DEM0023040MA - - Google Patents

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DEM0023040MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldimg: 12. Mai 1954 Bekanntgemacht am 8. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine photographische Zeilensetzmaschine, in welcher Bilder von ausgewählten Schriftzeichen optisch auf eine photographische Aufnahmefläche projiziert werden.
Bei Maschinen dieser Art ist es vielfach üblich, Schriftzeichenreihen zu verwenden, welche aus einer entsprechenden Zahl entweder von undurchsichtigen, auf einem lichtdurchlässigen Untergrund angeordneten Schriftzeichen oder von lichtdurchlässigen, auf einem undurchsichtigen Untergrund vorgesehenen Schriftzeichen bestehen.. Da die zur Bildung einer Druckzeile zusammenzusetzenden Schriftzeichen, sich über einen ziemlich weiten Bereich verteilen, ergibt sich beim Entwurf dieser photographischen Zeilensetzmaschinen eine Schwierigkeit dadurch, daß jedes gewünschte: Schriftzeichen der lichtdurchlässigen oder nicht lichtdurchlässigen Typenreihe auf die photographische Aufnahmefläche im Brennpunkt und in richtiger Lage zu einer gemeinsamen Achse projiziert werden muß, damit in der gesetzten,Zeile jedes Schriftzeichen zu allen, anderen. Schriftzeichen der Folgereihe der Druckzeile in, Fluchtlinie ausgerichtet ist. Wenn die Bilder der ausgewählten Schriftzeichen optisch auf die photographische Aufnahmefläche projiziert werden, wird im allgemeinen, nur das auf der optischen, Achse liegende Schriftzeichen, der lichtdurchlässigen oder nicht lichtdurchlässigen
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Typenreihe richtig und genau projiziert werden, während die Bilder aller anderen Schriftzeichen gegenüber dieser Achse um eine Strecke verschoben sein werden, die durch die Entfernung dieser Schriftzeichen der Reihe von der optischen Achse bestimmt ist.
Die Schriftzeichendarstellung, d. h. die Projektion eines Bildes eines ausgewählten Schriftzeichens eines Typensatzes in einer vorbestimmten, für das
ίο Photographieren geeignete Lage, ist das Hauptproblem der photographischen Zeilenzusammensetzung. Solange nicht die Bilder von allen Schriftzeichen des Satzes in der gleichen Hauptstellung wiedergegeben werden können, kann die richtige Ausrichtung und Abstandssicherung der Schriftzeichen in einer Folgereihe, wie sie für eine hochwertige Zeilenzusammensetzung erforderlich ist, nicht erreicht werden. Bisher ist es für die Zeichendarstellung üblicher Weise notwendig, eine relative Bewegung zwischen, der Schriftzeichenreihe und dem optischen System entweder zur Überführung des ausgewählten Schriftzeichens in die optische Achse des Projektionssystems oder zur Einstellung dieser Achse auf das gewählte Schriftzeichen hervorzurufen. Zur Erzielung dieser Bewegung sind teuere und sorgfältig ausgebildete Mechanismen insbesondere mit Rücksicht auf den erforderlichen hohen Genauigkeitsgrad vorzusehen, und außerdem hat die Verschiebung des Schriftzeichensatzes oder des optischen Systems vor dem Photographieren eines jeden Schriftzeichens ■zwangläufig eine starke Verlangsamung des ganzen Zusammensetzungsvorganges zur Folge.
Zur Vermeidung dieser Verschiebung des Schriftzeichensatzes oder des optischen Systems vor dem Photographieren eines jeden Schriftzeichens bei einer mit einem Träger einer Gruppe von Schriftzeichen und einem optischen Bildwerfer sowie einem lichtempfindlichen Aufnahmeschirm arbeitenden photographischen Zeilensetzmaschine ist es bekannt, in den Lichtstrahlengang des Bildwerfers eine Vorrichtung einzufügen,, durch welche jedes jeweils ausgewählte Schriftzeichen der Gruppe längs der optischen Bildwerf erachse ohne Verschiebung des Trägers der Zeichengruppe oder des optischen Systems auf den. Aufnahmeschirm projiziert und dabei eine Vielzahl von Bildern von, jedem einzelnen Schriftzeichen erzeugt sowie eines dieser Bilder zum Schnitt mit der optischen Achse des Bildwerfers gebracht und längs dieser durch eine Blende unter Verhinderung der Übermittlung aller übrigen gleichen Bilder zur Wiedergabe auf dem Aufnahmeschirm übertragen wird.
