DEP0010276MA - - Google Patents

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DEP0010276MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 12. August 1953 Bekamntgemacht am 21. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung von Emulgatoren bei der Copolymerisation von Butadien-1, 3 und Acrylsäurenitril bei Temperaturen unter 300 mit Hilfe eines wasserlöslichen Persulfatkatalysators sowie eines ebenfalls wasserlöslichen Eisen (II) -Promotors.
Die Kaliseif'en von in der Natur vorkommenden Fettsäuren zeichnen sich als Emulgatorsubstanzen bei der Emulsionspolymerisierung von Butadien-i, 3 und Acrylsäurenitril durch Billigkeit und einfache Handhabung aus. Darüber hinaus scheinen Kaliseifen natürlicher Fettsäuren die Wirksamkeit des Eisen (II)-Promotors zu steigern und erhöhen so die Ausbeute bei der Umwandlung. Ihre Verwendung hat aber den Nachteil, daß bei dem zur Ausfällung des Kautschuks nötigen Ansäuern die überschüssigen Mengen Seife oder Fettsäure wasserunlöslich werden, mit dem Polymerisat ausfallen und auf diese Weise als Verunreinigungen in den Kautschuk gelangen. Das ist insofern sehr ungünstig, als auf solche Einschlüsse eine Erhöhung der Wasserabsorption und eine Herabsetzung der Brauchbarkeit des Polymerisats für elektrische Zwecke zurückgeführt wird. Darüber hinaus dürften die Fettsäuren bei Verwendung des Polymerisats in Treibstoffbehäl-
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tern aus dem Kautschuk extrahiert 'werden, was zur Bildung von klebrigen, harzartigen Verunreinigungen im Treibstoff führt.
Leider hat sich herausgestellt, daß man durch eine Verminderung des Seifenzusatzes zwar den
- beim Ansäuern ausfallenden Überschuß vermeiden kann, gleichzeitig aber die Wirksamkeit der Seife als Emulgator wie auch ihren günstigen Einfluß auf den Promotor gänzlich oder zürn größten Teil
ίο aufhebt. Wegen dieser Nachteile sind Seifen natürlicher Fettsäuren als Emulgatorsubstanzen nicht besonders brauchbar. Man verwendet statt dessen gern billige, synthetische Emulgatoren, welche beim Ansäuern wasserlöslich bleiben. Solche synthetische Emulgatoren wirken;-aber -nur bei. einer Reaktionstemperatur von 30?. oder darüber, gut und sind bei beträchtlich darunterliegenden ■ Temperaturen unwirtschaftlich. Außerdem scheinen die synthetischen Emulgatoren nicht die aktivierende Wirkung auf den Promotor auszuüben wie Seifen natürlicher Fettsäuren.
Die Erfindung hat die Aufgabe, billige und einfach zu benutzende Emulgatoren zu schaffen, welche unterhalb 300 gute Polymerisationsergebnisse liefern, ohne beim Ansäuern wesentliche Niederschlagsmengen abzuscheiden.
Die Erfindung beruht auf der Entdeckung, daß eine Mischung aus einem wasserlöslichen synthetischen Emulgator, und palmitin- oder stearinsaurem Kalium eine synergetische Wirkung zeigt.
Wie oben in Verbindung mit den natürlichen Sei-
' fen schon allgemein gesagt wurde, haben kleine Mengen von palmitin- oder stearinsaurem Kalium, die zwar keine wesentlichen Seifenniederschläge verursachen, weder eine Emulgätorwirkung noch einen Einfluß auf denPromotor. Wenn jedoch eine solche kleine Menge von palmitin- oder stearinsaurem Kalium in Verbindung mit einer größeren Menge eines synthetischen Emulgators verwendet wird, sind alle drei Vorteile vereint (nämlich eine Vermeidung von wesentlichen Seifenfällungen, eine wirksame Eiriulgierüng des Reaktionsgemisches und eine .Erhöhung der Reaktionsgeschwindigkeit durch Aktivierung des Promotors).
