DEM0022317MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 12. März 1954 Bekanntgemacht am 23. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf Verpackungsgefäße mit ganz abnehmbarem Deckel aus nichtmetallenem Werkstoff, vornehmlich aus Pappe, bei
welchem beispielsweise für die Kopf- und Fußarmierung so\vie für Deckel und Böden Metall verwendet
wird.
Bei bestimmten Füllstoffen ist die Berührung mit diesen Metallarmierungen aus Gründen der
Korrosion sowie der geschmacklichen oder ίο sonstigen Einflußnahme nicht erwünscht.
Es ist bekannt, Verpackungsgefäße aus Metall oder Kunststoff mit einer- Schutzauskleidung zu
versehen, wobei Boden und Deckel je gesondert gegenüber dem Füllgut abgeschirmt werden. Dabei
werden die gesonderten Schutzauskleidungen mit der Verbindung von Boden und Mantel gleichzeitig
erfaßt, beispielsweise durch Verfalzung.
Gemäß der Erfindung werden nun durch einfachere Mittel die Metallteile dadurch abgeschirmt,
daß eine Papier- oder Kunststoffschürze im Innern des Gefäßmantels beispielsweise, durch Aufkleben
eingebracht wird, die in der Gebrauchsstellung nach außen ausgezogen werden kann und die Metallteile
überdeckt.
Wird ein Boden aus Metall bzw. Stahl vor-
gesehen, so erhält dieser ohnehin eine aus dem
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.Material der Schürze bestehende Schutzabdeckung.
Der abnehmbare Deckel selbst kann diese Schutzeinrichtung unmittelbar aufweisen, so daß sich die
Abschirmung nicht auf den metallarmierten Kopfrand mittels einer kurz gehaltenen Schürze als
Schutzabdeckung beschränkt. Es kann aber auch der Deckel ohne Schutzabdeckung gehalten sein,
und die im Gefäßinnern zur Abdeckung der Kopfrandarmierung vorgesehene Schürze wird in diesem
ίο Fall so groß bemessen, daß nach dem Ausziehen
und Füllen eine sackartige Abschnürung ermöglicht wird. Auf diese Weise ist das Füllgut gegenüber
dem Metalldeckel abgeschirmt.
Durch die nach der Erfindung erstellte Schutzauskleidung,
die im wesentlichen als Teilauskleidung im Hinblick auf die ohnehin korrosionsbeständige
Ausführung des Gefäßmantels ausgebildet ist, wird in einfachster, also billigster
Weise ein Schutz des Füllgutes erreicht. Es ent-'.
fällt danach die bei den bekannten Gefäßen übliche totale Schutzauskleidung, und dafür werden die
hierfür aufzuwendenden erheblichen Kosten erspart. ' ~ ,
In der Zeichnung veranschaulicht Fig. 1 einen
Querschnitt durch ein Verpackungsgefäß mit ganz abnehmbarem Deckel, dessen Mantel 1 beispielsweise
aus Pappe oder Holz und dessen Boden 2 und Deckel 3 aus Stahlblech besteht. Der Kopfrand
ist durch den Metallring 4 armiert und mit dem Gefäßmantelende so verrollt, daß ein Widerlager
für den Spannring 5 besteht, der andererseits den Deckelrand 6 erfaßt und die Deckeldichtung 7 zum
Anzug bringt. Der Boden 2 ist mit der Schutzabdeckung 8, beispielsweise aus Papier oder Ktinststoff,
versehen, wobei diese Abdeckung bei der Erstellung der Bodenfalzverbindung 9 in bekannter
Weise mitverfalzt wird. Im Innern des Gefäßmantels ι wird entweder durch Unterstecken unter
den Kopfarmierungsring 4 oder durch Anleimen unterhalb des inneren Randes dieses Ringes die
Schürze 10 dicht abschließend angebracht.
Bei Ingebrauchnahme des Gefäßes wird diese
Schürze nach außen gezogen und über den Kopfrand 11, der als Ringwiderlager dient, gelegt,
wobei infolge der Vorspannung sich der Papierring oder Kunststoffring dicht schließend von außen
gegen den Gefäßmantel 1 legt. Um dies zu erreichen, ist beispielsweise beim Papier die Verwendung
von vornehmlich Kreppapier zweckmäßig.
