DEP0004409BA - Anordnung zur Entlastung von Spur-oder Traglagern bei Maschinen oder Apparaten mit senkrecht stehender Welle - Google Patents
Anordnung zur Entlastung von Spur-oder Traglagern bei Maschinen oder Apparaten mit senkrecht stehender WelleInfo
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Description
Anordung zur Entlastung von Spur- oder Traglagern bei Ikscriinen oder Apparaten mit senkrecht stehender
Teile«,
Bei Maschinen oder Apparaten mit senkrecht stehender Welle bereitet die Ausführung der Spur- oder Tragiager hei hohen Lagerdrücken
bzw. bei großen Geschwindigkeiten Schwierigkeiten. Auch sind die in diesen Lagern auftretenden Verluste groß.
Gemäß der Srfindung kann um diese IIachteile durch eine magnetische Entlastungsvorrichtung und eine Koiapensationswicklung zur
Unterdrückung der durch die ä'ntlastungsvorrichtung verursachten schädlichen Streuflüsse vermeiden. Durch die magnetische Lntlastungsvorric'htung
wird der Lagerdruck weitgehend verhindert, so daß im wesentlichen nur noch die geringen Verluste in den Füh<rungslagern
übrigbleiben. Die Kompensationswicklung sorgt dafür, daß die Streuflüsc;©, welche sich über Gehäuse und Welle schließen,
und LagorstrSme hervorrufen, die das LagerÖl zersetzen und eine Zerstörung der Lagerscheilen bewirken, unterdrückt werden.
Die magnetische Dntlastungsvorrichtung wird so ausgebildet, daß sich bei der Drehung der IIaschine bzw, des Apparates keine Flußänderung
ergibt. Umi kann den Anker und den Haimetkern als planparallele oder konische Scheiben ε-usbil'len. Tan kann den Magnetfluß,
welcher die Entlastung des Lagers bewirkt, entweder elektris erregen oder durch einen Permanentmagneten, indem man einen Teil
des Jisens aus Permanentmagiietstahl herstellt. Dio Kompensationswicklung bzw. -wicklungen werden so angeordnet und beiiosoen, daß
praktisch keine Streuflüsse auftreten.
Die Anordnung nach der Erfindung ist beispielsweise für Generatoren, Motoren und Phasenschieber geeignet, bei denen die LagerreibungsTerluste
einen erheblichen Anteil der Gesamtverluste ausmachen. Sie ist daher insbesondere geeignet für Maschinen,
z.B. Phasenschieber, die mit Wasserstoffkühlung arbeiten. Besonders vorteilhaft ist die magnetische Entlastungsvorrichtung bei
Maschinen oder Apparaten mit hohen Drehzahlen, beispielsweise bei Stabilisierungskreiseln, Zentrifugen oder Hochfrequenzmaschinen
großer Leistung. Auch bei Maschinen mit verdrehbarem Ständer kann die Erfindung angewendet werden, um die Führung
des Ständers vom Ständergewicht zu entlasten.
Die Anordnung nach der Erfindung hat noch den Vorteil, daß die Lagerwartung und die Ölversorgung vereinfacht werden und der
Anlauf erleichtert wird, der bisher vielfach erst durch Anwendung von Drucköl zur Entlastung des Lagers eingeleitet werden
mußte. Kann die magnetische Entlastungsvorrichtung am oberen Wellenende angebracht werden, so wird man als Magnetkern.und
als Anker planparallele oder konische Scheiben verwenden. Ist jedoch die Welle an ihrem oberen Ende nicht.zugängig, so werden
ein Ringmagnet und ein Ringanker vorgesehen.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
In Fig. 1 ist ein schnell laufender Phasenschieber dargestellt. Mit 7 ist der Läufer mit den Lüftern 8 bezeichnet; die Welle
trägt das Bezugszeichen 9t der Ständer das Bezugszeichen 10. Er ist auf Konsolen 11 befestigt. Der Phasenschieber sitzt in
einer Grube 14 und ist oben durch eine Tragbrücke 13 abgedeckt. Die Kühlung erfolgt durch Wasserstoff. Zur Entlastung des Spurlagers
12 ist eine magnetische Entlastungsvorrichtung vorgesehen die aus dem Magnetkern 1 und dem Anker 2 besteht. Der Anker 2
ist auf der Welle 9 befestigt, der Magnetkern 1 an der Tragbrück 13.
Ein anderes Ausführungsbeispiel zeigt Fig. 2 für einen senkrecht stehenden Generator, der mit einer nur durch einen nicht näher
bezeichneten Propeller angedeuteten Turbine gekuppelt ist. Der
-2-
Läufer des Generators trägt das Bezugszeichen 17, cter Ständer das Bezugszeichen 20..Mit 23 sind die obere und die untere
Tragbrücke bezeichnet. Das Traglager trägt das Bezugszeichen 22. Zur Entlastung dieses Traglagers kann entweder eine magnetische
Abhebevorrichtung aus dem Magnetkern 1 und dem als Scheibe ausgebildeten Anker 2 am oberen Wellenende vorgesehen sein, ähnlich
wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1. Man kann aber auch, wenn das obere Wellenende nicht zugänglich ist, mit dem läufer 1'
eine Ringscheibe 4 als Anker und mit der oberen Tragbrücke 23 einen ringförmigen Magneten 3 verbinden. Statt dessen kann man ai
mit der unteren Tragbrücke 23 einen Ringmagneten 5 verbinden und zwischen der Generatorwelle 19 und der Turbinenwelle 19' einen
Ringflansch 6 anflanschen, welcher den Anker für die magnetische Entlastungsvorrichtung bildet.