Nach der Erfindung wird dieses Problem der Vermeidung der Notwendigkeit der relativen Verschiebung des Schriftzeichensatzes und des optischen Systems vor der Aufnahme eines Schriftzeichens bei einer photographischen ■ Zeilensetzmaschine ohne die Erzeugung einer Vielzahl von Bildern eines jeden einzelnen aus der Gruppe ausgewählten Schriftzeichens und dadurch eines auf die optische Bildwerferachse fallenden. Bildes dadurch in einfacher Weise gelöst, daß vor einer einen Satz Schriftzeichen in lichtdurchlässiger Ausführung auf undurchsichtigem Grund oder umgekehrt zeigenden Platte, bei der jeweils nur ein Schriftzeichen für die Durchstrahlung mittels einer Lichtquelle durch einen von. einem auswählenden Tastenwerk gesteuerten Blendenmechanismus freigegeben wird, ein Vielfachlinsensystem mit je für eines der Schriftzeichen der Platte vorgesehenen und je bei diesem die durchgehenden Lichtstrahlen praktisch parallel ausrichtenden Kollimationslinsen. und vor diesen in der Richtung der Lichtstrahlen eine ein Bild des jeweils ausgewählten Schriftzeichens in einer vorbestimmten Lage in einer festgelegten Ebene erzeugende Linse angeordnet ist.
Die Schriftzeichen können auf der Satzplatte in waagerechten und in senkrechten Kolumnen vorgesehen sein, und der Blendenmechanismus kann waagerechte und senkrechte Leisten in einer der Reihen- bzw. der Kolumnenzahl entsprechenden Anzahl enthalten, In der für die Entstehung des Schriftzeichenbildes festgelegten Ebene kann ein lichtdurchlässiger Schirm angeordnet sein, auf dem dieses Bild durch die Bildlinse erzeugt wird. Ferner kann ein einstellbarer Linsensatz, der die Vergrößerung oder Verkleinerung des auf der photographischen Aufnahmefläche zu erzeugenden Bildes gestattet, dieser Aufnahmefläche vorgeschaltet sein, go und jedes Schriftzeichen, kann auf der Satzplatte gleichförmig zur optischen Achse der ihm zugeordneten Kollimationslinse und, in einem der Brennweite dieser Linse gleichen Abstand davon angeordnet sein. ■ ■ . ,95
Die Zeichnung veranschaulicht die in einer photographischen Zeilensetzmaschine vorzusehende optische Vorrichtung nach der Erfindung beispielsweise in mehreren Ausführungen.
Fig. ι ist eine ächematische Darstellung einer ersten Bauart;
Fig. 2 zeigt in Ansicht die Platte mit dem Schriftzeichensatz und einen Blendenmechanismus und ist in, einer der Projektionsrichtung der zu photographierenden Schriftzeichen entgegengesetzten. Richtung gesehen;
Fig. 3 und 4 geben; in je einer schaubildlichen Einzeldarstellung die Steuerung für die 'Blendenvorrichtung und einen Teil des einen der optischen Bestandteile der Vorrichtung nach, der Erfindung bildenden Kollimationslinsensystems wieder;
Fig. 5 und 6 lassen je eine abgeänderte Ausführungsform der Erfindung im Schaubild erkennen.
In sämtlichen Figuren, sind die gleichen Bezugszeichen für die nämlichen, Teile verwendet.
