DEP0000201DA - Vorrichtung zur Einordnung von Briefmarken, Geldscheinen, Postkarten, Fotografien, Filmen u. dgl. - Google Patents

Vorrichtung zur Einordnung von Briefmarken, Geldscheinen, Postkarten, Fotografien, Filmen u. dgl.

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DEP0000201DA
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English (en)
Inventor
Jan Weymar
Original Assignee
Weymar, Jan, Köln
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Description

Der philatelistische Wert von Sammlermarken wird durch die übliche Art, dieselben mit Klebefalzen in Alben unterzubringen vermindert, da die Feuchtigkeit des Falzes auch den Gummi der Marken durchdringt und ihre Unversehrtheit aufhebt. Außerdem besteht beim späteren Ablösen des Falzes Gefahr für Beschädigung der Marke.
Es wurden deshalb Klebefalze mit Trockenstoff-Gummi erfunden, die eine Schädigung des Markengummis nicht hervorrufen, da der Falz nicht angefeuchtet zu werden braucht. Nach längerer Zeit durchdringt jedoch der Trockenstoffgummi die Marke fettartig und hinterläßt ein Fenster, das die Marke philatelistisch wertlos macht.
Es ist weiterhin bekannt, daß auf der Rückseite einer schwarzen Unterlage eine Zellhaut angeklebt ist, über die ganze Vorderseite herumgeklappt und wieder nach rückwärts umgeknickt wird. Die Marke ist zwischen Zellhaut und Unterlage einzulegen. Nachteile hierbei sind, daß die eingelegte Marke keinen festen Halt hat. Außerdem entstehen in bestimmter Stellung zur Lichtquelle störende Reflexe und verhindern die klare Durchsicht.
Eine andere bekannte Lösung sind Einstecktaschen, ähnlich den Briefumschlägen. Die Marke wird mit oder ohne Unterlage hineingesteckt. Abgesehen von der kostspieligen Herstellung, die jeweils nur für ein Markenformat passen kann, rutschen die Marken auch in dieser Vorrichtung, während sie hinsichtlich der Durchsichtigkeit den gleichen Nachteil aufweisen, wie die oben beschriebenen Einrichtungen.
Weitere Vorrichtungen sind in Form der sogen. Einsteckbücher, Karten, Blätter und Alben bekannt, die vornehmlich der Vorordnung und Aufbewahrung von Dupletten und größerer Markenbestände dienen. Die Marken können nicht nur nebeneinander, sondern auch gestaffelt hintereinander eingeordnet und dadurch raumsparend untergebracht werden. Diese Einsteckbücher bzw. Karten weisen eine Anzahl übereinander angeordneter, von Seitenrand zu Seitenrand reichende Taschen aus durchsichtigem Material auf. Die Ausbildung jeder einzelnen Tasche erfolgt durch ein Band aus durchsichtiger Folie etwa in der Breite der normalen Markenhöhe und einer Länge, die auf das jeweilige Einsteckbuch zugeschnitten ist. Diese Folie wird an einen Längsrand nach rückwärts umge- faltet und mit diesem schmalen Teil auf das Kartonblatt geklebt, während der andere, größere Teil der Folie nur an den Seitenrändern befestigt wird und mit dem Kartonblatt eine nach oben geöffnete lange Tasche bildet. Im Gebrauch und bei hoher Belastung der Tasche durch eine Vielzahl von Marken, erwies sich jedoch die Festigkeit der Verbindung zwischen der nach rückwärts umgefalteten Folie mit der Unterlage als ungenügend. Dieser Mangel wurde dadurch behoben, daß der umgefaltete Teil der Folie erst um die Kante eines kartonähnlichen Streifens geführt und mit diesem an der Unterlage befestigt ist.
Es wurde ferner angegeben, daß eine Vielzahl derartiger Taschen von einer Bahn durchsichtiger Folie gebildet werden könne, die in fächerartiger Zickzackfaltung auf die Unterlage geklebt und an den Seitenrändern der Unterlage mit einem Klebstreifen befestigt ist.
Dem unerwünschten Verrutschen der Marken in eienr derartigen Tasche ist dadurch begegnet, daß ein farbiger Streifen mit zungenartigen Einschnitten bis an die untere Begrenzung der Tasche eingesteckt ist. Der Streifen reicht mit Einschnitten und den Wurzeln der Zungen aus der Tasche heraus. Nach dem Einstecken einer Marke können die seitlich benachbarten Zungen des Streifens an der Wurzel erfaßt, herausgezogen und so über die Vorderseite gelegt, bzw. daran befestigt werden, daß die Marke gegen ein seitliches Verrutschen gesichert ist. Durch diese Anordnung wird jedoch der Vorteil dieser Taschen, eine Vielzahl von Marken aufnehmen zu können, wieder aufgehoben.
