DEP0010506MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. September 1953 Bekanntgemacht am L· Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf einen Verpackungsbehälter für Flachglas unter Verwendung
eines U-förmigen Rahmens, der den Boden und die Endwandungen des Behälters bildet, ferner unter
Verwendung von ebenen Seitenwandungen und eines Deckels zum Abschluß des Behälters.
Für die Verpackung von Flachglas ist ein Verpackungsbehälter bekannt, der aus einem U-förmigen
Rahmen besteht, welcher den Boden und die Endwandungen des Behälters bildet. An diesen
U-förmigen Rahmen werden Bretter genagelt, welche die Seitenwände des Behälters bilden, wobei
ein an den End- und Seitenwandungen angenagelter Deckel den Behälter vervollständigt.
Lange Erfahrung im- Gebrauch solcher Behälter hat gezeigt, daß eine beständige Vorsicht notwendig
ist, um sicherzustellen, daß der Behälter nicht über seine Seiten gekantet wird. Wenn dies vorkommt,
so ist ein mehr oder minder starker Bruch bei den Glasscheiben die Folge.
Weiterhin sind Verpackungsbehälter bekannt, die einen rechtwinkligen Rahmen, an dessen Seiten
zwei Plattenpaare befestigt sind, aufweisen. Die einzelnen Platten werden durch diagonal oder
rechtwinklig verlaufende Streifen oder durch dreieckige, in den Ecken angebrachte Knotenplatten, die
in Verbindung mit Längs- oder Querstrebungen verwandt werden, auf Abstand gehalten. Diese
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Streifen- und Knotenplatten haben die Aufgabe, den rechtwinkligen Rahmen zu verstärken und zu
versteifen.
Wird nun in einem solchen Behälter Flachglas transportiert und wird dieser Behälter über die
Seiten gekantet, so besteht Gefahr, da ein Durchbiegen der Seitenwandung des Behälters auf das
Glas übertragen wird, daß das Glas bricht.
Hier knüpft die Erfindung an. Ihre Aufgabe besteht darin, einen Verpackungsbehälter für Flachglas
zu schaffen, der sehr einfach von ungeschultem Personal transportiert werden kann, ohne daß die
darin verpackte Ware beschädigt wird. Ferner soll erreicht werden, daß aus ihm das Glas entnommen
werden kann, ohne den Behälter zu zerstören, so daß er von dem Händler weiter zur Aufbewahrung
des Glases noch benutzt werden kann. Erfindungsgemäß ist der Behälter derart ausgebildet, daß jede
seiner großen Seitenwartdüngen vollständig hohl ist
und aus einem Paar mit Zwischenraum nebeneinander angeordneten, auf der betreffenden Seite
eines umfänglichen Abstandrahmens befestigten Platten besteht, wobei die Platten jeder Hohlwandung
derart auf Abstand zueinander stehen, daß sie, obwohl sie sich innerhalb ihres Umfanges durchbiegen
können, nicht zusammentreffen können.
Die Mittel zum Festlegen der Platte an dem umfänglichen Rahmen werden auch dazu benutzt,
die Hohlwandungsteile an dem U-förmigen Rahmen zu befestigen.
Bei einer solchen Ausführungsform werden normale Stöße auf die äußere Platte von dieser äußeren
Platte dadurch aufgenommen, daß sie sich durchbiegt oder die Wirkung auf den umfänglichen Rahmen
verteilt. Wenn die Kraft in dem Gebiete der Platte auftritt, die den umfänglichen Rahmen überlappt,
so gibt dieser die Beanspruchungen an den U-förmigen Rahmen weiter und läßt damit das Glas
unberührt.
Die Platten können aus kunstharzgetränktem Tafelmaterial, aus massiven Faserplatten oder
schwachem Holz bestehen, werden jedoch vorzugsweise aus Gründen der Gewichtsersparnis in Verbindung
mit Festigkeit und Biegefähigkeit aus Wellpappe hergestellt.