Bei der aus Fig. 1 bis 4 ersichtlichen optischen Vorrichtung, die in einer geeigneten, nicht dargestellten, Dunkelkammer eingeschlossen ist, werden ausgewählte Schriftzeichen einer einen ganzen Satz von Schriftzeichen aufweisenden Platte 1 nacheinander beleuchtet und Bilder von, ihnen durch optische Projektion in einer vorbestimmten Hauptstellung auf einem Grundschirm 2 aus Glas erzeugt. Diese Bilder werden einzeln nacheinander in der Reihenfolge ihrer Auswahl auf einem licht-
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empfindlichen Film 3 photographisch aufgenommen, nach welchem sie optisch von dem Schirm 2 aus durch ein Linsensystem 4 projiziert werden,, das entweder eine Vergrößerung oder eine Verkleinerung der photo'graphierten Bilder je nach der Punktgröße der auf dem Film 3 zu erzeugenden Schriftzeichen, ermöglicht.
Auf der Satzplatte 1 sind die einzelnen Schriftzeichen vorzugsweise in lichtdurchlässiger Ausführung auf einem undurchsichtigen Untergrund wiedergegeben. Die Platte 1 kann aus Glas bestehen oder in der Form eines photographischen Films oder sonstwie ausgebildet sein und die Schriftzeichen können darauf in beliebiger Anordnung, z. B. in Reihen, und Kolumnen oder in kreisförmiger Gruppierung vorgesehen sein. Die Platte 1 ist in der mit ihr ausgerüsteten Vorrichtung herausnehmbar gelagert, um einen Austausch von Schriftzeichen verschiedener Sätze zu ermöglichen.
Die Projektion der Schriftzeichen erfolgt mittels einer Lichtquelle 5, deren Strahlen durch einen Reflektor 6 und eine Kondensorlinse 7 zusammengefaßt und nach der Platte 1 gelenkt werden.. Dabei bewirkt die Linse 7 eine verhältnismäßig gleichmäßige Verteilung des Lichts über die ganze Fläche der Schriftzeichenreihen auf der Platte 1.
Die Schriftzeichen, werden einzeln für die Zusammensetzung zur Zeile durch die Wirkung eines Blendenmechanismus ausgewählt, welcher die Strahlen der Lichtquelle 5 nur durch das jeweils gewählte Schriftzeichen hindurchtreten, läßt und von einem Tastenwerk aus gesteuert werden kann. Der Blendenmechanismus umfaßt mehrere schwenk-; bare waagerechte1 Leisten 8, von denen je eine einer der waagerechten, Schriftzeichenreihe der Satzplatte ι zugeordnet ist und mehrere schwenkbare senkrechte Leisten 9, von denen je eine für eine der senkrechten Schriftzeichenkolumnen, der Platte 1 vorgesehen ist. Die waagerechten Leisten, 8 sind an ihren. Enden (vgl. Fig. 2) durch zwei Seitenplatten 8„ abgestützt, welche an der Vorderseite eines flachen, Tragrahmens 8b befestigt, sind. Die Blendenteisten 8 sind, in den, aus Fig. 2 ersichtlichen Seitenplatten, 8a mit Hilfe von gemäß Fig. 3 seitlich von ihren beiden Enden abstehenden Stiften, p gehalten, welche Löcher in den Platten 8„ durchqueren; die für sie als Lager dienen, wenn sie beim Öffnen der Blendenleisten 6 sich drehen. Die senkrechten, Blendenleisten, 9 (vgl. Fig. 1) sind in ähnlicher Weise an einem Tragrahmen gb schwenkbar gelagiert. An jeder Kreuzungsstelle der waagerechten Leisten, 8 und der senkrechten Leisten 9 ist in dem Tragrahmen 8b ein rechtwinkliger Teil ausgeschnitten, um den Durchgang der von dem ausgewählten Schriftzeichen, der Platte, 1 kommendein Lichtstrahlen zu, ermöglichen, nachdem die entsprechenden Blendenleisten 8 und 9 in die Offenstellung geschwenkt worden, sind.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, wird die Wirkungsweise einer jeden Blendenleiste 8 durch zwei Elektromagnete 8C mittels eines mechanischen Gestänges gesteuert, das aus einem durch die Elektromagnete 8C bewegbaren Schwenkarm 8/ und einem Verbindungslenker 8^ sowie aus einem kleinen, an dem äußeren Ende eines der Stifte p vorgesehenen Kurbelarm 8g besteht. Die Elektromagnete Sc sind auf einem L-förmigen Bügel 8d angebracht, der an der Stirnseite des Rahmens 8& befestigt ist. Wenn die Elektromagnete 8C erregt sind, wird die von ihnen veranlaß te Schwenkbewegung des Armes 8f den Lenker 8Λ in der Richtung des in Fig. 3 eingezeichneten Pfeiles verschieben und durch den kleinen Kurbelarm 8g die zugehörige Blendenleiste 8 in die Offenstellung überführen.