In Fig. 3 ist die magnetische Entlastungsvorrichtung, wie sie bei den Ausführungsbeispielen gemäß den Fig. 1 und 2 am oberen
Wellenende verwendet wird, im einzelnen dargestellt. Mit 1 ist der Magnetkern bezeichnet, mit 2 der als Scheibe ausgebildete
Anker. Der Magnetkern 1 besitzt ringförmige Ausnehmungen (Iuten) zur Aufnahme der Ringspulen 30 und 30', v/elche die Erregerwicklung
für die magnetische Entlastungsvorrichtung darstellen. Der Anker 2 besitzt ebenfalls eine ringförmige Ausnehmung,.so daß die
wie bei dem Magnetkern 1 ringförmige Magnetpole bilden. Der Anker 2 ist auf der nicht näher bezeichneten Welle befestigt,
der Magnetkern l.ist mit der in Fig. 3 nicht dargestellten Tragbrücke verbunden. Die Kompensationswicklung ist mit 32 bezeichnet
Sie ist am äußeren Umfang des Magnetkernes 1 angeordnet und dient dazu, den Streufluß zu vermindern bzw. zu unterdrücken. Sind die
magnetischen Leitfähigkeiten der beiden Luftspalte gleich groß, so muß die Durchflutung der Kompensationswicklung gleich der halben
Erregerdurchflutung sein, wenn der Streufluß unterdrückt werden soll.
Will man den Fluß je Pol kleiner halten, um an Jochhöhe und damit an Gewicht zu sparen, so kann man zu mehrpoligen Ausführungen
übergehen, von denen eine in Fig. 4 dargestellt ist. 30 und 31 sind die beiden erregenden Ringspulen, die Flüsse entgegengesetzter
Richtung erzeugen. 32 ist wieder die Kompensationswick-
lung. Unter den gleichen Voraussetzungen wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 ist die erforderliche !Compensationsdurchflutung
jetzt nur noch ein Drittel der Durchflutung einer Piingspule 30 bzw. 31.
Fig. 5 zeigt die Anordnung für den unteren Teil des Ausführungsbeispieles gemäß Fig. 2. Mit 5 ist der elektrisch erregte
Piingmagnet, mit β der als Ringflansch ausgebildete Anker bezeichnet. 30 ist wieder die erregende Ringspule. Es sind jetzt
zwei Kompensationswicklungen 32 und 32' am äußeren bzw. innerer Umfang vorgesehen, um Streuflüsse zu unterdrücken. Die Summe
der Kompensationsdurchflutungen muß hierbei gleich der Erregerdurchflutung sein, wenn die Streuflüsse verschwinden sollen,
wobei vorausgesetzt ist, daß die magnetischen Leitwerte der Luftspalte gleich groß sind.
In Fig. 6 ist eine dreipolige Anordnung dargestellt mit den beiden erregenden Ringspulen.30 und 31 und den beiden Kompensationswicklungen
32 und 32', Sind hier wieder die Erregerdurchflutungen je Nut gleich groß, so muß die Durchflutung
jeder Kompensationswicklung gleich einem Drittel der Durchflutung einer Nut der ErregerY/icklung sein, wenn die Streuflüsse
verschwinden.sollen.
Bei den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen verlief der Luftspalt senkrecht zur Vielle. Man kann aber die Anordnung auch
so treffen, daß der Luftspalt in Richtung der Welle verläuft. Ein Ausführungsbeispiel hierfür zeigt schematisch die Fig. 7.
Mit 9 ist wiederum.die Welle bezeichnet, mit der der imker 2 fest verbunden ist. Der Magnetkern 1 steht fest. Er trägt als
Erregerwicklung die Ringspule 30 und die Kompensationswicklung gen 32. Diese Anordnung bietet die Möglichkeit, das Spur- bzw.
Traglager vollkommen zu entlasten.
Claims (9)
1. Anordnung zur Entlastung von Spur» oder Traglagern bei Maschinen oder Apparaten mit senkrecht stehender Welle, gekennzeichnet
durch die Verwendung einer magnetischen Entlastungsvorrichtung und einer Kompensationswicklung zur Unterdrückung
des durch die Entlastungsvorrichtung verursachten Streuflusses.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetische Entlastungsvorrichtung elektrisch erregt ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetische Entlastungsvorrichtung aus einem scheibenförmigen
Magnetkern und einem scheibenförmigen Anker besteht.
4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetische Entlastungsvorrichtung aus einem ringförmigen Magnetkern
und einem ringförmigen Anker besteht.
5. Anordnung nach Anspruch 3> dadurch gekennzeichnet, daß am äußeren Umfang des scheibenförmigen Magnetkernes eine Kompensationswicklung
vorgesehen ist.
6. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl am äußeren als auch am inneren Umfang des ringförmigen Magnetkernes
je eine Kompensationswicklung vorgesehen ist.
7. Anordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnetkern eine oder mehrere ringförmige Ausnehmungen zur
Aufnahme der Erregerwicklungen besitzt.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß auch der Anker eine oder mehrere ringförmige Ausnehmungen besitzt
(Fig. 4).
9. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftspalt der magnetischen Entlastungsvorrichtung parallel zur
Welle verläuft.
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