DEP0008837DA - Einrichtung zur Klangfarbenregelung - Google Patents
Einrichtung zur KlangfarbenregelungInfo
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Description
I el ef unken Gesellschaft ftlr drahtlose Ielegraphie m.b»H.
Dachau, den 23.9«, 1948.
/ 52
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Zur Veränderung des Frequenzganges eines niederfrequenten Verstärkers gibt es verschiedene Möglichkeit en* üusser den bekannten Llethoden,
das Frequenzband zu beiden Seiten zu beschneiden, ist es auch möglich.
0-
bei ilnwendung einer Gegenkopplung bestimmte Frequenzen^ fase*, Fredann qp.ea.zb er eiche von dieser Gegenkopplung auszunehmen, sodasi/diese
Frequenzen bzw· Frequenzbereiche angehoben sind. Diese Methode der änderung der Klangfarbe des Iongemisch.es hat den Vorteil , dass keine
Beschneidung des Frequenzbandes vorgenommen wird.
Bei den bisher bekannten Schaltungen, die eine Gegenkopplung verwenden, hat man im allgemeinen die Schaltgliefeder des Gegenkopplungs-.
zweiges derart bemessen, dass die Gegenkopplungsspannung zu beiden Seiten des Frequenzbandes abgeschnitten wird,
sodass die hohen und tiefen Frequenzen nicht gegengekoppelt werden. Es ist auch ^®a^±s^ä^2^K^^^^^^^^^^^^^^»i in dein
zweig eine Wechselstrombrücke nach Art der Wien1 sehen Brücke anzuordnen
um die Steilheit dieses Ausschnittes zu vergrössern« Das Prinzip einer solchen Brücke ist in £bb» 1 der Zeichnung dargestellt. Sie
besteht in Bezug auf ihre frey.uenzabhängigen Glieder aus einer Parallelschaltung
eines Kondensators mit einem Ohm'sehen Widerstand
und einer Beihenschaltung zweier solcher Schaltelemente. Legt man an die Klemmen 1 und 2 dieser Brücke ein Freq.uenzgemisch an, so
kann man für eine bestimmte Frequenz zwischen den Punkten 3 und 4 die Spannung 0 bekommen» Die Frequenz, für die dieser Fall zutrifft,
ist durch die G-rösse der in diesen Brückenzweigen verwendeten Kondensatoren und widerstände gegehen* Über dem Fre^uenzspektrum aufgetragen,
ergibt sich an den Hemmen 3 und 4 ein Verlauf der Amplitude Δ, so wie er in Abb« 2 dargestellt ist. Die Frequenz, £ür die
die Spannung an den Punkten 3 und 4 dan Betrag ü erreicht, ist mit
f bezeichnet.
ο
ο
Wird eine solche Brücke in den Ausgang eines niederfrequenzverstärker eingeschaltet, so erhält man die Schaltungs-Anordnung entsprechend
Abb» 3, die z„Be den Hiederfrequenzteil eines Hochfreq_uenz-Empfängers
darstellt» Die in einer Diode gleichgerichteten HochfrequenzschwingeSsl' ergeben eine Hiederfrequenzspannung, die über ein Potentiometer der
liederfrequenz-Vorröhre 5 zugeführt wird» Die in dieser Itöhre verstärkte Hiederfreq.uenz wird der Endstufe 6 zugeführt und gelangt
von dort über den Ausgangsübertrager 7 auf den Lautsprecher 8„ Parallel zu diesem Lautsprecher ist eine Wien'sehe Brücke eingeschaltet,
von deren Punkt 9 entsprechend Punkt 4 der Abb» I die G-egenkopplungsspannung abgenommen und dem G-itter der HF-Vorröhre
5 zugeführt wird* Zu beachten ist dabei, dass die Mitte der Sekundärseite des Ausgangsübertragers entsprechend Punkt 3 der Abb. 1 geerdet
ist» 3s ist auch möglich, die Brücke an eine zweite Sekundärwicklung des Übertragers anzuschliessen«
Diesem \§ημμΜν^β# erlaubt «die Jüssi^yfeasg einer G-egenkopplungsspannung,
von der nur eine durch die Kapazitäten und Widerstände
-S-
der Brücke festgelegte Frequenz bzw, ein schmaler Frequenzbereich aasgenommen ist«,
Da in der Praxis der Wunsch besteht, die Anhebung bestimmter Frequenzen einstellbar zu machen, wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen,
den Widerstand 10 der Wien'sehen Brücke als Potentiometer auszubilden* Man kann dadurch die Amplitude des Frequenzbereiches,
der von der G-egenkopplung mehr oder weniger ausgenommen werden soll, kontinuierlich ändern, ohne die Brücke stark zu verstimmten»
Dieser erfindungsgemässe Vorschlag ist in Abb» 3 durch die gestrichelt eingezeichnete Leitung angedeutet. Die Iteitung zum
Punkt 9 müsste dann unterbrochen werden.