Eine kleine Zugfeder 8,·, welche an, dem Arm 8f angreift, dient zum Schließen der Blendenleiste 8 und führt diese und das Gestänge 8/, 8ή, 8g bei Abschaltung der Elektromagnete 8C in, ihre ursprüngliche Ausgangslage zurück. Für , die Verstellung einer jeden ,Blendenleiste 8 sind je zwei Elektromagnete 8C vorgesehen, die neben, der von ihnen gesteuerten Blendenleiste 8 am Rahmen 8& mittels ihres Tragbügels 8d gehalten sind, und die sämtlichen Elektromagnetpaare 8C sind, wie Fig. 2 zeigt, an den beiden Enden der Leisten 8 mit gegenseitiger Versetzung angeordnet, so daß von zwei aufeinanderfolgenden Blendenleisten 8 immer die eine durch ein linkes und die andere durch ein rechtes Elektromagnetpaar 8C gesteuert wird. Die Blendenleisten 9 werden in der gleichen, Weise wie die Leisten, 8 durch senkrecht zu den, Elektromagneten, 8C stehende Elektromagnete unter Überwindung von Schließungsfedern geöffnet.
Die Auswahl eines Schriftzeichens für die Zusammensetzung der Zeile wird von dem Tastenwerk der Maschine aus dadurch gesteuert, daß das Niederdrücken einer Taste eine der waagerechten Blendenleisten, 8 und eine der senkrechten, Blendenleisten 9 öffnet und diese beiden Leisten im Zusammenwirken mit einem Vielfachlinsensystem 10 (vgl. Fig. 1) ein einzelnes und, einziges Schriftzeichen in der Platte 1 den Strahlen der Lichtquelle 5 aussetzen. Das vor der Satzplatte 1 angeordnete Vielfachlinsensystem 10 besteht gemäß Fig. ι und 4 aus einer der Zahl der Schriftzeichen auf der Platte 1 entsprechenden Anzahl von, KoIIimationslinsen ioa, von denen je eine einem Schriftzeichen in den Reihen der Platte 1 zugeordnet ist und die praktisch einander gleich und mit Parallelität ihrer optischen Achsen angeordnet sind.
Die Linsen, ioß haben die Aufgabe, die Lichtstrahlen von den, ausgewählten Schriftzeichen, aus parallel nach einer abbildenden. Linse 11 zu lenken, die dem ganzen Vielfachlinsensystem! 10 vorgeschaltet ist. Dabei besteht eine bestimmte Beziehung zwischen den Schriftzeichen der Reihen der Platte 1 und, ihren zugehörigen. Linsen ioß, indem jedes der Schriftzeichen der Platte 1 in der Mitte der optischen. Achse seiner entsprechenden Linse ioß oder in fester Lagenbeziehung zu dieser Achse angeordnet und der sie trennende Abstand ungefähr gleich der Brennweite der Linse gewählt ist.
Die Bildlinsei 11 kann eine konvexe Linse von hoher Zerstreuungswirkung sein, oder mindestens muß die benutzte Fläche der Linse frei von Aber-
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ration, oder Verzerrung sein und die Aufgabe der Linse 11 ist die Erzeugung eines Bildes des ausgewählten Schriftzeichens auf dem Projektionsschirm 2. Dieses Bild wird in eine vor bestimm te Hauptlage fallen, die sich in der Mitte der optischen Achse ι ifl der Linse 11 befindet oder in fester Beziehung zu dieser Achse steht, so- daß es möglich wird, auf dem Film 3 Schriftzeichen in richtiger Folge und in vollkommener Ausrichtung zu photographieren.
