DEP0007485DA - Leichtmetallschlitzkolben - Google Patents
LeichtmetallschlitzkolbenInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Leichtmetallkolben für Brennkraftmaschinen.
Um zu verhindern, dass bei einer schon leichten Ueberbeanspruchung das geringe Laufspiel unterhalb des Ringteiles verloren geht, wurde bei solchen Kolben mit einseitig federndem Gleitschuh, der vom Kolbenkopf durch einen Schlitz getrennt ist und dessen auf Biegung beanspruchte Stelle in der Nähe des Kolbenbolzenauges liegt, am Gleitschuh daselbst eine besondere Randverrippung vorgesehen, die sich sowohl zum geschlossenen Schaftteil als auch zum Kolbenbolzenauge hin erstreckt. Derartige Kolben wurden bekanntlich so durchgebildet, dass nur die eine Seite des Kolbenschaftes sich elastisch verformen konnte, während die gegenüberliegende Seite ohne jede Unterbrechung ausgebildet war.
Es hat sich nun gezeigt, dass auch diese Bauweise des Kolbens immer noch nicht ausreicht, um einen möglichst vollkommen geräuschlosen Lauf desselben zu erzielen.
Um diesen Mangel zu beheben, wird das Einbauspiel erfindungsgemäss noch weiter verringert, indem ein in der vorerwähnten Weise gestalteter Kolben auf beiden Seiten so geschlitzt wird, dass die weniger hoch belastete Seite einen U-Schlitz und die gegenüberliegende einen Querschlitz erhält.
Die Querschlitze bewirken das Abdrosseln der Ableitung der vom Kolbenboden aufgenommenen Wärme an die tragende Seite des Schaftes.
An sich ist die Anordnung von Quer- und Längsschlitzen bei Kolben nicht mehr neu. Durch die erfindungsgemässe Bauweise des Kolbens ist jedoch gegenüber dne bekannten Ausführungen erreicht, dass die nicht durch die Kolbenringe abgeleitete Wärme über die grossen Querschnitte der Kolbenbolzenaugen an den Schaft weitergeführt wird. Auf diese Weise gelingt es, die Erwärmung des Kolbenschaftes wesentlich gleichmässiger zu gestalten und das Auftreten von Druckstellen unterhalb des Ringteiles auch auf der belasteten Kolbenschaftseite zu vermeiden. Ausserdem wird durch den zusätzlichen Querschlitz eine weitere Steigerung der Elastizität des Kolbenschaftes erzielt. Dies gelingt auch bei einer fensterlosen Kolbenausbildung, die bekanntlich den Vorteil eines verringerten Oelverbrauches aufweist. Dabei bleibt es unbeachtlich für das elastische Arbeitsvermögen des Kolbens, ob die Querschlitze innerhalb der untersten Ringnut oder unterhalb des Ringteiles überhaupt verlaufen. Werden die Schlitze in der untersten Ringnut vorgesehen, so wird der Kolbenrohling vorteilhaft derart gestaltet, dass beim Einstechen der unteren Ringnut die Querschlitze sich von selbst herausbilden.
Querschlitze, die unterhalb des Ringteiles angeordnet werden, sind zweckmässig durch Einsägen gewonnen. Um dabei ein gefahrloses und sicheres Auslaufen des Sägeblattes zu erreichen, werden Löcher gegossen oder vorher gebohrt, in die das Sägeblatt am Schluss des Sägeweges gelangt. Diese Löcher sind im allgemeinen seitlich von den schräg zwischen dem Ringteil und den Bolzenaugen verlaufenden Rippen vorgesehen.
Die Abbildungen stellen ein Ausführungsbeispiel dar.
Die Abb. 1 lässt einen Kolben im Längsschnitt erkennen, während
die Abb. 2 eine etwas davon abweichende Gestaltung eines Leichtmetallkolbens in Ansicht zeigt.
Ein Kolben aus Leichtmetall ist mit Längs- und Querschlitzen ausgerüstet. Der federnde Teil a des Schaftes ist durch die Anordnung zweier schräg verlaufender Längsschlitze b erhalten. Die Querschlitze c und e trennen den Ringteil vom Schaft, wobei sie innerhalb der untersten Ringnut verlaufen. Der mit e bezeichnete Schlitz ist auf der nicht elastischen Seite vorgesehen. Zwischen den Kolbenbolzenaugen einerseits und dem Ringteil andererseits verlaufen ferner die Stützrippen d.
Der Kolben nach Abb. 2 unterscheidet sich von dem nach Abb. 1 dadurch, dass die Querschlitze h und i unterhalb des Ringteiles vorgesehen sind und durch Einsägen hergestellt werden. Die Längsschlitze führen die Bezeichnung f. Die Auslauflöcher, von denen nur eines dargestellt und mit g benannt ist, sind links und rechts neben den Bolzenaugen vorgesehen und dienen als Auslauf für das Sägeblatt bei dem Anbringen der Querschlitze. Die schrägen Längsschlitze f und die Auslauflöcher g sind durch Giessen hergestellt.
Claims (4)
1.) Schlitzkolben für Brennkraftmaschinen mit einseitig federndem Gleitschuh, der vom Kolbenkopf durch einen Querschlitz getrennt ist und dessen am höchsten auf Biegung beanspruchte Stelle unterhalb des Kolbenbolzenauges eine besondere Randverrippung aufweist, die sich zum geschlossenen Schaftteil und zum Kolbenbolzenauge erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass auch der nicht federnde Schaftteil mittels eines Querschlitzes (e bzw. i) vom Ringteil getrennt ist.
2.) Schlitzkolben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschlitze (c, h bzw. e, i), sofern sie innerhalb der untersten Ringnut verlaufen vorgegossen sind und beim Einstechen derselben entstehen.
3.) Schlitzkolben nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch eine fensterlose Ausführung des Schaftes.
4.) Schlitzkolben nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Anordnung der Querschlitze (c, h bzw. e, i) unterhalb des Ringteiles Löcher (g) beiderseits der Kolbenbolzenaugen vorgesehen sind, in die das Sägeblatt beim Herstellen der Querschlitze ausläuft.
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