DEP0007789DA - Abtastvorrichtung für Lochstreifen oder Lochkarten - Google Patents
Abtastvorrichtung für Lochstreifen oder LochkartenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Abtastvorrichtung für Lochstreifen, wie sie in der Telegrafentechnik für Fernschreiber und Morsetelegrafie oder für Lochkarten bei Buchhaltungsmaschinen Verwendung findet. Bei der Abtastung derartiger Lochstreifen und Lochkarten werden Fühlhebel oder Fühlstifte gegen die Lochstreifen oder Lochkarten geführt, wobei bei Abtastung eines Loches ein Stromimpuls gegeben wird und bei Abtastung einer ungelochten Stelle der Karte ein von diesem entgegengesetzter Stromimpuls oder eine Unterbrechung eines Stromkreises erzeugt wird.
Zur Erzielung hoher Telegrafiegeschwindigkeiten bzw. hoher Abtastgeschwindigkeiten ist es erforderlich, die Lochkarte mit verhältnismässig hoher Geschwindigkeit über die Abfühlstifte zu führen. Es sind Anordnungen bekannt, bei denen die Abtastung lediglich durch Bürsten erfolgt, die durch die Lochungen einen Kontakt geben. Diese Anordnungen erweisen sich in der Praxis als nicht betriebssicher.
Um hinreichend Zeit für die Abtastung des Lochstreifens oder der Lochkarte mit Abfühlstiften zu haben, ist man dazu übergegangen, die Lochstreifen ruckweise zu transportieren und die Abtastung während des Stillstandes der Streifen vorzunehmen. Diese Anordnung ist jedoch auch nur bei verhältnismässig niedrigen Geschwindigkeiten brauchbar, da bei hoher Abtastgeschwindigkeit der ruckweise Papiertransport wesentliche Schwierigkeiten bereitet.
In einer bekannten Anordnung für die Abtastung von Morsestreifen wird der Streifen bereits kontinuierlich geführt, die Abfühlstifte werden senkrecht gegen den Lochstreifen geführt. Nachdem in der Praxis Ungenauigkeiten in dem Papiertransport und in der Lochung des Papiers unvermeidlich sind, hat man den Abfühlstiften eine Bewegungsfreiheit in Richtung des Papiertransportes gegeben, so dass die Stifte bei Berührung der Kanten der Lochung ausweichen können.
Auch diese Anordnung erwies sich in der Praxis als unzuverlässig, da die Lochstreifen durch die Berührung mit den Abfühlstiften eingerissen werden und nicht mehrmalig verwendet werden können.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer Anordnung, die mit kontinuierlichem Lochstreifentransport arbeitet und besonders hohe Abtastgeschwindigkeiten zulässt.
Erfindungsgemäss werden hierbei die Abfühlstifte gleichzeitig mit der Bewegung gegen den Lochstreifen auch in Richtung des ablaufenden Lochstreifens zwangsläufig bewegt, so dass eine Berührung der Abfühlstifte mit den Kanten der Lochungen auch bei Zulassung von grossen Toleranzen mit Sicherheit vermieden wird. Die Spitze des Abfühlstiftes beschreibt daher eine kreisförmige oder elliptische Bewegung, wobei die gegen die Lochung gedrückte Spitze in der Bewegungsrichtung des Lochstreifens und die zurückgezogene Spitze in entgegengesetzter Richtung bewegt wird. Ist der Lochstreifen nicht gelocht, so wird die Spitze angehalten und wandert mit dem Lochstreifen bis sie wieder abgehoben wird.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung gezeigt.
1 bezeichnet einen Morse-Lochstreifen, der sich in Richtung des Pfeiles 2 kontinuierlich bewegt. Der Transport des Streifens wird durch das Stiftrad 3 gewirkt, das über die Zahnräder 4 und 5 die Welle 6 antreibt. Die Übersetzung ist derartig gewählt, dass die Welle 6 eine Umdrehung macht, während sich das Stiftrad 3 um einen Stift bewegt, d.h. während einer Umdrehung der Welle 6 werden zwei nebeneinander liegende Lochungen der Lochreihen 7 und 9 über die Abfühlstifte 8 und 10 geführt. Die Abfühlstifte 8 und 10 sind an dne Platten 11 bzw. 12 gelagert. Diese Platten sitzen mit dem Exzenter 13 bzw. 14 auf der Welle 6. Während einer Umdrehung der Welle 6 bewegt sich die Platte 11 einmal auf und ab, die Platte 12 führt die gleiche Bewegung im Gegentakt aus.