Will man mehrere Frequenzbereiche von der G-egenkopplung ausnehmen, so wird gemäss einer Weiterbildung vorgeschlagen, mehrere Brückenanordnungen
in dem Gegenkopplungszweig parallel zu schalten. Ein Ausführungsbeispiel dafür ist in Abb« 4 dargestellt. In gleicher
leise wie in Abb» 3 handelt es sich hier im den Niederfrequenzteil eines Hochfrequenzempfangers. Nimmt man an, dass die zuerst behandelte
Brücke der Anhebung der tiefen Frequenzen, also beispielsweise des Frequenzbereiches, der in der Uähe der Sigenresonanz eines
Lautsprechers liegt, dient, so kann man eiine zweite Brücke zur Änhebung der hohen Frequenzen, die bei der übertragung ebenfalls
hervortreten sollen, verwenden. Die erste Brückenschaltung ist in iibb* 4 mit 12, die aweite mit 13 bezeichnet, -S Sie Anordnung ist
so getroffen, dass der Abgriff am Potentiometer 10 zu der ·"-.-·.■. ~Γ.?:.-1-Parallelsehaltung
der Kapazität und des Ohmschen Widerstandes der
zweiten Brückenschaltung fuhrt* Der ent sprechende Widerstand dieser zweiten Brückenschaltung -eüe ist ebenfalls als Potentiometer
ausgebildet und in Abb. 4 mit 14 bezeichnet«
Bei Anwendung einer solchen Unordnung erhält man einen Verlauf der Gegenkopplungsspannung entsprechend Äbb„ 5, In dieser Abbildung
ist über der Frequenz f die Amplitude A einer Gegenkopplungsspannung aufgetragen. Bei den Frequenzen P0 und f^ ist die Gegenkopplungsspannung
0; dieser Frequenzen bzw. Frequenzbereiche werden also nicht gegengekoppelt * Man erhält demgemäss einen Yerlauf der
lusgangsspannung B des Verstärkers, so wie er in Abbe 6 dargestellt ist. ' . . :
Bei den Frequenzen f und f ist die Amplitude angehoben» Diese Fre-
ol
quenzen werden also mehr verstärkt als der übliche Frequenzbereich,
Bei Hintereinanderschaltung mehrerer Brücken müssen die Widerstände ' entsprechend dimensioniert werden, um eine gegenseitige Beeinflussung
der Brücken zu vermeiden, So muss das Potentiometer der zweiten Brükke hochohmig gegenüber dem Potentiometer der ersten Brücke sein;
ferner muss der in Gegenkopplungsleitung liegende Widerstand ebenfalls hochohmig gegenüber dem Potentiometer der zweiten Brücke
sein« Bei dem Aus führung ab ei spiel gemäss Abb. 4 empfiehlt es sich, etwa folgende Werte zu wählen: Widerstand 15 = 100 KJ1U, Potentiometer
14 = So Z Λ- , Potentiometer 10 = 2 ΕΛ. ,
'ichtung der erfindungsgemässen Klangfarbenregelung ^m€L· Äbbe4
gezeigte Die Potentiometer 10 und 14 sind gemaj#*der Anordnung nach Ibb β B mit zwei Afet±iebsscheiben 18 und^tfö versehen, die
sfebe 7 aus der Prontplatte des Grerjp-es hervorstehen» Zwischen lesen beiden Einstellscheiben#Ä8 und 19 befindet sich ein Penstfr,
as die Einstellung zweiejps'Tnit den Potentiometerachsen und den !instellscheiben IS.iafiid 19 verbundenen, mit schraubenförmig abgej
[schnittenen I^itfen versehenen Blenden 15 und 16 zu erkennen gibt|
|In dem leiter, das Zahlen- oder Not en-Angab en entsprechend AbT n kann, ist aus der Einstellung der Blenden 15 und 16
Um eine Terstärkung der Kontrastwirkung bei Veränderung der i£Lagngfarbe zu erzielen, könnte man mit den Potentiometern noch weitere Potentiometer
oder Schalter kuppeln, die beispielsweise als Glieder einer Tonblende (Abschneiden bestimmter Frequenzen durch Parallelschaltung
eines Kondensators.) oder anderer Organe zü.r' Hangfarbenbeeinflussung arbeiten.
Unter gewissen Voraussetzungen kann man anstelle des Widerstandes 10 auch den zu diesem parallel liegenden Kondensator regelbar ausbilden,
um die erstrebte Gegenkopplung einstellbar zu machen. Jedoch hat sich die -Kegelung des Widerstandes 10 als vorteilhafter erwiesen.
Claims (1)
- Patent an s ρ r ü ο h e<BJ8. ^ , y ff S"b"2,-zum Zwecke ihrer Anhebung schwächer gegengekoppelt werden/ dadurch gekennzeichnet, dass in den G-egenkopplungszwei^ eine Wien'sehe Brücke eingeschaltet ist> deren mit einem^Eondensator parallel liegender Widerstand als Potentiometer ausgebildet,as'· -4*•ist ^ von dem die G-egenkopplungsspannung abgenommen wird»S.) Gegengekoppelter Verstärker nach Anspruch/l, gekennzeichnet durch die Parallelschaltung von 2'oder^mehr auf verschiedene/ Frequenzen bzw, PrecLuenzbereiche ■ ablestinmte Brücken.3») &egengekoppelter Yerstärker nao/Ä Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet^ dass bei Anordnung^on S Brücken die eine auf eine tiefe, in der Uähe der Lautsprecher- Eigenresonanz liegende Preq.uenz und die andere^Brücke auf eine hohe, insbesondere bei etwa 5ooo Hz liegende I'reciuenz abgestimmt ist.4.) G-egengekoppelteyiTerstärker naoh Anspruch 3, dadurch gekeiinzeichnet, dasgfdas Maß der eingestellten G-egenkopplung sichtbar geinacht^wird, dadurch, dass die in den Brücken zweigen liegenden Potentiometer mit schraubenförmig abgeschnittenen Blendenj%ersehen sind, die zueinanders axial verlaufend und entsprechend ihrem.durch die Einstellung der Potentiometer bedingten Drehungswinkel jeweils bestimmte Teile einerzeichnet, dass diese Skala mit e:y3#***£^ohriftung ,^ z.B« mit liotenbildern, j^Äasssölföh ist, derart, dass der Be&olaau.er aus denLekäSSeigebild die Art des eingestellten KlangbildesisMietedieiwodetr aehpSSuricdttnaig bei &diein fer fish»Telefunkenlsdiäf rf ördrahttöse-Tetegrop IrieTnrbrHr
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