DEP0002498DA - Verfahren und Vorrichtung zum Kaltaufziehen von Radreifen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Kaltaufziehen von RadreifenInfo
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Description
DIPL-ING. E. GÜNTER OTTENS
PATENTANVWLT
PATENTANVWLT
Dipi.% E. Günter Ottens
Peientanwaii
Düsseldorf
Kavalleriestraß© 5
Tel.: 1O77I
Tel.: 1O77I
Fa. Cj8 _Be_h_r_
"Verfahre» und Vorrichtung sum Aufsieben von Radreifen",
Die wÄ=ege»fe Erfindung feezieht si cn auf ein neues Verfahren und eine Vorrichtung sur Anwendung dieses Verfahrens,
wodurch ein Kalt auf ziehen von Äadreifen aiii Hol.zrad.er ermöglicht wird·
Dekannt 1st das Verfahrens bei welchem die Badreifen in
althergebrachter Weise warm gemacht "und in diesen Sustnnd auf Holsriiüer aufgezogen werden. Der nach dem Aufziehen Jtaltwerdende
Keifen erzeugt sodann beira Schrumpfen in den Holzteilen die erforderliche Spannung. Dieses Verfahren hat jedoch erhebliche
Nachteile· Es ißt fast unverneidlich, dass hierbei die HoIzf^jgen äütffeh den warmen Helfen teilweise staxk verbrannt werden,
&odas$ ^te eraielte Vorspannung in dem Holsrad entv^eder ungleichmäsgÜ^S; oder nicht ausreichend isx und somit d^r feste Sits der
Seifen überhaupt in Jxage gestellt ist. Ist der Radreifen vor den Aufziehen nicht genau naids so rird ,on den Stellen* an denen
das erforderliche riass für aen Durehmesser unterschritte', wird, das Holz d.er Felgen gans besonders verbrannt, sodass unrunde
xm& damit schlagende üeifen entstehen. Derartige Reifen werden stets nach icurzer Zeit abgenutzt sein» Da es eich bei de uv bekannten
Verfahren un eine handwerkliche Arbeit mit allen Nachteilen handelt 9 die durch den Zufall entstehen^ sind Λίο Herstellungs-
kosten gemessen an einer industriellen Serienfertigung sehr hoch« Bas Verfahren ist also sehr unwirtschaftlich.»
Bekannt ist susserdera ein Verfahren, "bei dem der Radreifen auch, kalt aufgesogen wird. Hierbei wird der fiadreifen aureh Vorrichtungen.,
die laufend an des Hade angeordnet sinds mittels Stauchung, also durch Längenänderung, auf die Eadfeigen aufgepresst«
Der Kachteil dioses Verfahrens gegenüber de"n Verfahren nach der Erfindung besteht darin, dass auch bei diesem Verfahren
eine Gewähr für die absolut runde .Form des fiadreifens nicht gegeben istf da eine zwangsweise Rundhaltung des Radreifens bei
gleichzeitiger J-lanhaltung des Holzrades während des Aufziehens nicht möglich ist« Ausserdem dauert der Vorgang des Aufziehens
bei diesem Verfahren langer als bei dem Verfahren gemass der Srfinciuag.