Erfmdungsgemäß wird die beschriebene Copolymerisation in Gegenwart eines Emulgators durchgeführt, welcher zum größeren Teil aus einem beim Ansäuern wasserlöslich bleibenden synthese tischen Emulgator und zum kleineren Teil aus Kaliumpälmitat odeij: -stearat zusammengesetzt ist.
■..: Der kombinierte Emulgator wird im allgemeinen in einem Verhältnis von wenigstens 3 Teilen auf 100 Teile polymeren Materials verwendet (alle Angaben sind Gewichtsteile). Das Verhältnis von Kaliumpälmitat zum Polymerisat beträgt ebenfalls
, -.; in Gewiichtsteilen· 0,3 :100, das von Kaliumstearat 0,1 : 100. Die relative Höchstmenge'Kaliumpalmiitat oder -stearat darf gerade noch keinen nennens-' -werten Niederschlag hervorrufen und beträgt etwa
:2 Teile. ■ -)V,;;.
.. ' Man kann jeden Emulgator verwenden, vorausgesetzt, daß er'wasserlöslich'äs't. Ein brauchbarer Emulgatortyp sind die sulfonierten FeWaIkOhCiIe1 , mit ihren Derivaten.' ·■■-■·■·
Kaliumpälmitat oder -stearat können j eweils allein oder auch mit dem anderen vermischt angewendet werden, d. h. in Form der handelsüblichen Seife, welche gewöhnlich beide Verbindungen enthält.
70 Beispiel ι,
Der Grundansatz für normale Butadien-Acrylsäurenitril-Copolymerisations-Reaktionen ist:
Butadien-1,3 64,0 Gewichtsteile
Acrylsäurenitril 36,0
Wasser 250,0
Fe S O4 · 7 H2 Ο· . :: 0,278
Gemischte tertiäre
Mercaptane 0,700
KOH 0,140
; fettsaure Kaliseifen 5,00
. Ein so zusammengesetztes Gemisch ließ man bei 5° 20 Stunden lang copolymerisieren. Nach Ablauf dieser Zeit wurde die Polymerisation durch Zugabe von 0,200 Teilen Hydrochinon (als 5°/oige Lösung) abgebrochen. Dabei war ■ eine 48%ige Umwandlung erreicht worden. Ließ man die 5 Teile fettsaure Kaliseife in dem Ansatz weg und gab an deren Stelle einen synthetischen Emulgator aus 4 Teilen eines gemischten alkylierten Naphthalinsulfonats, welches mit Formaldehyd kondensiert - ist, und ι Teil Alkyl-Aryl-Natrium-Sulfonat hinzu, so betrug die nach einer 2ostündigen Polymerisation bei 50 erreichte Umwandlung nur 5 %. Man verwandte dabei etwas weniger Kaliumhydroxyd, und zwar 0,100 Teile, um den pH-Wert konstant zu halten. Die geringere Ausbeute bei Verwendung von synthetischen Emulgatoren an Stelle von fettsauren Kaliseifen zeigt, daß ein solcher Ersatz ohne Hinblick auf die Güte des Erzeugnisses sehr unbefriedigend erscheint. Wenn man jedoch eine Mischung benützt, die zum großten Teil aus einem synthetischen. Emulgator besteht und nur zu einem kleineren Teil aus Fettsäure, so erhält man offensichtlich bessere Ergebnisse, und die Ausbeute wird bedeutend gesteigert, wie in den weiteren Beispielen gezeigt wird.
Beispiel 2
In einer Reihe von Versuchen wurde der in Beispiel 1 beschriebene Grundansatz ausprobiert, wobei man ihn insofern änderte, als man die 5 Teile fettsaure Kaliseife wegließ und an deren Stelle eine Emulgatormischung, nämlich 3 Teile des obenerwähnten gemischt alkylierten, mit Formaldehyd kondensierten Naphthalinsulfonats sowie ι Teil des in der Tabelle aufgeführten Emulgators zusetzte. Man verrührte die monomeren Stoffe, einen Viskositätsregulator und die Emulgatorsubstanzen unter Zusatz von KOH zur Einstellung des pH-Wertes zu einer alkalischen Lösung und löste dann die Reaktion durch Zusatz zuerst
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von K2S4O8 und dann von FeSO4 · 7H2O aus. In allen Fällen polymerisierte der Ansatz 17 Stunden bei 5°. Der Prozentsatz der jeweils erreichten Umwandlung findet sich in Tabelle I.