Jede Hohlwand ist als ein rechteckiger Rahmen aufgebaut, bei dem jeder Endteil an jedem Ende
von den oberen und unteren Teilen des Rahmens überlappt wird und die inneren und äußeren Platten
an jeder Seite des Rahmens befestigt werden. Es ist ein Merkmal der Erfindung, daß die innere
Platte einer Hohlwandung eine größere Fläche aufweist und rechtwinklig zu der Hauptfläche der
Platte abgekantet ist und den Boden des U-förmigen Rahmens des Behälters übergreift.
Ein weiteres Kennzeichen besteht darin, daß die äußere Platte einer Seitenwandung in der Nähe der
Oberkante des Behälters und parallel zu dieser einen abgetrennten Teil oder eine Platte umfaßt,
die, wenn der Behälterdeckel abgenommen ist, zusammen mit dem oberen Teil des entsprechenden
umfänglichen Rahmens zurückklappbar ist, so daß die Innenplatte der Wandung zum Zwecke des
leichteren Zuganges zu dem Behälterinhalt nach außen gebogen werden kann.
Die Außenwandungen der Hohlwände können aus massiven Faserplatten, kunstharzimprägniertem
Tafelmaterial oder schwachem Holz bestehen. Der Oberteil der Tafel, der mit der Klappe versehen
ist, kann von dem übrigen Teil der Platte getrennt und scharnierartig mit diesem verbunden sein, beispielsweise
mittels einer biegsamen Vorrichtung, so daß der Oberteil an dem Teil unterhalb der
Klappe angelenkt wird. Damit kann die Verkleidung, welche die Klappe einschließt, in einfächer
Weise geöffnet werden, so daß die innere Platte, die vorzugsweise aus Wellpappe besteht,
genügend elastisch ist, um von dem Glas hinweggebogen zu werden und Zutritt zu der nächstgelegenen
Glasscheibe zu ermöglichen.
Der abgetrennte äußere Plattenteil kann auch so ausgebildet werden, daß die Außenplatte aus einer
durchgehenden Platte aus geeignetem Material besteht, die zwecks Bildung einer Klappe an dieser
Tafel geschwächt ist. ,
Wahlweise kann auch die unterteilte Tafel aus Wellpappe bestehen, wobei deren äußere Lage eingekerbt
ist, um eine Unterteilung zu schaffen.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird eine bevorzugte Ausführungsform eines Verpackungsbehälters
beschrieben, in der ein Verpackungsbehälter veranschaulicht ist, der zur Aufnahme
von etwa 5 qm Flachglas vorgesehen ist.
Die Zeichnung ist eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht, die den Aufbau der einzelnen
Teile des Verpackungsbehälters verdeutlicht.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht der Unförmige Rahmen des Verpackungsbehälters aus Holz von etwa 20 mm Stärke und
umfaßt einen Behälterboden ι und Endwandungen 2, die mittels Nägel an dem Boden befestigt sind. An
den Seitenwandungen sind, beispielsweise mittels Nägel, Leisten 3 in der Nähe des Ober- und Unterendes
angebracht, die die Endwandungen 2 um ein solches Maß überstehen, daß zwischen den vorspringenden
Enden die hohlen Seitenwände des Gefäßes J Platz finden, derart, daß die Enden der
Leisten mit den Außenflächen der Hohlwände bündig liegen.
Die Hohlwände umfassen jeweils einen rechteckigen Rahmen mit Endleisten 4 und Kopf- und
Bodenleisten 5, wobei die Kopf- und Bodenleisten die benachbarten Enden der Leisten 4 übergreifen.
Die Hohlwände werden an jeder Seite des Behälters durch . die Anbringung innerer und äußerer
Platten 6, 7 vervollständigt, die an dem entsprechenden Rahmen befestigt sind.
Auf der einen Seite des plattenförmigen Rahmens ist die Außenplatte der Hohlwandung an allen vier
Leisten des Rahmens angenagelt. Ferner sind die innere Platte an der Kopfleiste 5 und den Seitenleisten
4 des Rahmens mittels der Nägel befestigt, die die Außenplatte festhalten. Die innere Platte ist
jedoch von größerer Fläche als die Innenfläche des Behälters, und zwar um die Breite des Bodens 1
des U-förmigen Rahmens. Die Innenplatte 6 ist
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längs einer bei 8 angedeuteten Linie eingekerbt, so daß die Verlängerung 9 im rechten Winkel zu der
inneren Platte abgebogen werden kann und vollständig auf dem Boden des U-förmigen Rahmens
aufliegt.