Die yerteaale des neuen Verfahrens bestehen darin, dasa bei
diesem das susaramengesteckte Holsrad einen auf die Hadaehse sentrisch gerichteten gleiohm^ssigen Druck auf die Felgen unter
zvjangsmässiger I-lanhaltung des Holzrades unterworfen v.'ird, und dass das unter dieser Worspannung stehende Holeraä in den swangsaässig
rund gehaltenen kalten Radreifen »entrisch eingeführt wirdβ Bei diesem Verfahren dürfen theoretisch nur Druckkräfte
in den Speichen beswe der Scheibe des Ilolsrades auftreten. Vorzugsweise
wird bei diesem Verfahren ein sogenannter j'resskonus angöwenöei;β Dieser Iresskonus besteht aus einen Pdng, der eine
konusförmige Ausbohruiig, aufweist. Burch difesen Eonus «lird das STasa<fjiaengesteckte Kad unter ilanheltung hinaurorxgepresst und
erhält hierbei die erforderliche Vorspannung. Der Presskonus ist Bestandteil einer Vorrichtung, die sur Ausführung des Verfahrens einen von einer jresse erzeugten Druck ausgesetzt wird»
Die Hebert ragung dieses Druckes erfolgt durch einer* Druckstempel^ der das Holsrad durch einen Presskonus gegen einen
federnd gelagerten Auswerfer des Unterteils der Vorrichtung presst» In diesem Unterteil "befindet sich, in einer Ausbohrung
der vorher eingelegte Haareifens der vor) äem niedergehenden Auswerfer zunächst gerundet wird und sodann das unter Vorspannung
befindliche Bolsrad tshrrr dem Auswerfer aufnimmt«, Am Sculuss des Arbeixsganges wird sodann das I-.olsrad mit dem liadr
ei fen aus der Bohrung ausgestoßen,, die zunächst sux Aufnahme des Radreifens diente«
,Durch dasvVerfahren nach der Erfindung rerdert genau l!aufende Holaräaer ahne Umfangssciilac unO ohne seitlichen Schlag
erzeugt, da der Radreifen durch don Auswerfer vor de:r, Kin^iehen genau g-ertmdet wird und das itolaraä während det Einsiel.ens
sent-riert und piangskalten ist. Ba sich bei dicsesi Verfiohren die erforderli«he Vorspannung des Tlolarades genau berechnen
lässt und diese auch sehr genau erzeugt werden kann, können die aufgesogenen Radreifen infolge der natürlichen Hachtroelcnung
äes liolaes nient looker werden.Ausserdew liisst sich bei aiosem Verfahren eine weit über den üblichen .Rahmen hinausgehende ,Leistung
erzielen,, Pas Verfahren ist ö?iher ausserordentiieh wirdscaaftllchu
In der beiliegenden Zeichnung: ist als .Beispiel eine Vorrichtung geneigt, mit -der das neue Verfahren durchgeführt werden
kann,
Abbe 1 zeigt iie Vorrichtung Im ausein&nder&efahrezien 2ur
stand»
Abb* 2 seigt äl~e Vorrichtung ins ausammengefanrunen Zustand.
Abb* 2 seigt äl~e Vorrichtung ins ausammengefanrunen Zustand.
Die Vorrichtung besteht mis dem Pressi:onus 59 der in Säulen 4 senkrecht verschieblich gelagert ist und sich mittels
federn 7 gegen den Voxrichtungsunterteil 2 abstütst* In eiern Prösskomis 5 befindet sich eine konische Ausbohrung 9S die unten
in eine kürzere zylindrische Ausbohxang 10 überseht* In dem Werkseuguatefteil
2 befindet sich der federnd gelagerte Auswerfer 3** Die Federung erfolgt mittels der angedeuteten Feder 8S an äexen
Stelle jedoch hydraulischer oder pneumatischer Druelc treten kann* "Dnter der oberen Platte des Auswerfers befindet sieSi eine Aus-
f lls die zur Aufnahme des Radreifens 16 dient. Unter dieser befindet sich die itammer 17 zur Aufnahme des Auswerfers
3 in seiner tiefsten. Stellung, üeber dem ixesskomis 5 befindet sieh noch der lirueicstempel 1 mit des Üinspsnnsapfen 6» Die Abb«. I
wie oben bereits erwähnt, die yorrichtianr im auseinaadersnezi Sustande^ das heisst^ vox Beginn des Arbeitsprozesses«
Man sieht deshalb das BolzT&ä 14 Mit der jJatee 15 in eingelegtem Zlusiiand im oberen l'eil des Presskonus 5· Zux Wukixvaxg und Aufnahme
äer Äabe 15 befindet sick in ä.em Bnacksteapel 1 eine Ausbohrung 13 und in dem Auswerfer 3 eine Aasbohrung 12*
Das Arbeitsverfahren ist also der Hei&enfolge nach folgendes?