Wenn die durch die Kollimationslinsen ioß projizierten Lichtstrahlen praktisch parallel sein sollen, ist es wesentlich, daß das Vielfachlinsensystem 10 in paralleler Lagenbeziehung zu der Schriftzeichenplatte 1 angeordnet und. außerdem der Abstand zwischen benachbarten Linsen io„ gleich ihrer Brennweite ist. Auch kann, um die Höchstlichtmenge von einem ausgewählten Schriftzeichen aus nach der entsprechenden Kollimationslinse ioa zu lenken, ein von Kanälen durchsetzter oder ein gelochter Zwischenkörper 12 zwischen der Schriftzeichenplatte 1 und dem Linsensystem 10 eingefügt sein.
Die Bilder werden, zunächst auf dem Glasschirm 2 geformt und somit nicht unmittelbar photographiert, so· daß sie durch die Linsen, 4 gegenüber einem festen, imaginären Bezugspunkt vergrößert oder verkleinert werden, können, der vorzugsweise auf dem Schirm in der Nähe der unteren linken Ecke des Schriftzeichens angenommen wird. Wenn, dieser Bezugspunkt auf der optischen Achse deir Linsen, 4 liegt, werden die Schriftzeichen durch einen Quadranten der Linsen 4 in der Richtung nach oben und in der Richtung nach der rechten, Schriftzeichenseite vergrößert oder verkleinert, während gleichzeitig ein fester linker Rand und, eine Grundlinie für alle Schriftzeichen aufrechterhalten wird.
Bekanntlich werden, alle parallelen Lichtstrahlen, welche eine Bildlinse von hoher Zerstreuungskraft treffen, in einem Brennpunkt vereinigt. Das für die Zusammensetzung zur Zeile auf der Platte 1 ausgewählte Schriftzeichen wird durch eine der Kollimationslinsen ioe nach der Bildlinse 11 in der Form von, parallelen Lichtstrahlen, projiziert, und wenn auch die parallelen Lichtstrahlen bei ihrem Auftreffen auf die Bildlinse auf einen kleinen Teil der gesamten, Fläche der Bildlinse beschränkt sind, wird sich doch ein Bild des ausgewählten Schriftzeichens unabhängig von, dessen Lage in, den Reihen, der Satzplatte 1 in dem Brennpunkt und in einer festen, Lagenbeziehung zur optischen Achse formen, Der Projektionsglasschirm12 ist in dem Brennpunkt der Linse 11 angeordnet, so daß die Bilder von verschiedenen ausgewählten Schriftzeichen alle in einer vorbestimmten Hauptstellung auf dem Schirm 2 wiedergegeben werden.
Die benutzbare Fläche der Bildlinse 11, d. h. die ohne Verursachung einer Aberration, oder Verzerrung der Bilder verwendbare Fläche der Linse 11 muß naturgemäß so groß wie oder besser größer als die Fläche sein, welche die Linsen ioa in. dem Vielfachlinsensystem 10 einnehmen, d. h. es müssen die optischen Achsen von allen Einzellinsen ioß in den benutzbaren Bereich der Bildlin.se 11 fallen.
Um die Wirkung der Vorrichtung im einzelnen zu erläutern, sei angenommen, daß ein einzelnes Schriftzeichen in den Reihen der Satzplatte 1 für die Zusammensetzung einer Zeile durch die Öffnung der entsprechenden waagerechten Blendenleiste 8 und der zugehörigen senkrechten Blendenleiste1 9 mittels des Tastenwerkes der photographischen Zeilensetzmaschine ausgewählt: worden ist. Die Strahlen der Lichtquelle 5 gehen dann durch den von dem ausgewählten Schriftzeichen, eingenommenen. Teil der Fläche der Platte 1 und werden durch den entsprechenden Kanal des Zwischenkörpers 12 nach der dem betreffenden Schriftzeichen zugeordneten Kollimationslinse ioß geleitet. Durch diese Linse werden die Lichtstrahlen in. paralleler Ausrichtung nach der Bildlinse 11 gelenkt, welche dann auf dem Glasschirm 2 ein Bild des Schriftzeichens erzeugt, das für das Photographieren auf dem Film 3 geeignet ist und sich auf dem Schirm 2 in der Mitte der optischen Achse 11 α der Linse 11 befindet oder in fester Lagenbeziehung zu dieser Achse steht.
