DEP0008843DA - Verfahren zur Sterilisation von Nahrungsmitteln o. dgl. - Google Patents
Verfahren zur Sterilisation von Nahrungsmitteln o. dgl.Info
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Description
Telefunken
Gesellschaft für drahtlose Telegraphie irub.il.
Gesellschaft für drahtlose Telegraphie irub.il.
Dachau, den 23-9.1948
w 35
w 35
Verfahren zur oterilisation von ITahrungBiaittein ,Medikametiten «sw,
Bei der Sterilisation von Inahrungsmitteln ist es üblich, diese auf eine bestimmte 4 temperatur zu bringen, um damit die darin enthaltenen Bakterien
zu töten.Bs ist bekannt, dass auf diese Weise gleichzeitig gewisse für die menschliche Ernährung notwendigen Aufbaustoffe, z,B. die Vitamine,
zu einem grossen Teil zerstört werden. Man v/endet daher bei einem Teil der zu sterilisierenden Nahrungsmittel nur eine so hohe Temperatur
an, dass die bei 3rh.it zu ng leicht zerfallenden, aber für das betreffende Wahrungsmittel wesentlichen 3toffe möglichst weitgehend erhalten bleiben«.
Dabei nimmt man allerdings vielfach in Kauf, dass noch ein erhebliche Prozentsatz der Bakterien den sterilisations vorgaag überlebt, όο geht man
beispielsweise beim Pasteurisieren der Milch nur praktiscn bis zu einer Temperatur von etwa 80° G und err eic hv damit eine Haltbarkeit der Milch
von etwa 2 Tagest Würde mana& mit der Temperatur höher gehen, .so könnte man die Haltbarkeit mindestens verdoppeln, würde damit aber die Zusammensetzung
und den Geschmack der Eilen s"cark verändern und gleichzeitig die Vitamine vollständig zerstören. Ähnlich verhält es sich mit der
oterilisation gewisser Medikamente, insbesondere -solcher, die für Injektionen Destimnrc sina. Eine ganze Anzahl s_oleher wertvoller Medikamente
ist zur Zeit garni ent zu verwenden, weil die Medikamente depnbisher üblich
oterilisationsvorgang überhaupt nicht überleben würdeng, sondern vorher infolge der Wärmeeinwirkung zerfallen.
Die Erfindung giot ein verbessertes Verfahren zur Sterilisation an. Bei der oterilisation von nahrungsmitteln ^ird damit eine Vergrösserving der
Haltbarkeitsdauer erreicht, ohne dass gleich ζ eitg eine zerstörende Wirkung
auf die in den Nahrungsmitteln enthaltenen Aufbaustoffe ausgeübt wird« Für viele Medikamente wird durch die Erfindung überhaupt erst eine
Sterilisation möglich» Sie bestellt darin, dass die Stoffe der linwirkung eines elektrischen "Feldes ausgesetzt werden, dessen Amplitude derart ge-
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wah.lt wird, dass sie für die zu vernichtenden Bakterien tödlich ,
dessen zeitliche Dauer jedoch derart gewählt wird, dass die unter Einwirkung des elektrischen .Feldes entstehende Wärme nicht ausreicht, um in
dem "betreffenden Jtoff noch enthaltene wärmeempfindlich e Stoffe (ζ»Β. Titamine)
zu zerstören. Zweckmassig wird man zum Aufbau des elektrischen Feldes einen Generator vorsehen, der periodisch hinreichend kurze Impulse
von einer solchen Amplitude erzeugt, dass das entstellende Feld ausreichend ist, um die Bakterien zu töten. Die Impulsfolge kann niederfrequent
oder auch hochfrequent gewählt werden;die Impulsdauer kann in der GrossenOrdnung von einer Mikrosekunde liegenj das Verhältnis Impulsdauer
zu Impulsabstand kann eine oder mehrere Z-ehnerpotenzen betragen. Die feldstärke ist lediglich De grenzt durch die Durchbruchsfeldstärke,
die etwa Dei 10 kV/cm liegt j sie kann durch Erhöhung des auf den zu sterilisierenden otoff ausgeübten Druckes n^oc^. heraufgesetzt werdenl
Je nach der gewählten Anwendung kann es zweckin äs s ig sein, die Impulse einer hochfrequenten Schwingung von geeigneter Wellenlänge zu überlagern»
Hin Ausführungsbeispiel der Erfindung, das mit üiederfrequenz arbeitet, i
ist in eier Zeichnung dargestellt· Ein Impuls ge aerator b wird von einem 3ii nusgenerator a gesteuert» Die von b erzeugten Impulse gelangen auf einen
Kondensator, der aus den beiden Platten c besteht« Zwi.-3c.tien diesen beiden Platten befindet sich der zu sterilisierende ,1Jtoff, ziB« eine im
ßeagenzglas d befindliche B'liissigkeit.
Claims (1)
1) Verfahren zur sterilisation von l^ahrungsmitteln oder anderen, z.B. medizinischen otoffen, dadurch gekennzeichnet, dass diese der Einwirkung
eines elektrischen Feldes ausgesetzt werden, dessen ümplitude derart gewählt wird, dass sie für die zu vernichtenden Bakterien
tödlich wirkt, dessen zeitliche Dauer jedoch derart gewählt wird, dass qfie unter Hinwirkuhg des elektrischen S'eldes entstehende Wärme
nicht ausreicht, um wärmeempfindliche Teilprodukte dieser Stoffe (z.B. Vitamine) zu aerstören.
Einrichtung ete*1 Durchführung des Verfatirens nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet s dass sum Auf Dau des elektrischen Feldes ein Generator
vorgesehen ist, der periodisch hinreichend kurze Impulse ausreichender Amplitude erzeagt.
3i Verfahren nach Anspruch 1, unter Benutzung einer Sinrichumg nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Impulse
einem hochfrequenten Träger überlagert werden.
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