Die Erfindung beruht nun auf einer keilförmigen Klemmwirkung zweier Materialien. Wird z.B. eine durchsichtige Folie ohne Falzen bzw. Knicken unmittelbar durch eien ununterbrochene gradlinige und scharf begrenzte Verbindung auf einer Unterlage befestigt, so entsteht zwischen dem nicht befestigten Teil der Folie und der Unterlage eine derartige Klemmwirkung. Ein, zwischen Folie und Unterlage geschobener flacher Gegenstand wird von dieser Klemmwirkung umso stärker erfaßt, je mehr er sich der scharf begrenzten Verbindungsnaht nähert.
Die Ausbildung kann sowohl auf Sammelblätter, Karten, in Alben und Einsteckbüchern, als auch an Längsrändern von farbigen Streifen getroffen werden, die den verschiedenen Größen der flachen Gegenstände (z.B. Briefmarken oder dgl.) angepaßt sind und ein wahlweises Unterteilen gestatten.
Da die Klemmwirkung senkrecht zur Verbindungsnaht schnell abnimmt, kann die Folie als Klemmrandleiste ausgebildet und sehr schmal bemessen sein ,wodurch das Markenbild unmittelbar dem Auge freigegeben wird. Andererseits kann die Folie aber auch das Markenbild bedecken und so breit gehalten sein, daß ein Umfalten derselben hinter die Marke bzw. Unterlage möglich ist.
Ausschlaggebend im Sinne der Erfindung und des Fortschritts gegenüber bisher bekannten Anordnungen gleicher Art ist die Klemmwirkung in der Nähe der Verbindung zwischen Folie und Unterlage, die einen flachen Gegenstand in seiner Lage festhält.
Es hat sich weiter gezeigt, daß die Klemmwirkung dann besonders groß ist, wenn die Unterlage eine erhabene Musterung, zum Beispiel Waffelmuster, eingeprägt ist. Die Prägung muß dabei so schwach und die Nachgiebigkeit so geartet sein, daß das Muster sich nicht auf die Marke übertragen kann.
Es lassen sich auch gemäß der Erfindung an zwei oder mehreren Seiten Klemmrand- bzw. Halteleisten anbringen, wodurch verhindert wird, daß der flache Gegenstand von der Unterlage abstehen, bzw. nach vorn umknicken kann. Für den festen Sitz genügt jedoch eine Klemmrandleiste, während die anderen als Halteleisten dienen können.
In der Zeichnung ist in schaubildlicher Darstellung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben. Die Unterlage 1 besteht aus einem dunklen Streifen Papier 2 mit Waffelmuster. An einer Längsseite des Streifens 1 ist eine Klemmrandleiste 3 aus durchsichtigem Material angeordnet, die durch eine schmale, d.h. strichartige und gradlinig kontinuierliche Befestigungsnaht 4 mit der Unterlage 1 verbunden ist. Eine Briefmarke 5 ist in die Anordnung derart eingesteckt, daß sie mit der Zähnung auf der Verbindungsnaht 4 aufsitzt und hierdurch der bestmöglichsten Klemmwirkung zwischen Unterlage 1 und Klemmrandleiste 3 ausgesetzt ist. Um das Markenbild ungehindert dem Auge freizugeben, ist die Klemmrandleiste 6 nur so breit ausgeführt, wie es für die beabsichtigte Klemmwirkung erforderlich ist.

Claims (4)

1. Vorrichtung zur Einordnung von Briefmarken, Geldscheinen, Fotografien, Filmen oder dgl. auf einer streifenförmigen Unterlage mittels Halteleisten oder Streifen unter Verwendung von Zellhaut, Papier, Kunststoff, oder dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Halteleiste bzw. der Streifen (3) ohne Faltung unmittelbar durch Anordnung einer ununterbrochenen, gradlinigen und scharf begrenzten, an der Vorderseite der Unterlage befindlichen Verbindung (4) zwischen Leiste bzw. Streifen (3) und Unterlage (1) als Klemmrand dient.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmrandleiste (3) mit Unterlage (1) zum wahlweisen Unterteilen des beliebig langen Streifens ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemm- bzw. Halteleisten (3) auf Albumseiten, Sammelbögen, Karten oder dgl. angeordnet sind, während gegebenenfalls der Hintergrund zum Sichtbarmachen der Zähnung von Briefmarken durch entsprechend getönte, auf dem Blatt vorgesehene Umrandung für die Marke gebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage (1) eine erhabene Musterung (2) trägt.

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