Auf diese Weise können die Bilder auf dem Film 3 in, der Reihenfolge in der sie auf dem Schirm 2 projiziert werden, photographisch aufgegenommen, werden, und dabei wird der Film 3 schrittweise entsprechend der Breite der zu photographierenden Schriftzeichen weitergeschaltet. Da bei der Erzeugung der Bilder der einzelnen Schriftzeichen, der, Satzplatte 1 auf dem Glasschirm 2 jedes Bild auf die optische Achse 11„ fällt oder eine bestimmte: Lagenbeziehung zu dieser Achse einnimmt, kann auf dem Film 3 eine Folge von Schriftzeichen auf dem Film in vollkommener gerader Ausrichtung photographiert werden.
Bei der in Fig. 5 wiedergegebenen, gegenüber Fig. 1 bis 4 abgeänderten Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung sind die Lichtquelle 5, die Kondensorlinse 7, die Schriftzeichenplatte 1, der Blendenmechanismus 8, 9, der gelochte Zwischenkörper 12, das Vielfachlinsensystem 10 und die Bildlinse 11 zusammen auf einer gemeinsamen langen Tragplatte F angeordnet, und das durch die Linse 11 erzeugte Bild wird im Raum statt auf dem Glasschirm 2 der Fig. 1 zum Entstehen gebracht und dann optisch auf den Film 3 durch ein Okular 15 und ein photographisches Linsensystem 16 projiziert. Dadurch wird zwar die Gesamtheit der optischen Ausrüstung der Vorrichtung etwas umfangreicher, aber es wird der Vorteil erreicht, daß die Anforderungen, hinsichtlich der Beleuchtung der zu photographierenden Schriftzeichen nicht so groß wie bei der Anordnung nach Fig. 1 sind.
Das Okular 15, das eine bekannte Ausführung erhalten und beispielsweise wie ein. Kepplerteleskop .120 ausgebildet sein kann,, umfaßt einzelne Linsen 15,, und i5& und dient zur Verringerung der Divergenz der aus der Linse 11 kommenden Lichtstrahlen und zur Konzentrierung des Lichtes in der Richtung auf den, das Schriftzeichenbild auf dem Film 3 erzeugenden Linsensatz 16, der aus den hinterein-
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anderliegenden, in fester Lagenbeziehung zum Film 3 stehenden Linsen i60 und i66 besteht.
Verschiedeine Vergrößerungen und Verkleineirungsverhältnisse können durch Änderung der Lagen der Linsen i50 und IS6 des Okulars 15 und durch Änderung der Stärke der Linsen erzielt werden. Aus diesem Grunde sind die Linsen 15und IS6 nach beiden. Richtungen längs der Hauptachse des optischen Systems verschiebbar, und die Abstände χ und y, welche diese Linsen von der festliegenden Linse 11 trennen, können, verändert werden. Auch sind die Linsen i50 und IS6 abnehmbar an ihren Haltern befestigt, so daß der Austausch von Linsen verschiedener Stärke möglich ist.
Wenn auch eine besondere Linse und eine besondere Linsenlage für ein gegebenes Vergrößerungsoder Verkleinerungsverhältnis nicht unbedingt erforderlich sind, so muß doch das Okular 15 in jedem Fall eine Ausführung erhalten, welche die Gewähr dafür gibt, daß die Ausgangspupillenstellung, d. h. das Bild beim Öffnungsstopp des optischen Systems in die Hauptebene des führenden Teiles i6a des Linsensystems 16 fällt, 'um die höchste Ausnutzung der freien Öffnung des optisehen. Systems zu ermöglichen.
