DEP0002847DA - Kristall-Tastgerät für Lungen- und Brusttöne - Google Patents
Kristall-Tastgerät für Lungen- und BrusttöneInfo
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Description
Die bekannten Stethoskope dienen zum Abhorchen von Brust-Geräuschen und Brust-Tönen. Sie besitzen einen langen, engen Innenkanal, durch welchen die von dem Muschelraum aufgenommenen Geräusche in Schalldruck-Impulse umgewandelt werden, welche auf das Innenohr einwirken. Man hat auch bereits eine elektrische Verstärkung bei diesen Stethoskopen derart durchgeführt, daß man im Innenkanal geeignete Kristall-Elemente angeordnet hat und deren Impulse elektrisch verstärkte. Ähnlich sind auch die Herzton-Mikrophone angewendet, die auch durch elektrische Verstärker-Einrichtungen in Hörsälen einem grösseren Auditorium die Herztöne der Patienten erkennbar machten. Die vorliegende Erfindung bringt jedoch die Möglichkeit, durch direkte Körperschall-Abtastung mit elektrischer Verstärkung in dem betreffenden Frequenzgebiet auch die feinsten Lungenpfeiftöne, die im akustischen Tongebiet liegen, dem Arzt erkennbar zu machen. Dies geschieht erfindungsgemäß durch die Verwendung von freiliegenden, bedeckten oder mit Tastkopf versehenen piezoelektrischen Kristallen als Messwertgeber, deren Spannung einem selektiven Verstärker zugeleitet wird. Bei beginnender Tbc sind die wahrnehmbaren Lungenpfeiftöne in den unteren, mittleren und oberen Oktaven des Hörspektrums vorhanden. Um diese wirksam zu verstärken, muß also eine geeignete Siebung und Filterung angewendet werden, die dann durch weitere elektrische Band-Verstärkung die gewünschten Klanggebiete bevorzugt heraustreten läßt. Erst dann kommen die feinen in den verengerten Lungen-Kanälen ziehenden, pfeifenden Lungentöne deutlich genug heraus, um dem Arzt eine volle Diagnosemöglichkeit zu bieten bei seiner Auskultation. Für den Körperschalltaster kann man beliebige piezoelektrische Kristalle, aus Rochelle-Salz hergestellt, oder mittels Elektro-Keramik erzeugt, verwenden. Mann kann zur Erreichung des Zieles beliebige Filter- und Bandpass-Kreise mit Quarzfiltern, Elektro-Keramik- oder Rochelle-Salz-Kristallen benutzen. Die Zeichnung zeigt einige Ausführungs-
Beispiele, Ausbildungsmerkmale der Erfindung ergeben die Unteransprüche.
Nach den Figuren 1 und 2 der Zeichnung ist der Kristall-Taster mit einem Handgriff versehen, so daß mittels des Handgelenkes nunmehr jeder beliebige Hebeldruck aus dem Handgelenk heraus angewendet werden kann, während bisher der ganze Armdruck verwendet werden mußte. Nach der Figur 2 ist direkte Körperschall-Tastung verwendet, ohne Zwischenbenutzung eines Stössels.
Nach den Figuren 3 und 4 sind sogenannte Twister oder Kristall-Bieger genutzt, die auch bei den Schallplatten-Abgriffen angewendet werden. Diese Twister dürfen nur sehr zart angedrückt werden, sind dafür aber auch sehr empfindliche Messwertgeber inbezug auf die Aufnahme bei Körperschall.
Figur 5 zeigt einen Taster mit einem Verstärker zusammengeschaltet. Nach der Figur 2 besteht der Hammerkopftaster aus dem Hammerkopf (1) mit dem Hammerstiel (1a), der zugleich als Führung für das innenliegende Handkabel (2) dient. Die Frontkappe (3) ist durchbrochen und bildet zugleich die Führung für die Tastmulde (6) mit den Quarz-, Rochelle-Salz- oder sonstigen piezoelektrischen Kristallen (5), deren anderes Ende oder andere Kante im Führungsstück (7) gelagert ist. Die Beilagen (4) bilden zugleich die Abnehmer-Flächen-Träger für die äusseren Kristall-Belegungen. Zwischen dem oberen Muldenrand (8) und der inneren Frontkappe (3) sind elastische Zwischenlagen (9) vorgesehen, so daß die Kristall-Gebilde in Richtung der Hammerkopfachse schwingfähig gelagert sind. Nach der Figur 1 sind ebenfalls beliebige, geeignete Kristalle (15) vorgesehen, welche oben im Führungsstück (22) und unten im Kopfstück (16) gelagert sind. Seitlich an den Lagerstellen sind hier wie auch in Figur 2 elastische Einfassungen (Gummifäden o.dgl.) (18) angeordnet. Zwischen dem Kopfstück (16) und der Frontkappe (13) sind ebenfalls elastische bzw. Gummi-Zwischenlagen (19) eingefügt. Am Kopfstück (16) ist der Schaft (20), der den Tastkopf (21) trägt, befestigt.
