DEP0000495DA - Herstellung von Formstücken aus Mineralwolle - Google Patents

Herstellung von Formstücken aus Mineralwolle

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DEP0000495DA
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Germany
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suction
binder
excess
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mineral wool
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Lambert Mannheim Jansen
Original Assignee
Grünzweig & Hartmann GmbH, Mannheim
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Description

Zur Herstellung von Formstücken aus Mineralwolle sind zahlreiche Verfahren bekannt. Die wichtigsten Verfahren sind wohl das Aufschlämmen der Fasern in Wasser, dem ein Bindemittel zugesetzt ist, mit anschliessender Formgebung in Siebformen, sowie das Auftragen des Bindemittels durch Aufspritzen auf die trockenen Fasern.
Bei dem ersten Verfahren wird das Ablaufen der überschüssigen Flüssigkeit gewöhnlich durch mechanisches Pressen beschleunigt und unterstützt. Auch bei dem zweiten Verfahren ist es bekannt, das Bindemittel zunächst im Überschuss aufzutragen und das überschüssige Bindemittel durch Absaugen auf einer Seite zu entfernen.
Nach der vorliegenden Erfindung wird bei Formstücken, die das Bindemittel im Überschuss enthalten, zunächst durch die Anwendung von Saugzug auf der unteren Seite des Formstückes das überschüssige Bindemittel abgesaugt und die Formstücke anschliessend auf der gegenüberliegenden Seite einem Saugzug ausgesetzt.
Die erste Absaugung dient also im wesentlichen zur Entfernung des überschüssigen Bindemittels, während die zweite im wesentlichen zur Trocknung bzw. Erhärtung desselben dient. Die Trocknung bzw. Erhärtung des Bindemittels kann durch Zuführung von heisser Luft auf der der Absaugung gegenüberliegenden Seite beschleunigt werden, namentlich auch bei solchen Bindemitteln, z.B. Kunstharzen, die nicht oder nicht nur durch Trocknung, z.B. infolge Erwärmung verfestigt werden.
Bei der ersten Absaugung wird zweckmässig ein feines Sieb und bei der zweiten ein gröberes, leichter zu reinigendes angewendet. Bei der ersten Absaugung wird das Bindemittel noch gar nicht oder nur wenig getrocknet. Das in dem Sieb hängenbleibende Bindemittel bleibt also flüssig oder weich und wird bei der Tränkung oder Absaugung des nächsten Formstückes abgespült.
Während der zweiten Absaugung tritt praktisch kein Bindemittel mehr aus der Wolle heraus oder nur wenig, sodass die Gefahr, dass das hierfür verwendete Sieb sich zusetzt oder verstopft, an sich geringer ist. Die geringen evtl. haften bleibenden Mengen können aus dem Sieb leicht durch mechanische Mittel (Bürsten) entfernt werden. Das Sieb kann z.B. aus einem Gitterrost aus Flacheisen oder Bandeisen bestehen.
Vorteilhaft ist es, die erste Absaugung mit grossem Druckunterschied, aber nur kurze Zeit und die zweite Absaugung mit geringem Druckunterschied, aber längere Zeit auszuüben. Erfindungsgemäss kann die zweite Absaugung in einem beheizten Kanal erfolgen.
Die Erfindung eignet sich sowohl für Verfahren, bei denen von einer Aufschlämmung der Fasern in Wasser oder anderen Flüssigkeiten, dem die Bindemittel beigemischt sein können, ausgegangen wird, als auch für Verfahren, bei denen Wolle verwendet wird, die bereits in Form von mehr oder weniger verfilzten Bahnen vorliegt und die mit dem Bindemittel übergossen, überspritzt oder eingetaucht werden.
Der Vorteil der Erfindung besteht u.a. auch in der erreichbaren gleichmässigen Verteilung des Bindemittels in der Wolle. Nach der einseitigen Absaugung enthält die Wolle stets auf der abgesaugten Seite mehr Bindemittel als auf der gegenüberliegenden Seite. Durch die zweite Absaugung wird ein Teil dieses Bindemittels zu der anderen Seite bewegt.

Claims (5)

1. Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus Mineralwolle mit einem flüssigen Bindemittel, wobei das Bindemittel zunächst im Überschuss in die Wolle gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst durch die Anwendung von Saugzug auf der unteren Seite des Formstückes das überschüssige Bindemittel abgesaugt und anschliessend durch die Anwendung von Saugzug auf der gegenüber liegenden Seite das restliche Bindemittel gleichmässig verteilt und getrocknet, oder vorgetrocknet bzw. gehärtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der ersten Absaugung ein feines Sieb und bei der zweiten Absaugung ein gröberes, leichter zu reinigendes angewendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Absaugung mit grossem Druckunterschied und die zweite Absaugung mit geringerem Druck ausgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Absaugung nur kurze Zeit, die zweite aber längere Zeit vorzugsweise unter Verwendung eines Förderbandes angewendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Absaugung in einem beheizten Kanal erfolgt.

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