DEP0001561MA - Verfahren und Einrichtung zum Auslitern und Bezeichnen von Gefäßen - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Auslitern und Bezeichnen von GefäßenInfo
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Description
Friedrich Pohl, Ingenieur,
Regenhütte Hr. 44-
Post Ludwigsthal, Ndhy. (13h)
Verfahren und Einrichtung zum Auslitern und Bezeichnen von Gefässen.
Die Erfindung bezieht sich auf das Auslitern und bezeichnen von Gläsern, Krügen, Selchen usf.
Bisher wurde dieser Arbeitsgang so durchgeführt, dass zuerst jedes Glas von Hand oder maschinell mit v/asser gefüllt, mit
Parbe der Spiegel bezeichnet, das Glas entleert und die Bezeichnungs durch Gravur, Sandstraiilung, Aetzung usf. vorgenommen
wurde. Diese Vielzahl von Arbeitsgängen enthält Fehlermöglichkeiten und verteuert den Arbeitsgang.
Durch das in der Erfindung genannte Verfahren wird ein halbautomatisches Arbeiten erzielt. Bs wird hierbei die zum Auslitern
erforderliche Menge einer nicht lcompressiblen Milimasse in einem schmiegsamen, die Porm leicht ändernden Beutel aus einem
Stoff wie Gummi, Xunststoff etc. eingefüllt, der an seinem Verschlussteil einen starren Deckel trägt, der sich dem Durchmesser
nach gerade noch in das Gefäss einführen lässt. Durch Anpressen des Gummibeutels an die Gefässinnenwand ergib-t sich die gewünschte
Hiveau-Linie für den -^iehstrich durch den unteren Rand des starren Deckels. Die Bezeichnung an der Aussenseite des Gefässes
kann nun durch eine mit dem Deckel starr verbundene Schablone erfolgen, die Hichstrieh, Bezeielinung und Firmenzeichen
enthalten kann. V/ird diese Schablone vor der Austritts öffnung eines Sandstrahlgebläses angeordnet, so kann die Bezeichnung
durch Sandstrahlen erfolgen. Andernfalls durch Aetzung mittels Atztinte und Gummistempel oder durch Malen von Hand bei Sotrandgläsern.
In der Zeichnung ist Verfahren und Vorrichtung bildlich wie folgt dargestellt.
Fig.l zeigt Mchv or richtung mit Sandstrahlgebläse für Gläser, bei der der Beutel mit Schablone feststeht und das Glas hoc Jtigedrückt
wird.
Fig.2 zeigt eine Anordnung, bei der das Glas auf einem Tisch steht und der Beutel mit Schablone eingedrückt wird.
Pig.3 zeigt eine Beatelform mit Zusatzeinrichtung für stark UJiterschnittene Forme-n.
In Figur 1 ist dargestellt ein auf einem '■^isch befestigtes Sandstrahlgebläse 1, an dem ein Bügel 2 schwenkbar befestigt
ist» In diesem Bügel ist der Fuhrungskopf 3 schwenkbar aufgehängt, in dem eine Mutter 4 mit Verstellknopf 5 drehbar gelagert
ist und so ein genaues Einstellen in der Höhe ermöglicht. Die Schraube zur Mutter 4 bildet eine Stange 6, die an ihrem
unteren Lnde ein Verbindungselement /Schraub- oder Bajonettverschluss/ zum Befestigen des Beutels 7 mit Verschlussteil
und der verschiedenen, auswechselbaren Deckel 8 trägt. An der Stange δ ist ferner schiebbar gelagert ein Rohr 9, an dem
mittels Schnellverschluss wahlweise Handauflagen Io mit verschiedenen Durchmessern befestigt werden. Die Schablone 11
wird, da die Stellung der Stange δ zum Sandstrahlgebläse unverändert bleibt, an diesem befestigt.
Der Becher 12 wird nun über den Beutel 7 gestülpt und nach obe'n gedrückt, dass der Beutel an der Gefässwand und dem Deckel 8
überall anliegt. Hiebei berührte der Becherrand die Handauflage Io und schob diese mit nach oben. Hiedurch wird bewirkt, dass
die G-efässachse mit der eingestellten Achse des Stabes 6 übereinstimmt und das Glas in der Mulde des Fensters 13 gut anliegt.