in der üblicberi Weise gefertigte Seifen I^ wird beim auseinandergef£iiirenen
Werkzeug; über den Auswerfer 5 in »ine entsprechende Äiasdrehung 11 iia WeA-sewgimterteil 2 seatriseh eingelegtβ
Das susasLTiengesteckte Had 14 ohne Helfen wird entweder vorher oder nachher in den i-resskontis 5 eingelegt» Ber Presskonus
wird durch Federn 7 gegen den Säulenbund der JTührraigssäule 4 in seiner oberen Stellung gehalten»
Das im Stössel einer geeigneten Presse in obiger leise iseB» mit Einspannsapfen 6 befestigte lerkzeagoberteil 1 trifft beim
liedergang auf" das Eusaffiiaengefügte Bad 14 und presst dieses
soweit in den tresskonus 5S Mn der Federdruek der lioehhaltete&exn
7 überwunden wird und der tresskonus 5 auf den oberen 'Flächen des ¥erkaeaogunterteile 2 zur Auflage koiap.t* Vorher
komrax. der Auswerfer 3 in dem Kad 14 ssiar Anlage* i)er Auswerfer sttäht unter hydraul!sclierag pneumatischem oder Pederdruck der
betreffenden Kresse» Im weiteren Verlauf des txessvorganges wird also das Bad 14 tauroii den i'xesslconus 5 snisaMaetigepxeBst
und dann xastnittelbsAr in den Iteifeii 16f der vorher durch den niedergehenden Aus?^erfer 3 genau gerondet ist, eingeschoben·
Nach, erfolgtem PrsssTorgsrng steht das U'erkzeug wieder in der Stellurj; gesnäss Afefc» 1* Bas fertig gepresste Rad mit Hei-
£&n liet"t dann auf a&& AUBvextex 5 und 'k-a.mi von hier ab^enoinnen
•werden»
Claims (1)
- I») Verfahren zum Kalt auf ziehen von Hadreif en auf Iiolz- ·, ins Desondere Speicnenräder? dadurch gekennzeichnet, dass das zusammengesteckte Had einem auf die Radachse zentrisch gerichteten* gleiehmässigen Druck auf den Felgenurnfang unter zwangsmässiger jplanhaltung des Holzrades unterworfen rtrd, wobei in den Speichen besw« der Scheibe theoretisch nur Druckkräfte auftreten, und das unter dieser Vorspannung stehende .lad in den zwangsmässig rund gehaltenen kalten Radreifen zontrisch eingeführt wird·2·) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennseie&nets&assdas zusammengesteckte Bad infolge-durchpressen durch einen Konus die erforderliehe Vorspannung erhält, wobei die llanhaltung des Eolzrades von beiden Seiten durch, entsprechend geformte Druckplatten erfolgt*3*) Vorrichtung sur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2y gekennzeichnet durch einen in Säulen (4-) geführten und mittels Federn (7) elastisch gegen den Vorriebtungsuntisrtoil (2) abgestützten rresskonns (5)? einen über dem iresskomis (5) angeordneten und zur Uebertragung des erfor&erlietfen Druckes auf das in den tresskonus (5) einzulegenden üaeies (14) dienenden Druckst erapel (1) und den.Vorriontungsunterteil (2) mit einer sur ^oifnahme des Reifens (16) dienenden Ausbohrung (11) und unter dieser Äusbohrunf (11) vorgesehenen Aussparung (17), die &ur Aufnahme des in de\ -oxrtoi tan«st"eiT (2) federnd gel&gerten Ausweriers (3) in seiner tiefsten Stellung dient.4») Verfahren zum Aufziehen von Radreifen auf Holaräder Mittels der im Patentanspruch 5· beanspruchten Vorrichtungs dadurch gekennzeichnet, dass nach Einsetzen des .Reifen (16) in dieAusbohrung (11) und des Holssrades (14) in den Presskonus (5) der Stempel (1) unter.Druck gesetst wird, von diesem Stempel (I) das Bad (14) in die Ausbohrung (9) gepresst wird bis zur Heberwindung des Federdrackes der Federn (7)p sodann der Auswerfer (3) an dem mit dem Presßkonus (5^ niedergehenden Β&ά (14) sur Anlage kommt und der l^xesskonus (5) auf dem Werkzeugunterteil (2) aufliegt? worauf das Rad (14) durcli den Presskonus {5) hindurchgepresst und in den vorher durch den niedergehenden Auswerfer (3) gerundeten Reifen (16) gestossen wird und schliesslich die Vorrichtung eiHsdaliesslich des Auswurfers (3) in die Ausgangsst ellung suiii cldceiirt«
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