Nachdem der Deckel 3 mit der über den Rand 6 hinaus geführten Schutzabdeckung 12 versehen ist,
erfolgt die Abdichtung zwischen dieser Schutzabdeckung und der über den Gefäßrand 11 herausgezogenen Schürze 10 durch die Gefäßdichtung 7,
so daß das Füllgut nicht mit Metall in Berührung kommt.
In Fig. ι ist strichpunktiert dargestellt, wie die
Schürze 10 vor Überziehen über den armierten Kopf rand in das Gefäß innere hineinragt, wobei die
Schürze unter dem Kopf ring 10 eingeklemmt ist. Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Darstellung des
Gefäßrandes im Querschnitt, wobei die Schutzbedeckung
10 unterhalb des Kopfarmierungsringes 4 am Gefäßmantel i dicht abschließend an1
geleimt ist.
Fig. 3 zeigt den Querschnitt durch das Verpackungsgefäß gemäß der Erfindung ebenfalls mit
dem Gefäßmantel 1 aus Pappe oder Holz oder auch Kunststoff und dem Boden 2 aus Metall mit der
Schutzabdeckung 8. Außerdem weist das Gefäß auch hier den Kopfarmierungsring 4 auf, der mit
dem Gefäßmantelende eingerollt das Ringwiderlager 11 ergibt. Es ist hier eine in das Gefäßinnere
ragende längere Schürze 13 vorgesehen, die unterhalb des Armierungsringes 4 dicht schließend in
der Verbindungsstelle 14 am Gefäßmantel angeleimt ist. In diesem Zustand befindet sich die
■Schutzschürze 13 während der Nichtbenutzung des Gefäßes und bei dessen Leertransport. Soll das
Gefäß gefüllt werden, wird die Schürze, wie in Fig. 4 gezeigt, nach oben ausgezogen, so daß · das
Füllgut nunmehr eingebracht werden kann.
Anschließend erfolgt das Verbinden wie bei einem Sack — wie strichpunktiert in Fig. 4 dargestellt—
und danach das Aufbringen des Deckels 3 und der Verschluß des Gefäßes mittels Spannring 5.
Wie in Fig. 4 gezeigt, kann entgegen der Darstellung
nach Fig. 3 auch das Verleimen der Schürze 13 so erfolgen, daß die Verleimungsstelle
bei ausgezogenem Zustand in Richtung der Schürze go selbst liegt.
Claims (3)
1. Schutzauskleidung für Verpackungsgefäße aus nichtmetallenem Werkstoff mit einem
gegenüber dem Füllgut korrosions- und geschmacksbeständigen Gefäßmantel'und Metallarmierungen,
die gesondert mit einer Schutzverkleidung versehen sind, wobei Deckel und Boden Schutzbekleidungen aufweisen, die mit
den Rändern des Gefäßmantels und des Deckels bzw. Bodens durch gemeinsame Verfalzung
dieser Teile verbunden sind, gekennzeichnet durch eine mit ihrem einen Rande an der ge;-samten
Innenfläche des Gefäßmantels (1) befestigte schlauchförmige Schutzbedeckung (10,
.13), deren anderer Rand bei Nichtgebrauch frei in das Gefäßinnere hineinragt, bei Ingebrauchnahme
des Verpackungsgefäßes hingegen aus diesem herausziehbar und über den Kopfarmierungsring
(4), diesen gegenüber dem Füllgut abschirmend, legbar ist.
2. .Schutzauskleidung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die z. B. aus Krepppapier oder Kunststoff hergestellte Schutzbedeckung
(10) "unterhalb des in das Gefäßinnere ragenden Randes des Kopfarmierungsringes
(4) am'Gefäßmantel (1) angeleimt oder unter dem in das Gefäßinnere ragenden Rande 120·
des Kopfarmierungsringes (4) eingeklemmt ist.
3. Schutzauskleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzbedeckung
(13) unterhalb des in das Gefäßinnere ragenden Randes des Kopfarmierungsringes (4) am
Gefäßmantel (1) angeleimt ist und dabei eine
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Länge aufweist, die eine bei Säcken übliche und dichte Zusammenfaltung und Abschnürung des
nach außen gezogenen Randes der Schutzbedeckung (13) nach Einbringen des Füllgutes
zuläßt, wobei der zusammengefaltete und abgeschnürte Rand der Schutzbedeckung (13) das
Füllgut gegenüber dem ungeschützten Deckel (3) abschirmt.
Angezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 285 968; USA.-Patentschrift Nr. 2511481.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Family
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