Da die Beleuchtungserfordernisse sich mit dem Quadrat des Verhältnisses der Punktgrößen, ändern, kann man ein Graufilter 17 benutzen, um die Leuchtwirkung in. Übereinstimmung mit der zu photographierenden Punktgröße zu schwächen, statt daß man die Intensität der Lichtquelle 5 nach den verschiedenen Punktgrößen einstellt. Auf diese Weise kann die Glühlampe 5 auf einer gleichbleibenden Lichtstärke gehalten werden, wie sie für das Photographieren der maximalen gewünschten Punktgröße erforderlich ist, und geeignete Filter werden ausgewählt, um die Lichtintensität beim Projizieren des Bildes des Schriftzeichens für kleinere Punktgrößen zu verringern.
Für die praktische handelsübliche Ausführung der Vorrichtung nach der Erfindung kann es sich empfehlen, eine Mehrzahl von, verschiedenen Linsen, von denen, jede vorher in, die richtige Lage gebracht ist, dem Drucker zur Verfügung zu stellen, so· daß er nur die geeignete Linsenkombination für eine gegebene Brennpunktgröße auszuwählen braucht und von der Verantwortung des Auswechselns der Linsen und der Einstellung ihrer Lagen, befreit ist. Zu diesem Zweck ist gemäß Fig. 6 der vordere Teil i5a des Okulars 15 in einem von mehreren schwenkbaren Linsenhaltern 19 angeordnet und, der rückwärtige Teil IS6 an einer oder mehreren drehbaren Scheiben angebracht. Die Linsenhalter 19 sind mit Linsen, z. B. 15/, ΐζα", IS/" usw., ausgerüstet, welche wahlweise in ihre wirksame Lage auf der optischen Achse 1 ia oder in, eine unwirksame Stellung abseits dieser Achse übergeführt werden können.
Jede Scheibe 20 enthält eine Reihe von Linsen i56', ISi,", iS&"' usw. und, kann durch Drehung die eine oder die andere der Linsen in, die wirksame Lage auf der optischen. Achse iie bringen. Die Linsenhalter 19 und die Scheiben. 20 können von Hand oder selbsttätig durch einen gelochten. S teuerstreif en, eingestellt werden, um die richtige Kornbination für verschiedene Wortgrößen auszuwählen. Auf der die Linsenhalter 19 und die Scheiben 20 tragenden Welle kann, noch eine mit verschiedenen Graufiltern ΐγα bis iyg ausgerüstete Scheibe vorgesehen werden, um das Auswechseln der Filter für verschiedene Punktgrö'ßen zu erleichtern.
Die Erfindung kann im einzelnen auch in einer von der Zeichnung abweichenden Weise ausgeführt werden, Beispielsweise können einzelne Blenden für jedes Schriftzeichen der Platte 1 verwendet werden, ■ und auch die allen Schriftzeichen gemeinsame Lichtquelle S läßt sich durch mehrere . je einem Schriftzeichen zugeordnete Glühlampen ersetzen. Ferner können die Blendenleisten 8, 9 vollständig erspart und die Schriftzeichen, dafür durch einzeln ausgelöste Lichtblitze auf die Glasplatte 2 projiziert werden,

Claims (9)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Photographische Zeilensetzmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß vor einer einen Satz Schriftzeichen in, lichtdurchlässiger Ausführung auf undurchsichtigem Grund oder umgekehrt zeigenden Platte (1), bei der jeweils nur ein Schriftzeichen für die Durchstrahlung mittels einer Lichtquelle (S) durch einen, von, einem auswählenden Tastenwerk gesteuerten Blendenmechanismus (8, 9) freigegeben wird, ein Vielfachlinsensystem (10) mit für je eines der Schriftzeichen, der Platte (1) vorgesehenen und bei jedem die durchgehenden Lichtstrahlen praktisch parallel ausrichtenden Kollimationslinsen (ioß) und vor diesen in der Richtung der Lichtstrahlen, eine ein. Bild des jeweils ausgewählten Schriftzeichens in einer vorbestimmten Lage in einer festgelegten, Ebene (2) erzeugende Linse (11) so angeordnet ist, daß die optischen Achsen von allen, Kollimationslinsen (ioß) in den benutzbaren Bereich der Bildlinse (11) fallen, während vor der festgelegten Bildebene
(2) ein schrittweise entsprechend der Breite des projizierten Schriftzeichenbildes weiterbewegbarer lichtempfindlicher Film (3) vorgesehen ist (Fig. 1). _ : '
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schriftzeichen, auf der Satzplatte (1) in waagerechten Reihen und in senkrechten, Kolumnen vorgesehen sind und der Blendenmechanismus waagerechte und senkrechte schwenkbare Leisten (8 und 9) in einer der Reihen- bzw. der Kolumnenzahl entsprechenden Anzahl enthält (Fig. 1 bis 3).
