum Widerstand 22 liegt ein Ventil 24 und parallel zum Widerstand 23 liegt das Glimmrelais 20 über einen Widerstand 21 an der Gleichspannungsquelle 25. Die Gleichspannung besitzt eine Spannung, die etwa über der Brennspannung, aber unterhalb der Zündspannung der Glimmstrecke liegt. Bei positiver Spannung des Gehäuses gegenüber Kathode liegt eine verhältnismäßig hohe Spannung am Widerstand 23, und zwar in einer solchen Richtung, daß sie der Spannungsquelle 25 entgegenwirkt. Tritt dagegen eine Rückzündung auf, so liegt am Widerstand 23 die volle Spannung zwischen Kathode und Gefäß und diese erhöht die im Stromkreis der Glimmröhre liegende Spannung über die Zündspannung des Glimmrelais, so daß dieses zündet. Dreht sich nach Zündung des Glimmrohres die Spannung zwischen Kathode und Gehäuse um, so liegt am Spannungsteilerwiderstand 23 nur ein Bruchteil dieser Spannung, wie bereits früher erwähnt. Bei geeigneter Bemessung des Spannungsteilers kann man erreichen, daß die Brennspannung der Glimmstrecke nicht unterschritten wird und daher diese brennen bleibt.
Mit Hilfe der Taste 26 kann die Meldung unterbrochen werden. Die Taste 26 und die Spannungsquelle 25 sind für alle Gefäße mit gleichem Kathodenpotential gemeinsam.
Wie bereits erwähnt, kann statt des Gehäuses auch eine in das Gefäß eingebaute Sonde, die das Plasmapotential annimmt, für den Anschluß der Meldeeinrichtung herangezogen werden, so daß auch in gleicher Weise die Erfindung für Gefäße Anwendung finden kann, die kein metallisches Gehäuse besitzen.

Claims (7)

1. Einrichtung zum Anzeigen eines von einer Rückzündung betroffenen Quecksilberdampf-Entladungsgefäßes, insbesondere für ein Gefäß, das mit anderen an einem gemeinsamen Transformator angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzeigevorrichtung vorgesehen ist, die auf die Richtung der zwischen Plasma und Kathode herrschenden Spannung anspricht.
2. Einrichtung nach Anspruch 1 für Gefäße mit metallischem Gehäuse, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannung zwischen Gehäuse und Kathode auf die Anzeigevorrichtung einwirkt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Fallklappenrelais mit vorgeschaltetem Ventil.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Kipprelais mit vorgeschaltetem Ventil.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Glimmrelais als Anzeigevorrichtung.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannung zwischen Plasma und Kathode dem Zündkreis der Glimmröhre zugeführt ist, in dem ein Ventil eingeschaltet ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an einem aus zwei Widerständen bestehenden Spannungsteiler die Spannung zwischen Plasma bzw. Gehäuse und Kathode liegt und parallel zu dem einen Widerstand ein Ventil und parallel zu dem anderen über eine Spannungsquelle und einen Widerstand eine Glimmröhre angeschlossen ist.

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