Tabelle I
% Umwandlung
Kalium-Caprylat-Caprylsäure 35,4
Kalium-Laurat , 40,6
Kalium-Myristat 42,2
Kalium-Palmitat ; 81,5
Kalium-Stearat 84,9
Kalium-Oleat 43,6
Kalium-Linoleat 16,0
Fettsaure Kaliseife (handelsübliche
Mischung) 60,4
Natrium-Lauryl-Sulfat . 1,1
Alkyl-Sulfonat 23,3
Alkyl-Aryl-Natrium-Sulfonat 1,2
Der bedeutende Vorteil, der durch die Verwendung von Kaliumpalmitat oder Kaliumstearat oder handelsüblicher Mischungen davon erreichbar ist, liegt auf der Hand. Äquivalente Mengen von Seifen anderer Fettsäuren zeigen wesentlich ungünstigere Resultate.
Die Menge des verwendeten Kaliumpalmitats oder -stearats kann innerhalb gewisser Grenzen variiert werden, um die Bedingungen zu treffen, welche das gewünschte Erzeugnis' oder die beabsichtigte Reaktion erfordert. Die folgenden Beispiele dienen dazu, die Wirkung einer Herabsetzung der Seifenmenge unter das im Beispiel 2 verwendeten 1 Teil zu zeigen.
Beispiel 3
Unter Verwendung des Grundansatzes und des in Beispiel 2 beschriebenen Verfahrens wurden die Versuche wiederholt, wobei die verschiedenen Mengen von fettsauren Seifen wie beschrieben verwendet wurden. Die Mischungen polymerisierten Stunden lang bei 5°. Die in jedem Fall erreichte prozentuale Umwandlung ist in Tabelle II verzeichnet.
Tabelle II
0,40
I °,6° I
Gewichtsprozent
0,80
Kalium-Caprylat-Capryl-Säure .. .
Kalium-Laurat
Kalium-Myristat
Kalium-Palmitat
Kalium-Stearat
fettsaure Kaliseife (handelsüblich) desgl.
Die beiden Gruppen handelsüblicher fettsaurer Seifen unterscheiden sich lediglich in der Art des vorhandenen Dispergiermittels. Im letzten Fall wurde ein Dispergiermittel verwendet, welches beträchtliche Mengen Natriumsalz enthielt. Es ist bekannt, daß Natriumgruppen die Ausbeute der Umwandlung verringern.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    -1. Verfahren zur Emulsions-Copolymerisierung von Butadien-1, 3 und Acrylsäurenitril unterhalb 300 mit einem wasserlöslichen Persulfatkatalysator und einem wasserlöslichen Eisen (II) -Promoter, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Emulgatormischung, welche zu einem größeren Teil aus einem synthetischen beim Ansäuern wasserlöslich bleibenden Emulgator und zu einem kleineren Teil aus Kaliumpalmitat oder Kaliumstearat zusammengesetzt ist.
    46,8
    4,6
    5>o
    3,3
    69,6
    3,6
    0,8
    44,6
    57,o
    66,0
    84,3
    92,1
    61,6
    41,1
    35.1
    46,6
    50,0
    78,1
    90,0
    70,9
    45,2
    35,5
    43.5
    51,0
    81,7
    ■9τ·7
    82,9
    29,2
    40,5
    42,2
    8o,6
    91,1
    60,4
    49-3
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der synthetische Emulgator durch einen sulfonierten Fettalkohol gebildet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der synthetische Emulgator durch ein gemischt alkyliertes, mit Formaldehyd kondensiertes Sulfonat gebildet wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1
    bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die kleinere Menge des Emulgators durch Kaliumpalmitat in einem Mengenverhältnis von wenigstens 0,3 Gewichtsteilen auf 100 Teile des polymeren Materials gebildet wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die kleinere Menge des Emulgators durch Kaliumstearat in einem Mengenverhältnis von wenigstens 0,1 Gewichtsteilen auf 100 Teile des polymeren Materials gebildet wird.

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