DEM0023224MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEM0023224MA
DEM0023224MA DEM0023224MA DE M0023224M A DEM0023224M A DE M0023224MA DE M0023224M A DEM0023224M A DE M0023224MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alloys
nickel
palladium
manganese
soldering
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 28. Mai 1954 Bekanntgemacht am 28. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
, Chromhaltige Legierungen bilden leicht einen zähen Oxydfilm und lassen sich deshalb schwer ,löten. Enthalten die Legierungen außerdem Aluminium und Titan, so sind die Oxydhäute sehr beständig und feuerfest. Nun bestehen Metallteile, die im Betrieb hohen Temperaturen von z. B. 550 bis 850° C unterworfen werden, meist aus Legierungen von Chrom mit Nickel oder Kobalt oder beiden und außerdem in der Regel mit Titan und Aluminium. Deshalb stößt dasAneinanderlöten solcher Teile auf große Schwierigkeiten, selbst wenn es unter Zuhilfenahme wirksamer Flußmittel in einer Atmosphäre aus Wasserstoff oder anderem reduzierendem Gas vorgenommen wird. Das dazu verwendete Lot muß hervorragende Benetz- und Fließfähigkeit haben. Außerdem muß es bei der Betriebstemperatur die erforderliche mechanische Festigkeit, Kriechfestigkeit und Zunderfestigkeit aufweisen. Der Soliduspunkt der Lötlegierung muß so hoch hegen, daß sie im Betrieb nicht erweicht, und der Liquiduspunkt so niedrig, daß sich der Lötvorgang
60'9 547/345
M 23224 VI/49 h
ohne Schaden für die zu verbindenden Teile vollziehen kann.
Die besten bekannten Legierungen für diese Zwecke sind Silber-Palladium-Mangan-Legierungen mit 75% Silber, 20% Palladium und 5% Mangan.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß einige neuere Legierungen Eigenschaften aufweisen, die sie zum Löten sowohl der obenerwähnten Chromlegierungen als auch von austenitischen Stählen
ίο besonders geeignet machen.
Diese neuen Lötlegierungen sind Nickel-Palladium-Mangan-Legierungen mit 10 bis 56% Palladium, 16 bis 40 °/0 Mangan, Rest 28 bis 67 % Nickel, die jedoch innerhalb der Fläche A-B-C-D-E-A der Zeichnung liegen. Die besten Eigenschaften für den Zweck gemäß der Erfindung weisen Legierungen innerhalb der kleineren · Fläche H-J-K-L-H auf. Außerdem können Verunreinigungen vorhanden sein.
Palladium-Nickel-Legierungen sind sehr fest und zäh. Das Mangan wird ihnen beigegeben, um die Löttemperatur herabzusetzen, ohne die guten mechanischen Eigenschaften der binären Legierungen zu beeinträchtigen. Dabei sind Palladium und Mangan in diesen Legierungen keineswegs äquivalent, sondern sie ergänzen einander für die Durchdringung der Oberflächenhäute auf den zu verbindenden Teilen. Wahrscheinlich absorbiert Palladium den Kationenteil dieser Häute, während Mangan den Anionenteil absorbiert.
Die Legierungen innerhalb der Fläche A-B-C-D-E-A schmelzen zwischen 1225 und 10500 C. Der große Vorteil ihrer Verwendung liegt in der sehr hohen Scherfestigkeit der damit gelöteten Verbindungsstellen.
Die Legierungen lassen sich ohne große Schwierigkeit verarbeiten. Das ist deshalb vorteilhaft, weil man meist die Lötlegierungen zu Streifen od. dgl. formt, die man als Füllstücke zwischen die zu verlötenden Teile legt.
Wenn die Legierungen zu wenig Nickel enthalten, also rechts der Linien A-B und B-C in der Zeichnung liegen, so lassen sie sich nur mit größter Schwierigkeit oder gar nicht zu solchen Füllstreifen verarbeiten; die damit hergestellten Lötverbindungen, bei denen die Legierung z. B. in Pulverform eingesetzt wird, sind spröde.
Wenn die Legierungen zu wenig Palladium enthalten, also unter der Linie C-D in der Zeichnung liegen, ist ihre mechanische Festigkeit zu gering.
Enthalten die Legierungen zu wenig Mangan, liegen sie also links der Linie D-E-A, so ist die Festigkeit der damit hergestellten Lötstelle bei hohen Temperaturen zu gering. Außerdem haben die Legierungen links der Linie D-E einen so hohen Schmelzpunkt, daß ihre Verwendung als Lot die zu verbindenden Teile schädigt.
Der besondere Vorteil von Legierungen mit Zusammensetzungen innerhalb des Bereichs H-J-K-L-H liegt in ihren niedrigen Schmelzpunkten. Teile aus Chrom-Nickel-Legierungen mit Aluminium und Titan werden wärmebehandelt, um ihren physikalischen Zustand zu verändern, bevor sie zur Verwendung kommen, und der Vorteil der Wärmebehandlung geht verloren, wenn die Teile erneut auf Temperaturen über 11500 C erhitzt werden. Die Legierungen im Bereich H-J-K-L-H können als Lot bei Temperaturen unter 11500 C verwendet werden und somit vorteilhaft zur Verbindung von Teilen aus diesen Chrom-Nickel-Legierungen dienen.
Das Löten selbst wird unter Verwendung eines Boraxflußmittels in einer Wasserstoff atmosphäre durchgeführt. Ein Vorteil der neuen Legierungen liegt darin, daß es auf einen besonders engen Spalt zwischen den zu verbindenden Teilen nicht ankommt; die Legierungen fließen nicht nur leicht durch kapillare Öffnungen, sondern füllen auch große Öffnungen, so" daß die aneinanderzulötenden Flächen nicht auf genaue Übereinstimmung vorbearbeitet zu werden brauchen.