Nunmehr kann durch Betätigen des Sandstrahlgebläses die .Sichmarke der Schablone und die Bezeichnung auf das Glas aufgebracht
werden.
Das geschilderte Verfahren gestattet das Auslitern und Bezeichnen der Gefässe auf trockenem Wege und gewährleistet den Ausschluss
von Fehlerquellen bei kürzester Arbeitszeit und einfachen Bedienung.
Bei Anordnung nach Fig.2 wird das Gefäss auf einen Tisch 14 gestellt und der Beutel 7 mit Deckel 8 über einen Handhebel eingedrückt.
Ein Mitnehmer 15 verstellt an der Aussenseite des Gefässes eine Haste oder Schablone 16, mit deren Hilfe die Markierung
vorgenommen wird.
In Fig.3 wird gezeigt, dass bei stark unterschnittenen Behältern das zum Auslitern erforderliche zusätzliche Flüssigkeitsvolumen
in einem Pumpenzylinder 17 untergebracht ist und mit Hilfe eines Kolbens 18 ohne Leckverluste in den Hohlraum gebracht wird. Auch
hier zeigt dann der untere Hand des Deckels 8 die Höhe der iSichmarke an.
Die Beutel aus Gummi oder einem elastischen Eunststofi tragen an ihrer Aussenseite zweckmässig Rillen 19 oder
Erhebungen, die das Entweichen der Luft zwischen G-efasswand und Beutel begünstigen und gutes Anliegen gewährleisten.
Claims (9)
1. / Yerfahren zum Auslitern und Bezeiclinen von Gefässen wie
Gläser, Krüge, Kelche und dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Auslitern erforderliche Menge einer'Flüssigkeit
in einem mit einem ebenen Deckel versehenen Beutel aus einem schmiegsamen, jeder Form sich anpassenden Stoff wie
Gummi oder Kunststoff abgefüllt ist und so in das Gefäss eingeführt wird, dass der Beutel an der Innenwand überall zur
Anlage kommt, worauf die durch den Deckel angezeigte Eichmarke auf die Gef ässwand aufgebracht uE@j?4ea~46aion ^ Ψ·. >
* ,i^'
2. / Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass eine Schablone für die Sichmarke
mit dem das Niveau anzeigenden Deckel direkt oder über Zwischenglieder verbunden ist.
3./ Vorrichtung nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Schablone für das Aufbringen der Bezeichnung mittels Sandstrahlgebläse
geeignet ist,
4. / Vorrichtung nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die
Schablone für das Aufbringen der Bezeichnung mittels Aetztinte als Stempel.ausgeführt ist.
5. / Vorrichtung nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die
Schablone für das Aufbringen der Bezeichnung durch Farbe im Spritz- oder Pinselverfaliren ausgeführt ist.
6. / Vorrichtung nach den Ansprüchen 2-5 dadurch gekennzeichnet,
dass bei nicht exakt genauem Inhalt des Beutels Differenzen durch Verstellen der relativen Lage des Deckels zur Eichmarke
der Schablone nach Kontrolle an einem Ur-Behälter ausgeglichen werden können,
7. / Vorrichtung nach den Ansprüchen 2-6 dadurch gekennzeichnet,.
dass im Verschlussteil des Beutels eine absperrbare Oeffnung für die Justierung des Beutelvolumens vorgesehen ist.
8. / Vorrichtung nach den Ansprüchen 2-7 dadurch gekennzeichnet,
dass der zu bezeichnende Behälter von Hand über den Beutel gestülpt und angedrückt wird.
9. / Vorrichtung nach den Ansprüchen 2-7 dadurch gekennzeichnet,
dass der zu bezeichnende Behälter auf einem Tisch steht- und
der Beutel in diesen von HarfS oder über .mechanische Binricht ung eingeführt und/angedrückt wird.
Torrichtung nach den Ansprüchen 2-9 dadurch gekennzelehnetf dass oberhalb des Deckels ein Pumpenzylinder das Differenzvolumen
aufnimmt, welches nach Einführen des Beutels in das G-efäss durch Hie der drücken des Eolbens in diesen übergeführt wird.
./ Vorrichtung nach den Ansprüchen 2-lo dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Beutels so ausgeführt ist, dass für
den Abfluss der Luft zwischen Beutel- und Behälterwand ge
sorgt wird, z.B. durch in meridionaler Richtung laufende Sillen oder Erhebungen.
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