Dieser kann beliebig gestaltet und aus beliebigem Material hergestellt sein, am besten aus Kunststoff, Kunstharz o.dgl., damit er auch bei kaltem Wetter angenehm am Körper anliegt. Im Mittelteil des Kopfgehäuses (11) ist der Führungsring oder eine sonstige Vorrichtung (14) die die Beilagen (17) trägt, welche auch als Abnehmer an den äusseren Kristall-Belegungen zugleich dienen können und auch die Klemmschrauben für das Handkabel (12) tragen. Man kann auch zwischen Beilagen (17) und den Kristallen bzw. Kristall-Belegungen entsprechende elastische Zwischenschichten einfügen. Auch im Lagerstück (22) ist die seitliche elastische Gummischicht (23) eingefügt. Nach den Figuren 3 und 4 sind Kristall-Bieger, sogenannte Twister, dargestellt. Hierbei sind die Kristalle (25) an einem (nicht dargestellten) Ende fest gelagert, während das andere Ende mit Klemme (26) oder einem Klemmschaft (27) versehen ist, der auch zugleich den Tastkopf (21) wiederum trägt. Zwischen dem Hammerkopfgehäuse und dem Tastkopf (21) ist nur ein sehr geringer Luftraum oder Schwingraum, so daß eine äußere Beschädigung nicht eintreten kann. Fig. 4 zeigt eine Draufsicht, Fig. 3 eine Seitenansicht des Kristall-Biegers.
Wie schon oben angegeben wurde, soll der Verstärker (28) besonders die vom Hammerkopf-Taster aufgenommenen Hörfrequenzen sieben, filtern und verstärken. Durch das Zwischenkabel (29) Fig. 5 werden dann die verstärkten Töne im Kopfhörer (30), im Lautsprecher oder im Oszilligraphen wahrnehmbar gemacht.
Um eine besondere Empfindlichkeit der Kristalle zu erreichen, kann man dieselben in ihrer y-Achse unterteilen durch Einschnitte. Infolge des durchgehenden gemeinsamen Mittelteils ist zugleich die Möglichkeit für eine gemeinsame Halterung und auch die Abnahme für alle Kristalle gegeben. Am Kristall-Bieger-Klemmstück (26) kann ein Drehzapfen angebracht sein, um den dann der Kristall-Bieger geschwenkt wird.
Bei Dauerbenutzung der Kristalltaster ist es notwendig, darauf zu achten, daß die aus Rochellesalz gewonnenen Kristalle nur eine Temperatur vertragen, die dem oberen kritischen Temperaturpunkt bei etwa +26° entspricht. Zweckmäßig wird man daher solche Kristall-Elemente verwenden, die davon unabhängig sind und keinerlei Thermostat-Vorrichtung bedürfen. Diese Vorzüge sind den elektro-keramischen Kristall-Elementen zu eigen, die auf elektrostatischer Wirkung beruhen. Es können daher sowohl piezoelektrische Rochellesalze oder ähnliche Kristalle, als auch piezoelektrische Keramik-Kristall-Elemente dazu benutzt werden, als Elektro-Impuls-Erreger beim Körperschalltaster wirksam zu werden.
Der Tastkopf kann mit einem Vorverstärker versehen sein. Man kann diese Körperschall-Tastgeräte auch zusammen mit den gebräuchlichen Radioempfängern oder Schallplatten-Verstärkern verwenden, indem das Verstärkerkabel (2) im Schallplatten-Anschluss angelegt wird.
Claims (8)
1. Kristall-Tastgerät mit Verstärker für Lungen- und Brusttöne, dadurch gekennzeichnet, daß direkt bzw. indirekt anzulegende oder mit Tastkopf (21) versehene piezoelektrische Kristall-Elemente (5, 15, 25) als Meßwertgeber dienen, deren Spannungsimpulse einem selektiven, d.h. mit Siebketten, Bandfilter o.dgl. versehenen Verstärker (28) zugeleitet werden, um die feinen Brustgeräusche und Lungenpfeiftöne im akustischen Frequenzgebiet elektroakustisch oder elektrooptisch wiederzugeben.
2. Kristall-Tastgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß piezoelektrisch wirksame Kristalle wie Quarze, Rochellesalz oder ähnliche synthetische Kristalle, insbesondere aber Keramik-Kristalle benutzt werden, die der Körper-Temperatur angemessen sind.
3. Kristall-Tastgerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kristall-Elemente nach Art der Kristall-Bieger (Twister) gelagert und beansprucht bzw. hebelartig eingespannt sind (Fig. 3, Fig. 4).
4. Kristall-Tastgerät nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch die Ausbildung in Hammerform (Fig. 1 und 2) unter Einbettung des Zuleitungskabels (2) im Handgriff.
5. Kristall-Tastgerät nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kristall-Elemente (5, 15, 25) schwingfähig elastisch gelagert sind, vorzugsweise unter Benutzung von Gummischichten zur Führung und Gegenlagerung.
6. Kristall-Tastgerät nach Anspruch 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kristall-Tastkopf mit einem Vorverstärker versehen ist.
7. Kristall-Tastgerät nach Anspruch 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kristalle in ihrer y-Achse mit Einschnitten versehen sind, um ihre Steifigkeit zu mindern und zugleich eine gemeinsame Halterung und Abnahme für diese unterteilten Kristalle zu erreichen.
8. Kristall-Tastgerät nach Anspruch 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1, 11 usw.) als Kunststoff-Presstück, vorzugsweise aus glasklarem Material, hergestellt ist.
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