Ein Beispiel eines mit besonderem Vorteil zu verwendenden Lots gemäß der Erfindung ist eine Legierung aus 48% Nickel, 31% Mangan und 21% Palladium. Diese Legierung kann bei einer Temperatur von 1120 bis 11400 C für Verbindungen verwendet werden, die sich als weit scherfester bei hoher Temperatur erweisen als Lötstellen, die mittels eines Lotes aus 75 % Silber, 20 % Palladium und. 5 % Mangan hergestellt werden, wie die folgende Tabelle zeigt:
Temperatur Scherfestigkeit kg/qmm Nickel-Mangan-
0C Silber-Palladium- Palladium-Legierung
Mangan-Legierung 40,00
600 6,45 30,00
700 23,50
750 6,30 17,60
800 4,75 13,00
850 2,65
Die Legierungen gemäß der Erfindung lassen sich insbesondere zum Löten von — oben an Beispielen erläuterten — Legierungen verwenden, die hohe Hitze- und Kriechfestigkeit aufweisen und vorwiegend aus Nickel oder Nickel und Kobalt mit mindestens 5% Chrom, mit oder ohne sonstige Elemente, wie Eisen, Titan, Aluminium und Molybdän,.bestehen. Die Legierungen lassen sich auch vorteilhaft zum Löten von austenitischen, chromhaltigen Stählen verwenden, z. B. solchen des i8-°/0-Chrom-8-°/0-Nickel-Typs. Die zu verbindenden Teile können aus gleichen oder auch aus verschiedenen Legierungen oder Stählen der erwähnten Arten bestehen. So kann ein Teil aus einer der beschriebenen Nichteisenlegierungen und der andere aus einem austenitischen Chromstahl bestehen.

Claims (6)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Lot, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einer Legierung mit 10 bis 56°/0 Palladium, 16 bis 40% Mangan, Rest 28 bis 67% Nickel besteht, mit der Maßgabe, daß diese Gehalte innerhalb des Feldes A-B-C-D-E-A des in der Zeichnung dargestellten Dreistoffsystems Hegen.
2. Lot nach Anspruch 1, dadurchgekennzeich.net, daß seine Legierungsgehalte in dem Felde H-J-K- L-H liegen.
3. Lot nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß es neben Verunreinigungen
547/345
M 23224 VI149h
aus 48 % Nickel, 31 °/0 Mangan und 21 % Palladium besteht.
4. Die Verwendung der Legierungen nach den Ansprüchen 1 bis 3 zum Aneinanderlöten von Teilen aus Nickel oder Nickel und Kobalt mit mindestens 5% Chrom, mit oder ohne andere Elemente.
5. Die Verwendung der Legierungen nach den Ansprüchen 1 bis 3 zum Aneinanderlöten von Teilen aus austenitischen Chromstählen.
6. Die Verwendung der Legierungen nach den Ansprüchen 1 bis 3 zum Löten eines Teils der Zusammensetzung nach Anspruch 4· an einen Teil der Zusammensetzung nach Anspruch 5.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69421281T2 (de) Ferritisch-austenitischer rostfreier stahl und seine verwendung
DE68911266T2 (de) Korrosionsbeständige Nickelbasislegierung.
DE60024761T2 (de) Schweisszusatzwerkstoff und Verfahren zum Herstellen einer Schweissverbindung
DE102007028275A1 (de) Hartlotfolie auf Eisen-Basis sowie Verfahren zum Hartlöten
DE19501673A1 (de) Metalllötmittel
DE2037648B2 (de) Verwendung einer Eisenlegierung mit guter Kriechfestigkeit und Korrossionsfestigkeit bei hoher Temperatur und hohem Widerstand gegen Rückkohlung im Kontakt mit Aufkohlungsmittein als Werkstoff für die Herstellung von Teilen in Öfen für Temperaturen bis 1200 Grad C
DE2447137B2 (de) Gegen gruebchenkorrosion bestaendige stahllegierung
DE69505603T2 (de) Bauteil aus hitzebeständigem austenitischem Stahl mit ausgezeichneter Festigkeit bei hohen Temperaturen
EP0827438B1 (de) Amorphe legierung und lötmittel aus amorpher legierung
DE2248130A1 (de) Haftpulver auf nickelbasis
DE3510949A1 (de) Aluminiumlotlegierung
DE3027730A1 (de) Verfahren zum behandeln einer legierung
DE2234111C2 (de) Verwendung eines Aluminium-Schweißzusatzwerkstoffes
DE102016124588A1 (de) Verwendung einer nickel-chrom-molybdän-legierung
DE1289395C2 (de) Hartlot zum Loeten von Wolfram, Molybdaen und deren Legierungen sowie Verfahren zum Loeten
DE3304736C2 (de) Gold-Lötmittel
DE2124687C3 (de) Verwendung ferritischer Eisen-Chrom-Molybdan-Legierungen für die Herstellung von Apparateteilen fur den Chemiebau, Wärmeaustauschern und anderen Behaltern
DE69432780T2 (de) Inertgaslichtbogenschweissdraht für temperaturbeständigen hochchromhaltigen ferritischen stahl
DE957270C (de) Lot
DEM0023224MA (de)
DE1508326B2 (de) Lötlegierung
DE69833630T2 (de) Nickelbasislegierung und Schweisselektrode aus einer Nickelbasislegierung
DE1283546B (de) Verwendung einer Stahllegierung als Bindemetallplatte fuer mehrschichtige Metallplatten mit mindestens einer Titanschicht
DE1508306B1 (de) Hartlot
DE19629376C2 (de) Hartlot zum Löten von unter Verformungsspannungen stehenden Stahlrohren (II)