Die andere Hohlwand wird durch eine innere Tafel 6 gebildet, die an den beiden Seitenleisten 4
und der Bodenleiste 5 des entsprechenden Rahmens angenagelt ist, ohne jedoch an der Kopfleiste S befestigt
zu sein, während die äußere Tafel 7 längs einer bei 10 angedeuteten Linie gefalzt ist, so daß
die äußere Tafel an der Kerblinie unterteilt ist und als Klappe in Richtung auf den Teil unterhalb der
Kerblinie herausgeschwungen werden kann.
Die äußere Tafel wird an dem Boden und den Seiten durch Nägel befestigt, und die Nägel werden
zur Befestigung der inneren Tafel an dem Hohlwandrahmen benutzt. Der obere Teil der äußeren
Platte 7, d.h. der Teil oberhalb der Kerblinie 10, ist jedoch gegenüber den Seitenleisten 4 frei und
wird beispielsweise mittels Krampen mit dem Kopfteil 5 verbunden, welcher infolgedessen mit dem
Klappenteil um die Kerblinie bewegbar ist.
Die beiden, wie vorstehend beschrieben, aufgebauten Platten sind an den U-förmigen Rahmen
mittels der Nägel befestigt, die die Platten an dem Plattenrahmen festlegen. Wenn die Platten an dem
U-förmigen Rahmen festgelegt sind und Flachglas in den zwischen den beiden inneren Platten 6 gebildeten
Raum dicht eingepackt worden ist, wird der Deckel 11 aufgenagelt. ^
Der Händler oder Verbraucher, der den Glasverpackungsbehälter empfängt, kann in einfacher
AVeise den Deckel ohne Beschädigung des Behälters entfernen, und der Oberteil der Tafel, die die Kerblinie
10 aufweist, kann sodann, wie in der Zeichnung dargestellt, zurückgebogen und die Außenwandung
kann, wie durch die strichpunktierte Linie 12 übertrieben dargestellt, zurückgebogen
werden, so daß die erste Glasplatte ohne Schwierigkeiten erreicht werden kann. Wenn dann eine oder
zwei Platten entnommen worden sind, kann die äußere Abdeckung in die aufrechte Lage gebracht
und der Deckel wieder aufgebracht werden, wodurch der Verpackungsbehälter vervollständigt
wird.
Claims (3)
1. Verpackungsbehälter für Flachglas unter Verwendung eines U'-förmigen Rahmens, der
den Boden und die Endwandungen des Behälters bildet, ebener Seitenwandungen und eines Deckels zum Abschluß des Behälters, dadurch
gekennzeichnet, daß jede der großen Seitenwandungen vollständig hohl ist und aus
einem Paar mit Zwischenraum nebeneinander angeordneten, auf der betreffenden Seite eines
umfänglichen Abstandrahmens befestigten Platten besteht, wobei die Platten jeder Hohlwandung
derart auf Abstand zueinander stehen, daß sie, obwohl sie sich innerhalb ihres Umfanges
durchbiegen können, nicht zusammentreffen können.
2. Verpackungsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Platte
einer Hohlwandung eine größere Fläche aufweist und rechtwinklig zu der Hauptfläche der
Platte abgekantet ist und den Boden des U-förmigen Rahmens des Behälters übergreift.
3. Verpackungsbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere
Platte einer Seitenwandung in der Nähe der Oberkante des Behälters und parallel zu dieser
einen abgetrennten Teil oder eine Klappe umfaßt, die, wenn der Behälterdeckel abgenommen
ist, zusammen mit dem oberen Teil des entsprechenden umfänglichen Rahmens zurückklappbar
ist, so daß die Innenplatte der Wandung zum Zwecke des erleichterten Zuganges zu dem Behälterinhalt nach außen gebogen
werden kann.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 509 241;
britische Patentschrift Nr. 337459; USA.-Patentschrift Nr. 2 292 802.
Deutsche Patentschrift Nr. 509 241;
britische Patentschrift Nr. 337459; USA.-Patentschrift Nr. 2 292 802.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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