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der für die Entstehung des SchriftzeichenbildeiS festgelegten Ebene ein lichtdurchlässiger Schirm (2) angeordnet ist, auf dem dieses Bild durch die Bildlinse (11) erzeugt wird (Fig. 1).
4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein einstell-'
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barer Linsensatz (4), der die Vergrößerung .':■■■ oder Verkleinerung des auf der photographischen
ι Äufnahmefläche (3) zu erzeugenden Bildes gestattet, dieser Aufnahmefläche (3) vorgeschaltet ist (Fig. 1). .
5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 ■;. ■ : bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Schriftzeichen auf der Satzplatte (1) senkrecht zur optischen Achse der ihm zugeordneten Kolli-' mationslinse (ioa) und in einem der Brennweite dieser Linse (ioa) gleichen Abstand davon an- :· . geordnet ist (Fig. 1 und 2).
6. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der die Schriftzeichen, aufweisenden Satzplatte
(1) und dem Vielfachlinsensystem (10) ein entsprechend der Anzahl der Schriftzeichen, mit Kanälen, oder Löchern, für den, Durchgang der Lichtstrahlen versehener Zwischenkörper (12) eingefügt ist (Fig. 1).
7. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Lichtstrahlengang ein, einstellbares, die Vergrößerung oder Verkleinerung des photographischen. Bildes auf verschiedene Punktgrade gestattendes Okular (15) mit auswechselbarem vorderem und hinterem Bestandteil (isa und. 15&) und ein in der Strahlenrichtung auf das Okular (15) folgendes, das Schriftzeichenbild auf der photographischen Aufnahmefläche (3) erzeugendes Linsensystem (16) , liegen und mehrere zum Teil an verschiedenen Punkten längs der optischen Achse (iiß) des Okulars und des photographierenden Linsensystems (16) angeordnete Linsen (15/ bis 15/" und, 15& r bis 15&'") wahlweise in eine wirksame Lage improjizierenden Strahlengang oder in eine unwirksame Stellung abseits dieses Strahlenganges Überführbär sind sowie verschiedene Kombinationen der Linsen (15/bis 15/" und 15/ bis 15ο'") als vorderer und rückwärtiger Bestandteil (i5a und I5(,) des Okulars (15) unter Einhaltung einer festen Ausgangspupillenstellung zur Auswahl zur Verfügung stehen, (Fig. 5 und 6).
8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere verschiedene auswählbare Filter (ija bis I7g) vorgesehen sind, welche die Schwächung der Intensität der Lichtstrahlen für unterschiedliche Werte des Vergrößerungs- oder Verkleinerungsverhältnisses gestatten (Fig. 5 und, 6).
9. Verfahren, zur Benutzung der Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Durchleuchtung der ausgewählten Schriftzeichen der Satzplatte (4) beim photographischen Bild erzielbaren Vergrößerungs- oder A^efkleinerungsverhältnisse konstant auf einer für die maximal mögliche Vergrößerung erforderlichen. Leuchtstärke gehalten werden und mehrere Graufilter (iya bis 17g) zur Schwächung der Lichtstrahlen für unterschiedliche Werte des Vergrößerungs- oder Verkleiinerungsverhältnisses dienen (Fig. 5 und 6).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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