Die Platten 11 und 12 tragen die Zapfen 15 und 16, die in den Führungsnuten 17 und 18 des Apparatgehäuses 19 geführt werden. Bei einer Umdrehung der Welle 6 bewegen sich somit die Platten 11 und 12 auf und ab und werden durch die Führungen 17 und 18 gehalten, so
dass die oberen Enden der Abtaststifte 8 und 10 in der in der Transportrichtung 2 des Lochstreifens 1 liegenden Ebene kreisende Bewegungen ausführen.
Der Eingriff der Zahnräder 4 und 5 ist derart getroffen, dass die Stifte 8 und 10 in dem Zeitpunkt nach oben geführt werden, in dem sich eine Lochung der Lochreihen 7 und 9 gerade über den Stiftenden befindet, während die Stifte 8 und 10 nach unten gezogen sind, solange der zwischen den Lochungen befindliche Teil des Lochstreifens über den Stiften 8 und 10 abläuft. Die Spitzen der Abfühlstifte 8 und 10 sind um eine halbe Lochteilung des Lochstreifens 2 versetzt.
Wird der Lochstreifen an einer Stelle abgefühlt, in der kein Loch eingebracht ist, so drückt sich die Spitze des Stiftes 8 (10) gegen die Fläche des Lochstreifens 1, der Stift kann der Bewegung der Platte 11 (12) nach oben nicht folgen, er wird in der Führung nach unten gedrückt und drückt gegen die Feder 20 (21), die dann eine Bewegung nach unten vollführt. Durch diese Bewegung wird der Kontakt mit den Gegenfedern 22 (23), der bei der normalen Auf- und Abwärtsbewegung der Platte 11 (12) bei jeder Umdrehung der Welle 6 einmal erfolgt, verhindert, es wird kein Stromschluss gegeben.
Dieses Beispiel zeigt nur eine Ausführung der erfindungsgemässen Anordnung, die speziell für die Abtastung von Telegrafiestreifen bzw. Morsestreifen gebaut ist. Die Anordnung kann mannigfaltig verändert werden. Es können beispielsweise für die Abtastung von Fernschreibstreifen fünf Abfühlstifte mit den entsprechenden exzentrisch gelagerten Platten auf einer umlaufenden Welle angeordnet werden, wobei die fünf Abfühlstifte in dem für Fernschreibmaschinen notwendigen Takt zeitlich gegeneinander versetzt werden. Bei einer Fernschreibmaschine mit 7 Schritten würde man beispielsweise den Umfang der Welle in 7 Teile teilen und 5 Teile davon mit Abfühlhebeln besetzen, während die 2 restlichen Teile frei bleiben oder einen entsprechenden Kontakt für die Abgase des Start-Stoppimpulses betätigen.
Bei der Abtastung von Lochkarten wird zweckmässigerweise eine der Anzahl der Abfühlstifte entsprechende Anzahl von Exzentern angeordnet, die im gleichen Takt abtasten, oder es werden auf einen Exzenter mehrere Abfühlstifte gesetzt.
Claims (4)
1.) Abtastvorrichtung für Lochstreifen oder Lochkarten, wobei ein oder mehrere Abfühlstifte einen kontinuierlich laufenden Lochstreifen bzw. eine Lochkarte abtasten, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfühlstifte sowohl in der Abtastrichtung als auch in der Richtung der Bewegung des Lochstreifens bzw. der Lochkarte eine zwangsweise geführte Bewegung ausführen.
2.) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfühlstifte (8, 10) auf besonderen Führungsplatten (11, 12) befestigt und die Platten auf Exzentern (13, 14) einer Welle (6) gelagert und gleichzeitig durch einen Zapfen (15, 16) und eine Nut (17, 18) geführt sind, so dass die Spitzen der Abfühlstifte (8, 10) eine kreisende Bewegung ausführen.
3.) Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenter für die Bewegung der Abfühlstifte derart auf der Welle (6) angeordnet sind, dass die Abfühlstifte in gleichem Takt oder in zeitlicher Versetzung gegeneinander die Abtastbewegungen ausführen.
4.) Vorrichtung nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsplatte (11, 12) eine Kontaktfeder (20, 21) trägt, die eine Gegenfeder (22, 23) bei jeder Umdrehung der Welle (6) berührt, sofern die Kontaktfeder (20, 21) durch den Abfühlstift (8, 10) bei der Abfühlung einer ungelochten Stelle des Lochstreifens oder der Lochkarte nicht ausserhalb des Bereiches der Gegenfeder (22, 23) gehalten wird.
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